Path:
Periodical volume

Full text: Das Jahr in Zahlen Issue 2014

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen 2014......................................................................................................................................4
Vorwort	Dr.	Matthias	Kollatz-Ahnen,	Vorsitzender	des	Aufsichtsrates	.................................. 5
Interview	Jörg	Simon,	Vorstandsvorsitzender	............................................................................6
Immer auf dem Prüfstand – unser Berliner Wasser ....................................................................... 7
Investitionen 2010 bis 2019 ..................................................................................................................8
Kanalsanierung: Mehr Leistung für dasselbe Geld .........................................................................9
Abwasserreinigung: Wir machen das klar ......................................................................................10
Forschungsmanagement: Vom Bedarf zum Projekt...................................................................... 11
Forschung für die Praxis: ASKURIS & SMaRT OnlineWDN ............................................................. 12
Forschung entlang des Wasserkreislaufs .........................................................................................13
Interview	Frank	Bruckmann,	Vorstand	Finanzen	......................................................................14
Mitreden und mitgestalten im neuen Kundenbeirat ...................................................................15
Ein verlässlicher Partner der Wirtschaft .......................................................................................... 16
Vorreiter bei den erneuerbaren Energien ........................................................................................17
Energiedaten 2014................................................................................................................................. 18
Wärme aus Abwasser – wir können das .......................................................................................... 19
Unsere Jüngste: Die Berliner Stadtwerke GmbH.......................................................................... 20
Interview	Kerstin	Oster,	Vorstand	Personal	und	Soziales	........................................................21
Personen und Prozente 2014 ..............................................................................................................22
Schnell, einfach, direkt: Der Weg in unsere Ausbildung ..............................................................23
Ausgezeichnet – vom Deutschen Bildungsinstitut ......................................................................24
Gewinn- und Verlustrechnung 2014 .................................................................................................25
Bilanz 2014 ............................................................................................................................................. 26

Das Jahr in Zahlen

Zum 1. Januar 2014 wurde der Tarif für
Trinkwasser um 15 Prozent gesenkt.

Mehr als 80 Prozent des Einkaufsvolumens
von insgesamt 365 Millionen Euro flossen
2014 in die Region Berlin und Brandenburg.

Insgesamt 68,9 Kilometer Kanalnetz wurden
2014 saniert und erneuert.

Kennzahlen 2014
Wasser und Abwasser

189,9

234,0

Millionen Kubikmeter
Trinkwasser verkauft

Millionen Kubikmeter
Abwasser gereinigt

Investitionen

Mitarbeiter

263,8

4.523

Millionen Euro wurden
zum Erhalt und zur Erweiterung des
Anlagevermögens aufgewendet

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigen die Berliner Wasserbetriebe
insgesamt (1.415 Frauen und 3.108 Männer)

Kanalsanierung
+ 14,2 km

+ 19,7 km

Sanierungslänge des Kanalnetzes von 35 Kilometern auf 49,2 Kilometer gesteigert und weitere 19,7 Kilometer neu gebaut (

Tarife

- 15,0 %

- 6,4 %
SchmutzwasserMengentarif zum
01.01.2015 gesenkt

Trinkwassertarif
zum 01.01.2014
gesenkt
4

- 4,3 %
Tarif Regenentwässerung zum
01.01.2015 gesenkt

 = 5 km)

Liebe Leserinnen und Leser,
2014 war ein gutes Jahr für die Kunden der Berliner
Wasserbetriebe. Das Unternehmen hat die Trinkwasser­
tarife um 15 Prozent gesenkt, in diesem Jahr folgten die
Abwassertarife mit durchschnittlich 6,1 Prozent. Bis
mindestens 2018 sollen diese Preise stabil bleiben und
maximal um die Inflationsrate steigen. Die Berliner
Wasserbetriebe sind wieder ein kommunales Unterneh­
men, und die Berlinerinnen und Berliner profitieren
davon. Denn sie erhalten auch künftig mit dem Berliner
Trinkwasser ein streng kontrolliertes Lebensmittel
bester Güte.
Das ist nicht naturgegeben, sondern das Ergebnis harter Arbeit und erstklassiger
Ver- und Entsorgungsleistung. Mit mehr als 4.500 Beschäftigten sind die Berliner
Wasserbetriebe zudem einer der größten und attraktivsten Arbeitgeber in Berlin.
Welche soziale Verantwortung das Unternehmen dabei übernimmt, belegen etwa die
deutlich überdurchschnittliche Ausbildungsquote (6,8 Prozent) oder die ebenfalls
weit über dem deutschen Schnitt liegende Inklusionsquote (7,9 Prozent). Und dass
das Unternehmen 2014 mit dem Qualitätssiegel „Exzellentes Bildungs- und Talentmanagement“ des Deutschen Bildungspreises ausgezeichnet wurde, zeigt zudem,
dass hier nicht nur viele, sondern auch gute Arbeitsplätze angeboten werden, die
Chancen und Perspektiven eröffnen.
Trotz der Tarifsenkungen investiert das Unternehmen 2015 rund 20 Prozent mehr als
im vergangenen Jahr in den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur. Davon wird
auch die Berliner Wirtschaft profitieren, denn der Großteil der Aufträge geht an
Unternehmen aus der Region.
Nicht nur als Finanzsenator freue ich mich über die Leistungen und das Engagement
des Unternehmens und seiner Beschäftigten für das Gemeinwesen und die Aufgaben
der öffentlichen Hand. Die Berliner können stolz sein auf „ihre“ Wasserbetriebe.
Ihr Dr. Matthias Kollatz-Ahnen

DR. MATTHIAS KOLLATZ-AHNEN ist seit dem 11.12.2014 Senator für Finanzen
des Landes Berlin und seit dem 13.01.2015 Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner
Wasserbetriebe.

5

Wir sind bereit für
die wachsende Stadt
Warum ist die Infrastruktur der Berliner Wasserbetriebe im Jahr
2014 besser geworden?
SIMON Im vergangenen Jahr haben wir fast 50 Kilometer
Kanalnetz, also eineinhalb Mal so viel wie im Vorjahr, saniert
und weitere 19,7 Kilometer neu gebaut. Es ist eine große
Herausforderung, in einer Stadt wie Berlin eine solche
Strecke zu sanieren. Die Sanierung der Abwasserkanäle ist
der Investitionsschwerpunkt der kommenden Jahre.
2015 werden Sie insgesamt 20 Prozent mehr investieren als
im Vorjahr. Wohin fließt das Geld?

Herr Simon, Berlin boomt. Allein 2014 stieg die Einwohnerzahl
um knapp 44.000. Kann die Infrastruktur der Berliner Wasserbetriebe da Schritt halten?
SIMON Unsere Infrastruktur ist leistungsfähig, alle Berlinerin­
nen und Berliner können sich auf eine funktionierende Ver­ und
Entsorgung verlassen. Das gilt natürlich auch für die neuen
Stadtquartiere, die wir erschließen, wie beispielsweise rund um
den Hauptbahnhof. Von uns aus kann Berlin weiter wachsen.
Beim Trinkwasser haben wir ausreichend Reserven, schließlich
wurde noch 1989 in Berlin doppelt so viel Wasser genutzt wie
heute. Und das Klärwerk Waßmannsdorf bauen wir nicht nur
qualitativ, sondern auch quantitativ aus.

SIMON Für 2015 gehen wir von einem Gesamtinvestitions­
volumen von 313 Millionen Euro aus. Der größte Teil davon ist für
die Erneuerung und Erweiterung unserer Rohr­ und Kanalnetze
vorgesehen. Außerdem müssen wir in unsere Klärwerke
investieren und diese in die Lage versetzen, die verschärften
Ablaufgrenzwerte einzuhalten. Und wir werden zusätzlichen
Stauraum in der innerstädtischen Kanalisation bauen, damit wir
bei Starkregen weniger unbehandeltes Mischwasser in die
Gewässer ableiten müssen.
Müssen die Berliner im Jahr 2015 mit mehr Baustellen rechnen?
SIMON Wo immer das möglich ist, setzen wir grabenlose
Technologien ein. Damit wird der Verkehrsfluss in der Stadt so
wenig wie möglich gestört.

JÖRG SIMON ist seit 1999 Vorstandsvorsitzender der Berliner
Wasserbetriebe und seit 2002 Vorstandsmitglied der Berlinwasser
Holding AG. Im Jahr 2014 wurde er zum Vizepräsidenten des
Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft ernannt.

6

Immer auf dem Prüfstand –
unser Berliner Wasser
Gutes Trinkwasser ist nicht naturgegeben, es ist das Ergebnis von
guter Aufbereitung und systematischem Qualitätsmanagement.
Dank zertifizierter Verfahren können sich unsere Kunden darauf
verlassen, dass wir die Qualität des Berliner Trinkwassers jetzt und
zukünftig sichern.

Dafür prüfen wir die Wasserqualität entlang aller Stationen des
Trinkwasserkreislaufes kontinuierlich. Bereits das Grundwasser
haben wir über unsere mehr als 2.500 Beobachtungsrohre
dauerhaft im Blick. Zudem nehmen wir Proben direkt aus
unseren Brunnen und prüfen das Grundwasser, unmittelbar
nachdem es ans Tageslicht gefördert wurde, erneut kritisch. Die
Wasserwerke führen täglich Kontrollen zur chemischen und
biologischen Zusammensetzung des Trinkwassers durch. Dies
wird durch permanente Messung von Indikatorparametern in
Echtzeit ergänzt.
Auch auf dem Weg durch das Netz und bei insgesamt 104
Berliner Verbrauchern entnehmen wir in dichten Abständen
Proben, die unsere akkreditierten Labore analysieren. Die
dichte Analysekette sorgt dafür, dass wir Verunreinigungen im
Trinkwasserkreislauf rechtzeitig erkennen und beseitigen können.
Die Berlinerinnen und Berliner können sich darauf verlassen,
dass wir dabei nach hohen Standards arbeiten, ständig prüfen
und optimieren. Das beweisen die Zertifizierungen unserer
Verfahren nach den Normen DIN EN ISO 9001 und 14001 und
der Bericht des Umweltbundesamtes (UBA), das uns im Februar
2015 erneut sehr gute Qualität bescheinigt hat.
Darüber hinaus initiiert unsere hausinterne Forschungs­ und
Entwicklungsabteilung in Forschungsprojekten mit Hochschu­
len und Universitäten Lösungen und Verfahren, mit denen wir

Kalium
4,52 mg/l
Magnesium
9,54 mg/l

Natrium
30,56 mg/l

Chlorid
47,67 mg/l

Calcium
98 mg/l
Durchschnittlicher Gehalt an wichtigen
Mineralstoffen und Spurenelementen
im Berliner Trinkwasser 2014

die Qualität des Trinkwassers sichern und die Reinigungsleis­
tung unserer Klärwerke den stetig steigenden gesetzlichen
Anforderungen anpassen können.

7

Investitionen 2010 bis 2019

313,1

312,0

300
263,4

273,7

260,5

260,9

303,1

302,6

300,1

300

263,8

250

250

200

200

150

150

100

100

50

50

0

2010

2011

2012

2013

2014

2015

Wasserversorgung

Entwässerung

Rohrnetz
Wasserwerke und
Zwischenpumpwerke

Kanalnetz
Druckrohre
Klärwerke/Pumpwerke
Sonstiges

Sonstiges

Alle Angaben in Millionen Euro

8

2016

2017

2018

2019

Finanzierung durch Dritte

0

Kanalsanierung: Mehr
	
Leistung für dasselbe Geld
Die Berliner Wasserbetriebe haben im Jahr 2011 ihre Kanalsanierungsstrategie umgestellt. Oberste Priorität hat jetzt nicht mehr das Gebiet,
sondern die Behebung der gravierendsten Schäden.

Bis 2011 haben wir das Kanalnetz gebietsbezogen saniert und
zugleich noch unkanalisierte Gebiete in den Außenbezirken
erschlossen, das ist fast geschafft. Gleichzeitig wird der größte
Teil der Kanäle durch Kameras inspiziert, sodass wir ein klares
Bild vom Zustand des gesamten Netzes haben. Das Kanalnetz
instand zu halten, ist ein permanenter Prozess. Bereits 2012
haben wir damit begonnen, zustandsorientiert vorzugehen.
Die bisherige gebietsorientierte Strategie erwies sich nicht
mehr als praktikabel.
Wir sanieren und erneuern dort, wo gravierende Schäden
festgestellt wurden. Im Umfeld werden leichtere Schäden gleich
mitsaniert. Die umfangreichsten Schäden, die derzeit bekannt
sind, werden wir bis 2017 behoben haben.

Wo immer das möglich ist, ersetzen wir den klassischen Tiefbau
durch sogenannte Inlinerverfahren. Diese grabenlosen Bauver­
fahren schonen Mensch, Stadt und Umwelt. Sie haben weniger
Staus, weniger Lärm und weniger Dreck zur Folge und kommen
mit weniger Baumfällungen aus.
Zudem sind Inlinerverfahren günstiger, sodass wir für dasselbe
Geld deutlich mehr Kanalkilometer sanieren können. Im Jahr
2013 haben wir für die Erweiterung und Sanierung von 57 Kilometern Kanal 99 Millionen Euro ausgegeben, 2014 haben wir
mit 97 Millionen Euro insgesamt 69 Kilometer gebaut und
zahlreiche Schäden saniert. In den Jahren 2015 bis 2020 werden
wir eine Kanallänge von 400 Kilometern sanieren.

9

Abwasserreinigung:
	
Wir machen das klar
Ändert der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen, müssen wir
investieren, um neue Grenzwerte einzuhalten. Aktuelles Beispiel:
die Abwasserreinigung im Klärwerk Waßmannsdorf.

Die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die EU-Mitgliedsstaa­
ten, ihre Oberflächengewässer in einem „guten ökologischen
Zustand“ und ihr Grundwasser in einem „guten mengenmäßi­
gen und chemischen Zustand“ zu erhalten. Daraus leiten Bund
und Länder neue Grenzwerte ab. Im Klartext bedeutet das: Vor
allem die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff, aber auch viele
andere, nur in Spuren nachweisbare Verbindungen dürfen im
Klarwasser, also im gereinigten Abwasser, das wieder in die
Gewässer eingeleitet wird, eine bestimmte Höchstmenge pro
Liter nicht überschreiten. Im Klärwerk Waßmannsdorf beispiels­
weise entfernen wir jährlich mehrere Tausend Kilogramm
Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser. Aber die strengeren
Vorgaben der EU sind nur mit weiteren Reinigungsstufen und
einem Ausbau der Klärwerke zu schaffen.

Gereinigte Abwassermenge 2014
Klärwerk	

m3/Jahr	

m3/Tag

Ruhleben	

79.818.311	

218.680

40.330.575	

110.495

Schönerlinde	
Münchehofe	

12.938.202	

35.447

Waßmannsdorf	

70.286.417	

192.566

Stahnsdorf	

17.501.253	

47.949

Wansdorf	

13.108.962	

35.915

233.983.720	

641.051

Gesamt	

10

Der Ausbau der Klärwerke erfolgt schrittweise. Die Verbesserung der Reinigungsleistung für die im Abwasser vorhandenen
Stickstoffverbindungen ist bereits in der Umsetzung. Für
den Nährstoff Phosphor haben die Landesbehörden Berlin und
Brandenburg weiter gehende Qualitätsanforderungen ange­
kündigt.
Ausschlaggebend für die Verbesserung der Reinigungsleistung
ist die Vergrößerung der biologischen Reinigungsstufe in den
sogenannten Belebungsbecken. Das Klärwerk Waßmannsdorf
besitzt acht solcher Beckenlinien, in denen auf natürlichem
Wege und ohne die Nutzung von Chemikalien Abwasser
gereinigt wird. In den Belebungsbecken werden die im Abwas­
ser vorhandenen Stickstoffverbindungen in zwei Schritten durch
Bakterien entfernt. Im ersten Teilschritt – der Nitrifikation –
wandeln die Bakterien die im Abwasser vorhandenen Stickstoff­
verbindungen unter Zugabe von Luftsauerstoff in Nitrat um. Im
zweiten Teilschritt – der Denitrifikation – erfolgt die Umwand­
lung des Nitrats in gasförmigen Stickstoff, der in die Atmosphäre
entweicht.
Im Jahr 2021 soll der Ausbau von Waßmannsdorf abgeschlossen
sein. Bis dahin entstehen zwei weitere Beckenlinien und
zusätzliche Speicherkapazitäten für Spitzenmengen bei Regen.
Insgesamt werden wir bis 2022 über 400 Millionen Euro in die
Erneuerung und Entwicklung unserer Kläranlagen investieren.

Forschungsmanagement:
	
Vom Bedarf zum Projekt
Die Strategie: bedarfsorientierte Forschung. Das Kernstück: unser
Forschungs- & Entwicklungsnetzwerk. Gemeinsam mit starken
Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand
entwickeln die Berliner Wasserbetriebe Technologien, Verfahren
und Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

Um permanenten gesetzlichen und gesellschaftlichen Änderun­
gen gerecht zu werden, entwickeln wir ständig neue technische
und ökologische Verfahren. Koordiniert wird das durch das
hausinterne Forschungsmanagement. Gemeinsam mit den
Fachexperten unserer technischen Bereiche entstehen For­
schungsprojekte, die sich entlang des Wasserkreislaufs aus
unserem Bedarf ergeben. Insgesamt investieren die Berliner
Wasserbetriebe kontinuierlich in Forschung und Entwicklung.

Mittelherkunft geförderter Projekte 2007 – 2015

5,0

14,2
0,15

2,67

Forschung ist Teamwork. Deshalb arbeiten wir eng mit Hoch­
schulen, Instituten, Behörden und Unternehmen zusammen.
Dadurch können wir Fachwissen bündeln sowie Entwicklungs­
zeiten verkürzen und erhalten Zugang zu öffentlichen Förder­
mitteln.
Durch diese strategischen Partnerschaften sowie Fördermittel,
zum Beispiel vom Bundesministerium für Bildung und For­
schung, konnten wir von 2007 bis 2015 bei einem Mitteleinsatz
von fünf Millionen Euro Projekte im Gesamtvolumen von
55,7 Millionen Euro akquirieren. Und die Ergebnisse sind oft
bares Geld wert. So können wir durch ein von uns mitentwickel­
tes Verfahren allein beim Ausbau des Klärwerks Waßmannsdorf
Investitionskosten von voraussichtlich 15 Millionen Euro
einsparen.

55,7
Projektvolumen

23,76

9,89

Eigene und Drittmittel

Fördermittel

Berliner Wasserbetriebe
Dritte

BMBF
EU

Land Berlin
DVGW

Alle Angaben in Millionen Euro
11

Forschung für die Praxis:
	
ASKURIS und SMaRT OnlineWDN
Zwei Forschungsprojekte, ein Ziel: die bestmögliche Wasserqualität. Beide
Projekte sind nur als Teamwork ganz unterschiedlicher Partner machbar.
Und oft sind diese Kooperationen auch grenzüberschreitend.

Im Fokus von ASKURIS stehen anthropogene Spurenstoffe. Das
sind von Menschen hergestellte chemische Verbindungen, wie
sie beispielsweise in Medikamenten, Kosmetika oder Agrar­
chemikalien zum Einsatz kommen. Diese Stoffe befinden sich
heute in sehr geringen Mengen im Abwasser, allerdings mit
steigender Tendenz. Bisherige Verfahren waren nicht in der Lage,
manche dieser Stoffe naturnah, also ohne Zusatz von Chemikali­
en, zu neutralisieren. Mit einem Versuchslabor in der Oberflä­
chenwasser-Aufbereitungsanlage Tegel konnten wir und unsere
Projektpartner von der TU Berlin nachweisen, dass sich viele
Spurenstoffe mit Aktivkohle und Ozon wirksam aus dem
Wasserkreislauf entfernen lassen.

12

Beim Projekt SMaRT OnlineWDN geht es um ein Online-Sicher­
heitsmanagementsystem, mit dessen Hilfe wir unsere Wasser­
versorgungsnetze überwachen und vor gezielten Mani­
pulationen schützen. Zwar werden diese bereits heute durch
regelmäßige Überprüfungen von Proben frühzeitig erkannt.
Aber die existierenden Verfahren sind zeitaufwendig. In den
vergangenen Jahren wurde eine Reihe leistungsfähiger Senso­
ren entwickelt, die, am richtigen Ort platziert, rechtzeitig Alarm
schlagen, wenn Kontaminationen im Netz die Qualität unseres
Wassers gefährden. Das deutsch-französische Projekt SMaRT
OnlineWDN will Werkzeuge entwickeln, mit denen die optimale
Platzierung dieser Sensoren ermittelt werden kann.

Forschung entlang des Wasserkreislaufs

Trinkwassergebrauch &
Stoffeintrag

15,3

0,6

8,7

Trinkwasserverteilung

Abwasserableitung & Regenwasserbewirtschaftung

Wasseraufbereitung

0,9
FE-Projekte und Ausgaben in den
Themenfeldern von 2007 – 2015

8,9

9,7

Abwasserreinigung

Wassergewinnung

2,5

9,1

Gewässerbewirtschaftung
Schlammbehandlung

Alle Angaben in Millionen Euro

13

Mehr Service und
	
stabile Tarife bis 2018
Vieles in der Kundenkommunikation funktioniert ja auch schon
online …
BRUCKMANN Diesen Bereich bauen wir kontinuierlich aus. Wir
haben 2014 ein Hausverwalterportal eingerichtet, das Kunden
aus der Wohnungswirtschaft die Möglichkeit gibt, die Zähler­
stände ihrer Objekte online zu übermitteln.
Sie geben Ihren Kunden ein Service-Versprechen, worum geht es
dabei?
BRUCKMANN Das Service-Versprechen heißt konkret, dass wir
bei Störungen innerhalb von zwei Stunden vor Ort sind, dass wir
vereinbarte Termine einhalten, rechtzeitig informieren, wenn es
durch Bauarbeiten zu Störungen kommt, und Daten über den
Verlauf von Wasser- und Abwasserleitungen zeitnah bereit­
stellen.
Herr Bruckmann, warum war das Jahr 2014 ein gutes Jahr für
Ihre Kunden?
BRUCKMANN Weil Trinkwasser zum Jahresanfang 2014 und
Abwasser zum Jahresbeginn 2015 günstiger geworden ist, aber
auch, weil wir für unsere Kunden wieder ein Stück besser
geworden sind. Das beginnt bei der Sprache, beispielsweise in
Kundenanschreiben. Die muss einfach und verständlich sein
und ohne Fachjargon auskommen. Unsere Internetseite macht
es sehr leicht, die gewünschten Informationen zu finden. Das
Callcenter mit kostenfreier Rufnummer wird als erste Anlauf­
stelle mit Entscheidungskompetenz hervorragend angenom­
men. Im Kundenservice gibt es klar definierte Standards und
Fristen. Und wir haben den Kundenbeirat ins Leben gerufen, um
Kundenorientierung und -zufriedenheit weiter zu verbessern.

Und wenn Sie Ihr Versprechen mal nicht halten können?
BRUCKMANN Dann entschuldigen wir uns dafür und versuchen,
mit einer kleinen Aufmerksamkeit unser Versäumnis wiedergut­
zumachen. Aber dazu soll es erst gar nicht kommen.
Unternehmen, die ja ebenfalls zu Ihren Kunden gehören, brauchen planbare Wasserpreise, mit denen sie kalkulieren können.
Was können Sie hier versprechen?
BRUCKMANN Die Tarife bleiben stabil und werden bis 2018
maximal um die jeweilige Inflationsrate erhöht. Für Unterneh­
men schafft das Planungssicherheit.

FRANK BRUCKMANN ist seit 2001 Finanzvorstand der Berliner
Wasserbetriebe. Zudem ist er seit 2001 Vorsitzender des
Vorstands der Berlinwasser Holding AG und langjähriges
Mitglied im Vorstand des VKU.

14

Mitreden und mitgestalten
	
im neuen Kundenbeirat
Offen, transparent und engagiert diskutiert der Kundenbeirat
Themen, die unsere direkten Kunden, aber auch Mieter und somit
alle Berlinerinnen und Berliner bewegen. Unsere Kunden können
so ein Stück Zukunft mitgestalten.

Am 9. Dezember 2014 war Premiere. Der Kundenbeirat kam zu
seinem ersten Treffen zusammen. Im Oktober 2014 wurden die
15 Mitglieder aus 300 Bewerbern ausgelost, drei Jahre lang
werden sie dem Kundenbeirat angehören.
Für den Beirat bewerben konnten sich alle Berlinerinnen und
Berliner ab 18 Jahre. Wir haben die Bewerber anhand von Alter,
Geschlecht sowie Kundengruppe „vorsortiert“, damit der Beirat
die Vielfalt der Berliner Bevölkerung widerspiegelt. Die endgülti­
ge Entscheidung fiel dann per Los.
Der Kundenbeirat ist ein beratendes Gremium, seine Mitglieder
sind eine Art „Kundenbotschafter“. Sie vertreten die Interessen
aller direkten und indirekten Kunden (Eigentümer, Mieter und
Pächter, Hausverwaltungen, Gewerbetreibende, Großkunden)
unseres Unternehmens. Manche Dinge, die für uns selbstver­

ständlich sind, werden von unseren Kunden vielleicht anders
gesehen. Über solche unterschiedlichen Sichtweisen wollen wir
uns im direkten Dialog austauschen. So können wir die Erwar­
tungen unserer Kunden besser verstehen und letztlich unsere
Angebote und unseren Service – wo möglich – daran ausrichten.
Die erste Sitzung war ein gelungener Start. Alle Beteiligten
lobten die offene Form der Veranstaltung und den engagierten
Austausch aller Beteiligten. Bis zu drei Mal pro Jahr werden sich
die 15 Mitglieder treffen, bis in drei Jahren ein neuer Kundenbei­
rat gebildet wird. Der direkte und regelmäßige Austausch im
Beirat soll dazu beitragen, unsere Kundenorientierung und die
Kundenzufriedenheit stetig zu verbessern.

15

Ein verlässlicher
	
Partner der Wirtschaft
Jedes Jahr vergeben wir Dienstleistungen und Aufträge im
Wert von rund 365 Millionen Euro, davon über 80 Prozent an
Unternehmen aus der Region. Damit gehören wir zu den größten
Beschaffern in Berlin und Brandenburg. Für die Vergabe von
Aufträgen gibt es klare Regeln. Unser Compliance-Management
stellt sicher, dass diese Regeln auch eingehalten werden.

Bei der Auftragsvergabe sind wir verpflichtet sicherzustellen,
dass das jeweils wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhält.
Um das zu bewerten, fordern wir den Bietern für einen Auftrag
einiges an Aufwand ab. Eine Garantie, den Zuschlag zu erhalten,
ist all dies nicht. Aber wir können garantieren, dass es bei der
Vergabe fair zugeht. Dazu sind wir gegenüber dem Gesetz,
gegenüber unseren Geschäftspartnern, gegenüber unseren
Kunden und Verbrauchern und gegenüber unseren Unterneh­
menswerten verpflichtet. Wer dagegen verstößt, muss mit
rechtlichen Konsequenzen rechnen. Um sicherzustellen, dass
jeder unserer Mitarbeiter diese Regeln kennt und einhält, haben
wir 2011 ein Compliance-Management-System etabliert, das im
Wesentlichen drei Aufgaben hat:
	
	 Vorbeugen – Es versetzt das Unternehmen und seine
Beschäftigten in die Lage, regelkonform zu arbeiten,
indem es Vorschriften, Verfahren und Prozesse definiert.
	
	 Erkennen – Es stellt Kontrollinstrumente zur Verfügung,
anhand deren das Unternehmen sich selbst auf den
Prüfstand stellen kann, ob es regelkonform handelt.
	
	 Reagieren – Es definiert Maßnahmen und Konsequenzen,
die getroffen werden, um Verstöße zu sanktionieren.

16

Das hilft uns, Schaden vom Unternehmen und von seinen
Kunden abzuwenden. Unser Compliance-Management-Team
sorgt dafür, dass diese Aufgaben umgesetzt werden. Dazu
gehören beispielsweise die Kommunikation der ComplianceRegeln nach innen wie nach außen, Schulungen der Beschäftig­
ten, die Einrichtung einer Ombudsstelle sowie die Leitung des
Integritätsausschusses, der über mögliche Verstöße berät.

Vorreiter bei den
	
erneuerbaren Energien
Die Berliner Wasserbetriebe sind in Berlin Vorreiter bei der Erzeugung
von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Dadurch tragen
wir messbar zum Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende
bei. Gleichzeitig reduzieren wir unsere Betriebskosten.

Unsere Wasser-, Klär- und Pumpwerke sowie zahlreiche weitere
Anlagen benötigen jährlich etwa so viel Energie wie rund
280.000 Einwohner. Gut ein Viertel davon erzeugen wir selbst
und sind damit einer der größten Energieproduzenten Berlins.
Dabei nutzen wir Solarenergie, Windenergie, Wärme aus
Abwasser und – Energiequelle Nummer eins – Klärschlamm.
Im Wasserwerk Tegel steht die größte zusammenhängende
Solaranlage Berlins. Mit einer Kollektorfläche von 5.434 Quadrat­
metern und einer Stromleistung von 560 Kilowatt Peak kann sie
im Jahr etwa 537 Megawattstunden Strom liefern, das ent­
spricht dem Energiebedarf, der für die Wasserversorgung von
26.000 Menschen erforderlich ist.

Jahresvergleich
304

275

65
2009
Energieeinkauf

Im Klärwerk Schönerlinde sind seit November 2012 drei Wind­
kraftanlagen in Betrieb. Mit ihrem imposanten Rotordurchmes­
ser von fast 93 Metern erzeugen sie gemeinsam mit einem
Blockheizkraftwerk und einer Mikrogasturbine rund 70 Prozent
des vom Klärwerk benötigten Stroms.
Und gleich in mehreren Klärwerken gewinnen wir Wärme und
Strom aus Klärschlamm. Mehr als 94.000 Tonnen fallen jährlich
davon an. Die oft übel riechende Masse ist damit die wichtigste
Quelle für erneuerbare Energien. Und dafür, dass der Nachschub
nie ausgeht, sorgen die Berlinerinnen und Berliner.
Mehr als 70 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs aller
Klärwerke haben wir 2014 aus erneuerbaren Energien selbst
gewonnen und leisten damit einen signifikanten Beitrag zur
Energiewende und zur Senkung der CO2-Emissionen in Berlin.

261

81
2013

78
2014 (erwartet)

Eigene Erzeugung

Alle Angaben in Gigawattstunden

17

Energiedaten 2014*
22,8
Turbinengeneratoranlage
1,3 Mikrogasturbine

78

7,2 Windenergieanlage

0,009 Photovoltaik

Eigene
Erzeugung

46,7
Blockheizkraftwerke

19,7 
Fernwärme

261

216,8 
Strom

Energieeinkauf

20,6 
Erdgas

Alle Angaben in Gigawattstunden
* Stand: 06.03.2015
18

3,9
Verkauf von
Strom

0,5
Photovoltaik
3,4
Windenergieanlage

Wärme aus
	
Abwasser – wir können das
Europaweit sind wir das erste Unternehmen der Branche, das
den Wärmeaustausch an Abwasserdruckrohrleitungen technisch
beherrscht und in industriellem Stil einsetzen kann.

Mit Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius ist Abwasser
eine regenerative Energiequelle. Sie ist ganzjährig verfügbar
und kann mit der entsprechenden Technik zur klimafreundli­
chen Heizung und Kühlung von Gebäuden genutzt werden.
Die beiden Hauptakteure sind der Wärmetauscher und die
Wärmepumpe. Der Wärmetauscher umschließt das Abwasser­
druckrohr ringförmig und entzieht dem Abwasser Wärme,
wodurch dieses minimal abkühlt. Die Wärmepumpe hebt die
entzogene Energie auf ein höheres Temperaturniveau, mit dem
dann Räume beheizt werden können. Im Sommer funktioniert
das umgekehrt, Wärme wird aus dem Gebäude ins Abwasser
abgeleitet. So können Häuser im Hochsommer auf moderate
24 bis 26 Grad Celsius temperiert werden.

Was das bringt, zeigt das Beispiel IKEA in Berlin-Lichtenberg. Die
dort eingesetzte Anlage deckt im Winter 70 Prozent der für die
Heizung benötigten Energie ab. Im Sommer reicht die an den
Kanal abgeführte Wärmeenergie aus, um das gesamte Haus zu
klimatisieren.
In der Schwimmhalle am Sachsendamm in Berlin-Schöneberg
heizen Dusch-, Bade- und Spülwasser das Abwasser in der
Kanalisation auf rund 15 Grad Celsius auf. Diese Wärme wird als
thermische Energie zurückgewonnen. Denn der Wärmetauscher
entzieht dem Abwasser ein bis zwei Grad Wärme, woraus die
Wärmepumpe wiederum eine Nutztemperatur von rund
50 Grad Celsius zur Beheizung der Schwimmhalle erzeugt –
ganz ohne zusätzliches CO2.

Wärme aus Abwasser lohnt sich insbesondere für große
Gebäudekomplexe wie Schwimm- und Sporthallen, Gewerbeund Industriegebäude, Krankenhäuser oder Wohngebäude. Da
in Berlin mehr als 1.170 Kilometer Abwasserdruckrohre liegen,
bestehen beste Voraussetzungen für die weitere Nutzung der
Abwärme aus dem Kanal.

19

Unsere Jüngste: Die
Berliner Stadtwerke GmbH
Die jüngste Tochter der Berliner Wasserbetriebe soll einmal allen
Berlinerinnen und Berlinern die Möglichkeit geben mitzuhelfen, die
Stadt klimaneutral zu gestalten.

Berlin hat ehrgeizige Klimaschutzziele. Bis 2050 soll die
Hauptstadt klimaneutral sein. Das kann nur gelingen, wenn sie
eine Vorreiterrolle in der Energiewende einnimmt und die
Versorgung mit klimaverträglich erzeugtem Strom ausbaut. Im
Oktober 2013 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus daher
die Gründung eines integrierten Energiedienstleisters als
rechtlich unabhängige Tochtergesellschaft der Berliner Wasser­
betriebe. Im Juni 2014 schließlich gegründet, hat die Berliner
Stadtwerke GmbH die Aufgabe, selbst erzeugten Strom und
Wärme aus erneuerbaren Energien zu veräußern und dafür
Produktionskapazitäten aufzubauen. Darüber hinaus erbringen
die Berliner Stadtwerke Dienstleistungen im Energiesektor. Mit
5,2 Millionen Euro für die Jahre 2014 und 2015 stellt das Land
eine Anschubfinanzierung für die ersten Jahre bereit.

Im Bereich Photovoltaik werden zurzeit Standorte und techni­
sche Voraussetzungen für sogenannte Mieterstromprojekte
geprüft. Hier sind wir im Gespräch mit den landeseigenen
Wohnungsbaugesellschaften. Damit bekommen Mieter die
Möglichkeit, Strom direkt von der Solaranlage auf dem Dach
ihres Hauses und ohne Umwege zu beziehen und zu nutzen.
Im Bereich Dienstleistungen werden die Berliner Stadtwerke
ihre Kunden dabei unterstützen, Energie effizienter einzusetzen
und den Verbrauch in Berlin insgesamt zu senken. So leisten die
Stadtwerke einen wichtigen Beitrag, dass Berlin seine ambitio­
nierten Klimaschutzziele erreicht.

Die in Entwicklung befindlichen Windprojekte Teltow II und
Albertshof haben Potenzial für jeweils bis zu fünf Windräder.
Der Genehmigungsantrag für Teltow II wurde eingereicht.
www.berlinerstadtwerke.de

20

Ziele und Bedürfnisse
	
zusammenbringen
Frau Oster, was hat Sie in den ersten Wochen im Unternehmen
besonders beeindruckt?
OSTER Das Unternehmen hat eine tolle Dynamik. Hier wird viel
bewegt und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen brennen für
ihre Aufgaben. Das Maß an Motivation und Identifikation mit
dem Unternehmen finde ich bemerkenswert.
Was möchten Sie als Personalvorstand für das Unternehmen
erreichen?
OSTER Wir erfüllen eine wichtige Aufgabe für Berlin. Dafür
müssen wir insgesamt technologisch auf der Höhe sein und gut
funktionieren. Wir brauchen vor allem auch den Einsatz, die
Sorgfalt und die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters und
jeder Mitarbeiterin. Beides bekommen wir nur hin, wenn wir die
Bedürfnisse unserer Beschäftigten und die Ziele des Unterneh­
mens zusammenbringen. Dabei liegt mir besonders am Herzen,
dass die Beschäftigten in einem guten Arbeitsumfeld arbeiten
können und ihnen die Mittel zur Verfügung gestellt werden, die
sie zur Erledigung ihrer täglichen Arbeit benötigen.

gestalten, dass wir das Erfahrungswissen der Älteren auf die
Jüngeren übertragen und im Unternehmen halten. Dabei legen
wir besonderen Wert auf unsere Ausbildung im Unternehmen.

Für das Projekt „My Time“ sind Sie im Februar 2015 ausgezeichnet
worden. Ist das ein Beispiel, wie das funktioniert?

Warum sollen sich junge Menschen für die Berliner Wasserbetriebe
entscheiden?

OSTER „My Time“ ist ein Wertkontenmodell, mit dem Beschäf­
tigte freiwillig für ihre Altersvorsorge und flexible Lebensarbeits­
zeit Geld ansparen können. Das gibt ihnen die Möglichkeit,
Auszeiten zu nehmen oder flexibel in die Rente zu gehen. „My
Time“ zeigt beispielhaft, wie wir helfen, Arbeit und Leben unter
einen Hut zu bringen. Das macht uns als Arbeitgeber für
Fachkräfte – egal ob jung oder alt – attraktiv.

Sie haben die Chance, in einem Berliner Landesunternehmen zu
arbeiten, das große Verantwortung für die Berliner Bürgerinnen
und Bürger trägt. Sie sind ein Teil von Berlin und gestalten Tag
für Tag die sichere und nachhaltige Versorgung der Berliner
Bevölkerung mit dem Grundnahrungsmittel Nummer eins mit.
Wir arbeiten mit modernsten Technologien und achten auf eine
gesunde Work-Life-Balance. Mit unserer personalpolitischen
Ausrichtung und den attraktiven Lebensarbeitszeitmodellen
unterstreichen wir die nachhaltige Personalpolitik eines
fortschrittlichen Arbeitgebers in Berlin.

Und die werden knapp, der demografische Wandel ist auch für Sie
ein Problem …
OSTER Eher eine Chance. Das Durchschnittsalter unserer
Belegschaft liegt bei rund 50 Jahren. Ein großer Teil geht in den
nächsten Jahren in Rente. Junge Fachkräfte kommen nach und
bringen unter anderem neues technologisches Know-how mit.
Wir haben jetzt die Chance, diesen Generationswechsel so zu

KERSTIN OSTER ist seit dem 1. Januar 2015 Vorstand Personal
und Soziales bei den Berliner Wasserbetrieben. Zuvor führte die
Betriebswirtin die Geschäfte eines Unternehmens der Telekommunikationstechnik.
21

Personen und Prozente 2014

7,9 %

31,3 %

Quote der Beschäftigten
mit Behinderung oder
Gleichstellung

aller Beschäftigten
sind Frauen

4.523
41 %
der Führungskräfte,
die direkt an den Vorstand
berichten, sind Frauen

Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter insgesamt
(1.415 Frauen und
3.108 Männer)

6,8 %
Ausbildungsquote
(das sind 271 Auszubildende)

22

0 %
Gender Pay Gap
(Entgeltgleichheit zwischen
Männern und Frauen)

Schnell, einfach, direkt:
	
Der Weg in unsere Ausbildung
Damit wir auch in Zukunft unseren Auftrag erfüllen können,
brauchen wir Fachkräftenachwuchs. Das wird aufgrund des demografischen Wandels immer schwieriger. Aber wir haben nicht nur
eine anerkannt gute Ausbildung zu bieten, sondern lassen uns
beim Ausbildungsmarketing einiges einfallen.

Wir haben jungen Menschen einiges zu bieten. Unsere Ausbil­
dung hat Qualität und genießt auf dem Arbeitsmarkt einen
guten Ruf. Und nicht zuletzt schützen wir Tag für Tag die
Umwelt und stellen die Versorgung mit dem wichtigsten
Lebensmittel, Trinkwasser, sicher.
Starke Argumente, die bei jungen Menschen auch ankommen
müssen. Deshalb sprechen wir sie dort an, wo sie sind: auf
Ausbildungsmessen, in Schulen und besonders in sozialen
Netzwerken. Unsere Auszubildenden beschreiben in Blogs und
auf Facebook, was ihre Altersgenossen bei den Berliner
Wasserbetrieben erwartet. Peer-to-Peer heißt dieser Ansatz,
mit dem wir zeigen, dass Auszubildende bei den Berliner
Wasserbetrieben gefragt sind, Wertschätzung erfahren und von
Anfang an mitgestalten können.

Das neueste Angebot ist die „Blitzbewerbung“. Wer sich für
einen der ausgewählten technischen Berufe interessiert, für die
wir zu wenig Bewerbungen erhalten, hat jetzt die Möglichkeit,
eine Art Instant-Bewerbung abzugeben, die nicht mal
zehn Minuten in Anspruch nimmt. Damit wollen wir auch an
die Jugendlichen herankommen, die sich mit dem Erstellen von
Bewerbungsschreiben schwertun oder nicht so internetaffin
sind.
Mit einer Ausbildungsquote von 6,8 Prozent lagen die Berliner
Wasserbetriebe auch 2014 deutlich über dem bundesweiten
Durchschnitt. Insgesamt 20 neue Kolleginnen und Kollegen
wurden in ein unbefristetes und 66 Jugendliche in ein befriste­
tes Anstellungsverhältnis übernommen.

23

Ausgezeichnet – vom
	
Deutschen Bildungsinstitut
Es ist fast schon Tradition, dass unsere Personalarbeit ausgezeichnet wird.
In diesem Jahr erhielten wir das Qualitätssiegel „Exzellentes Bildungsund Talentmanagement 2014“ des Deutschen Bildungspreises. Bereits 2013
wurden wir für unser vorbildliches betriebliches Gesundheitsmanagement
mit dem Corporate Health Award ausgezeichnet.

Die Jury hob in ihrer Begründung besonders hervor, dass eine
große Wertschätzung der Beschäftigten erkennbar sei. Und
tatsächlich spielt das Erkennen und Entwickeln der Talente
unserer Beschäftigten eine zentrale Rolle in unserer Personal­
strategie.
Die Rahmenbedingungen unserer Arbeit verändern sich ständig,
und damit auch die Aufgaben, die unsere Beschäftigten
bewältigen müssen. Lebenslanges Lernen ist daher existenziell
für unsere Arbeit. Darunter verstehen wir alle Maßnahmen, mit
denen wir vorhandene Potenziale erkennen, nutzen und damit
Raum für Veränderung geben, unabhängig von Alter und
Position.

Weiterbildung 2014
Weiterbildungstage insgesamt	
Durchschnittliche Weiterbildungstage	
je Mitarbeiter	

24

13.079 Tage
3,02 Tage

Anteil der weiblichen Beschäftigten	
an Weiterbildungen	

31 %

Anteil der Führungskräfte an Weiterbildungen	

12 %

In den jährlichen Mitarbeitergesprächen analysieren wir, was in
den vergangenen zwölf Monaten besonders gut lief und welche
Fähigkeiten dabei besonders zum Tragen gekommen sind. Dabei
finden wir heraus, welche Potenziale und Fähigkeiten wir weiterentwickeln können. Und wir vereinbaren, was geschehen muss,
damit die Beschäftigten ihre gegenwärtige Aufgabe weiter
wahrnehmen können.
Mehr als zwei Millionen Euro haben wir im Jahr 2014 in die
Weiterbildung unserer Beschäftigten investiert. Für die Mitar­
beiter bietet unser Talentmanagement die Chance, im Laufe
ihres Berufslebens neue Aufgaben zu übernehmen. Dabei
entwickeln sie oft Spezialwissen, das nicht unbedingt etwas mit
ihrem ursprünglich erlernten Beruf zu tun hat. Durch eine
gezielte Personalentwicklung gelingt es uns, unsere erfahrenen
Beschäftigten mit ihrem Wissen ans Unternehmen zu binden.

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
		
	
	

2014 [T€]	

2013 [T€]

1.119.597	

1.133.651

– 442	

– 175

Andere aktivierte Eigenleistungen	

49.011	

45.697

Sonstige betriebliche Erträge	

65.346	

102.005

Umsatzerlöse	
Verminderung (– ) des Bestandes an unfertigen Leistungen	

Gesamtleistung	

1.233.512	

1.281.178

Materialaufwand	

– 216.226	

– 334.738

Personalaufwand	

– 294.663	

– 275.861

Abschreibungen	

– 282.149	

– 263.456

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern	

– 93.866	

– 97.202

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)	

346.608	

309.921

32	

27

– 93.012	

– 95.848

Beteiligungsergebnis	
Finanzergebnis	
Außerordentliches Ergebnis	

0	

– 1.324

253.628	

212.776

– 110.876	

– 89.377

Verlustübernahme stille Gesellschafterin	

7.645	

7.711

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag	

– 12.060	

– 14.007

138.337	

117.103

Ergebnis vor Steuern (PBT)	
Aufwendungen aus Teilgewinnabführungsverträgen	

Jahresüberschuss	

25

Bilanz der Berliner Wasserbetriebe
Anstalt des öffentlichen Rechts, Berlin,
zum 31. Dezember 2014
	 	 	 	
Aktivseite
	

31.12.2014	
€	

31.12.2014	
€	

31.12.2013	
T€

94.863.682,25		

98.203

98.678.066,66	

4.093

428.406.964,36		

450.435

11.086.692,04		

11.789
16.763

A. 	 Anlagevermögen
	

I.	 Immaterielle Vermögensgegenstände	

		

1. 	 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte	

		

2.	 Geleistete Anzahlungen	

	

3.814.384,41	

II.	 Sachanlagen	

		

1.	 Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten	

		

2.	 Grundstücke mit Wohnbauten	

		

3.	 Grundstücke ohne Bauten	

16.747.921,64		

		

4.	 Bauten auf fremden Grundstücken	

5.044.272,68		

4.735

		

5.	 Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen	

173.355.159,40		

176.648

		

6.	 Wasserverteilungsanlagen	

		

7.	 Abwasserkanäle und -druckrohre	

		

922.543.536,87		

920.122

3.344.443.238,95		

3.324.754

8.	 Abwasserförderungsanlagen	

76.102.254,15		

80.373

		

9.	 Abwasserreinigungsanlagen	

308.966.107,13		

326.378

		

10.	 Sonstige technische Anlagen und Maschinen	

23.668.490,82		

21.428

		

11.	 Betriebs- und Geschäftsausstattung	

		

12.	 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau	

	

37.170.842,95		

37.202

5.684.483.518,24	

324.293

336.948.037,25	

III.	 Finanzanlagen	

		

1.	 Anteile an verbundenen Unternehmen	

		

2.	 Beteiligungen	

5.000.000,00		

0

3.182.414,88		

3.182

		

3.	 Mitgliedschaften in Zweckverbänden 	

11.486.817,11	

3.304

9.702.012,05		

10.350

12.061.339,32	

2.802

783.748.192,65		

824.094

19.049,05		

2.409

105.265,42		

20

259.554,38		

108

8.117.032,42		

6.442

28.691.804,41	

820.940.898,33	

26.673

III.	 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks		

7.492.202,10	

6.671

1.541.738,29	

1.969

3.304.402,23	

	
B. 	 Umlaufvermögen	
	

I.	 Vorräte	

		

1. 	 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe	

		

2. 	 Unfertige Leistungen	

	

2.359.327,27	

II.	 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände	

		

1.	 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen	
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 151.769,75 € (Vj. T€ 184)

		

2.	 Forderungen gegen verbundene Unternehmen	
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vj. T€ 0)

		

3.	 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht	
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vj. T€ 0)

		

4.	 Forderungen gegen stille Gesellschafterin	
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vj. T€ 0)

		

5.	 Forderungen gegen Gewährträger	
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vj. T€ 0)

		

6.	 Sonstige Vermögensgegenstände	
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 984.683,11 € (Vj. T€ 1.004)

	

C.	 Rechnungsabgrenzungsposten	
	

Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten		

	
D. 	 Aktive latente Steuern		
					

26

2.035.327,63	

6.638.719.907,68	

1.063
6.686.303

	 	 	 	
Passivseite
	

	

	
	

31.12.2014	
€	

31.12.2014	
€	

31.12.2014	
€	

31.12.2013	
T€

1.264.000.000,00		

1.264.000

A. 	 Eigenkapital
	

I.	 Stammkapital		

	

II.	 Kapitalrücklage 		

5.000.000,00		

0

	

III.	 Gewinnrücklage 		

186.983.129,55		

167.671

	

IV.	 Einlagen stille Gesellschafterin	

1.296.966.237,65			

1.296.966

– 514.778.989,47			

– 514.779

davon Anrechnung von Einlagen stille
Gesellschafterin: 514.778.989,47 € (Vj. T€ 514.779)	

		

Anrechnung auf das Stammkapital	

		

Gewinnrücklage	

		

Verlustvortrag stille Gesellschafterin	

	

181.829.192,27			
– 298.657.217,51	

V.	 Bilanzgewinn		

162.595

665.359.222,94		

– 291.012

2.221.132.818,73	

77.705

99.790.466,24	

	
B. 	 Sonderposten aus Zuschüssen	
	

1.	 Sonderposten aus Investitionszulagen		

	

2.	 Sonderposten aus sonstigen Zuschüssen		

134.839,00		

160

567.067.275,88	

567.202.114,88	

554.781

C.	 Baukostenzuschüsse			

140.614.305,11	

142.669

	
	
D.	 Rückstellungen	
	

1.	 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen		

8.077.004,00		

7.739

	

2.	 Steuerrückstellungen		

3.599.000,42		

485

	

3.	 Sonstige Rückstellungen		

213.199.193,39	

218.514

2.334.074.575,50		

2.495.681

795.817.728,95		

821.159

18.900.740,95		

22.436

15.001,65		

5.746

2.469,25		

69

111.029.409,31		

82.021

4.225.457,89		

4.721

212.998.343,84	

3.477.063.727,34	

146.379

F.	 Rechnungsabgrenzungsposten			

15.497.649,73	

16.587

201.523.188,97	

	
E.	 Verbindlichkeiten	
	

1.	 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 136.611.085,38 € (Vj. T€ 318.421) 	

	

2.	 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 795.817.728,95 € (Vj. T€ 821.159)	

	

3.	 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 18.875.139,85 € (Vj. T€ 22.256)	

	

4.	 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 15.001,65 € (Vj. T€ 5.746)	

	

5.	 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.469,25 € (Vj. T€ 69)	

	

6.	 Verbindlichkeiten gegenüber stiller Gesellschafterin		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 111.029.409,31 € (Vj. T€ 82.021)	

	

7.	 Verbindlichkeiten gegenüber Gewährträger		
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 646.414,71 € (Vj. T€ 631)	

	

8.	 Sonstige Verbindlichkeiten		
davon: 	 a) aus Steuern: 12.286.563,51 € (Vj. T€ 18.053)
		
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit: 422,05 € (Vj. T€ 33)
		
c) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 33.527.736,82 € (Vj. T€ 39.159)

	
	
G.	 Passive latente Steuern			
							

4.010.098,50	

6.638.719.907,68	

4.010
6.686.303

27

Impressum
Herausgeber:
Berliner Wasserbetriebe, Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin,
Telefon: 0800.292.7587, Telefax: 030.8644.2810
E-Mail: service@bwb.de, www.bwb.de
Kontakt:
Steffi Würzig, Leiterin Unternehmenskommunikation
E-Mail: steffi.wuerzig@bwb.de
Text und Gestaltung:  
komm.passion GmbH, Berlin
Druck:  
grass und partner, Wuppertal
Bildnachweis:
Matthias Heynen, Senatsverwaltung für Finanzen,
Berliner Wasserbetriebe (3)
Auflage:
1.000
Haftungsausschluss:  
Die in diesem Bericht enthaltenen Informationen und
Kennzahlen haben wir mit größter Sorgfalt erhoben. Alle
Berichtsinhalte wurden von den dafür verantwortlichen
Mitarbeitern geprüft. Mögliche fehlerhafte Angaben
können wir nicht vollständig ausschließen. Der Bericht
und die darin enthaltenen Informationen stellen keine
Prüfung der Compliance mit geltendem Recht, Rechtsvorschriften oder anerkannten Nachhaltigkeitspraktiken
der Branche dar.
Berlin, im März 2015

www.bwb.de
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.