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Periodical volume

Full text: Pankower Register ... zur Erfassung rassistisch, antisemitisch, homophob und rechtsextrem motivierter Vorfälle, Angriffe und Propaganda Issue 2006

PANKOWER CHRONIK 2006
Das Register ist eine Maßnahme der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) zur Umsetzung des „Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“.
Die ARGE ist eine Kooperation der Netzwerkstelle [moskito] der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH und
dem Verein für Demokratische Kultur Berlin e.V. als Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR). Gefördert durch das Bundesprogramm CIVITAS.

[moskito] Netzwerkstelle gegen Fremdenfeindlichkeit
Pankower Register Chronik 2006

Januar bis März 2006
Über drei Monate wird ein Student aus Kamerun, der für eine Reinigungsfirma in einem Supermarkt in Prenzlauer Berg arbeitet, ausländerfeindlich schikaniert.
Nachdem der Student eine Mitarbeiterin des Supermarktes gefragt hat, ob er Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden, mitnehmen könne, erhält er alleine keinen Zutritt mehr zum Büro des Supermarktes, um es zu putzen. Er kann es nur in
Anwesenheit zweier Mitarbeiterinnen reinigen. Währenddessen unterhalten sich diese lautstark darüber, dass sie denken, der Student würde klauen.
Wenige Tage später hängen 11 Zettel an Orten im Supermarkt, die der Student aus
Kamerun reinigt, mit der Aufschrift: „Nur noch bis in 4 Wochen und tschüss“.
Er sprach die Mitarbeiterinnen auf diese Zettel an, woraufhin sie meinten, es sei nur
ein Spaß gewesen. Wieder finden lautstarke Unterhaltungen in seiner Nähe statt über Armut, Arbeitslosigkeit und Diebstahl.
Anfang März hängen erneut Zettel im Supermarkt mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen übrigens braun macht alt!!!“
Der Student aus Kamerun meldet die Vorfälle dem Chef der Reinigungsfirma, der
wiederum mit der Supermarktleitung spricht. Sowohl die Mitarbeiterinnen wie auch
der Marktleiter erklärten, dass die Zettel nur Spaß seien und für einen anderen Mitarbeiter bestimmt gewesen seien.
Promigra Prenzlauer Berg

18. Januar 2006
Heute früh verteilen vor Unterrichtsbeginn der Schönefelder Neonazikader Rene
Bethage und vier weitere Neonazis vor der Fallada-Oberschule in Niederschönhausen die „Schulhof- CD“. Die Polizei nimmt die Personalien auf.
Kurt Lade Klub
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

24. Januar 2006
Wie auch im letzten Jahr wird am Zaun des Waisenhauses (Berliner Straße) an die
588 jüdischen Bürger/innen des Stadtbezirkes erinnert, die während des Nationalsozialismus, verfolgt, deportiert und ermordet wurden. In der Nacht zum 24. Januar
wird eines der sechs Transparente mit den Namen der Opfer mit dem Schriftzug „Jedem das seine!“ beschmiert.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

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[moskito] Netzwerkstelle gegen Fremdenfeindlichkeit
Pankower Register Chronik 2006

27. Januar 2006
Am Rande der Lichterkette vor dem jüdischen Waisenhaus in Pankow zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus halten ca. 11 Neonazis, unter ihnen der
Vorsitzende des NPD Kreisverbandes Pankow Jörg Hähnel, ein Transparent hoch
mit der Aufschrift: „ Sie sagen Nazis und meinen uns Deutsche“. Dazu werfen sie
kleine Papierschnipsel in die Luft mit der Aufschrift „Schluss mit dem Schuldkult!“.
Auf Verlangen der Veranstalter der Lichterkette drängt die Polizei die Neonazis ab
und nimmt ihre Personalien auf.
In der Nacht werden diese kleinen Papierschnipsel auch direkt vor dem jüdischen
Waisenhaus auf dem Bürgersteig verteilt, wo sich am Morgen des 28. Januar Teilnehmer/innen eines Rundganges zu ehemaligen jüdischen Stätten in Pankow treffen.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

30. Januar 2006
In einem Dönerimbiss in der Langhansstraße/Ecke Roelkestraße wird ein alternativer
Jugendlicher von einem anderen Gast (ca. 40 Jahre) angepöbelt und beleidigt: „So
Leute wie dich sollte man zusammentreten und dann daneben stehen bleiben, den
Hitlergruß zeigen und „Sieg Heil“ brüllen“. Der Ladenbesitzer unterbindet weitere
Sprüche. Nach Verlassen des Imbisses verfolgt der Mann den Jugendlichen und wirft
mit einem gefüllten Kaffeebecher nach ihm.
Antifa Weißensee

30. Januar 2006
Um 0.15 Uhr pöbeln drei Jugendliche auf dem Antonplatz in Weißensee eine Punkerin an, nachdem sie gemeinsam aus der Tram M4 ausgestiegen sind. Sie rufen
„Scheiß Zecke!“ und „Geh doch mal arbeiten!“ und werfen mit einer Bierflasche nach
ihrem Kopf. Der Angegriffenen gelingt es auszuweichen und sie bekommt die Flasche auf die Schulter. Anschließend wird sie von den Jugendlichen ins Gesicht geschlagen. Als sie auf das Dach und die Motorhaube eines parkenden Taxis klopft
und der Fahrer aussteigt, flüchten die drei Jugendlichen.
Antifa Weißensee

6. Februar 2006
Ein linker Jugendlicher wird an der Tramstation Arnswalder Platz aus der Bahn gestoßen und mehrfach geschlagen und getreten.
Antifa Pankow
Reachout Berlin

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Pankower Register Chronik 2006

14. Februar 2006
Am Vormittag stecken die NPD und die „Rechtstaatliche Offensive“ zusammen flächendeckend Faltblätter in die Briefkästen des Galenusviertels in Heinersdorf.
Antifa Weißensee

16. Februar 2006
Ein linker Mann wird von einem bekannten Rechten im S-Bahnhof Greifswalder
Straße auf der Treppe mit der Schulter in den Bauch gerammt. Beim Weggehen
droht der Angreifer, dass es beim nächsten Mal schlimmer werden würde.
Reachout Berlin

20. Februar 2006
An einer Ampel in der Wiltbergstraße in Alt Buch werden Aufkleber der NPD/DVU
gefunden mit der Aufschrift „Das Rechtsbündnis“. Die Aufkleber werden entfernt.
Beratungshaus Buch

4. März 2006
Gegen 1.30 Uhr wird in Prenzlauer Berg ein alternativ aussehender Jugendlicher von
sechs Neonazis geschubst und beschimpft. Beteiligt ist ein bekannter Nazi-Kader.
An der Ecke Kniprodestraße /Michelangelostraße wird derselbe Jugendliche erneut
von zwei Neonazis angepöbelt, wobei einer den „Hitlergruß“ zeigt.
Antifa Weißensee

6. März 2006
Eine Gruppe alternativer Jugendlicher wird gegen 21 Uhr in der Straßenbahn M10
von Neonazis angepöbelt und geschubst. Zwei der Jugendlichen werden mit Fäusten
geschlagen.
An der Straßenbahnhaltestelle Kniprodestraße/ Danziger Straße wird einer der alternativen Jugendlichen von vier der Neonazis gegen das Wartehaus gedrückt und mit
Fäusten geschlagen.
Reach Out Berlin
Antifa Initiative Weinroter Prenzlauer Berg
Pressemeldung der Polizei, 6.3.2006

8. März 2006
20 Hakenkreuzschmierereien und SS-Runen werden in leerstehenden Häusern in
der Charlottenburger Straße in Weißensee entdeckt und entfernt.
Antifa Weißensee

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Pankower Register Chronik 2006

9. März 2006
Auf der öffentlichen Bauausschusssitzung des Bezirksamt Pankow in der Fröbelstraße steht der Bauantrag der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde zum Bau einer Moschee im Ortsteil Heinersdorf auf der Tagesordnung. Einige der Besucher/innen der
Sitzung, darunter ca. 14 Vertreter/innen aus dem rechtsextremen Spektrum, begleiten die Sitzung mit rassistischen Zwischenrufen. Des Weiteren verteilt die NPD Flugblätter gegen den Bau der Moschee vor dem Eingang.
Antifa Weißensee
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

29. März 2006
Im Eingang zum Thälmann Park an der Prenzlauer Allee in der Nähe des Planetariums werden Aufkleber gefunden, auf denen ein maskierter Mensch zu sehen ist, unter dem steht „Zeschlagt die Zeckenbanden!!!“ (Schreibfehler im Original)
Initiative Offener Kiez – Bürger/innen gegen rechte Strukturen in Prenzlauer Berg

29. März 2006
Gegen Abend kleben drei rechte Aktivisten Plakate am S-Bahnhof Pankow, in Heinersdorf und an Bus- sowie Tramhaltestellen in der Berliner Straße. Die drei Männer
sind mit einem Auto unterwegs. Auf den Plakaten wird für die Bürgerversammlung
am kommenden Tag zum geplanten Moscheebau in Pankow- Heinersdorf geworben.
Antifa Weißensee

30. März 2006
Im Neubaugebiet in Buch, in der Nähe des Ortsteils Karow, werden viele NPDAufkleber gesichtet, und es wurden flächendeckend Flugblätter gegen den Moscheebau in Pankow–Heinersdorf gesteckt.
Antifa Weißensee

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[moskito] Netzwerkstelle gegen Fremdenfeindlichkeit
Pankower Register Chronik 2006

30. März 2006
Gegen 19.30 Uhr beginnt in der Grundschule am Wasserturm in Heinersdorf eine
Bürger/innenversammlung anlässlich des geplanten Moscheebaus. Da die Sicherheit
der Veranstaltung nicht gewährleistet werden kann, weil u.a. ca. 800 Menschen nicht
mehr in der Turnhalle Platz fanden, wird die Versammlung noch vor Beginn abgesagt. Die anwesenden Mitglieder der muslimischen Ahmadiyya- Gemeinde werden
unter Polizeischutz aus der Turnhalle geleitet. Vor der Turnhalle wird ihnen „Haut ab,
haut ab!“ entgegen gerufen.
Es sind mehrere Vertreter/innen rechter Gruppen und Organisationen anwesend u.a.
Jörg Hähnel (NPD-Pankow) und Neonazikader Rene Bethage.
Netzwerkstelle [moskito]
die tageszeitung 1./2. April 2006
Neues Deutschland 1./2. April 2006

April 2006
In einem Wohnhaus nahe des Pankower Rathauses tauchen zum wiederholten Male
Briefe mit ausländerfeindlichem und rassistischem Inhalt auf. Die Briefe hingen im
vergangenen halben Jahr mehrfach im Treppenhaus und wurden darüber hinaus in
einzelne Briefkästen gesteckt. Der Briefkasten einer Familie wurde gezielt fünfmal
zerstört und ihr Türschloss dreimal verklebt.
Netzwerkstelle [moskito]

Anfang April
In der Dietzgenstraße in Niederschönhausen werden Aufkleber der „Kampfgruppe
Pankow“ gefunden mit den Aufschriften „Der Kampf hat erst begonnen, Linke, Kapitalisten und Türken raus!“ sowie genauso gestaltete Aufkleber mit dem Slogan
„Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan!“ der „Bürgerinitiative zur Verhinderung
von US-Amerikanischen Angriffskriegen.“
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt
Kurt Lade Klub

1. April 2006
Anlässlich des Baus einer Moschee in Pankow- Heinersdorf marschieren ca. 150
Neonazis vom S-Bahnhof Wollankstraße zum S-Bahnhof Pankow. Der Berliner Landesverband der NPD hatte unter dem Motto „Nein zur Moschee in Pankow“ zu diesem Aufmarsch aufgerufen.
Netzwerkstelle [moskito]

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Pankower Register Chronik 2006

5. April 2006
In der Bernkasteler Straße, der Falkenberger Straße und der Buschallee werden eine
große Anzahl NPD- Aufkleber entdeckt, die sich gegen den Bau der Moschee in Heinersdorf wenden. Außerdem werden Flugblätter des Berliner Landesverbandes der
NPD entdeckt, die ebenfalls die Moschee thematisieren: „Moschee: da kann man ja
sowieso nichts gegen tun.... – Doch! Unterschreiben, intervenieren, protestieren...“
Auf der Rückseite der Flugblätter befindet sich eine Unterschriftenliste.
Antifa Weißensee

5. April 2006
Gegen 17.30 Uhr wird in der Pistoriusstraße eine Gruppe alternativer Jugendlicher
von einem Neonazi angepöbelt. Dieser holt aus dem Kofferraum seines Autos einen
Baseballschläger und fordert die Jugendlichen auf zurückzukommen, um sich mit
ihm zu schlagen. Nachdem diese ihn ignorieren fährt er den Jugendlichen nach und
bedroht sie erneut.
Antifa Weißensee

6.April 2006
Erneut werden Aufkleber der NPD/DVU in Alt Buch gefunden mit der Aufschrift „Das
Rechtsbündnis“. Diesmal an der Jugendeinrichtung „Der Alte“ an Fenstern und Türen. Die Aufkleber werden entfernt. Zwei Wochen später kleben sie erneut.
Beratungshaus Buch

8. April 2006
In den Briefkästen eines Hauses in der Groscurthstraße werden Aufkleber der NPD
gefunden mit dem Aufdruck „Rote Karte für Rot-Rot“.
Beratungshaus Buch

16. April 2006
Entlang der Tramlinien M4 und M12 durch Weißensee wurde eine größere NPDKlebeaktion durchgeführt. Hierbei handelt es sich um Aufkleber gegen den Moscheebau in Heinersdorf sowie um Aufkleber mit dem Slogan „Rote Karte für RotRot“.
Antifa Weißensee

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Pankower Register Chronik 2006

20. April 2006
Eine größere Gruppe Neonazis feiert grölend am Weißensee Hitlers Geburtstag. Anschließend werden am See eine große Anzahl rechter Aufkleber entdeckt, vorwiegend Aufkleber der NPD.
Antifa Weißensee

21. April 2006
Gegen 5 Uhr morgens zieht eine Gruppe von 6-8 überwiegend schwarz gekleideten
Männern durch die Erich-Weinert-Straße im Prenzlauer Berg und grölt laut Lieder, in
denen das „Großdeutsche Reich“ hoch gelobt wird.
SPD-Kreisbüro Berlin NordOst

22. April 2006
Während der Gedenkkundgebung zum 61. Jahrestag der Befreiung Weißensees
vom Nationalsozialismus wird auf der Brust einer der beiden Figuren des Antifaschistischen Mahnmals am Weißensee ein Hakenkreuz entdeckt.
Antifa Weißensee

28. April 2006
Gegen 16 Uhr pöbeln drei angetrunkene Männer zwischen 28-35 Jahren einen Mann
mit schwarzer Hautfarbe auf der Treppe im S-Bahnhof Prenzlauer Allee an. Sie brüllen in seine Richtung „Deutsche Jäger töten leise“. Auf dem Bahnsteig befinden sich
drei weitere Männer, die in die Rufe mit einstimmen. Der Schwarze flieht in den Eingang des nahegelegenen Supermarktes, während die Männer auf dem Bahnsteig
weiter rufen.
Initiative Offener Kiez – Bürger/innen gegen rechte Strukturen im Prenzlauer Berg

3. Mai 2006
An einer öffentlichen Sondersitzung der BVV Pankow zum Moscheebau in Heinersdorf nehmen mehr als hundert Bürger/innen teil. Unter den Zuhörer/innen befinden
sich auch ca. 10- 15 rechtsextreme Aktivisten, die teilweise T-Shirts mit rassistischen
und rechten Aufdrucken tragen.
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

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Pankower Register Chronik 2006

7. Mai 2006
Im Thälmann Park in Prenzlauer Berg werden Aufkleber der „Kampagne gegen nationalen Selbsthass und Medienhetze“ des „Deutsche Stimme Verlags“ gefunden. Auf
ihnen ist zu lesen: „1945 – wir feiern nicht. - ...und zwei Millionen deutsche Zivilisten
wurden dabei Opfer des alliierten Bombenterrors“
Initiative Offener Kiez – Bürger/innen gegen rechte Strukturen im Prenzlauer Berg

20. Mai 2006
Unter dem Motto „Keine Moschee in Pankow!!! – Bürgeraktion gegen Überfremdung
unseres Bezirkes“ findet ab 10 Uhr eine Demonstration in Heinersdorf gegen den
Moscheebau statt. Unter den ca. 500 Teilnehmer/innen befinden sich Vertreter/innen
aus der NPD und dem Kameradschaftsspektrum. Obwohl der Veranstalter zu Beginn
der Demonstration aufgefordert hatte, dass „sehr Rechte“ bitte am Ende der Demonstration mitlaufen sollen, läuft u.a. Jörg Hähnel (Vorsitzender des NPD Kreisverbandes 8/Pankow) weiterhin mitten in der Demonstration mit.
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

22. Mai 2006
An einer Laterne auf der Brücke am S-Bahnhof Prenzlauer Allee werden mehrere Aufkleber
der „Nationale Sozialisten Berlin“ gefunden, auf denen ein Mensch gegen das Zeichen der
„Antifaschistischen Aktion“ tritt. Darunter ist zu lesen „Antifaschisten auf’s Maul!!! Linke Zentren zerstören!!!“
Initiative Offener Kiez – Bürger/innen gegen rechte Strukturen im Prenzlauer Berg

25. Mai 2006
In der Schönhauser Allee wird gegen 15.40 Uhr ein Mann türkischer Herkunft von
vier Männern getreten und geschlagen. Zuvor war seine Freundin norwegischer Herkunft aus der Gruppe von vier Männern heraus, die dem Äußeren nach der rechten
Szene zuzuordnen sind, geschubst worden. Es gibt ein Handgemenge, in dessen
Verlauf die Angreifer rassistische Parolen rufen. Der Geschädigte erleidet Prellungen
an Kopf und Oberkörper und muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die
Täter werden festgenommen.
Reach Out Berlin
Pressemeldung der Polizei, 25.05.2006
Tagesspiegel, 27.05.2006

Juni 2006
Während der Fußball Weltmeisterschaft sind mehrmals rechte Parolen und Sprechchöre aus der Kneipe „Sparstrumpf“ im Prenzlauer Berg zu hören, wo die Übertragung der Fußballspiele zu sehen ist.
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

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Pankower Register Chronik 2006

5. Juni 2006
Ein 40jähriger Franzose wird gegen 21.20 Uhr von einem 22jährigen Mann rassistisch beschimpft. Der Mann französischer Herkunft läuft die Schliemannstraße im
Prenzlauer Berg entlang, als er von einem Mann vom Balkon aus angeschrieen wurde. Anschließend zeigt dieser den Hitler-Gruß. Nachdem der Mann französischer
Herkunft den anderen zunächst ignoriert hat und weiterläuft, bemerkt er in Höhe der
Dunckerstraße, dass derselbe Mann ihn verfolgt. Dort wirft der 22jährige Verfolger
eine Glasflasche nach ihm, verfehlt ihn jedoch. Als ein Passant sich einmischt, droht
der 22jährige ihm Schläge an. Erst als der Passant die Polizei anruft, flüchtet der alkoholisierte Angreifer. Die Polizei nimmt ihn wenig später in seiner Wohnung fest.
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin
Pressemeldung der Polizei, 6.06.2006
Tagesspiegel, 6.06.2006

7. Juni 2006
An einer Demonstration ab Tiniusstraße/Ecke Prenzlauer Promenade gegen den geplanten Moscheebau im Ortsteil Heinersdorf nehmen zahlreiche Vertreter/innen rechter Gruppen und Organisationen teil. Darunter Landes- sowie Bundesvertreter der
NPD, der Republikaner, der „Jungen Nationaldemokraten“ und der DVU sowie Vertreter/innen aus dem Spektrum der Kameradschaften und der Berliner Hoooliganszene. Diese laufen zum Teil direkt in der Demospitze mit. Anmelder der Demonstration ist eine Bürgerinitiative gegen den Moscheebau.
Netzwerkstelle [moskito]
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

9. Juni 2006
Gegen 21 Uhr wird ein alternativer Jugendlicher von zwei Männern in der Nähe des
Freibades durch den Ortskern des Stadtteils Pankow gejagt. Der Jugendliche kann
den Männern entkommen.
Kurt Lade Klub

13. Juni 2006
Ein dunkelhäutiger Mann und seine Begleiterin werden an der Ecke Greifswalder/Danziger Straße aus einem Auto heraus angepöbelt und bedroht.
Antifa Pankow
Reachout Berlin

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Pankower Register Chronik 2006

17./18. Juni 2006
Auf dem alljährlichen Blumenfest am Weißensee sind erneut die NPD und die Republikaner mit einem Stand vertreten. Der Stand der NPD wird von ca. 25 rechten
Aktivist/innen aus dem Spektrum der NPD und der Kameradschaften geschützt und
betreut.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

18. Juni 2006
Gegen 17.45 Uhr wird auf dem Flohmarkt am Mauerpark eine Afroamerikanerin von
einem Standbesitzer rassistisch beschimpft, während sie sich am Stand Kleider ansieht. Dann packt der Mann sie am Arm und schubst sie vom Stand weg. Die Frau
benachrichtigt die Polizei, die nicht erscheint. Mit ihrer Freundin geht sie zu dem Organisator des Flohmarktes, der versucht den Standbetreiber zu beschwichtigen, aber
nicht zur Rede stellt. Der Standbetreiber beleidigt erneut die Frau rassistisch in Anwesenheit des Organisators. Die Frau erstattet Anzeige.
Worldcup Racism Helpline
Netzwerkstelle [moskito]
ReachOut Berlin

24. Juni 2006
Unbekannte haben in der Nacht an einem Industrieschornstein auf einem Baugrundstück in der Tiniusstraße in Heinersdorf eine Flagge des deutschen Kaiserreiches
und ein Plakat mit der Aufschrift: “Keine Terrorzelle in Deutschland“ angebracht. Auf
dem Grundstück ist der Bau einer Moschee geplant. Ein Anwohner hatte die Polizei
informiert und die Feuerwehr entfernte beides.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

27. Juni 2006
In der Tiniusstraße in Heinersdorf werden mehrere NPD-Aufkleber mit der Aufschrift
„NEIN zur Moschee in Pankow!“ entdeckt.
Antifa Weißensee

29. Juni 2006
Erneut findet gegen Abend eine Demonstration gegen den Moscheebau statt. Anmelder ist dieselbe Bürgerinitiative gegen den Moscheebau wie am 7. Juni. Ca. 600
– 700 Menschen nehmen daran teil. Unter ihnen befinden sich Vertreter der Republikaner, aus dem Spektrum der Kameradschaftsszene und aus der Hooliganszene.
Netzwerkstelle [moskito]
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

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Pankower Register Chronik 2006

29. Juni 2006
Eine vermeintlich linke Frau wird am S/U- Bahnhof Pankow nach einer antifaschistischen Kundgebung gegen die Gegner des Moscheebaus in Heinersdorf von Neonazis angegriffen.
Antifa Pankow
Reachout Berlin

30. Juni 2006
Ein Jugendlicher wird an der Kreuzung Greifswalder- /Osteseestraße von einer
Gruppe Nazis angegriffen.
Reachout Berlin
Antifaschistische Initiative weinrotes Prenzl’berg

30. Juni 2006
Gegen 21 Uhr grölen 5-6 Männer an der Albertinenstraße / Ecke Smetanastraße die
deutsche Nationalhymne mit allen Strophen und pöbeln Passanten vietnamesischer
Herkunft an.
Etwas später pöbelt ein betrunkener Mann an derselben Straßenecke zwei alternative Jugendliche in einem Spätverkauf an. Er brüllt „NSDAP“ und „Sieg heil!“ und zeigt
den Hitler-Gruß.
Antifa Weißensee

2. Juli 2006
In einem Wohnhaus im Vesalius-Viertel nahe des S-Bahnhofes Pankow-Heinersdorf
wird auf dem Briefkasten eines Mieters ein Aufkleber entdeckt. Auf dem 4farbig gedruckten Hochglanzaufkleber steht: „Get A Life – Become NS!“, sowie die Zeichnung
eines vermummten Gesichts und eine „28“ (Zahlencode für das in Deutschland verbotene „Blood & Honour“ Netzwerk). Darunter steht des Weiteren: „ Anti-Antifa ist
watching YOU! Freie Nationalisten Pankow“. Es wird von einer gezielten Bedrohung
gegen Bürger/innen ausgegangen, die sich in der Vergangenheit öffentlich gegen
Rechtsextremismus positioniert haben.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

4. Juli 2006
Gegen 4.10 Uhr werden zwei Jugendliche an der Straßenbahnhaltestelle Antonplatz
von einem alkoholisierten Neonazi aggressiv mit „Scheiß Antifa“ beschimpft. Der
Mann ruft einen Bekannten vom Imbiss gegenüber und weist den auf die zwei Jugendlichen hin. Nachdem die beiden Jugendlichen in die Bahn gestiegen sind, die
noch eine Weile an der Ampel hält, brüllt einer der beiden Neonazis Anti-AntifaSprüche in die Bahn.
Die Linke. PDS Pankow
Antifa Weißensee

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Pankower Register Chronik 2006

8. Juli 2006
In der Charlottenburger Straße in Weißensee wird eine Schablonensprüherei der
„Nationalen Aktivisten Prenzlauer Berg“ entdeckt und entfernt.
Antifa Weißensee
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

14. Juli 2006
Vier Jugendliche sind in Rosenthal vorläufig festgenommen worden. Die drei 16Jährigen und ein 17-Jähriger hätten in der Nacht zu Sonnabend rechte Parolen gerufen und ein Auto beschädigt.
Tagesspiegel 16.07. 2006

17.Juli 2006
Ab 11.30 Uhr hat die NPD für einige Stunden einen Infostand auf dem Antonplatz.
Antifa Weißensee

19. Juli 2006
In der Smetanastraße an der Hauswand des MC Paper Geschäfts wird ein Hakenkreuz entdeckt. Die Angestellten des Ladens haben versucht es zu entfernen. In der
Nähe auf der Berliner Allee befindet sich auf dem Asphalt ein Hakenkreuz in derselben Farbe. Auch dieses wurde bereits übermalt.
Antifa Weißensee

21. Juli 2006
Bei einem Punk-Festival in der Langhansstraße 23 werden gegen 22 Uhr fünf junge
Punks von 15 Rockern mit Teleskopschlagstöcken angegriffen und schwer verletzt.
Pressemeldung der Polizei vom 22.07.2006
ReachOut Berlin

29. Juli 2006
Ein Mann kamerunischer Herkunft wird auf dem Weg von der Diskothek „DT“ zum SBahnhof Greifswalder Straße aus einer zehn bis zwölfköpfigen Gruppe heraus rassistisch beleidigt und getreten. Er erleidet schwerste Verletzungen am Kopf und
muss wochenlang stationär im Krankenhaus behandelt werden.
ReachOut Berlin

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31. Juli 2006
Drei Neonazis versuchen am Weißenseer Antonplatz einen alternativen Jugendlichen anzugreifen. Der Jugendliche schafft es in ein Taxi zu entkommen und mit diesem zu fliehen.
Antifa Weißensee
Reachout Berlin

8. August 2006
In der Tiniusstraße und Umgebung werden Aufkleber der „Nationalen Aktivisten
Prenzlauer Berg“ entdeckt, die sich gegen den Bau der Moschee dort richten.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt
Antifa Weißenssee

18. August 2006
An einem Imbiss Dänenstraße/Ecke Schönhauser Allee wird gegen 24 Uhr ein
27jähriger Mann aus dem Sudan von einem unbekannten Mann zunächst angespuckt und dann mit einer Bierflasche gegen die Schulter und ins Gesicht geschlagen. Drei weitere Männer kommen hinzu, schubsen das Opfer hin und her und beleidigen es. Das Opfer kann sich losreißen und alarmiert die Polizei. Die Angreifer
flüchten in Richtung S-Bahnhof und fahren mit der S-Bahn davon.
Pressemeldung der Polizei vom 19.08.2006
Berliner Zeitung, 20.08.2006
Die tageszeitung, 21.08.2006

23. August 2006
Gegen 18 Uhr wird ein 33jähriger Mann aus Kamerun an der Ostsee/ Ecke Goethestraße in Prenzlauer Berg von drei Männern aus der rechten Szene angegriffen.
Nach einem kurzen Wortgefecht zwischen den Männern wird das Opfer mit einem
Schirm geschlagen, bespuckt und rassistisch beleidigt. Als Passanten die Polizei rufen, flüchten die drei Männer. Das Opfer erleidet Verletzungen im Gesicht und an der
Schulter.
Pressemitteilung der Polizei vom 24.08.2006
Antifa Pankow
Reachout Berlin

24. August 2006
Am Abend belagern ca. 10 Rechtsextremisten die kommunale Jugendfreizeiteinrichtung „Kurt Lade Klub“. Die Mitarbeiter des Klubs rufen die Polizei. Bis zu deren Eintreffen haben die Täter sich bereits entfernt.
Kurt Lade Klub

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29. August 2006
Die Betreiber/innen eines Infostandes der SPD am Mühlenbergcenter (ThomasMann-Straße/Ecke Greifswalderstraße) werden von einem vorbeikommenden Mann
als „Mörder“ beschimpft. Auf Nachfrage begründet der Mann seine Anschuldigung
mit antisemitischen Verschwörungstheorien. Da er trotz mehrmaliger Aufforderung
den Stand nicht verlässt und seine Anschuldigung wiederholt rufen die Standbetreiber/innen die Polizei. Bis zum Eintreffen der Polizei hatte sich der Mann, der vom
Äußeren der rechten Szenen zuzuordnen ist, bereits entfernt.
SPD-Kreisbüro Berlin NordOst

8. September 2006
Gegen 15 Uhr fährt ein Wagen der NPD über die Berliner Allee. Er ist mit NPDFahnen beflaggt und über Lautsprecher wird Wahlwerbung verkündet.
Antifa Weißensee

16. September 2006
Am frühen Samstagmorgen dringen Unbekannte in den Hausflur des unabhängigen
Jugendzentrums Pankow JUP e.V. ein und verwüsten Teile der Einrichtung. Dabei
werden Briefkästen, Beleuchtung und die Elektrik im Treppenhaus zerstört. Zudem
wird die Außenjalousie mit Steinen beworfen. Die Täter hinterlassen Aufkleber der
NPD. Es wurde Anzeige erstattet.
Pressemitteilung des JUP e.V. vom 19.09.2006

16. September 2006
Gegen 12.15 Uhr kommt es am S-Bahnhof Pankow zu einem Angriff von drei rechten
Aktivisten auf einen Wahlkampfstand der Berliner WASG. Wahlkampfmaterial, Zeitungen und Flugblätter werden vom Stand gerissen und auf dem Bahnhofsvorplatz
verstreut. Ein WASG-Mitglied wird von den Tätern mehrmals getreten.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

16. September 2006
In der Nähe des Pankower Rathauses hat die NPD für mehrere Stunden einen
Wahlkampfstand.
Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt

28. September 2006
Unbekannte Täter haben in der vergangenen Nacht die Mauer des Lapidariums des
jüdischen Friedhofs in der Schönhauser Allee mit antisemitischen Parolen beschmiert. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Pressemeldung der Polizei vom 28.09.2006

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25. Oktober 2006
An einer Bushaltestelle im Stedingerweg in Prenzlauer Berg wartet ein Schüler mit
Migrationshintergrund auf den Bus stadteinwärts. Als der Bus eintrifft, will der Schüler
hinter einer Gruppe anderer Fahrgäste in den Bus einsteigen. Der Fahrer schließt
jedoch direkt vor ihm die Türen und fährt los. Auf das Klopfen an der Tür und Rufen
reagiert der Fahrer nicht.
Nachdem der Bus abgefahren ist, geht eine ebenfalls wartende Passantin auf den
Schüler zu und äußert ihr Unverständnis über das Verhalten des Busfahrers.
Die Linke. PDS Pankow

21. November 2006
An einer Grundschule im Ortsteil Pankow wird ein Junge dunkler Hautfarbe von mehreren Mitschülern mit Springseilen an einen Baum gefesselt. Dabei wird er mit weiteren Springseilen auf die Beine und Füße geschlagen und es werden rassistische
Bemerkungen gemacht. Zusätzlich filmt einer der Schüler alles mit seinem Handy.
Als eine Lehrerin den Vorfall bemerkt schreitet sie ein und informiert die Schulleitung.
Diese reagiert auf den Vorfall und ruft u.a. die Polizei. Die Polizei erstattet Anzeige.
Die Linke. PDS Pankow

Pressemitteilung des Rates für MigrantInnen Pankow, 27.12.2006

28. November 2006
Gegen 18.30 Uhr wird eine Frau, die ein Kopftuch trägt, im Eingangsbereich des Sund U-Bahnhofes Pankow aus einer Clique von 3-4 jungen Männern heraus mit den
Worten „Da kommen die Terroristen“ angepöbelt. Die Frau geht schnell weiter. Keiner der anwesenden Passanten reagiert auf den Vorfall.
Die Linke. PDS Pankow

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[moskito] Netzwerkstelle gegen Fremdenfeindlichkeit
Pankower Register Chronik 2006

9. Dezember 2006
In der Nacht zum Samstag werden Mitarbeiter/innen und Gäste des Kurt-Lade Klubs
bedroht. Gegen 23.30 Uhr postiert sich eine Gruppe von ca. 8 Personen vor dem
Jugendklub und beschimpft die anwesenden Gäste. Alle sind schwarz gekleidet und
einige in der Gruppe haben sich mit Kapuzen und Schals vermummt. Alle Gäste des
Klubs werden hereingebeten und die Türen verschlossen. Währenddessen versucht
die Gruppe draußen die Werbetafel des Klubs zu beschädigen. Anschließend entfernt sich die Gruppe zunächst unter lautem rufen „Wir kriegen euch ihr scheiß Zecken“ und mit Händeklatschen.
Gegen 1:00 Uhr erscheint die Gruppe erneut. Sie ist auf ca. 10- 12 Personen angewachsen. Die sich im Eingangsbereich des Jugendklubs aufhaltenden Gäste und das
Haus werden mit Steinen beworfen. Erneut werden alle Gäste in den Klub gebeten
und die Türen verschlossen. Die Veranstaltung im Klub wird abgebrochen und die
Mitarbeiter/innen verständigen die Polizei. Es wird Anzeige wegen versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet. Die Polizei postiert Fahrzeuge direkt
vor der Einrichtung und in der näheren Umgebung, um den sicheren Heimweg der
Klubgäste zu gewährleisten.
Kurt Lade Klub

9. Dezember 2006
Vier alternative Jugendliche (zwei männlich/ zwei weiblich) werden am Pastor- Niemöller-Platz bedroht und mit Flaschen angegriffen.
Sie werden vermutlich von der selben Gruppe von 10- 12 Leuten angegriffen, die
auch den Kurt Lade Klub und dessen Gäste angegriffen haben.
Antifa Pankow
Reachout Berlin

19. Dezember 2006
Ein 28-jähriger wird von vier Männern im Alter von 20 bis 28 Jahren zu Boden geschlagen, bewusstlos getreten und beraubt. Er wird mit schweren Verletzungen in die
Intensivstation eingeliefert. Die Täter sollen vor der Tat „Sieg Heil“ gerufen haben.
Sie werden festgenommen.
Pressemeldung der Polizei, 20.12.2006
Tagesspiegel Newsticker, 20.12. 2006
Reachout Berlin

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