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Tumult vor dem Hause des Ministers Kühlwetter zu Berlin am
21. Aug. wurde er von der erregten Volksmenge erkannt und
wäre zweifellos ein Opfer der allgemeinen Erbitterung geworden,
wenn nicht ein junger Mann durch energisches Dazwischentreten
den schwer Bedrängten beschützt hätte. Dieser Retter war
Rudolf Gense und er selbst erzählt uns in seinem Buche
„Zeiten und Menschen“ (Berlin 1897, S. 121/) diesen Vorfall
in ansprechender Weise.
Weitere Auskunft geben uns dann wieder die Tagebücher
Varnhagens. Unterm 10. Januar 1852 heißt es: „Der Erz⸗
schuft Joel Jacoby, einst als Verfasser der „Klagen eines Ju—
den“ von Hitzig gefeiert und empfohlen, dann lange als Polizei—
kundschafter angestellt, darauf lange verschollen, ist wieder in
Thätigkeit bei der Hinkeldey'schen Polizei und hilft die Litteratur
überwachen.“ Am 27. April 1853 hat er den Titel Kanzlei⸗
rat erhalten. „So belohnt der Herr die Seinen,“ fügt Varn—
hagen sarkastisch hinzzu. Am 16. Sept. 1853 hören wir, daß
Hinkeldey seinen Gehilfen Jacoby gern zum Leiter des Central⸗
amts für Preßangelegenheiten gemacht hätte, und am 2. Okt.
schreibt Varnhagen: „Der Kanzleirath Joel Jacoby steht nun
doch an der Spitze der Behörde für Preßsachen, anstatt des
beförderten Quehl. (Dem Namen nach der Geheime Regierungs⸗
rath Hegel, dem Wirken nach aber Joel Jacoby. —) Wenn
man alle schlechten Kerle zusammenrafft, bezahlt und liebkost,
glaubt man gut bedient zu sein. Solch ein Subjekt wie Joel
Jacoby! —“ Und 1854 verzeichnet dann noch Varnhagen
unterm 20. Dez. die inhaltschweren Worte: „Der Herzog von
Sachsen-Altenburg hat dem berüchtigten Joel Jacoby, hiesigen
Kanzleirath und litterarischen Spürhund, seinen Verdienstorden
gegeben. Meinetwegen könnte auch der Joel Jacoby dem
Herzog einen Verdienstorden geben! Und vielleicht hat er's
zethan!“
Auch Laube weiß uns über Jacobys spätere Thätigkeit
noch eine interessante Mitteilung zu machen 125). Er erzählt: