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Full text: Jahresbericht ... Issue 2013

Jahresbericht

2013

Gesundheit Berlin-Brandenburg
Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung

INHALT

Strukturen von Gesundheit Berlin-Brandenburg  |   2
Vorwort des Vorstandes von Gesundheit Berlin-Brandenburg  |   3
I  Gesundheit Berlin-Brandenburg stellt sich vor  |   4
Projekte und Initiativen von Gesundheit Berlin-Brandenburg  |   9
II  Arbeitsbereiche  |  10
Gesunde Region Berlin-Brandenburg  |  10
Qualitätsentwicklung  |  14
Gesundes Aufwachsen  |  18
Gesundes Älterwerden  |  27
Migration und Gesundheit  |  30
Patientinnen, Patienten und Betroffene  |  33
Gesunde Arbeitswelt  |  36
III  Anhang  |  39
Vorstand und Verein  |  39
Mitglieder, ordentliche und außerordentliche  |  41
Liste ausgewählter Publikationen  |  43
Mitgliedschaften von Gesundheit Berlin-Brandenburg  |  43
Finanzen  |  43
Impressum  |  44

Strukturen von Gesundheit Berlin-Brandenburg
Eine Übersicht der Mitglieder, der Vorstandsmitglieder und der Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitskreise finden Sie im Anhang ab S. 39.	
Die einzelnen Projekte und Initiativen der Geschäftsstelle werden auf S. 9 näher vorgestellt.

Mitglieder
derzeit etwa 100 ordentliche und 50 außerordentliche Mitglieder
darunter gesetzliche Krankenkassen, Unfallkassen, kommunal- und landespolitische Ebene, Berufsvereinigungen, 	
Krankenhäuser, Wohlfahrtsverbände und Initiativen

Vorstand bis zum 28.11.2013
paritätisch besetzt durch Berliner und Brandenburger Personen
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock
Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. Ulrike Maschewsky-Schneider
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Kathrin Feldmann
Beisitzerin
Ingrid Papies-Winkler
Schatzmeisterin

Franz Josef Lünne
Vorstandsvorsitzender
Monika Gordes
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Dipl.-Med. Hendrik Karpinski
Beisitzer
Hartmut Brocke
Schriftführer

Jürgen Hardt
Ehrenvorsitzender

2
Erweiterter Vorstand
Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitskreise

Geschäftsführung
Stefan Pospiech
Andrea Möllmann-Bardak (Vertretung)

Finanzbuchhaltung

Büroleitung

Jonas Engel

Beschwerde- und
Informationsstelle
Psychiatrie (BIP) Berlin
Petra Rossmanith
Grunewaldstraße 82
10823 Berlin
Fon: 030 – 789 500 36 0
www.psychiatrie-beschwerde.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita König

Geschäftsstelle
Berlin
Rita König
Friedrichstraße 231
10969 Berlin
Fon: 030 – 44 31 90 60
	
www.gesundheitbb.de

Marion Amler

Geschäftsstelle
Potsdam
Behlertstraße 3a, Haus H2
14467 Potsdam
Fon: 0331 – 88 76 20 0
www.gesundheitbb.de

Gemeindedolmetschdienst
(GDD) Berlin
Sabine Oldag
Müllenhoffstraße 17
10967 Berlin
Fon: 030 – 44 31 90 90
www.gemeindedolmetsch
dienst-berlin.de

Stand November 2013

Jahresbericht 2013

Vorwort

Vorwort des Vorstandes von Gesundheit Berlin-Brandenburg
2013 war für Gesundheit Berlin-Brandenburg ein Jahr der Jubiläen. Der Verein kann inzwischen auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken. Am 4. November 1993 fand die Gründungsversammlung von Gesundheit Berlin e.V. – wie der
Verein vor dem Zusammenschluss mit Brandenburg im Jahre
2009 hieß – statt. Die Arbeitsgemeinschaft Gesundheit Berlin-Brandenburg ist mittlerweile fest in die Landschaft der
Gesundheitsförderung beider Bundesländer integriert. Wir
pflegen langjährige, intensive und vertrauensvolle Beziehungen zu wichtigen Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens, Senat und Ministerien ebenso wie Krankenkassen, Krankenhäusern, Wohlfahrtsverbänden und Initiativen.
Für diese fruchtbare Zusammenarbeit möchten wir uns bei
allen unseren Partnern herzlich bedanken. Das 20-jährige Jubiläum im November 2013 bot die Gelegenheit, viele von ihnen auf eine gemeinsame Zeitreise mitzunehmen, in der die
wesentlichen Meilensteine und insbesondere die Personen,
die sich in der Vergangenheit besonders intensiv für den Verein eingesetzt haben, im Mittelpunkt standen.
Im bundesweiten Vergleich sind wir zwar noch eine sehr junge Arbeitsgemeinschaft, aber die Entwicklung in den letzten
Jahren zeugt davon, dass Gesundheit Berlin-Brandenburg
den Kinderschuhen entwachsen ist. Dies verdeutlichen auch
die weiteren Jubiläen, an deren Realisierung der Verein maßgeblich mitgewirkt hat: Der bundesweite Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit feierte im Berichtszeitraum sein zehnjähriges Bestehen. In dieser Zeit hat sich
der durch die BZgA initiierte und aus 60 (Stand 2013) Spitzenorganisationen bestehende Verbund als wesentliche
bundesweite Instanz der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung und der Qualitätsentwicklung etabliert. Gesundheit Berlin-Brandenburg als Träger der Geschäftsstelle
dieses Verbundes und zweier Landes-Koordinierungsstellen
hat hieran einen starken Anteil. Auch die Berliner Landesgesundheitskonferenz arbeitet seit mittlerweile zehn Jahren an
der Schaffung eines integrierten gesundheitspolitischen
Handlungskonzeptes, welches die verschiedensten Projekte
und Initiativen zu einer gemeinsamen Anstrengung bündelt.
Ein weiteres Jubiläum, das des Bündnisses Gesund Aufwachsen der Brandenburgischen Fachstelle Gesundheitsziele,
wurde in 2013 vorbereitet und im April 2014 im Rahmen des
5. Plenums durchgeführt. Das in 2012 begründete Bündnis
Gesund Älter werden – ebenfalls unterstützt durch die Fachstelle Gesundheitsziele – konnte seine Arbeit sehr erfolgreich
fortsetzen.
Für die Entwicklung nachhaltiger Strukturen wird ein langer
Atem benötigt. Partner aus unterschiedlichen Bereichen und
Ebenen zu gewinnen, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und entsprechende personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen zu bündeln, kostet Zeit und Überzeugungs-

kraft. Und es bedarf des Austausches zwischen den Akteurinnen und Akteuren: Der Kongress Armut und Gesundheit 2013
widmete sich deshalb unter dem Motto „Brücken bauen“
dem Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis. In zahlreichen Foren und Workshops wurde u.a. zum 4. Armuts- und
Reichtumsbericht, zur Schnittstellenproblematik der Frühen
Hilfen, zur Situation von Migrantinnen und Migranten ohne
Krankenversicherung oder zum Älterwerden in ländlichen
Regionen diskutiert. Zugleich bot der Kongress den über
2.300 Teilnehmenden einen Einblick in die Fülle bereits bestehender Angebote. Im Mittelpunkt standen dabei immer
die Gesundheitschancen sozial benachteiligter Menschen.
Einen „roten Faden“ in der Vereinsarbeit bildeten im Berichtszeitraum integrierte kommunale Strategien der Gesundheitsförderung. Solche lebensphasen- und ressortübergreifenden Gesundheitsstrategien sollen die Voraussetzungen für ein möglichst langes und gesundes Leben für alle
Menschen in der Kommune verbessern. Sie schaffen den
Rahmen, um die auf kommunaler Ebene verfügbaren Unterstützungsangebote öffentlicher und privater Träger zusammenzuführen und aufeinander abzustimmen. Dieses noch
junge Handlungsfeld der Gesundheitsförderung weist weit
über den Gesundheitsbereich hinaus. Der Verein arbeitet daher auch mit Partnern aus der Bildung, der Stadtentwicklung, der Familienbildung, der Arbeitsförderung etc. zusammen.
Am 28. November 2013 wurde der Vorstand des Vereins im
Rahmen der Mitgliederversammlung neu gewählt. Einige unserer langjährigen Vorstandmitglieder, Ingrid Papies-Winkler, Ulrike Maschewsky-Schneider, Harmut Brocke und Franz
Josef Lünne verabschiedeten sich aus dem Vorstand und in
den (Un-)Ruhestand. Ihr außergewöhnlicher Einsatz und ihre
unermüdliche Unterstützung verpflichten uns zu tiefem
Dank! Zugleich freuen wir uns, mit Claudia Korf, Prof. Dr. Theda Borde, Birgit Hoppe und Sabine Schweele engagierte
neue Vorstandsmitglieder gewonnen zu haben.
Wir möchten uns bei den Mitgliedern des Vereins und bei allen Unterstützenden für die bisherige Zusammenarbeit bedanken und freuen uns auf die zukünftige. Denn es bleibt
nach wie vor viel zu tun. In 2014 rückt nicht nur das Präventionsgesetz in greifbare Nähe, welches es auszugestalten gilt.
Immer noch wächst ein Fünftel aller Heranwachsenden mit
schlechteren Gesundheitschancen auf und geht die Schere
zwischen Reich und Arm weiter auseinander. Damit behält
auch das Thema der gesundheitlichen Chancenungleichheit
seine Dringlichkeit. Es bleibt viel zu tun!
Claudia Korf	
Vorstandsvorsitzende	

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock
Vorstandsvorsitzender

3

Gesundheit Berlin-Brandenburg stellt sich vor

Jahresbericht 2013

I Gesundheit
Berlin-Brandenburg
stellt sich vor

Gesundheit Berlin-Brandenburg…
…ist die Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung in Berlin und Brandenburg. In ihr sind über 150 mit Gesundheitsförderung befasste Personen und Institutionen zusammengeschlossen. Gesundheit Berlin-Brandenburg versteht sich als Inte­
ressensvertretung für Gesundheitsförderung, die Aktivitäten koordiniert und vernetzt, Sachkompetenz bündelt und gesellschaftliche und politische Kräfte ressort- und parteiübergreifend integriert. Ziel ist, das Anliegen der Gesundheitsförderung
in den Regionen Berlin und Brandenburg sowie bundesweit voranzubringen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darauf, die
gesundheitlichen Belange der Menschen ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und dadurch insbesondere Menschen in
sozial belasteten Lebenslagen bessere Gesundheitschancen zu ermöglichen. Unserer Arbeit legen wir den Gesundheitsbegriff zugrunde, wie ihn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert:

4

„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über
ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Gesundheit steht für
ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit betont wie die körperlichen Fähigkeiten.“
(WHO, Ottawa-Charta, 1986)

Stefan Pospiech
Geschäftsführer von
Gesundheit 	
Berlin-Brandenburg
Fon: 030 – 44 31 90 60
pospiech@
gesundheitbb.de

Andrea Möllmann-Bardak
stellv. Geschäftsführerin
Fon: 030 - 44 31 90 67
moellmann-bardak@
gesundheitbb.de

Wir vernetzen…

Wir koordinieren…

Die Arbeitskreise von Gesundheit Berlin-Brandenburg

Bundesweite Aktivitäten

Das inhaltliche Rückgrat der Vereinstätigkeit bilden die Arbeitskreise. Sie greifen verschiedene Themen der Gesundheitsförderung auf und bieten interessierten Akteurinnen
und Akteuren eine Plattform für Austausch und Diskussionen.

Kooperationsverbund
Gesundheitliche Chancengleichheit
Seit 2003 koordiniert Gesundheit Berlin-Brandenburg den
Kooperationsverbund, der von der BZgA initiiert und unterstützt wird. Ende 2013 gehörten ihm 60 Kooperationspartner
an, darunter alle Landesvereinigungen für Gesundheit, mehrere Landesministerien, die Bundesvereinigung Prävention
und Gesundheitsförderung, Krankenkassen, Ärzte- und
Wohlfahrtsverbände, die kommunalen Spitzenverbände sowie die Bundesagentur für Arbeit.

n	
AK Altern und Gesundheit
n	
AK Betriebliche Gesundheitsförderung
n	
AK Bewegung und Ernährung
n	
AK Gesundheitspolitik (derzeit ruhend)
n	
AK Kind und Familie
n	
AK Migration und Gesundheit
n	
AK Patientenfürsprecher/innen Berlin
n	
AK Patientenfürsprecher/innen Brandenburg
n	
AK Prävention von Kinderunfällen (derzeit ruhend)
Die Geschäftsstelle von Gesundheit Berlin-Brandenburg
Die Geschäftsstelle initiiert und koordiniert Aktivitäten und
Projekte gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene.

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit bei Gesundheit Berlin-Brandenburg hat folgende Funktionen:
n	
Gute Praxis in Deutschland verbreiten – durch Information, Präsentation guter Praxis und Schulungen. Die Erfahrungen aus Good Practice-Angeboten, Programmen und
Netzwerken bieten wertvolle Anregungen, um die soziallagenbezogene Gesundheitsförderung weiter zu entwickeln.

Jahresbericht	2013

n	V
	ielfältige Praxis sichtbarer machen –	durch	die	bundesweit	umfangreichste	Praxisdatenbank	zur	soziallagenbezogenen	Gesundheitsförderung.
n	R
	egional vernetzen und Erfahrungsaustausch fördern –	
der	 Kooperationsverbund	 hat	 mit	 den	 Koordinierungsstellen	Gesundheitliche	Chancengleichheit	(ehemals	Regionale	Knoten)	Vertretungen	in	den	Bundesländern,	die	
durch	 die	 Geschäftsstelle	 des	 Kooperationsverbundes	
koordiniert	 werden.	 Gesundheit	 Berlin-Brandenburg	 ist	
Träger	 der	 Koordinierungsstellen	 für	 die	 Bundesländer	
Berlin	 und	 Brandenburg.	 Alle	 Koordinierungsstellen	 unterstützen	den	Informationstransfer	zwischen	den	Akteurinnen	und	Akteuren	in	ihrem	Bundesland	sowie	auch	die	
Zusammenarbeit	 zwischen	 Bundes-	 und	 Landesebene.	
Nicht	 zuletzt	 treiben	 die	 Koordinierungsstellen	 so	 die	
Qualitätsentwicklung	 in	 der	 soziallagenbezogenen	 Gesundheitsförderung	voran.
n	T
	ransparenz herstellen und Wissen multiplizieren –	das	
interaktive	 Portal	 www.gesundheitliche-chancengleichheit.de	informiert	über	aktuelle	Entwicklungen	im	Bereich	
der	 soziallagenbezogenen	 Gesundheitsförderung	 und	
bietet	Akteurinnen,	Akteuren	und	Partnern	eine	Plattform	
für	den	gegenseitigen	Austausch.	
Im	Berichtszeitraum	konzentrierten	sich	die	Aktivitäten	des	
Kooperationsverbundes	 auf	 den	 kommunalen	 Partnerprozess	„Gesund	aufwachsen	für	alle!“	(vgl.	S.	21).	Je	besser	die	
Unterstützungsangebote	auf	kommunaler	Ebene	ineinander	
greifen	 und	 je	 früher	 Gesundheitsförderung	 ansetzt,	 desto	
besser	hilft	sie	–	auch	gegen	gesundheitliche	Ungleichheit.	
Den	 fachlichen	 Ausgangspunkt	 des	 Prozesses	 bildeten	 die	
mit	 vielen	 Expertinnen,	 Experten	 und	 Fachkräften	 aus	 der	
Praxis	 gemeinsam	 erarbeiteten	 Handlungsempfehlungen	
zur	Stärkung	von	Kindern	und	Jugendlichen	in	belasteten	Lebenslagen.	 Diese	 mündeten	 in	 die	 abschließende	 Empfehlung,	 in	 den	 Städten,	 Gemeinden	 und	 Landkreisen	 sogenannte	„Präventionsketten“	umzusetzen,	die	ressourcenorientiert	und	lebenslaufbegleitend	Kindern	und	ihren	Familien	
Hilfe	und	Unterstützung	gewähren.	Der	kommunale	Partnerprozess	 stellt	 den	 beteiligten	 Kommunen	 auf	 www.inforoonline.de	 ein	 Forum	 für	 den	 fachlichen	 Austausch	 und	 zur	
Unterstützung	bei	der	Koordinierung	kommunaler	Aktivitäten	bereit.

Gesundheit	Berlin-Brandenburg	stellt	sich	vor

beitet,	 deren	 Teilnehmende	 vor	 allem	 in	 thematischen	 Arbeitsgruppen	 ihre	 Kompetenzen	
bündeln	und	diese	in	gemeinsamen	Plenumsveranstaltungen	 abstimmen.	Gemeinsam	ist	den	
Zieleprozessen	 der	 beiden	Länder,	dass	sie	den	
Akteurinnen	 und	 Akteuren	 der	 beiden	 Bundesländer	 einen	 Rahmen	
bieten,	 sektorenübergreifend	 gesundheitsreAbb. Handlungsempfehlungen 2012 levante	 Themenstellungen	 aufzugreifen	 und	
gemeinsam	Strategien	und	Aktivitäten	zu	entwickeln	und	auf	
den	Weg	zu	bringen.
In	Berlin	koordiniert	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	im	Auftrag	der	Senatsverwaltung	für	Gesundheit	und	Soziales	die	
Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung	 und	
übernimmt	in	diesem	Zusammenhang	die	Geschäftsstellenfunktion	der	Landesgesundheitskonferenz	(vgl.	S.	11).	In	dieser	Rolle	bietet	sie	fachliche	Unterstützung,	z.	B.	bei	der	Erarbeitung,	Umsetzung	und	Beobachtung	der	Gesundheitszieleprozesse.	Um	Vernetzung	und	Austausch	zu	fördern,	bin-

5

Aktivitäten in Berlin und Brandenburg
In	 Berlin	 und	 Brandenburg	 ist	 die	 Arbeitsgemeinschaft	 für	
Gesundheitsförderung	als	koordinierende	Stelle	und	als	Träger	zweier	Fachstellen	in	zahlreiche	Prozesse	eingebunden	
und	 arbeitet	 u.a.	 eng	 mit	 den	 Gesundheitsministerien	 der	
Länder	 zusammen.	 Die	 Fachstelle	 für	 Prävention	 und	 Gesundheitsförderung	im	Land	Berlin	wie	auch	die	Fachstelle	
Gesundheitsziele	im	Land	Brandenburg	mit	Büro	in	Potsdam	
widmen	 einen	 Arbeitsschwerpunkt	 den	 zwei	 wichtigen	 Lebensphasen	„Gesund	aufwachsen“	und	„Gesund	älter	werden“.	Die	Strukturen,	in	denen	dies	geschieht,	sind	auf	den	
ersten	Blick	unterschiedlich:	In	Berlin	laufen	alle	Fäden	bei	
der	 Landesgesundheitskonferenz	 zusammen,	 die	 zentrale	
Berliner	 Akteurinnen	 und	 Akteure	 vereint	 und	 deren	 Geschäftsstelle	 durch	 die	 Berliner	 Fachstelle	 betreut	 wird.	 In	
Brandenburg	werden	die	Themen	in	zwei	Bündnissen	bear-

Rita König
Büroleitung
Fon:	030	–	44	31	90	60	
Fax:	030	–	44	31	90	63
sekretariat@
gesundheitbb.de

Abb. 11. Kooperationstreffen des Kooperationsverbundes
Gesundheitliche Chancengleichheit

det	die	Fachstelle	die	jeweiligen	Bezirksämter	eng	in	die	Arbeitsprozesse	ein	und	unterstützt	die	Bezirke	bei	Zielprozessen	und	Gesundheitskonferenzen.	
Im	 Auftrag	 des	 Ministeriums	 für	 Gesundheit,	 Umwelt	 und	
Verbraucherschutz	des	Landes	Brandenburg	übernimmt	die	
Fachstelle Gesundheitsziele die	 Geschäftsstellenfunktion	
für	drei	Gesundheitszieleprozesse:
n	D
	as	Bündnis	Gesund	aufwachsen	ist	Träger	des	Gesundheitszieleprozesses	im	Bereich	Kindergesundheit	(www.
buendnis-gesund-aufwachsen.de)	
n	D
	as	Bündnis	Gesund	Älter	werden	ist	Träger	des	Gesundheitszieleprozesses	 der	 Zielgruppe	 Ältere	 (www.buendnis-gesund-aelter-werden.de).	

Gesundheit Berlin-Brandenburg stellt sich vor

Jahresbericht 2013

Die Initiative Safe Region Brandenburg leistet einen langn	
fristigen Beitrag zur Prävention von Gewalt und Verletzungen im Land (www.saferegion.brandenburg.de) .
Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit
Während der Kooperationsverbund auf Bundesebene das
Thema „Gesundheitliche Chancengleichheit“ stärkt, arbeiten die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit (ehemals Regionale Knoten) seit 2007 in allen 16
Bundesländern. Sie unterstützen die Vernetzung vor Ort, begleiten und beraten Kommunen im Rahmen des Partnerprozesses „Gesund aufwachsen für alle!“ und stärken ganz allgemein das Thema „Gesundheitliche Chancengleichheit“.
Mit ihrer Arbeit knüpfen sie an vorhandene Strukturen in den
Ländern an (z.B. Landesgesundheitskonferenzen). Die Arbeit
der Koordinierungsstellen bei den Landesvereinigungen für
Gesundheitsförderung wird in den jeweiligen Bundesländern finanziert, in der Regel paritätisch durch das Gesundheitsministerium und die gesetzlichen Krankenkassen. Zusätzlich werden sie durch die BZgA unterstützt.
In Berlin und Brandenburg haben die Koordinierungsstellen
drei wesentliche Arbeitsschwerpunkte:
n	
Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen in
schwieriger sozialer Lage
Gesundheitsförderung bei (Langzeit-)Arbeitslosen
n	
n	
Gesundheitsförderung in den Quartieren der Sozialen
Stadt bzw. in Kommunen

6

Näheres zur Arbeit der Koordinierungsstellen erfahren Sie
auf S. 12 f.
Marzahn-Hellersdorfer Modellvorhaben Präventionskette
Seit September 2010 bis September 2013 war Gesundheit
Berlin-Brandenburg zudem Träger des Modellvorhabens
„Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf“ (vgl. S. 22).
Ziel ist – in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf – der Aufbau einer bezirklichen Präventionskette nach dem Dormagener Modell „Netzwerk für Familien“, angepasst an die Marzahn-Hellersdorfer Ausgangslagen und Rahmenbedingungen. Das Konzept der Präventionskette beinhaltet die Verzahnung und den Ausbau von
Unterstützungsangeboten für Familien über die verschiedenen Lebensphasen hinweg, von der Geburt bis zum Einstieg
in das Erwerbsleben. Seit Oktober 2013 koordiniert Gesundheit Berlin-Brandenburg das einjährige Folgeprojekt „Gesund durch‘s Leben in Marzahn-Hellersdorf“.

Wir organisieren…
Die Geschäftsstelle führte im Berichtszeitraum kontinuierlich regionale und bundesweite Fachveranstaltungen mit
zahlreichen Partnern durch. Eine Auswahl der Veranstaltungen können Sie zu Beginn eines jeden Themenbereiches
in tabellarischer Form einsehen.

Abb. Bezirkliche Angebote für junge Familien. Modellvorhaben
Marzahn-Hellersdorf

Kongress Armut und Gesundheit
Die mit Abstand größte Veranstaltung ist der Kongress Armut und Gesundheit, der inzwischen ein fester Bestandteil
der Gesundheitsförderungslandschaft in Deutschland ist
(vgl. auch S. 14). In den vergangenen Jahren wurde er fortlaufend von Gesundheit Berlin-Brandenburg zusammen mit
zahlreichen Partnern organisiert. Ergänzt wird der Kongress
stets durch eine vorangestellte Satellitentagung zum Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“.
Unter dem Motto „Brücken bauen zwischen Wissen und Handeln – Strategien der Gesundheitsförderung“ fanden sich am 6.
und 7. März 2013 insgesamt ca. 2.200 Teilnehmende in der
Technischen Univeristät Berlin ein, um über Möglichkeiten des
Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Praxis zu diskutieren.
In über 80 Einzelveranstaltungen tauschte sich das bunt gemischte Publikum aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und
Praxis zu aktuellen Entwicklungen der Gesundheitsförderung aus. Das gesunde Älterwerden unter Migrationsbedingungen wurde hier ebenso thematisiert wie die Ressourcenorientierung in den Kindheits- und Gesundheitswissenschaften,
die ressortübergreifende Zusammenarbeit ebenso wie Partizipationsmöglichkeiten der Adressatinnen und Adressaten von
Maßnahmen der Gesundheitsförderung. Zahlreiche Projekte
und Initiativen erhielten die Möglichkeit, ihre Arbeit vor- und
zur Diskussion zu stellen. Die Dokumentation des Kongresses
kann als CD-Rom in der Geschäftsstelle bestellt oder online
im Kongressarchiv unter www.armut-und-gesundheit.de eingesehen werden.

Wir unterstützen…
Mit Projekten wie der Beschwerde- und Informationsstelle
Psychiatrie in Berlin (BIP) (vgl. S. 34) oder dem Gemeindedolmetschdienst Berlin (GDD) (vgl. S. 31) beraten und unterstützen wir Patientinnen und Patienten im direkten Austausch, verbessern den Dialog zwischen Professionellen,
Betroffenen und deren Umfeld und tragen damit zu Qualitätsentwicklung und Patientenorientierung in der gesundheitlichen Versorgung bei.

Jahresbericht	2013

Wir informieren und publizieren…
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schwerpunkt	von	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	ist	es,	gesundheitliche	 Belange	 der	 Menschen	 ins	 öffentliche	 Bewusstsein	zu	bringen.	Dies	wird	von	der	Geschäftsstelle	der	
Arbeitsgemeinschaft	mit	vielfältigen	Instrumenten	der	Presse-	und	Öffentlichkeitsarbeit	unterstützt.	Überwiegend	richten	sich	diese	Medien	an	die	interessierte	Fachöffentlichkeit,	
Multiplikatorinnen	 und	 Multiplikatoren.	 Veranstaltungen	
und	Projekte	werden	darüber	hinaus	durch	Pressearbeit	begleitet,	die	sich	neben	Fachmedien	auch	an	Tagespresse	und	
Publikumsmedien	 wendet.	 Auch	 für	 unsere	 Mitglieder	 gestalten	wir	die	Öffentlichkeitsarbeit	und	stellen	ihre	Organisation	nach	außen	hin	dar.
Webseiten
www.gesundheitbb.de
Im	 Berichtszeitraum,	 pünktlich	 zum	 20-jährigen	 Jubiläum	
des	Vereins,	wurde	die	neue	Webseite	von	Gesundheit	Berlin-Brandenburg,	 www.gesundheitbb.de,	 freigeschaltet.	 Sie	
dient	als	Visitenkarte	des	Vereins.	Neben	laufenden	Aktivitäten	von	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	im	Rahmen	der	Arbeitskreise	 oder	 der	 durch	 die	 Geschäftsstelle	 betreuten	
Projekte	und	Initiativen	wird	auch	das	Kompetenzprofil	von	
Gesundheit	Berlin-Brandenburg	näher	vorgestellt.	
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
Zentrale	 Adresse	 im	 Internet	 für	 die	 soziallagenbezogene	
Gesundheitsförderung	bundesweit	ist	die	Internetplattform	
des	 Kooperationsverbundes	 www.gesundheitliche-chancengleichheit.de,	die	von	der	Geschäftsstelle	gepflegt	wird.	Hier	

Abb. Screenshot der Webseite www.gesundheitbb.de

Gesundheit	Berlin-Brandenburg	stellt	sich	vor

werden	 Informationen	 und	 Expertise	 zu	 Gesundheitsförderung,	Qualitätsentwicklung	und	
guter	Praxis	gebündelt	und	gemeinsam	 mit	 zahlreichen	 Partnern	 Diskussionen	 und	 Prozesse	 abgebildet.	 Mit	 dem	 in	 2011	
installierten	Artikelsystem,	welches	 Expertinnen	 und	 Experten	
die	 Möglichkeit	 gibt,	 sich	 mit	
(Fach-)	 Beiträgen	 auf	 der	 Webseite	zu	beteiligen,	sowie	weiteren	interaktiven	Modulen	wurde	
die	 Webseite	 zu	 einer	 lebendigen	 Austauschplattform	 umgestaltet.	
Näheres	erfahren	Sie	auf	S.	15.

Webseiten
In	2013	wurden	die	folgenden	Präsenzen	
durch	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	
betreut:
www.armut-und-gesundheit.de
www.berlin.gesundheitfoerdern.de
www.bewegung-foerdern.de
www.brandenburger-kinderzaehne.de
www.buendnis-gesund-aufwachsen.de
www.buendnis-gesund-aelter-werden.de
www.frauengesundheit-berlin.de
www.gesunde-arbeitsfoerderung.de
www.gesunde-kita.net
www.gesunde-perspektive.de
www.gesundheitbb.de
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
www.gemeindedolmetschdienst-berlin.de
www.inforo-online.de
www.kitas-fuer-kitas.de
www.psychiatrie-beschwerde.de
www.saferegion.brandenburg.de
www.saglik-berlin.de

www.inforo-online.de
Am	 27.	 Mai	 2013	 wurde	 außerdem	die	Online-Plattform	www.
inforo-online.de	 online	 gestellt	
und	am	29.11.	um	viele	weitere	
Funktionen	erweitert.	Einerseits	vereinfacht	sie	Kontaktaufnahme	zu	und	Austausch	mit	anderen	Akteurinnen	und	Akteuren	im	Feld	der	Gesundheitsförderung.	Andererseits	bietet	sie	die	Möglichkeit,	die	eigenen	Aktivitäten	ansprechend	
zu	 präsentieren.	 Das	 Portal	 wird	 als	 Plattform	 für	 das	 Nationale	 Zentrum	 Frühe	 Hilfen	 (NZFH)	 zur	 Bundesinitiative	
	Frühe	 Hilfen	 in	 Kooperation	 mit	 dem	 Partnerprozess	 „Gesund	aufwachsen	für	alle!“	genutzt.	Näheres	erfahren	Sie	auf	
S.	16.	

7

Gesundheit	Berlin-Brandenburg	stellt	sich	vor

Jahresbericht	2013

Regelmäßige Publikationen

Pressearbeit

Gesundheit	Berlin-Brandenburg	veröffentlicht	drei-	bis	viermal	im	Jahr	die	Zeitschrift	Info_Dienst für Gesundheitsförderung	 in	 gedruckter	 und	 elek	tronischer	
Form.	Diese	Publikation	des	Vereins	richtet	sich	an	
eine	bundesweite	Leserschaft	aus	den	Bereichen	
Gesundheitsförderung,	Soziales,	Bildung	und	Politik.	Der	Info_Dienst	erscheint	mit	einer	Auflage	von	
4.500	Stück	und	kann	über	die	Geschäftsstelle	von	
Gesundheit	Berlin-Brandenburg	bezogen	werden.	
Wenn	 Sie	 die	 Zeitschrift	 regelmäßig	 erhalten	
möchten,	senden	Sie	bitte	eine	Email	an	sekretariat@gesundheitbb.de.	 Zum	 Download	 stehen	 alle	
Ausgaben	 unter	 www.gesundheitbb.de zur	 Verfügung.

Veranstaltungen,	 neue	 Publikationen	 und	 öffentliche	 Projektaktionen	werden	von	der	PR-Abteilung	mit	Pressearbeit	
wie	 z.B.	 Pressemitteilungen	 oder	 -informationen	 begleitet.	
Angesprochen	wird	dabei	zumeist	die	Fachpresse	oder	Fachmedien.	Aber	auch	die	Tagespresse	wird	bei	gegebenen	Anlässen	adressiert.	Besonders	hervorzuheben	ist	hierbei	die	
im	Zusammenhang	mit	dem	Kongress	Armut	und	Gesundheit	
stattfindende	 Pressearbeit,	 die	 auch	 die	 Ausrichtung	 einer	
Pressekonferenz	beinhaltet.

Abb. Titelseite des Info_Dienstes
für Gesundheitsförderung

Dokumentationen und themenspezifische Publikationen
Weiterhin	 wurden	 verschiedene	 Publikationen	 im	 Berichtszeitraum	veröffentlicht,	die	sich	exemplarisch	in	den	folgenden	themenspezifischen	Kapiteln	wiederfinden.	Beispielhaft	
seien	hier	genannt:		der	Leitfaden	„Schritt	für	Schritt	zu	mehr	
Partizipation	im	Alter“,	die	Dokumentation	der	9.	Landesgesundheitskonferenz,	die	Brandenburger	Jubi	läumsbroschüre	
„Gemeinsam	für	gesunde	Kinderzähne“	sowie	die	Dokumentation	des	Kongresses	Armut	und	Gesundheit.	
Kongressarchiv und Toolbox
Außerdem	 ging	 in	 2013	 das	 überarbeitete	 und	 online	
recherchierbare	Kongressarchiv	Armut	und	Gesundheit	online,	
das	mit	seinen	circa	2.000	Beiträgen	einen	wahren	Fundus	an	
Materialien	 zur	 soziallagenbezogenen	 Gesundheitsförderung	
bereithält.	Sie	finden	es	unter	
	
www.armut-und-gesundheit.de/
Kongressarchiv.715.0.html?&no_cache=1.

8
Abb. Titelseiten des Newsletters „Gesundheitsförderung aktuell“, „Gesund aufwachsen in
Marzahn-Hellersdorf“ und des Print-Newsletters des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit

Neben	dem	Info_Dienst	werden	von	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	 projektspezifische	 Newsletter	 und	 Periodika	 erstellt,	die	Akteurinnen	und	Akteuren	der	Gesundheitsförderung	zielgerichtet	aktuelle	Informationen	vermitteln.	Hervorzuheben	ist	hier	der	Print-Newsletter	des	Kooperationsverbundes	Gesundheitliche	Chancengleichheit,	der	dreimal	jährlich	in	
knapper	Form	–	der	Newsletter	umfasst	lediglich	vier	Seiten	–	
einen	 inhaltlichen	 Schwerpunkt	 näher	 beleuchtet.	 Mit	 5.000	
Stück	 war	 der	 Newsletter	 im	 Berichtszeitraum	 die	 auflagenstärkste	Publikation	des	Vereins.	

Marion Amler
Leitung	der	Presse-	und	
Öffentlichkeitsarbeit
Fon:	030	–	44	31	90	72
amler@gesundheitbb.de

Zu	den	nachgefragtesten	Publikationen	zählte	im	Berichtszeitraum	außerdem	die	Toolbox		„Aktiv	werden	für	Gesundheit	–	
Arbeitshilfen	 für	 Prävention	 und	 Gesundheitsförderung	 im	
Quartier“,	die	Sie	kostenfrei	bestellen	oder	unter	
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
gesundheitsfoerderung-im-quartier/aktiv-werden-fuergesundheit-arbeitshilfen online	 einsehen	 und	 herunterladen	
können.	
Eine	 Übersicht	 unserer	 Publikationen	 im	 Berichtszeitraum	
haben	wir	auf	S.	43	zusammengestellt.	

Newsletter

Projekt

Erscheinungsweise

Auflage/Verteiler

Info_Dienst für
Gesundheitsförderung
(Druckprodukt	und	PDF)

Gesundheit	
Berlin-Brandenburg

3-	bis	4-mal	jährlich

4.500	Leserinnen	und	Leser	
bundesweit

Print-Newsletter
(Druckprodukt	und	PDF)

Kooperationsverbund	
Gesundheitliche	
Chancengleichheit

3-mal	jährlich

5.000	Leserinnen	und	Leser	
bundesweit

E-Mail-Newsletter
(Email-Versand)

Kooperationsverbund	
Gesundheitliche	
Chancengleichheit

alle	6-8	Wochen

knapp	7.000	
Leserinnen	und	Leser
bundesweit

Gesundheitsförderung
aktuell	(PDF)

Fachstelle	Prävention	und	
Gesundheits	förderung	im	
Land	Berlin

3-	bis	4-mal	jährlich

1.700	Leserinnen	und	Leser	
in	Berlin	und	bundesweit

Gesund aufwachsen
in Marzahn-Hellersdorf (PDF)

Modellvorhaben	Präventionskette	–	Gesund	aufwachsen	in	
Marzahn-Hellersdorf

2-mal	jährlich	und	nach	Bedarf

ca.	800	Leserinnen	und	Leser
innerhalb	Berlins

Jahresbericht 2013

Gesundheit Berlin-Brandenburg stellt sich vor

Projekte und Initiativen von Gesundheit Berlin-Brandenburg in 2013
Nachfolgend finden Sie eine Darstellung aller Projekte innerhalb der Geschäftsstelle von  Gesundheit Berlin-Brandenburg. Diese werden im folgenden Kapitel näher vorgestellt. Um die jeweilige Ansprechperson zu kontaktieren, richten Sie bitte eine Email an nachname@gesundheitbb.de.

Bundesebene
Kongress Armut und Gesundheit

Kooperationsverbund
Gesundheitliche Chancengleichheit

Maren Janella &
Julia Waldhauer

inforo online
Niels Löchel

Stefan Bräunling

www.armut-und-gesundheit.de

www.inforo-online.de

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Berlin

Brandenburg

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Berlin
Andrea Möllmann-Bardak,
Danielle Dobberstein & Stefan Bräunling

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin

Fachstelle für Prävention und
Gesundheitsförderung im Land Berlin
Rike Hertwig

www.berlin.gesundheitfoerdern.de

Zentrum für Bewegungsförderung (ZfB) Berlin
Cornelia Wagner

www.gesundheitbb.de/Zentrum-fuer-Bewegungsfoerderung.1362.0.html

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Brandenburg
Annett Schmok

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/brandenburg

Fachstelle Gesundheitsziele
im Land Brandenburg
Holger Kilian

www.buendnis-gesund-aufwachsen.de
www.buendnis-gesund-aelter-werden.de
www.saferegion.brandenburg.de

Zentrum für Bewegungsförderung (ZfB) Brandenburg
Marisa Elle

www.gesundheitbb.de/Zentrum-fuer-Bewegungsfoerderung.1401.0.html

Landeskoordination GUT DRAUF
Jennifer Nickel, i.V. Henrieke Franzen

www.gesundheitbb.de/GUT-DRAUF.1411.0.html

Audit Gesunde Kita/Audit Gesunde Schule
Maren Janella

Modellvorhaben Präventionskette –
Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf
Andrea Möllmann-Bardak

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin/
gesund-aufwachsen-in-marzahn-hellersdorf

Tandemprojekt
„Vielfalt von Elternkompetenzen wahrnehmen“
Andrea Möllmann-Bardak, Saffana Salman

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin/
gesund-aufwachsen-in-marzahn-hellersdorf

Gesund im Reuterkiez
Andrea Möllmann-Bardak, Saffana Salman

www.gesundheitbb.de/Gesund-im-Reuterkiez.1364.0.html

Netzwerk Frauengesundheit
Rita von Godin, i.V.Kyra Morawietz

www.frauengesundheit-berlin.de

Netzwerk Gesunde Kinder
Annett Schmok

www.netzwerk-gesunde-kinder.de

Netzwerk Gesunde Kita
Annett Schmok, Tim Hendrik Porwol

www.gesunde-kita.net

Komm auf Tour
Iris Schiek

www.komm-auf-tour.de

Koordinierungsstelle Gesunde Arbeitsförderung
Iris Schiek, Tatjana Schulz

www.gesunde-arbeitsfoerderung.de

Verrückt? Na und!
Claudia Schönberg

www.verrueckt-na-und.de

Büro der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe
Bettina Bels

www.brandenburg-kinderzaehne.de
Stand Dezember 2013

9

Gesunde Region Berlin-Brandenburg

Jahresbericht 2013

II Arbeitsbereiche

Gesunde Region Berlin-Brandenburg
Unter dem Dach der Geschäftsstelle Gesundheit Berlin-Brandenburg widmen sich sowohl die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit als auch beide Fachstellen der Umsetzung gesundheitsförderlicher Strategien, mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und – angepasst an die jeweiligen Verhältnisse – unterschiedlichen Herangehensweisen, denn
Brandenburg steht als Flächenland vor grundsätzlich anderen Herausforderungen als Berlin.
Die Fachstellen in Berlin und Brandenburg unterstützen in beiden Bundesländern die Gesundheitszieleprozesse zum gesunden Aufwachsen und gesunden Älterwerden. Die Koordinierungsstellen widmen sich insbesondere der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung in der Region. Beide Strukturen werden im Folgenden näher vorgestellt.

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013

10

Veranstaltung

Datum/Ort

Projekt

In Kooperation mit

Fachgespräch und Diskussion
mit der Staatssekretärin Demirbürken-Wegner zur Problematik
der frauengerechten Gesundheitsversorgung in Berlin

16.01. 2013
Berlin

Netzwerk 	
Frauengesundheit
Berlin

Senatsverwaltung für 	
Gesundheit und Soziales

Link

Fachaustausch
„Gesund aufwachsen in Berlin
– Ressourcen bündeln, Prozesse steuern und Strukturen
aufbauen“

14.02.2013
Berlin

KGC Berlin/ 	
Fachstelle Berlin

Transfertag „Bürgerschaftliches
Engagement“

20.02.2013
Rathenow

KGC Brandenburg
In Kooperation

Kompetenzzentrum
Havelland

Fachtagung „Sucht im Alter
vorbeugen“

14.05. 2013
Berlin

Fachstelle Berlin

Fachstelle für Suchtprävention und Ärztekammer
Berlin

Fachdialog „Prävention und
Gesundheitsförderung in Berliner Kitas – Können alle Kinder
davon profitieren?“

02.09. 2013
Berlin

Fachstelle Berlin

Kundgebung zum Thema
„Vielfalt und sexuelle Selbst­
bestimmung“

21.09. 2013
Berlin

Netzwerk 	
Frauengesundheit
Berlin

Bündnis für sexuelle
Selbstbestimmung

10. LGK „BERUFsLEBEN
gesund gestalten“

15.11. 2013
Berlin

Fachstelle Berlin,
Landesgesundheitskonferenz
Berlin

Senatsverwaltung für
Gesundheit und Soziales,
IHK Berlin

www.berlin.gesundheitfoerdern.de/
fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/
Fachstelle/Fachstelle-Publikationen/
10-LGK-web2.pdf

Gesundheitsforum der LGK
„Dem Leben gewachsen –
Gesundheitsressourcen von
Berliner Jugendlichen
gemeinsam stärken“

18.11. 2013
Berlin

Fachstelle Berlin,
Landesgesundheitskonferenz
Berlin

Senatsverwaltung für
Gesundheit und Soziales

www.berlin.gesundheitfoerdern.de/
fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/
Fachstelle/Gesundheitsforen/
Dokumentation_Gesundheitsforum.pdf

Werkstatt
„Gut und gesund aufwachsen“

26.11. 2013
Bad Liebenwerda
und Falkenberg/
Elster

KGC Brandenburg

Falkenberg, 	
Bad Liebenwerda, 	
Techniker Krankenkasse

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/brandenburg/projekte-undaktivitaeten/dokumentationen/

Mitgliederversammlung
und 20-jähriges Jubiläum

28.11. 2013
Berlin

Gesundheit BerlinBrandenburg

www.berlin.gesundheitfoerdern.de/fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/Fachstelle/Gesund_aufwachsen/Dokumen­
tation_Fachaustausch_14.02.2013.pdf
www.gesundheitliche-chancengleichheit.
de/brandenburg/projekte-undaktivitaeten/dokumentationen

Jahresbericht 2013

Aktivitäten der Geschäftsstelle
Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung
im Land Berlin
Projektlaufzeit: seit 2008
Finanzierung: Senatsverwaltung für Gesundheit und
Soziales
Webseite: www.berlin-gesundheitfoerdern.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Rike Hertwig, hertwig@gesundheitbb.de
Die Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung
Berlin unterstützt – im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales – die Arbeit der Berliner Landesgesundheitskonferenz (LGK) u.a. in Funktion der Geschäftsstelle. Ziel ist es, durch Prävention und Gesundheitsförderung
die Gesundheit und Lebensbedingungen der Berliner Bevölkerung zu verbessern.

Gesunde Region Berlin-Brandenburg

Eine der wesentlichen Aufgaben der Berliner Fachstelle für
Prävention und Gesundheitsförderung ist es, die Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung durch Qualifizierungsangebote und fachlichen Austausch zu fördern. Dazu
bündelt die Fachstelle Informationen, Aktivitäten und gute
Beispiele in und aus Berlin. Im Jahr 2013 wurde zudem gemeinsam der Einstieg in eine Interventionsberichterstattung
im Rahmen der Landesgesundheitskonferenz für das Setting
Kita begonnen.
Auch im Jahr 2013 hat die Fachstelle die Gesundheitszieleprozesse „Gesundheitschancen für Kinder und Jugendliche
erhöhen – Benachteiligung abbauen“ und „Selbständigkeit
und Lebensqualität im Alter erhalten“ unterstützt. Es wurden
verschiedene Formate zur Qualitätsentwicklung und Qualifizierung umgesetzt und angeboten, wie beispielsweise ein
Fachaustausch zum Thema „Gesund aufwachsen in Berlin“
wo die bereichsübergreifende Zusammenarbeit in den Kommunen im Mittelpunkt stand sowie ein Fachdialog zur Ge-

Im Berichtszeitraum waren 23 Berliner
Institutionen und Verbände Mitglied der
LGK u.a. aus Senatsverwaltungen, Bezirksämtern, Kostenträgern, Versorgung, Sozialpartner, Wohlfahrt, Freien
Trägern/Verbänden und Wissenschaft –
Vorsitzender der Landesgesundheitskonferenz ist der Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja.
Im Rahmen der Landesgesundheitskonferenz werden auf Grundlage der Berliner Gesundheitsberichterstattung sowie aktueller Herausforderungen der Abb. 10. LGK im Ludwig Erhard Haus
Gesundheitsversorgung gemeinsame
Strategien für ein abgestimmtes Vorgehen entwickelt, um sundheitsförderung in Kitas, der insbesondere das Thema
Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln. Kernstrategie da- Migration und Interkulturalität in den Blick genommen hat.
bei ist es, gemeinsam Gesundheitsziele zu formulieren.
Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsziele für Ältere“
Einmal jährlich lädt die LGK die Berliner Fachöffentlichkeit zu wurde u.a. das begleitende Monitoring für die Gesundheitseiner öffentlichen Konferenz ein, um aktuelle Herausforde- ziele weiterentwickelt sowie an den Gesundheitszielen zum
rungen der Gesundheitsförderung und Versorgung gemein- Themenbereich Demenz gearbeitet. Hier besteht eine enge
sam zu diskutieren, Impulse für die weitere Arbeit zu gewin- Zusammenarbeit der demenzfreundlichen Initiativen der Benen und mit dem Handlungsbedarf in den Settings abzustim- zirke, die ihre Aktivitäten im Berichtszeitraum in einem
men. 2013 stand diese Konferenz unter dem Motto: „BE- Schwerpunktnewsletter gebündelt haben. Zudem wurde anRUFsLEBEN gesund gestalten“ und betrachtete verschiede- knüpfend an eine gemeinsame Fachtagung mit der Fachstelne Übergänge und Lebenssituationen im Erwerbsleben unter le für Suchtprävention und der Ärztekammer im Mai 2013 die
dem Aspekt der Gesundheitsförderung. Die Organisation der Anbindung des Themas „Sucht im Alter vorbeugen“ an die
Konferenz sowie Koordination weiterer Veranstaltungen und Gesundheitsziele angestoßen
Gremien sind Bestandteil der Geschäftsstellenfunktion der
Fachstelle. Die Ergebnisse werden nun gebündelt und in den Sämtliche Tätigkeitsbereiche werden durch öffentlichkeitswirksame Aktivitäten flankiert. Etwa vierteljährlich erscheint
Gesundheitszieleprozess eingebracht.
der Newsletter der Fachstelle „Gesundheitsförderung aktuDie Fachstelle verknüpft die Arbeit der Landesgesundheits- ell“, Gesundheitsforen der Landesgesundheitskonferenz
konferenz mit den Aktivitäten weiterer Akteure in Berlin und greifen aktuelle Themen der Gesundheitsförderung und -pofördert so den gesundheitspolitischen Dialog, etwa den Aus- litik auf und laden in der Urania die gesundheitspolitisch intausch zwischen der Landesebene und den Bezirken, dem teressierten Berlinerinnen und Berliner zum Austausch mit
Gesunde Städte-Netzwerk sowie mit weiteren Netzwerken, Politik und Verantwortungsträgern ein.
die sich im Rahmen der Gesundheitsziele engagieren, wie
etwa den demenzfreundlichen Initiativen.

11

Rike Hertwig
Projektleitung Fachstelle
für Prävention und
Gesundheitsförderung	
Fon: 030 – 44 31 90 82
hertwig@gesundheitbb.de

Gesunde Region Berlin-Brandenburg

Fachstelle Gesundheitsziele im Land Brandenburg
Projektlaufzeit: seit 2009
Finanzierung: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV)
Webseite: einzelne Projekte (siehe Text)
Ansprechpartner bei GesBB:
Holger Kilian, kilian@gesundheitbb.de
Die Fachstelle Gesundheitsziele im Land Brandenburg koordiniert in Abstimmung mit dem Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
(MUGV) die Brandenburger Gesundheitszieleprozesse auf
drei Gebieten (vgl. auch S. 5).  
Holger Kilian
Projektleitung Fachstelle
Gesundheitsziele
Fon: 030 – 44 31 90 68
Fon: 0331 – 88 76 20 20	
kilian@gesundheitbb.de

Sie unterstützt die Arbeitsgruppen der Bündnisse sowie die
Steuerungsgruppen der drei Zieleprozesse fachlich und organisatorisch. Darüber hinaus fördert sie Kooperation und
Vernetzung sowie den fachlichen Austausch im Rahmen von
Fachveranstaltungen und Workshops.

Jahresbericht 2013

Bündnis Gesund aufwachsen
Die Fachstelle begleitete 2013 die Arbeit von vier Arbeitsgruppen im Bündnis Gesund Aufwachsen zu den folgenden
Themen:
n	
Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung
n	
Frühe Hilfen und Pädiatrische Versorgung
n	
Unfall- und Gewaltprävention
n	
Seelische Gesundheit
sowie einzelne Unter-AGs. Gemeinsam mit den Mitgliedern
der Arbeitsgruppen sowie dem Steuerungskreis des Bündnisses wurden die Beschlussvorlagen für das 5. Plenum des
Bündnisses vorbereitet, das im April 2014 stattfindet. Zu den
vorbereitenden Arbeiten gehörte auch die Konzeption einer
Publikation „10 Jahre Bündnis Gesund Aufwachsen“, die zum
Plenum 2014 erscheint und u.a. Arbeitsinhalte und Ergebnisse der Arbeit vorstellt. Weitere Informationen finden sich auf
der Webseite des Bündnisses: www.buendnis-gesund-aufwachsen.de.

Bündnis Gesund Älter werden

12

Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Bündnisses Gesund Älter
werden stand 2013 das Thema „Bewegt und mobil älter werden“. Diese Schwerpunktsetzung wurde in der AG Gute Praxis entwickelt und von der Steuerungsgruppe konsentiert.
Im August startete die Sammlung guter Praxis zum Thema,
die mit Unterstützung der zahlreichen Bündnispartner durchgeführt wurde. In einem kriteriengestützten Auswahlprozess
bestimmte eine Fachjury insgesamt 12 Preisträger aus dem
ganzen Land Brandenburg, die im Rahmen einer Fachtagung
im Dezember durch Gesundheitsministerin Anita Tack ausgezeichnet wurden. Der Prozess ist mit der Veranstaltung
nicht abgeschlossen, sondern wird 2014 mit der Entwicklung
einer Ausstellung sowie der Organisation von Transfertagen
zur Verbreitung der Erfahrungen der – oft ehrenamtlich arbeitenden – Akteurinnen und Akteure fortgeführt. Alle Informationen zur Sammlung „Bewegt und mobil älter werden“
sowie der beiden Arbeitsgruppen des Bündnisses zu Mundgesundheit sowie zu Gesundheits- und Bewegungsförderung finden sich auf der ebenfalls 2013 aufgebauten Webseite des Bündnisses:www.bündnis-gesund-aelter-werden.de
Safe Region – Sicheres Brandenburg
Im Rahmen der Initiative „Safe Region – Sicheres Brandenburg“ führte die Fachstelle Gesundheitsziele im September
die Fachtagung „Gesund und gewaltfrei aufwachsen“ durch,
in deren Rahmen die Neuauflage des überarbeiteten gleichnamigen Handlungsleitfadens vorgestellt wurde. Die Veranstaltung war mit 200 Teilnehmenden sehr gut besucht. Zum
Jahresende veröffentlichte die Fachstelle die Publikation „Älter werden – aber sicher!“, die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern Informationen und Aktivitäten zur Unfallund Gewaltprävention bei älteren Menschen im Land vorstellt. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite
der Initiative: www.saferegion.brandenburg.de.

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit Berlin
Projektlaufzeit: seit 2003
Finanzierung: Senatsverwaltung für Gesundheit und
Soziales und die Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen
Krankenkassen und Krankenkassenverbände (pariätische
Förderung seit 2007) im Rahmen des Integrierten
Gesundheitsprogramms (IGP)
Webseite: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
berlin
Ansprechpartner bei GesBB: Andrea Möllmann-Bardak,
moellmann-bardak@gesundheitbb.de
Danielle Dobberstein, dobberstein@gesundheitbb.de
Stefan Bräunling, braeunling@gesundheitbb.de
Die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern unterstützen die Transparenz und
die Vernetzung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung auf Landesebene, sie tragen zur Weiterentwicklung von Qualität bei und stärken das Thema Gesundheitliche Chancengleichheit (vgl. S. 6).
Die Vernetzung und Unterstützung unterschiedlicher Ebenen
und Bereiche nimmt in der Arbeit der Koordinierungsstelle
eine zentrale Rolle ein. Die Arbeitsschwerpunkte der Koordinierungsstelle Berlin lagen wie in den Vorjahren auch in 2013
auf den Themen Gesundheitsförderung rund um die Geburt,
Gesundheitsförderung bei Langzeitarbeitslosen und Gesunde Soziale Stadt/Gesunde Bezirke.
Zur Verbesserung der Transparenz und Orientierung und zur
Weiterentwicklung von Qualität in der soziallagenbezogenen
Gesundheitsförderung organisiert die Koordinierungsstelle
für Fachkräfte Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und
zur Qualifizierung (sogenannte „Werkstätten guter Praxis“).
Sie beteiligt sich mit ihrer fachlichen Expertise an bereits bestehenden Netzwerken und unterstützt die Berliner Bezirke
mit Moderationen und Beiträgen z. B. im Rahmen von bezirklichen Gesundheitskonferenzen bzw. Fachtagungen. Über
die Akquise zusätzlicher Mittel koordiniert und begleitet die

Jahresbericht 2013

Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit
Berlin außerdem Projekte und Modellvorhaben in Berliner
Bezirken, wie z. B. „Gesund im Reuterkiez“ im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz Neukölln (2010-2014, vgl.	
S. 32), und „Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf –
Modellvorhaben Präventionskette“ (2010-2013) bzw. „Gesund durch’s Leben in Marzahn-Hellersdorf“ (2013-2014, vgl.
S. 22).

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg
Projektlaufzeit: seit 2004
Förderer: Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen und
Krankenkassenverbände im Land Brandenburg und das
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Webseite: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
brandenburg
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Ute Sadowski, sadowski@gesundheitbb.de
Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg ist landesweit aktiv mit dem Ziel, für die
Belange von Menschen in prekären Lebenssituationen zu
sensibilisieren und die Umsetzung von Konzepten der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung zu fördern. Zu den
Zielgruppen gehören Kinder und Jugendliche, Menschen in
Arbeitslosigkeit sowie ältere Menschen.
Da die Gesundheitsförderung bei Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen als Querschnittsaufgabe verschiedener
Fachbereiche betrachtet wird, engagiert sich die Koordinierungsstelle insbesondere für ressortübergreifende Vernetzungsprozesse. Diese erfolgen vor dem Hintergrund der
strukturellen Rahmenbedingungen in Brandenburg und stellen insofern eine besondere Herausforderung dar, weil die
lokalen Strukturen der Jugend-, Familien-, Arbeits-, Sozialund Stadtteilarbeit zum Teil nur schwach entwickelt sind.
Somit müssen mögliche Formen der ressortübergreifenden
Zusammenarbeit zwischen potenziellen Partnern der Gesundheitsförderung neu gedacht und entwickelt werden.
Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg versteht sich als Kontakt- und Koordinierungsstelle für interessierte Kommunen und Institutionen.
Sie richtet Fachveranstaltungen, Experten-Workshops und
Vernetzungstreffen aus, leistet Öffentlichkeitsarbeit und initiiert Modellvorhaben. Im Rahmen ihrer Aktivitäten werden
fortlaufend Beispiele guter Praxis sichtbar gemacht. Diese
bieten eine Grundlage für die Diskussion darüber, wie die
Gesundheit von Menschen in prekären Lebenslagen vor dem
Hintergrund struktureller Voraussetzungen in Brandenburg
gefördert werden kann. Seit 2012 lenkt die Koordinierungsstelle ihre Aktivitäten verstärkt auf den Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“.

Gesunde Region Berlin-Brandenburg

Netzwerk Frauengesundheit Berlin
Projektlaufzeit: seit 2010
Finanzierung: Fraueninfrastrukturstelle
Webseite: www.frauengesundheit-berlin.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Rita Godin, godin@frauengesundheit-berlin.de
Dem Netzwerk Frauengesundheit Berlin geht es vor allem
um die Weiterentwicklung und Realisierung einer geschlechtsspezifischen Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung unter Berücksichtigung verschiedenster Arbeits- und Lebensbedingungen. Das sind soziale und kulturelle Prägungen, sexuelle Identitäten sowie unterschiedliche
Formen von Beeinträchtigungen. Das in der Netzwerkarbeit
im Mittelpunkt stehende Ziel ist es, auf drängende Probleme
im Bereich Frauengesundheit in Berlin aufmerksam zu machen. Im Jahr 2013 gab es verschiedene Schwerpunkte, wovon hier einige wenige aufgezeigt werden sollen:
1. Der Dialog mit der Politik wurde fortgesetzt, wobei die einzelnen Arbeitsgruppen den Kontakt zur Politik herstellten,
wie z.B. zu der Staatssekretärin für Gesundheit Frau Demirbüken-Wegner. Viele Netzwerkgruppen konnten und können
sich noch heute auf das fachpolitische Gespräch beziehen.
2. Die Teilnahme am Kongress Armut und Gesundheit ermöglicht es dem Netzwerk zum einem Podiumsdiskussionen
zu veranstalten, als auch auf dem „Markt der Möglichkeiten“
Präsenz zu zeigen und kann somit die Thematik Frauengesundheit auf unterschiedlichen Ebenen einbringen.

13

3. Am 21. September fand eine
Kundgebung für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung aller Menschen statt, die das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung durchführte. Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin ist Bündnismitglied
und war mit vielen Organisationen
an der Kundgebung beteiligt.
4. Die Broschüre „Berlin – Gesunde
Stadt für Frauen“ wurde neu aufgelegt.

Rita von Godin
Geschäfts­stellenleitung des
Netzwerkes 	
Frauengesundheit
Fon: 030 – 44 31 90 95
godin@gesundheitbb.de

Qualitätsentwicklung

Jahresbericht 2013

Qualitätsentwicklung
Die Unterstützung der Qualitätsentwicklung im Feld der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention ist ein
zentraler und bereichsübergreifender Themenschwerpunkt in der Arbeit von Gesundheit Berlin-Brandenburg. Hier sind insbesondere der Good Practice-Ansatz des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit und seine Webseite
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de hervorzuheben. Im Berichtszeitraum wurde außerdem die interaktive Austauschplattform www.inforo-online.de gelauncht. Entstanden aus der Kooperation zwischen der Bundesinitiative Frühe Hilfen und
dem kommunalen Partnerprozess, soll sie zwischen beiden Synergien schaffen.
Auch in den Arbeitskreisen des Vereins werden Fragen der Qualitätsentwicklung intensiv diskutiert. Deutlichen Ausdruck
findet die Thematik zudem auf dem jährlichen Kongress Armut und Gesundheit, wo neben den Arbeitskreisen des Vereins
bundesweit Expertinnen und Experten neue Forschungsergebnisse, Praxisprojekte oder Handlungsstrategien vorstellen.

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013
Veranstaltung

Datum/Ort

18. Kongress Armut und Gesundheit „Brüc- 06.-07.03. 2013
ken bauen zwischen Wissen und Handeln Berlin
– Strategien der Gesundheitsförderung“

14

Projekt

In Kooperation mit

Link

Gesundheit
Berlin-Brandenburg

TU Berlin, DGPH und zahlreiche Partner

www.armut-und-gesundheit.de

Carola Gold-Preis

06.03. 2013
Berlin

Gesundheit
Berlin-Brandenburg und
Kooperationsverbund Gesundheitliche
Chancengleichheit

www.armut-und-gesundheit.de/
AWO Bundesverband, BKK
Preisverleihungen.1304.0.html
Bun­desverband, HAG, LAGS,
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schles­­­wigHolstein, AGETHUR

BKK-Preis Gute Praxis

06.03. 2013
Berlin

Gesundheit
Berlin-Brandenburg

BKK Bundesverband

„Gesund Aufwachsen in Berlin – Partizipative Qualitätsentwicklung als Methode
gelingender integrierter kommunaler
Strategien“

26.09. 2013
Berlin

KGC Berlin/
Fachstelle
Berlin

Techniker Krankenkasse

11. Kooperationstreffen Gesundheitliche
Chancengleichheit „Zusammenarbeit im
Verbund“

07.11. 2013
Berlin

Kooperationsverbund Gesundheitliche
Chancengleichheit

„Gesund Aufwachsen in Berlin – Partizipative Qualitätsentwicklung als Methode
gelingender integrierter kommunaler
Strategien“

08.11. 2013
Berlin

KGC Berlin/
Fachstelle
Berlin

Kongress Armut und Gesundheit 2013
„Brücken bauen zwischen Wissen und Handeln –
Strategien der Gesundheitsförderung“

Julia Waldhauer
Projektkoordination
Kongress Armut und
Gesundheit
Fon: 030 – 44 31 90 97
waldhauer@
gesundheitbb.de

www.armut-und-gesundheit.de/
Preisverleihungen.1304.0.html

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/kooperationsverbund/
kooperationstreffen

Techniker Krankenkasse

Projektlaufzeit: 1.5.2012 bis 30.5.2013
Finanzierung: Bundes- und Landesmittel, Krankenkassen,
Wohlfahrtsverbände, Stiftungen und weitere Partner
Webseite: www.armut-und-gesundheit.de
Ansprechpartnerinnen bei GesBB:
Maren Janella, janella@gesundheitbb.de
Julia Waldhauer, waldhauer@gesundheitbb.de

durch soziallagenbezogene Gesundheitsförderung und
Prävention auf. Der Kongress Armut und Gesundheit ist mitt­
lerweile die größte, regelmäßig stattfindende Public HealthVeranstaltung in Deutschland. Traditionell ist die Veranstaltung eine Gemeinschaftsinitiative vieler Partner. Die Umsetzung und Organisation erfolgt durch Gesundheit BerlinBrandenburg e.V. Mit dem Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) hatte der Kongress im Jahr 2013 bereits zum
zweiten Mal einen starken Kooperationspartner an der Technischen Universität Berlin.

Einmal im Jahr betont der Kongress Armut und Gesundheit
sowohl die Aktualität als auch die Brisanz gesundheitlicher
sowie sozialer Ungleichheiten. Kontinuierlich rufen die Teilnehmenden der zweitägigen Veranstaltung zu weiteren
Anstrengungen für mehr gesundheitliche Chancengleichheit

Unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers
Daniel Bahr und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin
Klaus Wowereit fand am 6. und 7. März 2013 der 18. Kongress
Armut und Gesundheit zum zweiten Mal in den Räumlichkeiten der Technischen Universität (TU) Berlin statt.

Jahresbericht 2013

Das Motto: „Brücken bauen zwischen Wissen und Handeln
– Strategien der Gesundheitsförderung“ bestimmte für die
Diskussionen drei wesentliche Leitfragen:
n	
Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse über Fachkreise hinaus in der Praxis verbreitet und verstetigt werden?
n	
Welche Bedarfe würde die Praxis an die Wissenschaft formulieren?
Inwiefern kann der Transfer erfolgreicher Public Healthn	
Konzepte an die Politik gelingen?
Diese und weitere wichtige Themen konnten in insgesamt 83
Fachforen, Workshops, Podiumsdiskussionen sowie Posterpräsentationen besprochen werden.

In der Eröffnungsveranstaltung forderte Ansgar Gerhardus,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public
Health, eine auf die Handlungsbedarfe abzielende, nicht-gewinnorientierte, komplementäre und vertrauenswürdige
Wissenschaft. Denn bisher orientiere sich die Auswahl von
Forschungsthemen (noch) zu wenig an einem systematisch
definierten Wissensbedarf.
Der Kongress ist trotz oder gerade wegen seiner jahrelangen
Erfahrungen stets offen für neue Ideen und Formate. In 2013
bspw. wurde der bislang an der Universität Bielefeld stattfindende Tagungszyklus Health Inequalituies erstmals in das
Programm von Armut und Gesundheit integriert. Die u.a.
häufig auf Projekt und Praxis abzielenden Darstellungen auf
dem Kongress konnten dadurch neue und wichtige wissenschaftsnahe Ergänzungen erfahren. Ebenso erfolgreich und
spannend erwies sich die Einbindung der Fachgesellschaften
für Public Health und für Medizinische Soziologie sowie die
Weiterentwicklung der Partnerschaft mit dem Jahrbuch für
Kritische Medizin.

Qualitätsentwicklung

Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung innerhalb
des Kooperationsverbundes
Gesundheitliche Chancengleichheit
Finanzierung: Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung
Webseite: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
Ansprechpartner bei GesBB:
Holger Kilian, kilian@gesundheitbb.de
Praxisdatenbank „Gesundheitliche Chancengleichheit“
Herzstück der Plattform www.gesundheitliche-chancengleichheit.de ist die online recherchierbare bundesweite Praxisdatenbank mit fast 2.000 gesundheitsfördernden Angeboten.
Die Einträge werden kontinuierlich überprüft und sind neben
bewährten Kategorien auch für die Leitthemen „Kinder und
Jugendliche“, „Ältere Menschen“, „Arbeitslose“ und „Stadtteil/Quartier“ recherchierbar.
Um die eingestellten Angebote und Projekte bei der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen, können beispielsweise neben Bildern und PDF-Dateien auch Videos des Angebotes
einzustellen. Mit dem Datenbankeintrag bekommen die Projekte zudem einen einprägsamen Link, den sie für ihre Kommunikation nutzen können. Darüber hinaus verfügt die Praxisdatenbank ebenfalls über ein blogähnliches Artikelsystem, mit dem die Datenbankprojekte über Entwicklungen
und konkrete Ergebnisse aus ihrer Praxis berichten können.
Good Practice-Ansatz
Der Good Practice-Ansatz des Kooperationsverbundes wurde als eine niedrigschwellige Methode der Qualitätsentwicklung konzipiert und orientiert sich an zwölf Qualitätskriterien, nach denen in einem fachlichen Begutachtungsverfahren
des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erfolgreiche Beispiele der soziallagenbezogenen
Gesundheitsförderung ausgewählt und empfohlen werden.
Die ausgewählten Projekte werden auf der Internetplattform
ausführlich vorgestellt und sind u.a. Grundlage der im Rahmen des kommunalen Partnerprozesses „Gesund aufwachsen für alle!“ entwickelten Handlungsempfehlungen.
Der Prozess einer „Operationalisierung“ der Good PracticeKriterien wurde 2013 fortgeführt und soll im Folgejahr seinen
Abschluss finden. Im Rahmen der Operationalisierung wer-

In der Abschlussveranstaltung wurden Herausforderungen
für die Bundespolitik für mehr Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der
Parteien diskutiert. Zu Beginn der Abschlussveranstaltung
nutzten sogenannte Publikumsanwälte die Gelegenheit, den
Bundespolitikerinnen und -politikern ihre Gedanken zum damaligen Entwurf des Präventionsgesetzes zu überbringen.
Diese zielten überwiegend auf fehlende Strukturentwicklung
und mangelnde politische Rückendeckung ab.
Seit Dezember 2012 informiert zudem die neu aufgelegte
Kongresswebseite unter www.armut-und-gesundheit.de die
interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Entwicklungen zum
Kongress und unterstützt die Ergebnissicherung und Publizität des Kongresses.  In 2013 wurde auch das Kongressarchiv online zur Verfügung gestellt. Seither ist die Nutzung
der insgesamt ca. 2.000 Beiträge wesentlich anwenderfreund­
licher gestaltet.

Abb.: Übersicht der 12 Good Practice-Kriterien

15

Qualitätsentwicklung

den	„Steckbriefe“	für	die	Good	Practice-Kriterien	erstellt,	die	
einheitlich	für	jedes	Kriterium	eine	kurze	Definition,	mögliche	 Entwicklungsstufen	 für	 die	 praktische	 Umsetzung	 des	
Kriteriums	 sowie	 weiterführende	 Informationsquellen	 vorstellt.	Die	Steckbriefe	sollen	die	anspruchsvollen	und	oft	abstrakt	klingenden	Kriterien	wie	„Empowerment“	oder	„Partizipation“	für	die	Praxis	griffiger	machen	und	Anregungen	für	
die	Einschätzung	und	Weiterentwicklung	bieten.

Niels Löchel
Projektleitung	
inforo	online
Fon:	030	–	44	31	90	70
loechel@gesundheitbb.de

16

Toolbox
Die	 Arbeitshilfen	 „Aktiv	 werden	 für	 Gesundheit“	 bestehen	
aus	einem	Ordner,	in	dem	„Werkzeuge“	zur	Planung,	Umsetzung	 und	 Bewertung	 von	 Maßnahmen	 zur	 Gesundheitsförderung	und	Prävention	im	Quartier	in	sieben	Fachheften	zusammengestellt	sind.	Mit	den	Arbeitshilfen	wird	die	Projektentwicklung	vor	Ort	ganz	praktisch	unterstützt.	Nutzerinnen	
und	Nutzer	dieser	zumeist	„Toolbox“	genannten	Ordner	sind	
Praktikerinnen	 und	 Praktiker	 der	 Prävention	 und	 Gesundheitsförderung	oder	der	Stadtentwicklung,	auch	solche,	die	
sich	erst	neu	in	diese	Themen	einarbeiten.	Bereits	seit	2008	
werden	die	Hefte	vom	bundesweiten	Kooperationsverbund	
Gesundheitliche	 Chancengleichheit	 kontinuierlich	 weiter	
entwickelt	und	in	2012	zuletzt	vollständig	aktualisiert.
Die	Arbeitshilfen	orientieren	sich	in	ihrer	Gliederung	an	dem	
„Action	Cycle“	der	Projektentwicklung:	Bedarfsbestimmung,	
Planung,	 Durchführung	 und	 Überprüfung.	 Hinzu	 kommen	
noch	das	Oberthema	Zusammenarbeit	sowie	ausführlichere	
Darstellungen	zu	Aktivitäten	im	Quartier	mit	verschiedenen	
Zielgruppen,	etwa	Kindern	oder	Älteren.
Die	 Bundeszentrale	 für	 gesundheitliche	 Aufklärung	 (BZgA)	
verschickt	bundesweit	kostenlos	den	gesamten	Ordner	oder	
einzelne	Hefte,	auf	Wunsch	auch	in	hoher	Auflage.	Die	Zahl	
der	Anfragen	sowie	die	Rückmeldungen	der	Leserschaft	bestätigen,	dass	das	Material	der	Arbeitshilfen	nach	wie	vor	die	
gefragteste	 Publikation	 des	 Kooperationsverbundes	 darstellt.	Die	Nutzerinnen	und	Nutzer	schätzen	die	zahlreichen	
Beispiele	 und	 Checklisten,	 die	 dazu	 motivieren,	 die	 dargestellten	Inhalte	gleich	in	die	eigene	Projektarbeit	zu	integrieren.
Bestellungen	der	Arbeitshilfen	richten	Sie	bitte	an	
arbeitshilfen@gesundheitliche-chancengleichheit.de.

Jahresbericht	2013

Online-Plattform inforo online
Projektlaufzeit:	seit	2012
Finanzierung:	Nationales	Zentrum	Frühe	Hilfen/Bundeszentrale	für	gesundheitliche	Aufklärung
Webseite:	www.inforo-online.de
Ansprechpartner bei GesBB:	
Niels	Löchel,	loechel@gesundheitbb.de	
inforo	online	ist	eine	Kooperation	zwischen	der	Bundesinitiative	 Frühe	 Hilfen	 und	 dem	 Partnerprozess	 „Gesund	 aufwachsen	für	alle!“.	Mit	einem	gemeinsamen	Online-Angebot	
wurde	 eine	 interaktive	 Austauschplattform	 für	 Kommunen	
aufgebaut,	 die	 es	 ermöglicht,	 Erfahrungen	 aus	 der	 Praxis,	
Arbeitsmaterialien	 aber	 auch	 fachliche	 Perspektiven	 online	
auszutauschen.	Die	Plattform	ging	nach	vorheriger	Testphase	am	27.	Mai	online	und	wurde	im	Laufe	des	Jahres	fortwährend	weiterentwickelt	und	optimiert.
Basis	aller	Entwicklungen	sind	die	Bedarfe	der	Kommunen.	
Über	 Workshops,	 Interviews	 und	 den	 laufenden	 Austausch	
wurden	Wünsche	und	Anforderungen	der	kommunalen	Nutzerinnen	und	Nutzer	einbezogen.	Besonders	zentral	sind	Elemente,	die	eine	Netzwerkarbeit	vor	Ort	praktisch	erleichtern	
können.	
Aus	den	Ideen	der	Kommunen	sind	viele	nützliche	Funktionen	entstanden.	Mit	der	Werkzeugkiste	werden	bereits	entwickelte	 kommunale	 Arbeitsmaterialien,	 wie	 Kooperationserklärungen,	Checklisten,	usw.	für	die	eigene	Arbeit	vor	Ort	
genutzt	und	weiterentwickelt.	In	geschützten	Bereichen	werden	Termine	koordiniert,	Beiträge	und	Dokumente	hinterlegt	
und	 intern	 diskutiert.	 Auch	 ein	 breiter	 Fachaustausch	 über	
das	gesamte	Portal	hinweg	ist	mit	den	über	1.500	Nutzerinnen	und	Nutzern	in	den	Online-Diskussionen	gestartet.
Als	einen	weiteren	Schwerpunkt,	auch	für	das	Jahr	2014,	hat	
sich	 die	 Sicherstellung	 der	 Nutzerfreundlichkeit	 ergeben.	
Trotz	der	Fülle	an	Informationen	und	Funktionen	soll	das	Portal	leicht	zu	bedienen	sein	und	wenig	Einarbeitungszeit	benötigen.
Einen	 Einblick	 in	 die	 Vorteile	 der	 Nutzung	 des	 Portals	 gibt		
das	2013	entwickelte	Argumentationspapier.	
Gesundheit	Berlin-Brandenburg	koordiniert	als	Servicestelle	
diese	Aktivitäten	und	betreut	das	gesamte	Angebot.	Besonderer	Schwerpunkt	ist	der	enge	Kontakt	mit	den	teilnehmenden	Kommunen.	Das	Team	der	Servicestelle	unterstützt	die	
Nutzerinnen	 und	 Nutzer	 bei	 auftretenden	 Fragen	 oder	
Schwierigkeiten,	hilft	beim	Einstieg	in	die	vielfältigen	Funktionen	und	bietet	einen	Redaktionsservice,	um	die	Nutzung	
für	die	kommunalen	Akteurinnen	und	Akteure	zu	erleichtern.

Abb. Screenshot der Webseite www.inforo-online.de; Kommunenprofil

Jahresbericht 2013

BKK-Sonderpreis „Gute Praxis“ 2013
Projektlaufzeit: seit 2006
Finanzierung: BKK Bundesverband
Webseite: www.armut-und-gesundheit.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Marion Amler, amler@gesundheitbb.de
Im Rahmen des 18. Kongresses Armut und Gesundheit verlieh der BKK Bundesverband den Sonderpreis „Gute Praxis“
an „KinderStärken e.V.“. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.
Bewerben konnten sich bundesweit Institutionen und Organisationen, die sich für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Aus insgesamt 56 Bewerbungen wurde der Verein „KinderStärken e.V.“ ausgewählt.
Der Name des Vereins ist Programm: „KinderStärken e.V.“
initiiert in Sachsen-Anhalt ermutigende Projekte für Kinder
und Jugendliche. Der Verein zielt auf die Verbesserung der
Lebensbedingungen und die Stärkung der Kompetenzen von
Kindern, Jugendlichen und deren Familien, insbesondere in
sozial belastenden Lebensumständen. Die Projekte des Vereins zeichnen sich in besonderer Weise dadurch aus, dass
sie auf der Grundlage neuester kindheitswissenschaftlicher
Erkenntnisse entwickelt werden. Die Kinder werden von Anfang an in die Planung und Durchführung einbezogen.
Der BKK Bundesverband vergab zum siebenten Mal den
BKK-Preis „Gute Praxis“, 2013 als Sonderpreis zum erstmals
vergebenen Carola Gold-Preis.

Qualitätsentwicklung

Carola Gold-Preis 2013
Projektlaufzeit: seit 2013
Finanzierung: Gesundheit Berlin-Brandenburg,
Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit
Webseite: www.armut-und-gesundheit.de
Ansprechperson bei GesBB:
Marion Amler, amler@gesundheitbb.de
Erstmals wurde im Rahmen des 18. Kongresses Armut und
Gesundheit der Carola Gold-Preis verliehen. Für diesen Preis
wurden insgesamt 34 Personen nominiert, die sich in besonderer Weise für gesundheitliche Chancengleichheit und die
Qualitätsentwicklung in der kommunalen Gesundheitsförderung einsetzen. Im Berichtszeitraum wurden Eva Göttlein
und Heinz Hilgers für ihr herausragendes Engagement im Bereich der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung ausgezeichnet.
Der Carola Gold-Preis wurde gemeinsam vom Vorstand von
Gesundheit Berlin-Brandenburg und dem Steuerungskreis
des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit ins Leben gerufen. Carola Gold war die langjährige
Geschäftsführerin von Gesundheit Berlin-Brandenburg und
Leiterin der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. Sie setzte sich maßgeblich
für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von
Menschen in schwieriger sozialer Lage ein. Der Carola GoldPreis soll das Anliegen des Kooperationsverbundes, gesundheitliche Chancengleichheit insbesondere auf kommunaler
Ebene zu stärken, verdeutlichen und öffentliche Aufmerksamkeit dafür herstellen.

Abb. Preisverleihungen im Rahmen des 18. Kongresses Armut und Gesundheit

17

Gesundes Aufwachsen

Jahresbericht 2013

Gesundes Aufwachsen
Die Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen bildete auch in 2013 einen wesentlichen inhaltlichen Schwerpunkt
der Arbeit von Gesundheit Berlin-Brandenburg. Im Rahmen des bundesweiten Partnerprozesses „Gesund aufwachsen für
alle!“ wird der Austausch zwischen Kommunen ermöglicht, die sich auf den Weg gemacht haben, lebenslaufbegleitende
Präventionsketten zur Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen zu etablieren.
Gesundheit Berlin-Brandenburg fördert als Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung außerdem die Vernetzung verschiedenster relevanter Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen des Gesundheitswesens, der Verwaltung, wissenschaftlichen Institutionen sowie aus dem politischen Bereich. Der AK Kind und Familie, der AK Bewegung und Ernährung sowie
verschiedene Fachveranstaltungen bieten Foren zum gegenseitigen Austausch und zur Weiterentwicklung wirksamer Strategien zur Gesundheitsförderung, auch im Rahmen der Gesundheitszieleprozesse.

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013

18

Veranstaltung

Datum/Ort

Projekt

In Kooperation mit

Good Practice-Werkstatt Rund um die
Geburt

30.01. 2013
Berlin

KGC Berlin

Bezirksamt Treptow-Köpenick www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin/werkstattvon Berlin, Alexianer
rund-um-die-geburt/
Krankenhaus Hedwigshöhe

4. Kitatransfertag
„Zugang zu Sprache schaffen“

18.02.2013 und
04.03. 2013
Berlin

Gesundheit Berlin- Bezirksamt Marzahn-HellersBrandenburg
dorf von Berlin

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/4.-transfertagzugang-zu-sprache-schaffen

Satellitenveranstaltung „Ein gesundes 05.03. 2013
Aufwachsen für alle Kinder und JuBerlin
gendlichen ermöglichen – Strategien
kommunaler Gesundheitsförderung“

Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/satellit-armut-gesundheit/dokumentation2013

Werkstatt Bewegung für MarzahnHellersdorf

09.04. 2013
Berlin

Modellvorhaben
Präventionskette

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin

Fachtagung „Zugänge, Wertschätzung, 12.04. 2013
Beteiligung. Stärkung von GesundBerlin
heits- und Lebenskompetenzen bei
Jugendlichen in Marzahn-Hellersdorf“

Modellvorhaben
Präventionskette

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin/zugaengewertschaetzung-beteiligung/

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Alice Salomon Hochschule, Vertreterinnen aus
Marzahn-Hellersdorfer Kitas

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin/gesund-aufwachsen-in-marzahn-hellersdorf/
aufbau-gelingender-erziehungspartnerschaften

Kitafachtagung „Aufbau gelingender
Erziehungspartnerschaften“

29. 04. 2013
Berlin

Modellvorhaben
Präventionskette

Experten-Workshop (Thema: Erziehungspartnerschaften)

03.05. 2013
Potsdam

Netzwerk Gesunde Kita

3. Neuköllner Präventionskonferenz

29.08. 2013
Berlin

KGC Berlin

Bezirksamt Neukölln, Abt.
Jugend und Gesundheit

Fachtagung „Gesund und gewaltfrei
aufwachsen“

05.09. 2013
Potsdam

Fachstelle Gesundheitsziele
Brandenburg

Ministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Fachtagung „Bewegung stärkt und
macht Freude!“

26.09.2013
Potsdam

Gesundheit Berlin- Akademie 2. Lebenshälfte,
Bündnis Gesund älter werden,
Brandenburg
Ministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz

Link

www.buendnis-gesund-aufwachsen.de/hauptbereich/veranstaltungen.html

Jahresbericht 2013

Veranstaltung

Gesundes Aufwachsen

Projekt

In Kooperation mit

Link

Fachtagung „Auf die Übergänge
17.10. 2013
kommt es an! – Aufbau von PrävenBerlin
tionsketten für ein gesundes Aufwachsen in Berlin“

Datum/Ort

KGC Berlin/
Fachstelle Berlin

Landeskoordinierungs- und
Servicestelle Frühe Hilfen,
Bezirksamt Charlotten-burgWilmersdorf

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin/fachtagungauf-die-uebergaenge-kommt-es-an

Fachtagung „Bewegung, Spiel und
Spaß in der Kita“

24. 10. 2013 	
Potsdam

Netzwerk Gesunde Brandenburgische SportjuKita in Zuständig- gend
keit des Ministeriums für Arbeit,
Soziales, Frauen
und Familie

Fachtagung „Gesund aufwachsen in
Marzahn-Hellersdorf“

25.10. 2013
Berlin

Gesundheit Berlin- Gesundheitswirtschaft
Brandenburg
Marzahn-Hellersdorf, Bezirks­
amt Marzahn-Hellersdorf von
Berlin

5. Kitatransfertag „Sprache im Alltag
fördern“

30.10. und 	
06.11. 2013 	
Berlin

Modellvorhaben
Präventionskette

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin

Partnerkonferenz „Wachsen, ohne zu
stolpern – Jugendliche und ihre Stadt
der Zukunft“

21.11. 2013 	
Eberswalde

KGC Brandenburg

Stadt Eberswalde und Stadt
Potsdam sowie landesweite
Arbeitsgruppe Gesunde und
Soziale Stadt

Aktivitäten der Arbeitskreise
Arbeitskreis Kind und Familie
AK-Sprecher: Prof. Dr. Raimund Geene
(Hochschule Magdeburg-Stendal)
Stellvertretende AK-Sprecherin:
Ulrike von Haldenwang (GesBB)
Webseite: www.gesundheitbb.de/
Kind-und-Familie.1354.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Andrea Möllmann-Bardak, 	
moellmann-bardak@gesundheitbb.de
Auf der ersten Sitzung im Januar 2013 ging es um Interven­
tionen bei exzessiv schreienden Babys. Immerhin ist fast jedes fünfte Neugeborene ein sogenanntes „Schreibaby“. Beratungsstellen und Ambulanzen helfen Eltern und Babys,
damit sich die Probleme nicht in einer Eskalationsspirale immer weiter steigern. Ein Health Technology Assessment
(HTA)-Report des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) belegt, dass solche
Unterstützung wirksam ist. Dennoch: Die Studienlage zu solchen Interventionen ist unzureichend, denn es fehlen bislang
belastbare Daten für die Arbeit der SchreiBabyAmbulanzen.
Ein Thema, das den Arbeitskreis auch in diesem Jahr begleitet hat, war die Umsetzung der unterschiedlichen Konzepte
„Frühe Hilfen“ in den Bezirken und in der überbezirklichen
Koordinierung. Dazu gab es einen interessanten Input zur
Rahmenkonzeption „Frühe Hilfen“ des Landes Berlin durch
Detlef Kolbow, Beauftragter für gesundheitlichen Kinderschutz der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales,
und von Vertreterinnen aus den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Marzahn-Hellersdorf. Dabei wurde deutlich, dass immer wieder ein hoher Gesprächsbedarf zwischen
Verwaltung und Praxis sowie zwischen Senat und Bezirken
besteht.

Im September präsentierte Frau Klapp das Projekt „Babylotsen“ der Charité. Es hat das Ziel, (werdenden) Eltern möglichst frühzeitig eine passgenaue, professionelle Unterstützung zu vermitteln. Die Vielfalt der hier entwickelten Unterstützungsangebote wurde im Arbeitskreis ausführlich diskutiert und breit gewürdigt. Es ist zu wünschen, dass das Projekt auch über die Modellphase hinaus verstetigt werden
kann, und die hier gewonnenen Erfahrungen langfristig den
Standard aller Geburtskliniken und -häuser verbessern.
Auf der letzten Sitzung 2013 stellte Claudia Brückner den Indikatorenkatalog „Psychosoziale Belastungen und Risiken
in der Schwangerschaft“ vor. Der Indikatorenkatalog wurde
im Rahmen der Arbeitsgruppe „Primärprävention und Kinderschutz in der Schwangerenberatung“ entwickelt, wendet
sich an Fachkräfte und soll dazu dienen , Belastungsmomente in der Schwangerschaft, die zu einer Kindeswohlgefährdung führen können, frühzeitig zu erkennen.
Anschließend präsentierten Claudia Höppner und Raimund
Geene als Mitherausgeber das Buch „Kinder stark machen:
Ressourcen, Resilienz, Respekt – Ein multidisziplinäres Arbeitsbuch zur Kindergesundheit“. Im Mittelpunkt des Buches steht die Ressourcenorientierung. Das Buch kann kostenlos als PDF über www.kinderstaerken-ev.de/materialien.
php heruntergeladen werden.
Im Rahmen des Kongresses Armut und Gesundheit 2013 widmeten sich sieben Workshops dem Themenbereich „Gesundheit und Frühe Hilfen“. Unter den Referierenden waren
einige AK-Mitglieder. In die Vorbereitung und Durchführung
des Themenstrangs war der Arbeitskreis intensiv eingebunden.

19

Gesundes Aufwachsen

Arbeitskreis Ernährung und Bewegung
AK-Sprecherinnen: Kerstin Moncorps und Karen Saß
Webseite: www.gesundheitbb.de/Bewegung-undErnaehrung.1352.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Henrieke Franzen, franzen@gesundheitbb.de
Der Arbeitskreis Bewegung und Ernährung beschäftigt sich
primär mit dem Thema Übergewicht im Kindes- und Jugendalter in Berlin.  Hauptanliegen ist die Prävention von Adipositas und den damit verbundenen Auswirkungen. Hierzu wird
ein flächendeckendes System von Bewegungs- und Ernährungsangeboten für übergewichtige Kinder, Jugendliche und
deren Eltern durch den Webseitenauftritt www.uebergewichtberlin.de bekannt gemacht und werden betroffene Familien
mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vernetzt.
Im Arbeitskreis selbst prägen Statements der jeweiligen
Fachgesellschaften, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie aktuelle Entwicklungen und Angebote den Fachaustausch. Thematische Schwerpunkte sind
die gesundheitlichen und sozialen Folgen von Übergewicht
und Adipositas sowie Bedingungen, die ein gesundes Aufwachsen fördern. Dabei werden die Arbeitskreistreffen einerseits für den fachlichen Austausch, insbesondere über
die Wirksamkeit von Maßnahmen, andererseits für die Vorstellung konkreter Projekte genutzt.

20

Auf den insgesamt vier in 2013 durchgeführten Arbeitskreistreffen wurden verschiedene Initiativen vorgestellt:
die Magdeburger Eltern-AG, welche im Rahmen des Mon	
dellvorhabens „Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf“ durchgeführt wird
n	
das bundesweite Netzwerk des Studios für Ernährungsberatung mit seinen Berliner und Brandenburger Standorten: vorgestellt wurde ihre Arbeitsweise und das Beratungskonzept zur Ernährungsberatung nach der Baukastenmethode
die bundesweiten Zentren für Bewegungsförderung und
n	
hier insbesondere das Berliner Zentrum mit seinen Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten
n	
das Projekt „Beweg dich, Schule!“, welches bundesweit
im Rahmen einer Pilotphase durchgeführt wird.
Außerdem stellten Mitglieder des Arbeitskreises Entwicklungen und Aktivitäten ihrer Einrichtungen vor.
Auf dem Kongress Armut und Gesundheit 2013 waren Mitglieder des Arbeitskreises neben der Gestaltung eines Workshops zum Thema „Ernährung und Verpflegung in der Kita“
auch an dem Fachforum „Bewegung und Körpergewicht bei
Kindern“ in Form der Organisation und Moderation beteiligt.

Jahresbericht 2013

Arbeitskreis Prävention von Kinderunfällen
(derzeit ruhend)
Arbeitskreissprecherin: Dr. Gudrun Borchardt, Techniker
Krankenkasse, Landesvertretung Berlin-Brandenburg
Webseite: www.gesundheitbb.de/Derzeit-ruhendeArbeitskreise.1396.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Rita König, koenig@gesundheitbb.de
Zielstellung des Arbeitskreises ist es, den gesellschaftlichen
Stellenwert der Prävention von Kinderunfällen zu erhöhen
und den weiteren Ausbau einer ressortübergreifenden, vernetzten und intensivierten Präventionsarbeit anzustoßen.
Arbeitsschwerpunkte des Arbeitskreises sind die Sensibilisierung von Multiplikatoren und Schlüsselpersonen für diese Thematik sowie Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit.
Eine besondere Rolle nimmt dabei die Darstellung von positiven Beispielen und die Zusammenführung von potenziellen
Kooperationspartnern zur Prävention ein.
Derzeit ruht der Arbeitskreis im Sinne von regelmäßigen
Treffen und Aktivitäten in Berlin. Wegen der Relevanz der
Thematik nicht nur für Berlin organisiert der Arbeitskreis
jährlich ein Fachforum auf dem Kongress Armut und Gesundheit und bezieht in dieses Fachforum die bundesweite Expertise insbesondere über die Referierenden ein.
2013 lag der diesbezügliche Schwerpunkt des Fachforums in
Anlehnung an das Motto des Kongresses: „Brücken bauen
zwischen Wissen und Handeln – Strategien der Gesundheitsförderung“ bei Unterstützungsangeboten hinsichtlich der
Früherkennung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.
Hierzu organisierte der Arbeitskreis ein Fachforum, in dem
die folgende Fragestellung bearbeitet wurde: „Präventionsleitfäden zur Früherkennung von Gewalt gegen Kinder und
Jugendliche – Unterstützung nur für die ärztliche Praxis?“
Die Leitfäden der Bundesländer zur Früherkennung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche wurden systematisch
miteinander verglichen und der aktuelle Brandenburger Leitfaden vorgestellt. Außerdem diskutierten die Teilnehmenden Schnittstellen und Grauzonen zwischen Gewalt, Vernachlässigung und Unfällen.

Jahresbericht	2013

Aktivitäten der Geschäftsstelle
Kommunaler Partnerprozess
„Gesund aufwachsen für alle!“
Projektlaufzeit:	seit	2011
Finanzierung:	Bundeszentrale	für	gesundheitliche	
Aufklärung	(BZgA)	
Webseite:	www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
partnerprozess;	www.inforo-online.de/partnerprozess	
Ansprechpartner bei GesBB:	
Stefan	Bräunling,	braeunling@gesundheitbb.de	
Kommunen	 bei	 der	 Umsetzung	 integrierter	 kommunaler	
Strategien	für	ein	gesundes	Aufwachsen	zu	unterstützen,	ist	
zugleich	Motto	und	Strategie	des	kommunalen	Partnerprozesses	 „Gesund	 aufwachsen	 für	 alle!“.	 Der	 Partnerprozess	
ist	seit	2011	die	zentrale	Aktivität	des	Kooperationsverbundes	 Gesundheitliche	 Chancengleichheit	 und	 wird	 von	 Gesundheit	 Berlin-Brandenburg	 koordiniert	 und	 fachlich	 begleitet.	Im	Jahr	2013	wurden	die	Schwerpunkte	auf	die	Themen	„Startphase	kommunaler	Strategien“	sowie	„Übergänge“	 gelegt	 und	 die	 Ergebnisse	 und	 Erfahrungen	 durch	 den	
Kooperationsverbund	 Gesundheitliche	 Chancengleichheit	
gebündelt	und	für	den	Transfer	in	Form	von	verschiedenen	
Publikationen	aufbereitet.	
Allen	teilnehmenden	Partnerkommunen	ist	gemein,	dass	sie	
sich	der	anspruchsvollen	Aufgabe	stellen,	Präventionsketten	
aufzubauen	und	weiterzuentwickeln.	Im	Jahr	2013	sind	acht	
neue	Kommunen	dem	Partnerprozess	beigetreten	und	wurden	in	das	stetig	wachsende	bundesweite	Netzwerk	aufgenommen:	
n	
	
Landkreis	Altenburg
n	
	
Berlin-Neukölln
n	
	
Delmenhorst
n	
	
Fürth
n	
	
Göttingen
n	
	
Monheim
n	
	
Nürnberg
n	
	
Schwerin.	

Gesundes	Aufwachsen

Auf	 der	 Satellitenveranstaltung	 zum	 Thema	 „Strategien	
kommunaler	 Gesundheitsförderung“	 und	 dem	 Kooperationstreffen	zum	zehnjährigen	Bestehen	des	Kooperationsverbundes	 konnten	 erfolgreiche	 Ansätze	 und	 Maßnahmen	 für	
eine	 nachhaltige	 Gesundheitsförderung	 in	 Kommunen	 diskutiert	und	die	Zusammenarbeit	gestärkt	werden.	Zahlreiche	
Veranstaltungen	der	Koordinierungsstellen	Gesundheitliche	
Chancengleichheit	 wie	 Fachveranstaltungen,	 Fortbildungsreihen	 oder	 Qualifizierungsangebote	 ermöglichten	 zudem	
den	 intensiven	 Austausch	 auf	 Landesebene	 und	 förderten	
den	 regionalen	 Austausch	 über	 kommunale	 Strategien	 für	
ein	gesundes	Aufwachsen.	Dies	wurde	durch	eine	zusätzliche	 Finanzierung	 der	 Bundeszentrale	 für	 gesundheitliche	
Aufklärung	ermöglicht.	
„Gesundheit	für	alle“	ist	mittlerweile	ein	reales	Vorhaben	mit	
zahlreichen	 kommunalen	 sowie	 landes-	 und	 bundesweiten	
Partnern.	 Neben	 der	 Bundeszentrale	 für	 gesundheitliche	
Aufklärung	 (BZgA)	 unterstützen	 weiterhin	 der	 Deutsche	
Städtetag,	 der	 Deutsche	 Städte-	 und	 Gemeindebund,	 der	
Deutsche	Landkreistag,	das	Gesunde	Städte-Netzwerk,	weitere	 Partner	 im	 Kooperationsverbund	 wie	 die	 Techniker	
Krankenkasse	und	der	AOK-Bundesverband	den	Prozess.	Zudem	konnte	das	Anliegen	„Gesund	aufwachsen	für	alle!“	im	
Jahr	2013	besonders	durch	drei	politische	Positionspapiere	
gestärkt	und	bestätigt	werden:
n	W
	ürzburger	 Erklärung	 „Gesundheit	 möglich	 machen	 –	
Prävention	stärken!“	des	Gesunde	Städte-Netzwerks
n	„	
Empfehlung	der	kommunalen	Spitzenverbände	und	der	
gesetzlichen	 Krankenversicherung	 zur	 Zusammenarbeit	
im	 Bereich	 Primärprävention	 und	 Gesundheitsförderung	
in	der	Kommune“
n	“	
The	 Helsinki	 Statement	 of	 Health	 in	 all	 Policies”	 der	
World	Health	Organization	(WHO)

Am	Online-Austausch	beteiligen	sich	zudem	viele	weitere	Kommunen	(vgl.	Karte).	 Gemeinsam	 mit	 immer	 mehr	 Kommunen	 konnte	 so	 im	 Partnerprozess	
qualitativ	 gute	 Arbeit	 weiterentwickelt	
werden.	 Die	 vielfältigen	 Ideen	 und	 Ansätze	wurden	bekannt	gemacht	und	unterstützt.	
Das	 Anliegen	 des	 Partnerprozesses	 ist	
es,	kommunale	Akteurinnen	und	Akteure	 zusammenzuführen	 und	 einen	 gemeinsamen	Lernprozess	zu	fördern.	Der	
kollegiale	Austausch	fand	im	Jahr	2013	
sowohl	in	Form	von	bundesweiten	Veranstaltungen	und	fachlicher	Begleitung	
als	auch	mithilfe	eines	modernen	Internetangebots	auf	inforo	online	statt	(vgl.	
S.	16).	
Abb. Darstellung aller Partnerkommunen, Stand: Dezember 2013

Stefan Bräunling
Projektleitung	
Kooperationsverbund	
Gesundheitliche	
Chancengleichheit	
Fon:	030	–	44	31	90	74
braeunling@
gesundheitbb.de

21

Gesundes	Aufwachsen

Jahresbericht	2013

„Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf –
Modellvorhaben Präventionskette“ und Folgeprojekt
„Gesund durch’s Leben in Marzahn-Hellersdorf“

bezirklichen	und	lokalen	Strukturen	verankert	werden.	Siesind	nun	fester	Bestandteil	des	bezirklichen	Willkommenspakets	für	werdende	und	junge	Familien.	

Projektlaufzeit:	September	2010	–	Dezember	2014
Finanzierung:	Senatsverwaltung	für	Stadtentwicklung	und	
Umwelt	(über	die	Berliner	Initiative	Aktionsräumeplus),	
Senatsverwaltung	für	Gesundheit	und	Soziales	und	die	
Arbeitsgemeinschaft	der	gesetzlichen	Krankenkassen	und	
Krankenkassenverbände
Webseite: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
berlin/gesund-aufwachsen-in-marzahn-hellersdorf
Ansprechpartnerin bei GesBB:	
Andrea	Möllmann-Bardak,	
moellmann-bardak@gesundheitbb.de	

Mit	der	Kitafachtagung	„Aufbau	gelingender	Erziehungspartnerschaften“	 am	 29.	 April	 2013 fanden	 die	 Kitatransfertage	
ihren	thematischen	Abschluss.	Die	Ergebnisse	der	Diskussionen	aus	den	Kitatransfertagen	und	der	Fachtagung	flossen	in	
eine	Handreichung	ein,	die	von	Fachkräften	entwickelt	wurde,	

Ziel	des	Modellvorhabens	„Gesund	aufwachsen	in	MarzahnHellersdorf“	ist	der	Aufbau	bzw.	die	Initiierung	einer	bezirklichen	Präventionskette,	die	die	Familie	von	der	Schwangerschaft	 bis	 hin	 zum	 Berufseintritt	 des	 Kindes	 begleitet.	 Gesundheit	Berlin-Brandenburg	bzw.	die	Koordinierungsstelle	
Gesundheitliche	 Chancengleichheit	 Berlin	 unterstützt	 den	
Bezirk	seit	September	2010.	

22

Das	Modellvorhaben	setzt	an	bestehenden	Angeboten	und	
Netzwerkstrukturen	an,	um	gute	Angebote	aufrecht	zu	halten	und	zu	verbreiten	und	identifizierte	Angebotslücken	zu	
schließen.	 Ein	 weiteres	 Anliegen	 des	 Modellvorhabens	 ist	
es,	ein	bereichsübergreifendes	gemeinsames	Verständnis	zu	
entwickeln,	 was	 ein	 gesundes	 Aufwachsen	 bedeutet	 und	
welche	Anforderungen	an	die	bestehenden	Strukturen	damit	
verbunden	sind.
Für	die	Phase	rund	um	die	Geburt	wurde	in	2013	der	für	die	
Bezirksregion	 Hellersdorf-Nord	 entwickelte	 Fahrplan	 „Was	
ist	wichtig	in	der	Zeit	rund	um	die	Geburt?“	gemeinsam	mit	
Partnern	überarbeitet,	sodass	dieser	nun	für	den	gesamten	
Bezirk	 zur	 Verfügung	 steht.	 Der	 Fahrplan	 und	 auch	 die	 in	
2012	entwickelte	Kita-Fibel	konnten	so	in	den	bestehenden	

Abb. Titelseite des Fahrplans „Was ist wichtig in der Zeit rund um die
Geburt?“

und	nun	im	Bezirk	zur	Verfügung	steht.	Nach	dem	Themenblock	 „Zusammenarbeit	 mit	 Eltern/Erziehungspartnerschaften“	diskutierten	Kitafachkräfte	in	2013	das	Thema	„Alltagsintegrierte	Sprachentwicklung“.	
Für	die	Phase	Jugendliche	standen	die	Vorbereitungen	und	
die	Durchführung	für	die	Fachtagung	„Zugänge,	Wertschätzung,	Beteiligung“	am	12.	April	2013	im	Mittelpunkt.	Ausgehend	von	den	Ergebnissen	der	Befragungen	von	Eltern	von	
Jugendlichen	und	Jugendlichen	selbst	diskutierten	Fachkräfte	über	Themen	wie	Beteiligung	von	Jugendlichen,	Zugänge	
zu	 Eltern	 von	 Jugendlichen,	 wertschätzende	 Haltung	 und	
Kommunikation,	zielführende	Vernetzung	und	Kooperation.	
Aus	der	Fachtagung	wurden	viele	Impulse	in	die	lokale	und	
bezirkliche	Arbeit	übernommen.	
Zum	 Übergang	 Grundschule-Oberschule	 entwickelte	 Gesundheit	 Berlin-Brandenburg	 gemeinsam	 mit	 bezirklichen	
Akteurinnen	und	Akteuren	modellhaft	den	Elternkompass –		
einen	Prototyp	einer	Willkommensmappe,	die	Eltern,	Schülerinnen	und	Schülern	den	Übergang	erleichtern	soll.	Ziel	ist	
es,	den	Elternkompass	zu	verbreiten	und	in	den	bezirklichen	
und	schulischen	Strukturen	zu	verankern.	

Abb. Winterspielplatz Marzahn-Hellersdorf, Modellvorhaben Präventionskette

Zum	Querschnittsthema	Bewegungsförderung	erfolgte	2013	
der	 zweite	 Durchgang	 der	 Bewegungspatenschulung.	 Ziel	
des	 Modellvorhabens	 ist	 es,	 noch	 mehr	 niedrigschwellige	
Bewegungangebote	in	den	Stadtteilen	zu	schaffen,	die	sich	
insbesondere	 an	 Familien,	 Kinder	 und	 Jugendliche	 richten,	
die	 nicht	 einem	 Sportverein	 beitreten	 können	 oder	 wollen.	
Geschult	 wurden	 im	 Berichtszeitraum	 insgesamt	 39	 Fachkräfte	aus	lokalen	Einrichtungen	(Kitas,	Schulstationen,	Jugendfreitzeiteinrichtungen,	etc.),	die	ihr	Angebotsspektrum	
um	 das	 Handlungsfeld	 Bewegungsförderung	 erweitern	
konnten.	Die	Resonanz	der	Fachkräfte	auf	die	Schulung	und	
die	sich	anschließende	Umsetzung	in	die	Praxis	war	sehr	positiv.

Jahresbericht 2013

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg
Projektlaufzeit: seit 2004
Finanzierung: Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen
und Krankenkassenverbände im Land Brandenburg und
das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Webseite: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Ute Sadowski, sadowski@gesundheitbb.de
Die Unterstützung gesundheitsorientierter Setting-Aktivitäten in der Kommune gehört zu den wesentlichen Arbeitsschwerpunkten der Koordinierungsstelle Gesundheitliche
Chancengleichheit Brandenburg. Im Berichtszeitraum hat sie
sich wie bereits im Jahr 2012 in diesem Zusammenhang besonders dem Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“
gewidmet. Zur Unterstützung der Akteurinnen und Akteure
in den Kommunen wurde ein Werkstatt-Konzept entwickelt
mit dem Titel „Gut und gesund Aufwachsen“. Das Angebot
richtet sich an Kolleginnen und Kollegen in den Ressorts Gesundheit, Jugend, Familie und Soziales sowie an Fachkräfte
aus angrenzenden Gebieten.
Dabei ist der Titel „Werkstatt“ auch Programm: Das Konzept
sieht die Teilnehmenden als Expertinnen und Experten mit
umfangreicher Praxiserfahrung, die detaillierte Kenntnisse
ihrer Arbeitsfelder mitbringen und die Inhalte der Werkstatt
gemeinsam erarbeiten. Die Arbeitsinhalte der Werkstatt beziehen sich auf die lokalen Bedingungen in der Kommune.
Programmpunkte sind u. a.:
n	
E
inführung zum Thema gesundheitliche
Chancengleichheit,
n	
N
utzung der Plattform inforo online,
n	
B
estands- und Bedarfsanalyse,
n	
A
nalyse eines Entwicklungsfeldes,
n	
K
riterien zur Zielformulierung,
n	
k
onkrete Maßnahmenplanung
n	
Q
ualitätsentwicklung.
Am 26.11.2013 wurde die erste Werkstatt „Gut und gesund
Aufwachsen“ in Bad Liebenwerda gemeinsam mit der Kommune Falkenberg durchgeführt.
Im Rahmen des Partnerprozesses wurde am 21. Nov. 2013 in
Eberswalde eine Partnerkonferenz mit dem Titel „ Wachsen,
ohne zu stolpern“ – Jugendliche und ihre Stadt der Zukunft
– durchgeführt. Ziel war es, neben der inhaltlichen Thematisierung den gemeinsamen ressortübergreifenden Diskurs in
den Kommunen zu fördern. Die Veranstaltung wurde auf der
Landesebene in einem partnerschaftlichen Prozess mit den
Mitgliedern der Steuerungsrunde Gesunde und Soziale
Stadt konzeptionell gestaltet. Insgesamt haben über 40 Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Kommunen teilgenommen. Die Städte Eberswalde und Potsdam meldeten im
Nachgang Interesse an der Weiterführung des Partnerprozesses an. Generell zeigten die Teilnehmenden Interesse an
der Weiterführung eines ressort- sowie städteübergreifenden Fachaustausches.

Gesundes Aufwachsen

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit Berlin
Projektlaufzeit: seit 2003
Finanzierung:  Senatsverwaltung für Gesundheit und
Soziales und die Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen
Krankenkassen und Krankenkassenverbände (pariätische
Förderung seit 2007) im Rahmen des Integrierten
Gesundheitsprogramms (IGP)
Webseite:
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/berlin
Ansprechpersonen bei GesBB: Andrea Möllmann-Bardak,
moellmann-bardak@gesundheitbb.de
Danielle Dobberstein, dobberstein@gesundheitbb.de
Stefan Bräunling, braeunling@gesundheitbb.de
Zu den Schwerpunkten Gesundheitsförderung rund um die
Geburt und Gesunde Bezirke konnte die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit in 2013 die Zusammenarbeit mit den Bezirken und der Landesebene intensivieren. Wesentliche Ergebnisse und Produkte zum Aufbau von
Präventionsketten aus dem Modellvorhaben „Gesund Aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf“ konnten in andere Bezirke
hineingetragen und auf Landesebene verbreitet werden.
Der im Mai 2012 veröffentlichte Integrierte Handlungsleitfaden „Gesundheitsförderung und Prävention rund um die Geburt“ wurde im Berichtszeitraum evaluiert. Er wird vor dem
Hintergrund der Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen im Land Berlin bzw. in den Berliner Bezirken 2014 überarbeitet. Eine erste temporäre Arbeitsgruppe zum Thema
„Seelische Gesundheit rund um die Geburt“ traf sich Ende
2013 zum ersten Mal.
Der Koordinierungsstelle gelang es, auch die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zum Thema Gesundheitsförderung rund um die Geburt auf Landesebene zu initiieren und
zu verstetigen. Nachdem im Mai 2013 die an die Berliner Bildungsverwaltung angebundene Landeskoordinierungs- und
Servicestelle Frühe Hilfen ihre Arbeit aufgenommen hatte,
verständigten sich beide Koordinierungsstellen auf enge Zusammenarbeit und Absprache zu (gemeinsamen) Aktivitäten. Die KGC Berlin ist ebenfalls Mitglied des landesweiten
Steuerungskreises für die Frühen Hilfen. Durch die enge gegenseitige Anbindung werden bestehende Ressourcen gebündelt, Synergieeffekte hinsichtlich der Qualitätsentwicklung und des Strukturaufbaus erzielt und der Aufbau von
Parallelstrukturen verhindert.
Am 30. Januar 2013 führte die Koordinierungsstelle im Bezirk
Treptow-Köpenick die Good Practice-Werkstatt rund um die
Geburt durch. Die Ergebnisse flossen in die Erarbeitung der
Rahmenkonzeption zur Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen ein. Insbesondere der ressourcenorientierte Fokus
auf das Thema psychische Gesundheit rund um die Geburt
und die bereichsübergreifende Kooperation konnten dadurch intensiviert werden.
Die Begleitung und Unterstützung verschiedener Bezirke
beim Auf- und Ausbau von Präventionsketten bildete einen
weiteren Schwerpunkt der Arbeit.

23

Ute Sadowski
Projektleitung
Koordinierungsstelle
Gesundheitliche
Chancengleichheit
Brandenburg
Fon: 0331 – 88 76 20 19
sadowski@
gesundheitbb.de

Danielle Dobberstein
Koordinierungsstelle
Gesundheitliche
Chancengleichheit Berlin
Fon: 030 – 44 31 90 71
dobberstein@
gesundheitbb.de

Gesundes	Aufwachsen

Audit Gesunde Kita/Schule
Projektlaufzeit:	2006	bis	2013	
(keine	Anschlussfinanzierung)
Finanzierung:	BKK	Landesverband	Mitte
Webseite:	www.lvg-lsa.de/o.red.c/audits.php	
Ansprechpartnerin bei GesBB:	
Maren	Janella,	janella@gesundheitbb.de

Maren Janella
Projektleitung	Audits
Fon:	030	–	44	31	90	76
janella@gesundheitbb.de

24

Bettina Bels
Projektleitung	des	Büros	
der	zahnärztlichen	
Gruppenprophylaxe
Fon:	0331	–	88	76	20	11
bels@gesundheitbb.de

Im	Jahr	2004	erarbeitete	die	Landesvereinigung	für	Gesundheit	Sachsen-Anhalt	e.V.	gemeinsam	mit	Lehrkräften	aus	der	
Region	das	Auditierungsverfahren	„Audit	Gesunde	Schule“.	
Seither	haben	177	Schulen	in	neun	Bundesländern	das	Verfahren	 durchlaufen.	 2006	 wurde	 das	 Auditierungssystem	
dann	auch	–	in	Zusammenarbeit	mit	Erzieherinnen	und	Erziehern	–	auf	den	Kitabereich	ausgeweitet.	Hier	konnten	inzwischen	207	Einrichtungen	in	sieben	Bundesländern	zertifiziert	
werden.	Das	Auditierungsverfahren	verläuft	bei	Schulen	wie	
Kitas	nach	dem	gleichen	Muster:	Anhand	eines	festen	Kriterienkataloges	bewerten	zuerst	die	Einrichtungen	selbst	ihre	
eigene	Arbeit	(Selbstbewertung)	und	verfassen	einen	zwei-	
bis	 dreiseitigen	 Qualitätsbericht.	 Danach	 führt	 eine	 unabhängige	Kommission,	bestehend	aus	eigens	dafür	geschulten	 Auditorinnen	 und	 Auditoren	 (Kita-	 bzw.	 Lehrpersonal)	
und	einer	Vertreterin	der	Zertifizierungsstelle	nach	Prüfung	
der	Unterlagen	eine	Fremdbewertung	der	zu	zertifizierenden	
Einrichtung	 durch	 (Hospitation).	 Nach	 erfolgreicher	 Fremdbewertung	 erfolgt	 die	 feierliche	 Zertifikatsübergabe.	 Das	
Zertifikat	ist	drei	Jahre	gültig	und	kann	im	Anschluss	daran	
erneut	erworben	werden.	
Gesundheit	Berlin-Brandenburg	ist	seit	2006	lizenzierte	Zertifizierungsstelle	für	die	„Audits	Gesunde	Kita/Schule“.	Seitdem	hat	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	24	Kitas	(drei	davon	im	Jahr	2013)	und	26	Schulen	(vier	davon	im	Jahr	2013)	in	
Berlin	(re-)zertifiziert.	
Rezertifizierungstermine	im	Jahr	2013:
Kitas:
n	2
	3.10.2013	Kita	Märchenland,	Potsdam
n	2
	1.11.2013	VAK	Kita	Reichenberger	Straße,	Berlin
n	3
	.12.2013	VAK	Kita	Oranienstraße,	Berlin	
Schulen:
n	1	
7.6.2013	Johann	Wolfgang	von	Goethe	Schule,	Eisenhüttenstadt
n	2
	.12.2013	TÜV	Rheinland	Akademie,	Berlin
n	1	
6.12.2013	Carl	Bolle	Schule,	Berlin
n	1	
9.12.2013	Heinrich	Seidel	Schule,	Berlin
Die	Anschubfinanzierung	über	den	BKK	Bundesverband	und	
die	 BKK	 Landesverbände	 lief	 im	 Berichtszeitraum	 aus,	 so	
dass	 Gesundheit	 Berlin-Brandenburg	 zum	 Ende	 des	 Jahres	
2013	den	Zertifizierungsvertrag	kündigen	musste.	
Interessierte	können	sich	direkt	mit	der	Landesvereinigung	
für	Gesundheit	Sachsen-Anhalt	in	Verbindung	setzen:	Claudia	Bachtenkirch,	claudia.bachtenkirch@lvg-lsa.de.	

Jahresbericht	2013

Büro der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe
im Land Brandenburg
Projektlaufzeit: seit	1993; seit	2009	in	Trägerschaft	von	
Gesundheit	Berlin-Brandenburg
Finanzierung: Sach-	und	Personalkosten	für	das	Büro	der	
zahnärztlichen	Gruppenprophylaxe:	Ministerium	für	
Umwelt,	Gesundheit	und	Verbraucherschutz	des	Landes	
Brandenburg	und	Landeszahnärztekammer	Brandenburg
Webseite: www.brandenburger-kinderzaehne.de	
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Bettina	Bels,	bels@gesundheitbb.de	
Die	Gruppenprophylaxe	ist	ein	Maßnahmenpaket	zur	Erkennung	und	Verhütung	von	Zahnerkrankungen	bei	Kindern	und	
Jugendlichen.	Die	Maßnahmen	werden	jährlich	flächendekkend	in	Kitas	und	Schulen	von	den	Teams	der	Zahnärztlichen	
Dienste	der	Gesundheitsämter	in	den	Landkreisen	und	kreisfreien	Städten	des	Landes	Brandenburg	durchgeführt.	Diese	
aufsuchende	niedrigschwellige	Betreuung	leistet	einen	Beitrag	zur	gesundheitlichen	Chancengleichheit.
Gesetzliche	 Grundlage	 für	 die	 zahnmedizinische	 Gruppenprophylaxe	 ist	 §	 21	 Sozialgesetzbuch	 V	 (SGB	 V).	 Dort	 sind	
Verantwortlichkeiten,	 Zielgruppen,	 Inhalte	 und	 Vorgehensweise	geregelt.	Er	verpflichtet	den	Öffentlichen	Gesundheitsdienst,	die	Verbände	der	Krankenkassen	und	die	Zahnärzteschaft	 gemeinsam	 und	 einheitlich	 dazu,	 die	 zahnmedizinische	Gruppenprophylaxe	umzusetzen.	Im	Land	Brandenburg	
haben	 im	 Jahr	 1993	 das	 Gesundheitsministerium,	 die	 Verbände	 der	 Krankenkassen	 im	 Land	 Brandenburg,	 die	 kommunalen	 Spitzenverbände	 sowie	 die	 Landeszahnärztekammer	u.	a.	vereinbart,	eine	zentrale	Stelle,	die	die	Gruppenprophylaxe	 im	 Land	 koordiniert	 und	 für	 alle	 Beteiligten	 Ansprechpartner	ist,	zu	schaffen.	Die	Koordinatorin	des	Büros	
der	zahnärztlichen	Gruppenprophylaxe	nimmt	ihre	Aufgaben	
in	Zusammenarbeit	mit	dem	Beirat	für	Zahngesundheit	wahr.	
Hierzu	gehören	die	Bereitstellung	der	Prophylaxe-	und	Projektmittel,	 Öffentlichkeitsarbeit,	 Organisation	 von	 Fortbildungsveranstaltungen	und	der	Kontakt	zu	den	Gesundheitsämtern,	den	Partnern	der	Vereinbarung	und	zur	Deutschen	
Arbeitsgemeinschaft	für	Jugendzahnpflege	(DAJ).
Das	 Jahr	 2013	 war	 ein	 Jubiläumsjahr	 für	 die	 zahnmedizinische	
Gruppenprophylaxe	im	Land	Brandenburg	 und	 Anlass	 für	 die	 Herausgabe	 des	 Gesundheitsberichtes	„Gemeinsam	für	gesunde	Kinderzähne“.	Im	Büro	der	zahnärztlichen	 Gruppenprophylaxe	 wurde	
die	 Erarbeitung	 koordiniert.	 Die	
Verbände	 der	 Krankenkassen,	
Landkreistag,	 Städte-	 und	 Gemeindebund,	die	Landeszahnärztekammer	und	das	Gesundheitsministerium	ziehen	darin	eine	positive	Bilanz,	Entwicklungen	und	Ergebnisse	werden	dargestellt.	Nach	20	Jahren	
kontinuierlicher	 Umsetzung	 der	 Maßnahmen	 kann	 gesagt	
werden,	dass	die	Gruppenprophylaxe	ein	gutes	Beispiel	für	
das	Potential	von	Prävention	und	Gesundheitsförderung	und	
ein	Ergebnis	der	Zusammenarbeit	vieler	Beteiligter	ist.	

Jahresbericht 2013

Überregionale Koordinierungsstelle
Netzwerk Gesunde Kinder
Projektlaufzeit: seit 2013
Finanzierung: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und
Familie im Land Brandenburg
Webseite: www.netzwerk-gesunde-kinder.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Annett Schmok, i.V. Ulrike v. Haldenwang, 	
info-ngk@gesundheitbb.de
Seit 2006 unterstützt das Land Brandenburg die Einrichtung
der „Regionalen Netzwerke Gesunde Kinder“ vor dem Hintergrund, Familien mit ihren Kindern in den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu stellen. Die primäre Zielgruppe der Netzwerkaktivitäten sind Familien mit Neugeborenen bis zum Alter von drei Jahren.
Zu den entwickelten Mindeststandards gehören:
Die Vernetzung aller regional tätigen Akteurinnen, Akteun	
re und Angebote von Institutionen aus Gesundheit und
Jugendhilfe
n	
Anbindung der Netzwerkorganisation, auch an Kliniken,
Vereine und Wohlfahrtsorganisationen
Familienbesuche durch geschulte, ehrenamtlich tätige
n	
Patinnen und Paten.
Die Netzwerke arbeiten niedrigschwellig. Ihr Angebot ist frei
willig und steht allen Familien offen.
Die Aufgabe der überregionalen Koordinierungsstelle ist es,
die Arbeit der regionalen Netzwerke zu unterstützen. Dazu
zählen die Vernetzung auf Landesebene, die Organisation
der Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung einer systematischen Qualitätsentwicklung.
Die überregionale Koordinierungsstelle hat im September
2013 mit ihrer Arbeit begonnen. Ihr Arbeitsstandort ist in
Potsdam. Eine der zentralen Anforderungen, die Schaffung
einer Unterstützungs- und Servicestruktur für die regionalen
Träger der Netzwerke, sowie für den Arbeitskreis „Netzwerke
Gesunde Kinder“ und für das zuständige Ministerium konnte
in Teilzielen umgesetzt werden. Es ist ihr gelungen, sich als
Kontaktstelle für die Fachöffentlichkeit zu etablieren.
Die Netzwerke Gesunde Kinder nutzen eine gemeinsame Datenbank, die die Evaluation der Netzwerkarbeit sicherstellen
soll. Die Fachadministration dieser Datenbank hat die überregionale Koordinierungsstelle übernommen.
Die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit ist eine der
wesentlichen Aufgaben der überregionalen Koordinierungsstelle. Sie findet auf verschiedenen Ebenen statt, sowohl regional, die Netzwerke vor Ort unterstützend, als auch landesweit, z.B. durch die Präsentation der Netzwerke auf Fachveranstaltungen und bei der Vernetzung mit anderen Angeboten rund um die Familie.

Gesundes Aufwachsen

Netzwerk Gesunde Kita
Projektlaufzeit: seit 2001
Finanzierung: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und
Familie des Landes Brandenburg
Webseite: www.gesunde-kita.net
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Maria Lang, lang@gesundheitbb.de
Das Netz­werk Gesunde Kita im Land Brandenburg versteht
sich als Forum für die Erarbeitung von Qualitätsstandards
der Gesundheitsförderung im Kita-Alltag.
Die Netzwerk-Kitas haben ihren konzeptionellen Schwerpunkt in der Gesundheitsförderung und möchten diesen weiterentwickeln. In gemeinsamer Konzeptgruppenarbeit werden gesund­heits- und entwicklungsfördernde Ansätze für
das Setting Kita und das soziale Umfeld entwickelt. Das
Netzwerk fördert die Vermittlung, Verbreitung und Weiterentwicklung fachge­rechter alltagsnaher Ansätze zur Gesundheitsförderung in der Kita.
Unterstützt wird das Netzwerk von der Koordinierungsstelle
von Gesundheit Berlin-Branden­burg, die Fachveranstaltungen des Netzwerks organisiert und den Fachaustausch zwischen den Kitas moderiert. Sie informiert die Kitas über
fachwissen­schaftliche Entwicklungen, bearbeitet Anfragen
des Kitapersonals, vernetzt relevante Akteurinnen und Akteure und vertritt das Netzwerk in den einschlägigen Landesgremien.
Der Fokus des Netzwerks lag in 2013 auf der Erarbeitung und
Weiterentwicklung von Handlungsempfehlungen zum Thema „Erziehungspartnerschaften“ in der Kita. Ziel dieser
Empfehlungen ist es, den pädagogischen Fachkräften in Kitas eine Orientierungshilfe für ihre Arbeit zu bieten. Inhaltlich basieren sie auf fachlicher Expertise aus der Kita-Praxis
in Kombination mit theoretischem Hintergrundwissen.
Weiterhin widmete sich das Netzwerk Gesunde Kita der qualitativen Auseinandersetzung mit dem Handlungsfeld
Bewegungs­förderung in der Kita. Am 24. Oktober 2013 fand
im Jugendbildungszentrum Blossin die Netzwerk-Fachtagung „Bewegung, Spiel und Spaß in der Kita“ in Kooperation
mit dem Brandenburgischen Sportbund statt. Die Ergebnisse
der Gesprächsrunden werden maßgeblich in die neuen
Handlungsempfehlungen zum Thema „Bewegungsförderung in der Kita“ einfließen.

Annett Schmok
Projektkoordination
Netzwerk Gesunde Kinder
(in Elternzeit)
Fon: 0331 – 88 7620 13
schmok@gesundheitbb.de

25

Gesundes Aufwachsen

„Verrückt? Na und!“
Projektlaufzeit: seit 2008
Förderer: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz (MUGV) des Landes Brandenburg
Webseite: www.verrueckt-na-und.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Claudia Schönberg, schoenberg@gesundheitbb.de

Claudia Schönberg
Projektkoordination
„Verrückt? Na und!“
Fon: 0331 – 88 76 20 20
schoenberg@
gesundheitbb.de

26
Henrieke Franzen
Landeskoordinatorin 	
GUT DRAUF
Fon: 030 – 44 31 90 99
franzen@gesundheitbb.de

Psychische Gesundheit zu erhalten, zu fördern und psychische Erkrankungen zu verhüten, wird zur zentralen Aufgabe
einer gesunden Schule. Dem wachsenden Bedarf an psychosozialer Unterstützung an den Schulen steht jedoch die geringe Anzahl an Schulpsychologen und Sozialarbeitern gegenüber. Immer mehr Lehrkräfte sehen sich durch die nachweislich wachsenden psychischen Auffälligkeiten der Schülerinnen und Schüler mit neuen Anforderungen konfrontiert.
Die Nachfrage nach schulischen Angeboten zum Thema Prävention und Umgang mit psychischen Auffälligkeiten steigt
beständig an.
Das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“, welches im Jahr 2001
vom Verein „Irrsinnig menschlich e.V.“ initiiert wurde und
inzwischen bundesweit sowie auch über die Landesgrenzen
hinaus (z.B. Tschechien, Slowakei) durchgeführt wird, zielt
auf die Förderung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Es richtet sich an 15-20-Jährige aller
Schulen und hat zum Ziel, sie für psychische Gesundheit zu
sensibilisieren, Prävention zu fördern und Offenheit, Verständnis und Toleranz in zwischenmenschlichen Beziehungen zu üben. Das Schulprojektteam besteht aus Moderierenden (z.B. Sozialarbeiter, Journalistinnen und Journalisten,
Mitarbeitende der Psychiatrie) und Expertinnen bzw. Experten in eigener Sache, d.h. Menschen, die psychische Krankheit erfahren haben. Die Schülerinnen und Schüler setzen
sich mit ihrem eigenen Leben und mit Situationen auseinander, die Menschen aus dem seelischen Gleichgewicht bringen können. Sie lernen Menschen kennen, die psychische
Krankheit erlebt haben und erfahren, was sie für ihre eigene
seelische Gesundheit tun können und wer bei seelischen Krisen helfen kann.
Im Projektzeitraum 2013 wurden im Land Brandenburg 15
Schulprojekte in acht verschiedenen Schulen durchgeführt
(davon fünf Gymnasien, zwei Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe und ein Oberstufenzentrum).

Jahresbericht 2013

GUT DRAUF –
Bewegen, entspannen, essen – aber wie!
Projektlaufzeit: seit 1. Mai 2012
Finanzierung: Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA)
Webseite: www.gutdrauf.net
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Henrieke Franzen, franzen@gesundheitbb.de
Seit gut zwei Jahren befindet sich die GUT DRAUF-Landeskoordination für Berlin und Brandenburg unter dem Dach
von Gesundheit Berlin-Brandenburg. Ziel von GUT DRAUF,
der bundesweiten Jugendaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), ist es, die Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 18 Jahren zu verbessern. GUT DRAUF setzt dabei auf ein ganzheitliches Konzept mit den drei Säulen Ernährung, Bewegung und Stressregulation. Durch die Orientierung an aktuellen Jugendkulturen und Trendsportarten erfahren Mädchen und Jungen quasi nebenbei und ohne erhobenen Zeigefinger, wie ihnen Gesundheit Spaß machen kann.
Um möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, ist
GUT DRAUF breit angelegt und kann in verschiedenen Handlungsfeldern umgesetzt werden. Ob Jugendclub oder Sportverein, Schule oder Jugendreise: Einrichtungen und Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendbildung können sich für
den Qualitätsentwicklungsprozess bewerben und den Gedanken von GUT DRAUF in ihrer Arbeit umsetzen. Die Teilnahme an der GUT DRAUF-Zertifizierung macht Qualität nach
außen sichtbar.
Die Landeskoordination vor Ort unterstützt und begleitet die
GUT DRAUF-Partner der Region in ihrem Organisations- und
Qualitätsentwicklungsprozess durch ein umfangreiches Beratungs- und Qualifizierungsangebot. Dazu gehören Durchführung und Koordination von individuellen Beratungen sowie Organisation von Schulungen für Mitarbeitende aus den
Einrichtungen.
Durch die gezielte Ansprache von Partnern und die Bekanntmachung der Jugendaktion in Berliner Bezirken und Brandenburger Landkreisen wurden im Berichtszeitraum fünf
neue GUT DRAUF-Partner gewonnen:
n	
C
entre Talma,
n	
M
ädchensportzentrum Kreafithaus,
n	
G
rundschule am Kiefernwald,
n	
E
sprit d’équipe und
n	
F
EZ-Berlin.
Zudem konnte die Landeskoordination dem SJC Wildwuchs
zum Label einer Kanureise und dem FEZ-Berlin zum gelabelten Tutmirgut-Wochenende gratulieren. Das Esprit d’équipe
beglückwünscht die Landeskoordination zur erfolgreichen
Zertifizierung ihrer Einrichtung.

Jahresbericht 2013

Gesundes Älterwerden

Gesundes Älterwerden	 
Gesundheitsförderung im Alter – damit verbunden ist die Hoffnung, durch die Erschließung gesundheitlicher Ressourcen die
steigende Pflegebedürftigkeit zu begrenzen und die Lebensqualität Älterer zu erhöhen. Nimmt man den prognostizierten
Anstieg der Altersarmut hinzu, sind hier Konzepte erforderlich, die besonders ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen
ansprechen und erreichen.
Der Arbeitskreis Altern und Gesundheit verfolgt diese Themen bereits seit vielen Jahren. Aber auch innerhalb der Geschäftsstelle bildet das Thema Alter und Gesundheit einen Schwerpunkt der täglichen Arbeit – nicht zuletzt im Rahmen der Zielprozesse. Die in beiden Bundesländern angesiedelten Zentren für Bewegungsförderung unterstützen Fachkräfte und Engagierte
darin, Maßnahmen zur aktiven Gestaltung des Alltags umzusetzen und machen Beispiele guter Praxis sichtbar.

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013
Veranstaltung

Datum/Ort

Projekt

In Kooperation mit

Link

Transfertag 	
„Bürgerschaftliches Engagement“

20.02. 2013
Rathenow

KGC Brandenburg

Kompetenzzentrum
Havelland – Agentur
für Bürgerschaftliches
Engagement

www.gesundheitliche-chancengleichheit.
de/service/termine/transfertag-buergerschaftliches-engagement

Preisverleihung 	
Wettbewerb „Aktivplätze
fertig los!“

18.03. 2013
Potsdam

ZfB Brandenburg

Ministerium für Arbeit,
Soziales, Frauen und
Familie des Landes
Brandenburg

www.gesundheitliche-chancengleichheit.
de/service/meldungen/aktiv-und-bewegungsraeume

Stadtteilbegehung rund
um den Volkspark Mariendorf

28.06. 2013
Berlin

ZfB Berlin

Bezirksamt TempelhofSchöneberg, Pflegestützpunkt TempelhofSchöneberg

Wettbewerb „Sammlung
guter Praxis im Land
Brandenburg ‚Bewegt und
mobil älter werden!‘“

bis 27.09.
2013 	
Branden­
burgweit

Bündnis
Gesund älter werden,
Gesundheit
Berlin-Brandenburg

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz im
Land Brandenburg

KGC Brandenburg

Ministerium für Arbeit,
Soziales, Frauen und
Familie des Landes
Brandenburg

www.gesundheitliche-chancengleichheit.
de/service/meldungen/armut-und-gesundheit-im-alter/?uid=0c50998f0652bc4c8fa4
97fff4a1f3b3

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz im
Land Brandenburg

www.buendnis-gesund-aelter-werden.de/
Fachtagung-Preisverleihung-Bewegt-undmobil-aelter-werden.1480.0.html

Fachtagung „Armut im
18.11. 2013 	
Alter – ein Thema für
Potsdam
Brandenburg?! Oder: Wie
sich prekäre Lebenslagen
auf die gesundheitliche
Chancengleichheit im Alter
auswirken“
Fachtagung „Bewegt und
mobil älter werden!“

12.12. 2013
Potsdam

Aktivitäten der Arbeitskreise
Arbeitskreis Altern und Gesundheit
AK-Sprecherin: Prof. Dr. Josefine Heusinger
Stellvertretende AK-Sprecherin: Dr. Barbara Weigl
Webseite: www.gesundheitbb.de/Altern-undGesundheit.641.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Rike Hertwig, hertwig@gesundheitbb.de
Der Arbeitskreis Altern und Gesundheit setzt sich dafür ein,
die gesundheitlichen Interessen Älterer und unter diesen
insbesondere der sozial Benachteiligten zu vertreten und
sich für einen gerechten Zugang zu Gesundheit einzusetzen.
Im Jahr 2013 traf der Arbeitskreis zu vier Sitzungen zusammen und beschäftigte sich u. a. mit den Seniorenpolitischen

27

Leitlinien Berlins, die 2013 verabschiedet wurden. Mitglieder
des Arbeitskreises (u.a Landesseniorenbeirat) waren an
Stellungnahmen zu den Leitlinien an den Senat beteiligt und
haben regelmäßig im Arbeitskreis dazu berichtet und zur
Diskussion angeregt. Die Leitlinien sind eine Grundlage für
ressortübergreifende Seniorenarbeit der Stadt.
Weitere Themen waren die soziale Lage älterer Menschen
sowie Entwicklungen in Bezug auf altersgerechtes Wohnen
in Berlin. In Bezug auf letzteres Thema sieht der Arbeitskreis
einen hohen Handlungsbedarf z.B. hinsichtlich der tatsächlichen Verfügbarkeit barrierefreier Wohnungen für ältere
Menschen. Weitere Themen waren „Gewalt in der häuslichen
Pflege“, die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive
­Altenpflege (2012-2015) sowie das Netzwerk Palliative Geriatrie. Der Bericht „zur sozialen Lage älterer Menschen in Berlin – Armutsrisiken und Sozialleistungsbezug“ zeigte Risiken
der Entstehung armutsnaher Lebenslagen (Krankheit, Behin-

Gesundes Älterwerden

derung, Pflegebedürftigkeit) älterer Menschen anhand von
aufgearbeiteten statistischen Daten auf. Als Konsequenz aus
diesen bekanten Entwicklungen plädierte der Arbeitskreis
dafür, die Seniorenpolitischen Leitlinien stärker an der Vermeidung dieser Risiken zu orientieren.

Jahresbericht 2013

Aktivitäten der Geschäftsstelle
Zentrum für Bewegungsförderung (ZfB) Brandenburg
Projektlaufzeit: seit 2009
Finanzierung: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (seit 2011)
Webseite: www.gesundheitbb.de/Zentrum-fuer-Bewegungsfoerderung.1401.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Marisa Elle, elle@gesundheitbb.de
Maßnahmen für ein gutes und gesundes Älterwerden in
Brandenburg müssen sich an den Bedürfnissen der Menschen und den Bedarfen vor Ort orientieren. Das ZfB Brandenburg ermittelt regionale und kommunale Besonderheiten für mehr Gesundheit und Bewegung im Alter, identifiziert
Beispiele guter Praxis, befördert den Dialog und Erfahrungsaustausch und begleitet den Gesundheitszieleprozess
„Bündnis Gesund Älter werden im Land Brandenburg“.

Abb. Workshop-Impressionen

Im Zusammenhang mit der Bundestagswahl 2013 hat sich
der Arbeitskreis mit den Wahlprüfsteinen der BAGSO beschäftigt. Diese beinhalteten Positionen u.a. zu Alterssicherung, Altersgrenzen und Diskriminierung, Engagement und
Partizipation sowie Gesundheit, Wohnen und Pflege. Aus
Sicht des Arbeitskreises waren diese Inhalte in den Programmen aller Parteien zu wenig vertreten.

28

Die Themen wurden sowohl von Expertinnen und Experten
aus dem Arbeitskreis vorbereitet als auch durch externe Referierende vorgestellt.

Marisa Elle
Projektkoordinatorin
Zentrum für Bewegungs­
förderung Brandenburg
(in Elternzeit)
Fon: 0331 – 88 76 20 15
elle@gesundheitbb.de

Der Arbeitskreis beteiligte sich auch 2013 aktiv am Kongress
Armut und Gesundheit. Die Foren zum Thema „Ältere Menschen“ wurden auf den Sitzungen des Arbeitskreises diskutiert, einige Mitglieder übernahmen Moderationsaufgaben.
Gemeinsam vorbereitet wurde ein Forum, das sich mit den
Gesundheitspotenzialen von politischem Engagement beschäftigt hat. Dabei sind Seniorenvertreter, Aktivistinnen
und Aktivisten der „Stillen Straße“ ins Gespräch gekommen.
Bei der „Stillen Straße“ handelt es sich um eine Seniorenbegegnungsstätte, die nach drohender Schließung durch engagierte Seniorinnen und Senioren besetzt und ehrenamtlich
weiterbetrieben wurde, bis schließlich die Volkssolidarität
den weiteren Betrieb ermöglichte.
Das Projekt „Stille Straße“ wurde vom Arbeitskreis mit hohem Interesse gewürdigt. Beeindruckt haben dabei das Engagement und die generationenübergreifende Solidarität.
Gleichzeitig besteht im Arbeitskreis überwiegend Konsens,
dass die Verantwortung der Kommunen für Betrieb/Erhalt
von Senioreneinrichtungen unverzichtbar sei.
Im Jahr 2013 hat sich der Arbeitskreis zudem wieder in die
Vorbereitungen des Kongress 2014 eingebracht.

Das ZfB ist im Land als fachlicher Ansprechpartner u.a. zum
Thema Gesundheits- und Bewegungsförderung im Alter bekannt. So wurden in 2013 die Städte Eberswalde und der
Landkreis Ostprignitz-Ruppin bei der Planung von bedarfsorientierten Maßnahmen unterstützt. In einem Stadtteil von
Eberswalde wurden nach einer Analyse der bestehenden Angebote sowie der Wünsche und Bedürfnisse der älteren Bewohnerinnen und Bewohner Handlungsempfehlungen erarbeitet. Hierauf aufbauend konnte in 2013 eine Zukunftswerkstatt durchgeführt werden. Es wurden die primären Handlungsfelder Sicherheit, ärztliche Versorgung und Sauberkeit
bearbeitet und erste Maßnahmen geplant. Die konkrete Umsetzung von Maßnahmen ist in 2014 vorgesehen.
Auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin setzt sich mit den Folgen der demografischen Entwicklung und daraus resultierenden Maßnahmen für ältere Menschen auseinander. Seit
2013 unterstützt das ZfB in Neuruppin ein sogenanntes Diskussionscafé, bei dem Akteurinnen und Akteure der Gesundheits- und Bewegungsförderung im Alter zusammenkommen
und sich fachlich austauschen. Ziel der vergangenen Treffen
war die Planung eines Aktivplatzes im öffentlichen Raum für
Jung und Alt in der Stadt. Zuvor wurden regionale Besonderheiten und Bedarfe ermittelt. In 2014 soll der Aktivplatz an
einem Mehrgenerationenhaus entstehen.
Im Gesundheitszieleprozess „Bündnis Gesund Älter werden
im Land Brandenburg“ hat das ZfB die Sammlung guter Praxis „Bewegt und Mobil älter werden“ unterstützt. Darüber
hinaus hat es Beispiele guter Praxis aus dem landesweiten
Wettbewerb „Aktivplätze, fertig, los!“ sichtbar gemacht.

Jahresbericht	2013

Zentrum für Bewegungsförderung Berlin
Projektlaufzeit:	seit	2009
Finanzierung:	Senatsverwaltung	für	Gesundheit	und	Soziales
Webseite:	www.berlin.gesundheitfoerdern.de	(Themenbereich	Gesund	altern	in	Berlin/Bewegung)
Ansprechpartnerin bei GesBB:	
Cornelia	Wagner,	wagner@gesundheitbb.de
Das	 Zentrum	 für	 Bewegungsförderung	 (ZfB)	 Berlin	 fördert	
Rahmenbedingungen	und	Strukturen,	die	ältere	Berlinerinnen	und	Berliner	darin	unterstützen,	den	Alltag	bewegungsreich	und	aktiv	zu	gestalten.	Als	Vernetzungs-	und	Koordinierungsstelle	im	Land	Berlin	wendet	es	sich	dafür	an	Multiplikatorinnen,	 Multiplikatoren	 und	 Fachkräfte	 aus	 Bereichen	
der	Bewegungs-	und	Sportförderung,	der	kommunalen	Verwaltung,	Seniorenarbeit,	Stadtentwicklung	und	Quartiersarbeit.	 Besonderes	 Augenmerk	 gilt	 dabei	 jenen	 Älteren,	 die	
weniger	leicht	Zugang	zu	Bewegungsangeboten	haben.	
Im	 Berichtszeitraum	 führte	
das	 ZfB	 die	 Schwerpunkte	
aus	 den	 vergangenen	 Jahren	 fort:	 Seit	 2010	 unterstützt	 es	 Einrichtungen	 in	
den	 Bezirken	 darin,	 Berliner Spaziergangsgruppen	
(www.berlin.gesundheitfoerdern.de/Berliner-Spazier
gangsgruppen.1537.0.html)	
aufzubauen	und	zu	etablieren.	 Unter	 dem	 Dach	 des	
Evangelischen	 Verbandes	
für	Altenarbeit	und	Pflegerische	Dienste	(EVAP)	bildeten	sich	
2013	in	fünf	Berliner	Kirchengemeinden	neue	Gruppen.	Koordiniert	durch	soziale	Einrichtungen	vor	Ort	und	(ehrenamtlich)	begleitet,	bieten	diese	Menschen	mit	und	ohne	Mobilitätseinschränkungen	 Gelegenheit	 für	 regelmäßige	 gemeinsame	Runden.	Mit	der	Werkstatt	„Bewegtes Altern im Quartier“	 (www.berlin.gesundheitfoerdern.de/Werkstatt-Quartier.
1501.0.html)	bietet	das	ZfB	außerdem	ein	Modul	an,	das	darin	
unterstützt,	 ressortübergreifend	 zusammenzuarbeiten	 und	
Qualität	 weiterzuentwickeln.	 Während	 die	 Werkstatt	 2011	
und	2012	erprobt	wurde,	stand	2013	die	konzeptionelle	Weiterentwicklung	im	Mittelpunkt.	Gemeinsam	mit	Partnern	vor	
Ort	erprobte	das	ZfB	im	Juni	2013	zudem	erstmalig	die	Methode	 der	 Stadtteilbegehung	 (www.berlin.gesundheitfoer
dern.de/Partizipative-Quartiersgestaltung.1503.0.html),	 welche	 Ältere	 in	 die	 bewegungsfreundliche	 Gestaltung	 ihres	
Stadtteils	einbezieht.	
Unter	dem	Dach	von	Gesundheit	Berlin-Brandenburg	arbeitet	das	ZfB	u.a.	eng	mit	der	Fachstelle	für	Prävention	und	Gesundheitsförderung	 im	 Land	 Berlin	 zusammen	 und	 ist	 ein	
wesentlicher	Partner	in	der	Umsetzung	des	Berliner	Gesundheitszieleprozesses.	In	dieser	Kooperation	wurde	in	2013	die	
Webseite	 der	 Fachstelle	 www.berlin.gesundheitsfoedern.de	
im	Bereich	„Gesund	altern	in	Berlin“	modifiziert.	

Gesundes	Älterwerden

Koordinierungsstelle
Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg
Projektlaufzeit:	seit	2004	
Finanzierung:	Arbeitsgemeinschaften	der	Krankenkassen	
und	Krankenkassenverbände	im	Land	Brandenburg,	
Ministerium	für	Umwelt,	Gesundheit	und	Verbraucherschutz,	Ministerium	für	Arbeit,	Soziales,	Frauen	und	
Familie,	Bundeszentrale	für	gesundheitliche	Aufklärung
Webseite:	
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/brandenburg	
Ansprechpartnerin	bei GesBB:	
Aileen	Weise,	weise@gesundheitbb.de	
Ein	 Schwerpunkt	 der	 Koordinierungsstelle	 Gesundheitliche	
Chancengleichheit	 Brandenburg	 ist	 die	 Gesundheitsförderung	bei	sozial	benachteiligten	Älteren.	In	2013	beleuchtete	
der	 Transfertag	 „Bürgerschaftliches	 Engagement“	 die	 Notwendigkeit	von	ehrenamtlicher	Arbeit	und	anderen	Möglichkeiten	 des	 Engagements	 in	 der	 Gemeinde	 –	 insbesondere	
vor	 dem	 Hintergrund	 der	 demografischen	 Entwicklung	 und	
deren	 Folgen	 für	 strukturschwache	 Regionen	 des	 Landes	
Brandenburg.	Verantwortliche	aus	den	Bereichen	Kommune,	
Familie,	Soziale	Stadt,	Quartiersarbeit,	Seniorinnen	und	Senioren	sowie	regionale	Multiplikatorinnen	und	Multiplikatoren	nahmen	am	moderierten	Erfahrungsaustausch	teil.	
Einen	weiteren	Schwerpunkt	
in	2013	bildete	die	Auseinandersetzung	 mit	 dem	 Thema	
Armut	 im	 Alter	 und	 ihre	 Folgen.	 Al	tersarmut	 betrifft	 immer	mehr	Menschen	im	Land	
Bran	den	burg.	 Mehr	 als	 10	
Prozent	 der	 Einwohnerinnen	
und	Einwohner	über	65	Jahre	
gelten	 als	 armutsgefährdet,	
Tendenz	steigend.	
Für	 die	 Le	bens	la	gen	 Älterer	
stellt	Ar	mut	ein	starkes	Belastungsrisiko	dar.	Geringe	finanzielle	Mittel	er	schwe	ren	nicht	nur	die	Versorgung	mit	alltäglichen	Dingen,	son	dern	auch	die	Teil	ha	be	am	gesellschaftlichen	Leben.	
Ar	mut	im	Alter	nimmt	direkten	Ein	fluss	auf	die	Ge	sund	heit	
älterer	 Menschen,	 was	 durch	 Mehrfacherkrankungen	 und	
Pflegebedürftigkeit	noch	verstärkt	wird.	Sozial	benachteiligte	 ältere	 Menschen	 haben	 neben	 einem	 erhöhten	 Erkrankungsrisiko	auch	eine	höhere	Sterberate	im	Vergleich	zu	sozial	 besser	 gestellten	 Älteren.	 Vor	 diesem	 Hintergrund	 beschäftigte	sich	die	Fachtagung	„Armut	im	Alter	–	ein	Thema	
für	Brandenburg?“	mit	der	Frage:	Wie	kann	ein	gutes	und	gesundes	Älterwer	den	un	ter	diesen	Be	din	gung	en	den	noch	gelin	gen?	 Landesweite	 Partner	 suchten	 nach	 möglichen	 Lösungswegen	und	arbeiteten	an	praktikablen	Ansätzen.	

Cornelia Wagner
Projektkoordinatorin	
Zentrum	für	Bewegungsförderung	Berlin
Fon:	030	–	44	31	90	99
wagner@gesundheitbb.de

29

Migration und Gesundheit

Jahresbericht 2013

Migration und Gesundheit
Die Gesundheits- und Sozialberichterstattung in Berlin belegt immer wieder, dass Menschen mit geringen Deutschkenntnissen in belastenden Lebenslagen ungleiche Bildungs- und Gesundheitschancen besitzen. Eine große Herausforderung besteht darin, Zugänge zu allen Diensten und Angeboten bedarfsgerecht zu gestalten. Im sozialen und gesundheitlichen Sektor
herrschen häufig sowohl sprachliche als auch kulturelle Zugangsbarrieren, und zwar auf individueller, institutioneller und
struktureller Ebene. Hier will Gesundheit Berlin-Brandenburg einen Beitrag zur Gestaltung bedarfsgerechter Informationsund Unterstützungsangebote leisten und die interkulturelle Öffnung/Diversity-Management von Einrichtungen und Angeboten unterstützen.
Der Gemeindedolmetschdienst bietet Sprach- und Kulturmittler vornehmlich im medizinischen und sozialen Sektor an, die
die Verständigung zwischen Migrantinnen, Migranten und Fachkräften verbessern. Das Tandemprojekt „Vielfalt von Elternkompetenzen stärken“ wurde im Berichtszeitraum abgeschlossen.

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013

30

Veranstaltung

Datum/Ort

Projekt

Runder Tisch Rund um die Geburt

30.04.2013
Berlin

Gesund im Reuterkiez

Gesundheitspolitischer Dialog

18.06. 2013 	
Berlin

AG sozialdemokratischer
Frauen, AG Sozialdemo­
kratinnen und Sozial­
demokraten im Gesund­
heitswesen, AG Migration
und Vielfalt

Fachtagung „Vielfalt von (Eltern-)
Kompetenzen wahrnehmen – Wie
gelingt die Zusammenarbeit
mit türkeistämmigen und
arabischsprachigen Jugendlichen
und ihren Eltern in Kreuzberg?“

09.09. 2013 	
Berlin

Modellvorhaben
Präventionskette,
Tandemprojekt

Runder Tisch Rund um die Geburt

05.11.2013
Berlin

Gesund im Reuterkiez

Aktivitäten der Arbeitskreise
Arbeitskreis Migration und Gesundheit
AK-Sprecherin: Ingrid Papies-Winkler (Bezirksamt
Friedrichshain-Kreuzberg, Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit)
Stellvertretende AK-Sprecherin: Natascha Garay
(Bayouma-Haus)
Webseite: www.gesundheitbb.de/Migration-undGesundheit.1355.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Sabine Oldag, oldag@gesundheitbb.de
Die begonnene Berufsbildentwicklung von Sprach- und Kulturmittlern in Kooperation mit SPRINT Wuppertal, der gemeinnützigen Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen
mbH, und diversen weiteren Partnern wurde weiterentwickelt. Mit den Qualifizierungsmaßnahmen wurde Ende 2013
begonnen.
2013 fanden aufgrund mangelnder personeller Ressourcen
keine regelmäßigen Sitzungen des Arbeitskreises statt. Das

In Kooperation mit

Link

Planungs- und
Koordinierungsstelle Gesundheit
und Jugendamt
des Bezirksamtes
FriedrichshainKreuzberg

www.gesundheitlichechancengleichheit.de/berlin/
gesund-aufwachsen-inmarzahn-hellersdorf/vielfaltvon-eltern-kompetenzenwahrnehmen/

Jahres-Schwerpunktthema Migration und Behinderung wurde jedoch mit Arbeitskreismitgliedern in Kooperation mit
dem Frauengesundheitsnetzwerk, Unter-AG Migration und
Frauen, und dem Verein Kindernetzwerk für Familien mit
chronisch kranken und behinderten Kindern thematisiert.
Das Kindernetzwerk begann, eine Bestandsaufnahme über
Angebote und Anbieter zu erstellen, Bedarfe zu ermitteln sowie Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Der Arbeitskreis begann gemeinsam mit der Planungs- und
Koordinierungsstelle Gesundheit des Bezirks FriedrichshainKreuzberg mit der Konzeption einer Veranstaltung. Hier wurde eine Befragung von erwachsenen Behinderten durchgeführt. Die vom Arbeitskreis geplante Veranstaltung wurde
dann aber abgesagt, da es parallel mehrere Veranstaltungen
mit ähnlichen Inhalten gab.
Für den Kongress Armut und Gesundheit 2014 wurde ein
Fachforum zum Thema „Verwehrte Chancengleichheit?
Wege zu einer kultursensiblen und barrierefreien Versorgung von Frauen“ organisiert. Ein zweites Forum zur Interkulturellen Öffnung und Qualitätsentwicklung in der Sprachund Kulturmittlung wurde mitorganisiert.

Jahresbericht 2013

Migration und Gesundheit

Aktivitäten der Geschäftsstelle
Gemeindedolmetschdienst
Projektlaufzeit: 1.1.2013 – 31.12.2013
Finanzierung: Integriertes Gesundheitsprogramm (IGP)
Webseite: www.gemeindedolmetschdienst-berlin.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Sabine Oldag, oldag@gesundheitbb.de
Die kontinuierliche Steigerung der Einsätze des Gemeindedolmetschdienstes setzte sich wie in den Jahren zuvor auch
2013 weiter fort. Der sogenannte „klassische“ Arbeitsbereich des Gemeindedolmetschdienstes umfasst u.a. die Einsätze in Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäusern sowie in kommunalen Einrichtungen wie z.B. Jugend- und So­
zialämtern. Dieser Bereich erfolgt auf Honorarbasis mit den
beauftragenden Einrichtungen.
Im Honorarpool des Gemeindedolmetschdienstes befinden
sich ca. 125 nahezu ausschließlich muttersprachige Mitarbeitende, die insgesamt 55 Sprachen und Dialekte abdecken. 14 von ihnen sind beeidigt.
Die kontinuierlich wachsenden Einsatzzahlen (siehe Tabelle)
des GDD bilden die Nachfrage und Einsatzbereiche des Services ab:

Abb. Bezirkliche Aktivitäten für Familien mit Migrationshintergrund, Tandemprojekt zum
Modellvorhaben Präventionskette

discher Roma“ für die qualifizierte Sprach- und Kulturmittlung dem öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zur Verfügung. Knapp 3.000 Einsätze gab es bereits im Jahr 2013. Dabei handelte sich nach wie vor schwerpunktmäßig um Einsätze für die Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung und den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, zunehmend auch für den Infektions-, Katastrophen- und umweltbezogenen Gesundheitsschutz. Hauptsächlich werden
die Sprachen Bulgarisch und Rumänisch benötigt, aber auch

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Gesamtzahl der
Einsätze

989

1391

1880

2240

3285

4591

6182

davon schriftlich

54

68

161

166

245

266

195

In Krankenhäusern

385

546

741

878

1408

1718

2238

davon Psychiatrie

191

390

583

693

1028

1229

1359

In Einrichtungen der
Bezirksämter

411

549

626

751

964

1307

1552

davon	
Jugendämter

339

427

488

636

626

981

1268

bei freien Trägerrn

105

216

420

500

650

1309

1875

Gefragt waren im Vergleich zum Vorjahr vor allem die Sprachen Russisch, Türkisch, Dari und Vietnamesisch. Auch die
Aufträge für Gemeindedolmetscherinnen und -dolmetscher
mit ausgewiesener Kompetenz für schriftliche Übersetzungen stiegen deutlich an. Das Spektrum der Auftraggeber
reichte dabei von den Senatsverwaltungen über Bezirksämter und Kliniken bis hin zu Facheinrichtungen.
Seit Oktober 2012 steht der Gemeindedolmetschdienst im
Rahmen des „Berliner Aktionsplan zur Einbeziehung auslän-

Türkisch für die türkische Minderheit in Bulgarien sowie gelegentlich Ungarisch. Drei angestellte Gemeindedolmetscherinnen sowie entsprechende Mitarbeitende auf Honorarbasis aus dem Pool stehen für den stetig zunehmenden
Bedarf in den Sprechzeiten zur Verfügung, wenn es darum
geht, bei Untersuchungen, Beratungen und Impfungen von
schwangeren Frauen, Menschen mit meldepflichtigen Erkrankungen, Nichtversicherten sowie bei Schuleingangsuntersuchungen sprach- und kulturmittelnd zu unterstützen.

Sabine Oldag
Projektleitung GDD
Fon: 030 – 44 31 90 92
oldag@gesundheitbb.de

31

Migration und Gesundheit

„Vielfalt von Elternkompetenzen wahrnehmen“
Projektlaufzeit: September 2010 – September 2013
Förderer: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt (über die Berliner Initiative Aktionsräumeplus)
Webseite: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
berlin/gesund-aufwachsen-in-marzahn-hellersdorf
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Saffana Salman, salman@gesundheitbb.de

Saffana Salman
Vielfalt von Eltern­
kompetenzen/	
Gesund im Reuterkiez
Fon: 030 – 44 31 90 76
salman@gesundheitbb.de

32

Das Projekt „Vielfalt von Elternkompetenzen wahrnehmen“
bildete von September 2010 bis September 2013 das Tandemprojekt zum Modellvorhaben „Gesund aufwachsen in
Marzahn-Hellersdorf“ (s. S. 22). Ziel des Tandemprojekts
war es zu untersuchen, inwiefern sich Ansätze und Maßnahmen zur Stärkung von Elternkompetenzen bei Eltern mit arabischem und türkischem Migrationshintergrund von solchen
mit Eltern ohne Migrationshintergrund unterscheiden bzw.
welche Gemeinsamkeiten festzustellen sind.
Für das Tandemprojekt wurden zu jeder Lebensphase Eltern
mit den o. g. Migrationshintergründen im Rahmen von Fokusgruppen befragt. Die Ergebnisse wurden ausgewertet
und mit Fachtagungen der breiten (Fach-)Öffentlichkeit präsentiert. In 2013 mündeten die Befragungen von Eltern und
von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die vierte und
letzte Fachtagung „Vielfalt von (Eltern-)Kompetenzen wahrnehmen – Wie gelingt die Zusammenarbeit mit türkeistämmigen und arabischsprachigen Jugendlichen und ihren Eltern in
Kreuzberg?“ am 9. September 2013.
Die Fachtagung erreichte über 130 Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Stadtentwicklung/Soziale Stadt, aber auch interessierte Eltern
und Jugendliche. Mit interaktiven und partizipativen Methoden diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam über Bilder,
Vorurteile und Stereotypen im Zusammenhang mit der Phase Jugend, gelingende Zugänge zu Eltern und Jugendlichen,
über die Perspektive von Jugendlichen auf ihr eigenes Leben
sowie das durch Medien geprägte Bild von Muslimen bzw.
Islam.

Abb. Bezirkliche Aktivitäten für Familien mit Migrationshintergrund, Tandemprojekt zum
Modellvorhaben Präventionskette

Jahresbericht 2013

„Gesund im Reuterkiez!“
Projektlaufzeit: 2010 – 2014
Finanzierung: Soziale Stadt – Quartiersfonds 3
Webseite: www.gesundheitbb.de/Gesund-imReuterkiez.1364.0.html
Ansprechpartnerinnen bei GesBB:
Andrea Möllmann-Bardak, 	
moellmann-bardak@gesundheitbb.de,
Saffana Salman, salman@gesundheitbb.de
Die gesundheitliche Lage von Familien mit Kindern bis sechs
Jahren in belasteten Lebenslagen zu verbessern, ist das Ziel
des Projekts „Gesund im Reuterkiez!“ im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz in Neukölln Nord. Leitgedanke
des Projektes ist es, sozial benachteiligte Kinder und Familien, insbesondere mit Migrationshintergrund, in ihrem unmittelbaren Lebensraum tatsächlich zu erreichen und aktiv
an der Gestaltung bedarfsgerechter Angebote zu beteiligen
sowie die Kooperation und Vernetzung der Träger von Angeboten und Einrichtungen zu verbessern. Gesundheitsfördernde Kompetenzen sollen auf- und ausgebaut und entwickelte Maßnahmen nachhaltig verankert werden. Diesen
quartiersbezogenen Prozess koordiniert Gesundheit Berlin-Brandenburg im Rahmen des Programms „Stadtteile
mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“,
Quartiersfonds 3.
Das Projekt läuft insgesamt über drei Förderphasen und
setzt seit Beginn im Jahr 2010 auf zwei Schwerpunkte: Gesundheitsförderung rund um die Geburt und Bewegungsförderung/ Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion.
Im Jahr 2013 konzentrierte sich das Projekt weiter auf die Organisation und Durchführung des in 2011 ins Leben gerufenen Runden Tischs rund um die Geburt. Die Runden Tische
fanden am 30.4. und am 5.11.13 statt. Thematisch wurde mit
den Teilnehmenden über Zugänge zu Familien in belastenden Lebenslagen diskutiert und die Kooperation des KJGD
mit den Stadtteilmüttern im Rahmen des Ersthausbesuchs
im Reuterkiez beleuchtet. Außerdem diskutierten die Beteiligten, wie Gynäkologinnen und Gynäkologen, Hebammen
und Kinder- und Jugendärzte in ihrer Lotsenfunktion hinsichtlich präventiver Unterstützungsangebote für junge Familien gestärkt werden könnten. Gesundheit Berlin-Brandenburg entwickelte ein entsprechendes Infopaket für die
niedergelassenen Arztpraxen im Reuterkiez, dessen Verteilung und Auswertung im ersten Halbjahr 2014 erfolgte. Über
das Projekt wurde auch in 2013 die Eltern-Kind-Gruppe im
Familienzentrum Sonnenschein finanziert.
Zum Schwerpunkt Bewegungsfördernde Schule hat Gesundheit Berlin-Brandenburg an der Elbe-Grundschule die SpieleBuddyAG in Kooperation mit der Schulstation „Die Insel“
konzipiert, geplant und umgesetzt. Mit den Ergebnissen der
Befragung im Herbst 2012 wurde 2013 die Bemalung des
Schulhofes mit bewegungsförderlichen Mustern und Spielen
(Hüpfspiele etc.) umgesetzt. Des Weiteren wurde im 2. Halbjahr 2013 an der Gestaltung der Koch- und Bewegungs-AG im
Elternaktivzentrum der Elbe-Grundschule mitgearbeitet.

Jahresbericht 2013

Patientinnen, Patienten und Betroffene

Patientinnen, Patienten und Betroffene	
Die strukturelle Stärkung von Patientenrechten ist Gesundheit Berlin-Brandenburg ein zentrales Anliegen. Patientinnen und
Patienten, die gesundheitlich bedingt oft körperlich und/oder geistig eingeschränkt sind, bedürfen der Stärkung ihrer eigenen Fähigkeiten mit dem Ziel vermehrter Selbstbestimmtheit oft in besonderer Weise. Die Arbeitskreise der Patientenfürsprecher/innen in Berlin und Brandenburg und die Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie (BIP) Berlin sind wichtige
Anlaufstellen, um Patientinnen und Patienten ihre Rechte nahezubringen und ihnen Unterstützung bei der praktischen Umsetzung anzubieten. Dabei ergänzen sich beide Institutionen sehr gut: Erstere arbeiten ehrenamtlich und direkt vor Ort (im
Krankenhaus), Letztere auf professioneller Ebene und mit mehr Ressourcen, müssen jedoch von Betroffenen kontaktiert
werden („Komm-Struktur“).

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013
Veranstaltung

Datum/Ort

Projekt

„Wie können Patienten die Zukunft der
Gesundheitsversorgung mitbestimmen?“

30.05. 2013	
Berlin

SEKIS

Podiumsdiskussion „Gut betreut? Umgang mit
Beschwerden bei Rechtlicher Betreuung“

10.10. 2013 	
Berlin

BIP

Tag der Offenen Tür

11.10. 2013 	
Berlin

BIP

„Wo wir stehen und was wir wollen –
Zur Weiterentwicklung der Hospiz- und
Palliativversorgung in Brandenburg“

16.10. 2013 	
Potsdam

Gesundheit
BerlinBrandenburg

Aktivitäten der Arbeitskreise
Arbeitskreis Patientenfürsprecher/innen
Brandenburg
AK-Sprecherin: Birgit Kriese (ehemalige Patientenfürsprecherin im Luise-Henrietten-Stift Lehnin)
Webseite: www.gesundheitbb.de/
Patientenfuersprecher-innen-Brandenburg.1357.0.html
Ansprechpartner bei GesBB:
Stefan Weigand, weigand@gesundheitb.de
Im Berichtszeitraum fanden drei Treffen des Brandenburgischen Arbeitskreises Patientenfürsprecher/innen statt.
Schwerpunkte im Berichtszeitraum war die Mitarbeit an den
Handlungsempfehlungen „Stärkung der Patientenfürsprecher/innen in Brandenburg“. Diese Empfehlungen gingen
an alle Kliniken, um als Vorlage und einheitliche Standards
im Umgang mit dem Patientenfürsprecherinnen und -sprechern zu dienen. In der Konzeptionsphase der Publikation
brachten die Teilnehmenden des Arbeitskreises ihre Vorschläge und Änderungswünsche ein, auch das Ministerium
für Umwelt, Verbraucherschutz und Gesundheit (MUGV) war
an der Gestaltung beteiligt.
Beim AK-Treffen am 12.11.2013 war auch Frau Brändle vom
MUGV anwesend, um über die Resonanz der Kliniken zu informieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten von den insgesamt 52
Kliniken des Landes erst 14 eine Rückmeldung gegeben. Frau
Brändle betonte, wie wichtig eine Stärkung des Ehrenamtes  
sei. Sie sprach sich deutlich für die Weiterführung des Projektes aus. So sollen Weiterbildungen zukünftig vom MUGV
finanziert werden.

In Kooperation mit

Link

Paritätischer
Landesverband Berlin

www.gesundheitbb.de/fileadmin/
user_upload/MAIN-dateien/GesBB/
Materialien/Projektmaterial/
Berlin/14-03-10_Doku_Tagung_
Hospiz-_und_Palliativ_Endversion.
pdf

In den AK-Sitzungen ging es immer auch und insbesondere
um einen regen Erfahrungsaustausch, um die Teilnehmenden
gegenseitig bei Problemen und Erfolge im Ehrenamt zu unterstützen. Dies wurde unterstützt durch Erfahrungsberichte von
Pflegedienstleitungen oder dem Beschwerdemanagement
der Kliniken, in denen die Treffen durchgeführt wurden.

Arbeitskreis Patientenfürsprecher/innen Berlin
AK-Sprecherin: Dr. Hildegard Rossi
Webseite: www.gesundheitbb.de/
Patientenfuersprecher-innen-Berlin.1356.0.html
Ansprechpartner bei GesBB:
Stefan Weigand, weigand@gesundheitbb.de
Der Berliner Arbeitskreis Patientenfürsprecher/innen ist ein
Forum zu Fortbildung und Austausch der Patientenfürsprecherinnen und -sprecher Berlins, die von der Bezirksverordnetenversammlung gewählt werden. Sie setzen sich in den Kliniken Berlins als Mittler und an der Seite der Patientinnen und
Patienten für die Wahrnehmung und Durchsetzung von deren
Interessen und Rechten ein. Patientenfürsprecherinnen und
-sprecher sind unabhängig und unterliegen der Schweigepflicht, dies ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie sind Ansprechpartner für
Beschwerden und Kritik von Patientinnen und Patienten und
vertreten diese gegenüber dem Klinikpersonal, der Klinikleitung und/oder dem Träger der Einrichtung.
Patientenfürsprecherinnen und -sprecher sind verpflichtet,
einmal jährlich einen Bericht über ihre Tätigkeit zu verfassen
und diesen dem Bezirk (meist dem Gesundheitsausschuss)
vorzulegen. Die Berichte werden im Internet veröffentlicht.

33

Patientinnen, Patienten und Betroffene

Der Arbeitskreis arbeitet eng mit der Patientenbeauftragten
des Senats, Frau Stötzner, zusammen und hat gute Verbindungen zu den Patientenfürsprecherinnen und -sprechern im
Land Brandenburg. Im Jahr 2013 trafen sich seine Mitglieder
etwa alle zwei Monate. Wichtige Themen  waren die Einführung neutraler, nicht klinik-gebundener Emailadressen, um
die Kontaktaufnahme für die Patientinnen und Patienten zu
erleichtern.

Petra Rossmanith
Leitung der BIP
Fon: 030 – 789 500 36 11
rossmanith@
psychiatrie-beschwerde.de

34

Ein weiteres sehr wichtiges Thema, das immer wieder auf der
Tagesordnung steht, ist die Patientenverfügung. Zu diesem
Komplex gab es zwei Fortbildungen unter der Mitwirkung
von Herrn Wardenga (Patientenfürprecher) und Rechtsanwalt Bickel, die sich beide schon länger mit dem Thema befassen und wertvolle Hinweise und Ratschläge weitergegeben haben.
Die Arbeitskreistreffen dienen u.a. dem Austausch über
Schwierigkeiten und Probleme in Ausübung des Amtes. Die
Zusammenarbeit mit den Kliniken gestaltet sich sehr unterschiedlich: die Arbeitsbedingungen wie z.B. die Bereitstellung eines Büros, eines Computers oder auch nur eines Anrufbeantworters sind nicht bei allen gewährleistet. Die Ansprechbarkeit von Mitarbeitenden in den Kliniken ist ebenfalls unterschiedlich. Generell lässt sich feststellen, dass
sich die Zusammenarbeit zum Wohle der Patientinnen und
Patienten deutlich leichter gestaltet, wenn Klinikleitungen
das Amt unterstützen. Auch die Bezirke agieren sehr unterschiedlich in der Unterstützung des Amtes. Speziell neu gewählte Sprecherinnen und Sprecher benötigen verlässliche
bezirkliche Ansprechpartner und eine umfassende Einführung in ihr Amt. Im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitskreises der Bezirke einigten wir uns auf eine einheitliche Ausschreibung des Amtes. In regelmäßigen Treffen sollen zukünftig weitere gemeinsame Regeln zur Unterstützung und
Verbesserung der Zusammenarbeit mit der Bezirksebene
entwickelt werden.
Insgesamt ist es wünschenswert, das Amt der Patientenfürsprecherinnen und -sprecher bekannter zu machen, um allen
Patientinnen und Patienten die Möglichkeit zu eröffnen, sich
dieser Unterstützung ihrer Rechte und ihrer Anliegen zu versichern.

Abb. Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie

Jahresbericht 2013

Aktivitäten der Geschäftsstelle
Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie
in Berlin (BIP)
Projektlaufzeit: seit Mitte 2010
Finanzierung: Senatsverwaltung für Gesundheit und
Soziales Berlin
Webseite: www.psychiatrie-beschwerde.de
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Petra Rossmanith, rossmanith@psychiatrie-beschwerde.de

Mehr als drei Jahre sind es nun schon, seit die Beschwerdeund Informationsstelle Psychiatrie in Berlin (BIP) ihre Pforten
geöffnet hat. Seitdem gehen in der Grunewaldstraße, dem
Sitz der BIP, monatlich regelmäßig zwischen 30 und 40 neue
Beschwerden ein. Diese beziehen sich auf alle Bereiche der
psychiatrischen Versorgung und auch auf angrenzende Bereiche mit psychiatrischen Bezügen wie etwa Rentenversicherung, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Mitunter
wenden sich sogar Personen an die BIP, die sich aufgrund
ihrer Psychiatrie-Erfahrung etwa beim Standesamt diskriminiert fühlen. Neben der reinen Beschwerdebearbeitung will
die BIP auch allgemein für eine offene Beschwerdekultur eintreten – dafür wurde unter Anderem in 2013 als neues Format
der „Stammtisch“ für psychiatrische Sprecherinnen und
Sprecher etabliert. Für diese Zielgruppe wurde zudem auch
ein sehr umfangreiches Handbuch als Werkzeugkasten für
den Alltag der Fürsprecherinnen und Fürsprecher in den Kliniken erarbeitet, das auf sehr positive Resonanz stieß.
Als niedrigschwelliges Angebot nimmt die BIP Beschwerden
unbürokratisch, auf vielen verschiedenen Wegen – vom Fax
über Telefon bis zum Kontaktformular auf der Homepage –
und auf Wunsch auch anonym an. Oft geht es nicht nur um
eine einmalige Beratung der Beschwerdeführerinnen und
-führer, sondern um einen länger andauernden Beschwerdeprozess, der sich über mehrere Monate oder sogar Jahre hinziehen kann. In 2013 gingen 438 neue Beschwerden bei der
BIP ein, zudem wurden 259 Beschwerden, die in den Vorjahren eingegangen waren, weiter bearbeitet.
Nach dreijährigem Bestehen zeigt sich, dass die BIP vielen
Akteurinnen und Akteuren der psychiatrischen Versorgung
in Berlin vertraut ist und in vielen Fällen strukturelle Impulse
zur Verbesserung der Versorgung geben konnte. Auch sind
dem BIP-Team durch die mittlerweile ansehnliche Erfahrung
immer mehr Beschwerdewege bekannt, so dass die Beschwerden zielgerichteter verfolgt werden. Negativ abgeschlossen werden mussten in 2013 nur Beschwerden in niedrigem zweistelligem Umfang. Dennoch hat sich ein nicht unbeträchtlicher Sockel von besonders arbeitsintensiven Beschwerden gebildet, die sich durch hohe Komplexität, eine
Vielzahl Beteiligter und/oder im Umgang besonders fordernde Beschwerdeführerinnen und -führer auszeichnen. Die BIP
wird sich daher weiter um eine Erhöhung der Personalbesetzung bemühen, um die eingehenden Beschwerden adäquat  
bearbeiten zu können . In 2013 wurden dazu erste Schritte
unternommen, indem Spenden von Seiten der Träger der
psychiatrischen Versorgung akquiriert wurden.

Jahresbericht	2013

Weiterentwicklung der Hospiz- und
Palliativversorgung in Brandenburg
Projektlaufzeit:	2013
Finanzierung:	Ministerium	für	Umwelt,	Gesundheit	und	
Verbraucherschutz	des	Landes	Brandenburg	(MUGV)
Webseite:	Ansprechpartner bei GesBB:	
Stefan	Weigand;	weigand@gesundheitbb.de	
Schwerstkranke	 und	 sterbende	 Menschen	 bedürfen	 aufgrund	ihrer	besonderen	Lage	häufig	eigener	Formen	der	Versorgung,	 Pflege	 und	 insbesondere	 der	 psychosozialen	 Betreuung.	In	Brandenburg	ist	die	Anzahl	entsprechender	Hospiz-	und	Palliativeinrichtungen	im	letzten	Jahrzehnt	deutlich	
gestiegen.	Ein	großer	Anteil	der	Patientinnen	und	Patienten	
mit	 solchen	 Bedarfen	 wird	 aufgrund	 der	 gut	 aufgestellten	
Palliativstrukturen	und	des	hohen	bürgerschaftlichen	Engagements	der	Hospizbewegung	bereits	erreicht.	Dennoch	verbleiben	für	eine	flächendeckende	psychosoziale	Betreuung	
und	 medizinische	 Versorgung	 auf	 hohem	 Niveau	 Entwicklungspotenziale.	Um	diese	Potenziale	zu	fokussieren,	führte	
Gesundheit	 Berlin-Brandenburg	 im	 Berichtszeitraum	 ein	
Projekt	durch,	in	dessen	Rahmen	ein	Expertenworkshop	sowie	 mehrere	 Experteninterviews	 durchgeführt	 wurden.	 Höhepunkt	war	die	gut	besuchte	Tagung	„Wo	wir	stehen	und	
was	wir	wollen	–	Zur	Weiterentwicklung	der	Hospiz-	und	Palliativversorgung	in	Brandenburg“,	die	Mitte	Oktober	in	der	
Potsdamer	Staatskanzlei	stattfand.	
Besondere	 Aufmerksamkeit	 wurde	 in	 dem	 Projekt	 auf	 die	
Handlungsbereiche	Qualität	der	Versorgung,	Zugang	zu	den	

Patientinnen,	Patienten	und	Betroffene

Strukturen	und	Kooperation	 der	 Beteiligten	 –	 von	 den	
ehrenamtlichen	
Hospizhelfern	 hin	
zu	 Pflegeheimen	
und	 Palliativmedizinern	–	gelegt.	Als	
Ergebnis	 des	 offen	
und	partizipativ	angelegten	Prozesses	
wurden	 von	 Gesundheit	 BerlinBrandenburg	
Handlungsempfehlungen	 entwickelt,	
die	 an	 das	 MUGV	
übergeben	wurden.	In	den	Empfehlungen	wurden	zahlreiche	
Punkte	benannt,	an	denen	eine	weitere	Optimierung	erforderlich	scheint.	Insbesondere	ging	es	dabei	um	Fragen	des	
Schnittstellenmanagements,	 z.B.	 der	 Überleitung	 von	 der	
Klinik	in	geeignete	Einrichtungen,	aber	auch	um	strukturelle	
Fragen	wie	die	nötige	Vorfinanzierung	von	Hospizdiensten,	
die	mitunter	den	Aufbau	solcher	Dienste	erschwert.	Ebenso	
wurde	auf	den	Qualifizierungsbedarf	des	Personals,	die	verbesserte	 Einbeziehung	 von	 psychosozialen	 Hilfen	 und	 des	
sozialen	 Umfelds	 sowie	 Zugangsschwierigkeiten	 einzelner	
Patientengruppen	 –	 z.B.	 von	 Aussiedlerinnen	 und	 Aussiedlern	oder	Menschen	in	Pflegeheimen	–	hingewiesen.	Die	erarbeiteten	Handlungsempfehlungen	wurden	vom	MUGV	entgegen	genommen	und	sollen	nun	mit	den	Trägern	der	Hospiz-	und	Palliativversorgung	abgestimmt	werden.

Stefan Weigand
Projektkoordination	
Weiterentwicklung	der	
Hospiz-	und	Palliativversorgung	in	Brandenburg
Fon:	030	–	789	500	36	16
weigand@gesundheitbb.de

35

Gesunde Arbeitswelt

Jahresbericht 2013

Gesunde Arbeitswelt
Leitgedanke der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist es, mit Verhaltens- und Verhältnisprävention die Gesundheitspotenziale der Mitarbeitenden zu stärken. Dem liegt ein ganzheitlicher, ressourcenorientierter Gesundheitsbegriff zugrunde.
Seit vielen Jahren bietet der Arbeitskreis Betriebliche Gesundheitsförderung bei Gesundheit Berlin-Brandenburg eine Plattform für Austausch und Vernetzung in der Region. Im Berichtszeitraum arbeitete er intensiv mit der Fachstelle zusammen, u.
a. unterstützte er die Vorbereitungen zur 10. Landesgesundheitskonferenz. Auch das Projekt „komm auf Tour“ wird in dieser
Rubrik vorgestellt, welches Jugendliche sehr erfolgreich bei der Berufswahl und Lebensplanung unterstützt. Die Landeskoordinierungsstelle Brandenburg wird durch Gesundheit Berlin-Brandenburg begleitet.
Ein weiteres Themenfeld, in dem Gesundheit Berlin-Brandenburg aktiv ist, ist die Gesundheitsförderung bei (Langzeit-)Arbeitslosen. Arbeitslosigkeit stellt ein Gesundheitsrisiko dar, andererseits erschweren gesundheitliche Einschränkungen die
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Sowohl die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Arbeitsförderung als auch der
Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit bieten Maßnahmen und Möglichkeiten des Fachaustausches an.

Übersicht ausgewählter Veranstaltungen in 2013

36

Veranstaltung

Datum/Ort

Projekt

In Kooperation mit

Pressetermin zu „alice gesund“ an der ASH

30.05. 2013
Berlin

Fachstelle Berlin
und AK BGF

Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin,
Senatsverwaltung für
Gesundheit und Soziales

Link

www.berlin.gesundheitfoerdern.de/
fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/Fachstelle/DokuFachstelle-mail.
pdf

Gesundheitsforum „Seelische Gesundheit in 04.06. 2013
der Arbeitswelt“
Berlin

Fachstelle Berlin,
AK BGF
Landesgesundheitskonferenz Berlin

Workshop – AmigA Erfahrungen und Modelle 10.09. 2013  
Potsdam

Koordinierungsstelle Gesunde Arbeitsförderung

Fachforum „Strukturschwach? Sozial stark!
Gemeindenahe Ansätze zur Förderung der
psychosozialen Gesundheit arbeitsloser
Menschen in Brandenburg“

08.11. 2013
Potsdam

KGC Brandenburg

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/brandenburg/fachforumstrukturschwach-sozial-stark/

10. Landesgesundheitskonferenz
„BERUFsLEBEN gesund gestalten“

15.11. 2013
Berlin

Fachstelle Berlin,
Senatsverwaltung für
Landesgesundheits- Gesundheit und Soziakonferenz Berlin
les, IHK Berlin, AK BGF

www.berlin.gesundheitfoerdern.
de/fileadmin/user_upload/MAINdateien/Fachstelle/FachstellePublikationen/10-LGK-web2.pdf

Workshop zur Vorgehensweise bei der Bean- 19.11. 2013
tragung von Präventionskursen im Rahmen
Potsdam
von Arbeitsförderungsmaßnahmen nach 	
§ 20 SGB V

Koordinierungsstelle Gesunde Arbeitsförderung

Aktivitäten der Arbeitskreise
Arbeitskreis Betriebliche Gesundheitsförderung
AK-Sprecher: Detlef Kuhn, ZAGG Zentrum für
angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheits­
wissenschaften GmbH
Stellvertretende AK-Sprecherinnen:
Dr. Gudrun Borchardt, Techniker Krankenkasse, 	
Landesvertretung Berlin-Brandenburg, und 	
Claudia Sommerschuh, DAK-Gesundheit
Webseite: www.gesundheitbb.de/BetrieblicheGesundheitsfoerderung.1133.0.html
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Rike Hertwig, hertwig@gesundheitbb.de

Die Aktivitäten des AK BGF in 2012, vor allem die Bearbeitung
und Verbreitung des Positionspapiers zu psychischen Belastungen in der Arbeitswelt, wurden in 2013 fortgesetzt. Im
Berichtszeitraum fanden zwei reguläre Arbeitskreissitzungen statt. Ergänzend waren die Mitglieder herzlich eingeladen, an Gesundheitsforum und LGK (s.u.) teilzunehmen, die
u.a. in Kooperation mit dem Arbeitskreis durchgeführt wurden.
Das Positionspapier konnte beispielsweise im Rahmen der
Aktivitäten der Berliner Landesgesundheitskonferenz 2013
präsentiert werden, die sich das Thema „Gesunde Arbeitswelt“ als einen Jahresschwerpunkt gesetzt hatte.	
In die Gestaltung dieses Jahresschwerpunktes hat sich der
Arbeitskreis eingebracht u.a. durch Beteiligung des Arbeitskreissprechers Detlef Kuhn an der Konzeption von AK-Aktivitäten sowie der Vorbereitung der 10. LGK u.a. im Rahmen ei-

Jahresbericht	2013

ner	 LGK-Arbeitsgruppe.	 Die	 Vor-	 und	 Nachbereitung	 dieser	
Veranstaltungen	 wurde	 wiederum	 im	 Rahmen	 des	 Arbeitskreises	reflektiert.	
In	 Kooperation	 mit	 dem	 Arbeitskreis	 fand	 im	 Juni	 2013	 ein	
Gesundheitsforum	 der	 Landesgesundheitskonferenz	 mit	
dem	 Titel	 „Seelische	 Gesundheitsförderung	 in	 der	 Arbeitswelt	statt.	Die	Veranstaltung	wurde	von	Detlef	Kuhn	moderiert,	 stv.	 Sprecherin	 Dr.	 Gudrun	 Borchardt	 stellte	 auf	 dem	
Podium	die	Arbeit	des	Arbeitskreises	sowie	das	Positionspapier	vor.	Im	Vorfeld	des	Gesundheitsforums	und	ebenfalls	in	
Kooperation	mit	dem	Arbeitskreis	fand	ein	Pressetermin	mit	
der	 Staatssekretärin	 Emine	 Demirbüken-Wegner	 sowie	 der	
Hochschulleitung	 und	 weiteren	 Interessierten	 an	 der	 Alice	
Salomon	Hochschule	statt,	bei	dem	das	BGM-Projekt	„alice	
gesund“	als	Beispiel	guter	Praxis	vorgestellt	wurde.	Die	diskutierten	Erfahrungen	wurden	in	die	Fachdiskussion	im	Rahmen	des	Gesundheitsforums	eingebracht.	Die	Zahl	der	Teilnehmenden	zeigte,	dass	dieses	Thema	ein	enorm	hohes	Interesse	 fand	 –	 auch	 die	 Mitglieder	 des	 Arbeitskreis	 waren	
zahlreich	vertreten.
Diese	Vorarbeiten	fanden	ihren	Höhepunkt	in	der	10.	Landesgesundheitskonferenz	im	Ludwig	Erhard	Haus.	Diese	wurde	
unter	dem	Titel	„BERUFsLEBEN	gesund	gestalten“	durchgeführt	(vgl.	S.	11)	und	war	anhand	wesentlicher	Lebensphasen	
und	-situationen	gegliedert.	Der	Arbeitskreissprecher	umriss	
diese	 Perspektive	 der	 Lebensphasen	 sowie	 die	 Entwicklungsphasen	 von	 BGF/BGM	 im	 Eingangsreferat	 der	 Veranstaltung.	 Anschließend	 fanden	 entsprechend	 der	 Phasen	
Workshops	statt,	in	denen	Expertinnen	und	Experten	praktische	Beispiele,	Herausforderungen	und	Lösungswege	diskutierten.	
Wesentliche	Ergebnisse	sind	in	der	Dokumentation	
(www.berlin.gesundheitfoerdern.de/fileadmin/user_upload/
MAIN-dateien/Fachstelle/Fachstelle-Publikationen/10-LGKweb2.pdf)	nachzulesen.	

Abb. 10. Landesgesundheitskonferenz 2013

Ergänzend	 pflegte	 der	 Arbeitskreis	 weitere	 Kooperationen:	
So	besuchte	und	unterstützte	er	u.a.	Veranstaltungen	seiner	
Partner	BIGA	und	Health	Capital.	Diese	und	andere	Kooperationen	ermöglichen	dem	Arbeitskreis	BGF	auch	für	das	Folgejahr	2014	interessante	Tätigkeitsfelder.

Gesunde	Arbeitswelt

Aktivitäten der Geschäftsstelle
Kooperationsverbund Gesundheitliche
Chancengleichheit: Schwerpunktthema
Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen
Projektlaufzeit:	seit	2010
Finanzierung:	Bundeszentrale	für	gesundheitliche	
Aufklärung
Webseite:	www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
gesundheitsfoerderung-bei-arbeitslosen	
Ansprechpartner bei GesBB:	
Stefan	Bräunling,	braeunling@gesundheitbb.de
Gesundheitsförderung	 bei	 Arbeitslosen	 ist	 eines	 der	 vier	
Schwerpunktthemen	 des	 bundesweiten	 Kooperationsverbundes	 Gesundheitliche	 Chancengleichheit,	 koordiniert	
durch	 die	 Geschäftsstelle	 bei	 Gesundheit	 Berlin-Brandenburg.	 Im	 Jahr	 2013	 war	 dem	
bundesweiten	 Fachaustausch	
deutlich	 anzumerken,	 dass	 die	
Kooperationen	im	kommunalen	
Rahmen,	 mit	 Jobcentern,	 Gesundheitsämtern,	GKV	und	weiteren	 Partnern,	 vielerorts	 stärker	 werden.	 Neben	 der	 „Empfehlung	 zur	 Zusammenarbeit“	
von	 GKV	 und	 Bundesagentur	
für	 Arbeit	 erwiesen	 sich	 auch	
das	Fachheft	„Gemeinsam	handeln	–	Chancen	verbessern“	und	das	Eckpunktepapier,	beides	in	den	Vorjahren	durch	den	Kooperationsverbund	entwickelt,	als	vielfach	genutzte	und	hilfreiche	Grundlagen.
Die	 zentralen	 Foren	 für	 den	 bundesweiten	 Austausch	 sind	
der	Themenblock	„Arbeitswelten“	auf	dem	Kongress	Armut	
und	 Gesundheit	 und	 die	 Veranstaltung	 „Fit	 for	 Work“	 des	
Deutschen	 Netzwerks	 für	 Betriebliche	 Gesundheitsförderung	 (DNBGF).	 Auf	 dem	 Kongress	 Armut	 und	 Gesundheit	
konnten	im	März	2013	kommunale	Netzwerke,	die	in	diesem	
Bereich	derzeit	besonders	aktiv	sind,	vorgestellt	werden.	Sie	
kamen	aus	Nordrhein-Westfalen	und	Thüringen	und	werden	
dort	 unter	 anderem	 von	 der	 Landesvereinigung	 bzw.	 dem	
Landeszentrum	unterstützt.	„Fit	for	Work“	im	Oktober	2013	
in	Essen	war	der	Anlass	für	die	Bundesagentur	und	die	GKV,	
ihre	Ideen	zur	Umsetzung	der	„Empfehlung	zur	Zusammenarbeit“	 erstmals	 öffentlich	 vorzustellen.	 Die	 Zusammenarbeit	dieser	sehr	großen	Akteurinnen	und	Akteure	war	nicht	
zuletzt	im	Rahmen	des	Kooperationsverbundes	entstanden.
Das	Kompetenztraining	für	Langzeitarbeitslose	„arbeit	und	
gesundheit“	wurde	2013	als	ein	Beispiel	guter	Praxis	(Good	
Practice)	 ausgezeichnet	 (www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice/arbeit-gesundheit).	 Seit	 2005	
wurden	in	diesem	Handlungsfeld	zwölf	Projekte	identifiziert.	
Daneben	werden	in	diversen	Bundesländern	auch	„Leuchtturm“-Programme	wie	AktivA,	AmigA	oder	JobFit	verbreitet.

37

Gesunde Arbeitswelt

Jahresbericht 2013

Koordinierungsstelle
Gesunde Arbeitsförderung Brandenburg
Projektlaufzeit: 2013
Finanzierung: Europäischer Sozialfonds (ESF)
Webseite: www.gesunde-arbeitsfoerderung.de
Ansprechpartnerinnen bei GesBB:
Dr. Iris Schiek, schiek@gesundheitbb.de;
Tatjana Schulz, schulz@gesundheitbb.de

Iris Schiek
Landeskoordination 	
komm auf Tour
Fon: 0331 – 88 76 20 17
schiek@gesundheitbb.de

38

Seit einigen Jahren etablieren sich Themen der Gesundheitsförderung in der Arbeit mit arbeitslosen Menschen. Die Koordinierungsstelle Gesunde Arbeitsförderung arbeitet in zwei
Modellregionen mit kommunalen Partnern aus der Arbeitsund Gesundheitsförderung mit dem Ziel, AmigA oder AmigAähnliche Modelle zu implementieren.
Ein Erfahrungsaustausch mit AmigA-Akteuren, einem AmigAähnlichen Ansatz der Uni Leipzig sowie Partnern aus Brandenburg Havel und dem Landkreis Oder-Spree sowie Vertreterinnen und Vertretern von Krankenkassen und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie machte Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie praktische Umsetzungsschritte solcher innovativer Ansätze deutlich.
In der Modellregion Brandenburg an der Havel und dem
Landkreis Oder-Spree hat die Koordinierungsstelle Gesunde
Arbeitsförderung auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen mit der Geschäftsführung der Jobcenter und
der kommunalen Verwaltung (Sozialdezernat, Gesundheitsamt) eine Reihe von Aktivitäten umgesetzt.
Basis von Veränderungsprozessen ist das Wissen um mögliche Wege und die Fähigkeit, diese auch umzusetzen. Daher
gab es in beiden Modellregionen Schulungsmodule für Akteurinnen und Akteure der Arbeits- und Gesundheitsförderung zu verschiedenen Themen. Die Modellregionen erarbeiteten ein Konzept zur Kooperation mit einem Mediziner, der
im Jobcenter Fallbesprechungen der Fallmanager und Kunden begleitet. Dieser Prozess braucht eine große Akzeptanz
der Beteiligten, klare Zielstellungen, Gespräche sowie die
externe Moderation. Die Umsetzung des Konzeptes erfolgte
im Projektzeitraum.
Das im Rahmen der Entwicklung von AmigA zwischen den
Krankenkassen und den Landesministerien in Brandenburg
verabredete vereinfachte Verfahren zur Einbindung von Präventionskursen in Maßnahmen der Arbeitsförderung wurde
durch die Koordinierungsstelle neu diskutiert und angepasst.
Im Berichtszeitraum wurde außerdem die Webseite www.
gesunde-arbeitsfoerderung.de eingerichtet, um die Aktivitäten der Koordinierungsstelle nach außen darzustellen. Ihr
Herzstück bildet das umfangreiche Glossar, welches zentrale Begrifflichkeiten der Handlungsfelder Arbeit und Gesundheit erläutert.

Landeskoordinierungsstelle Brandenburg
„komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“
Projektlaufzeit: seit 2008; Förderzeitraum: 2013/2014
Finanzierung: Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung
Webseite:
www.komm-auf-tour.de/umsetzung/brandenburg
Ansprechpartnerin bei GesBB:
Dr. Iris Schiek, schiek@gesundheitbb.de
Gesundheit Berlin-Brandenburg begleitet mit der Landeskoordinierungsstelle seit 2008 das Projekt „komm auf
Tour“. Eine kontinuierliche inhaltliche Weiterentwicklung
und die flächendeckende Umsetzung im Land Brandenburg
haben es zum zentralen erfolgreichen Projekt für die frühzeitige Lebensplanung und Berufsorientierung im Land werden
lassen.
2013 realisierte die BZgA das „komm auf Tour“-Konzept gemeinsam mit den brandenburgischen Agenturen für Arbeit
und dem Land Brandenburg an zehn Standorten dieses Bundeslandes. Der reguläre Parcourszeitrahmen von drei Tagen
pro Standort wurde an fünf Standorten um jeweils einen weiteren Tag erweitert. Damit hatten pro Standort zwischen 500
und 750 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, „komm
auf Tour“ zu besuchen.
Neben Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften sind
Eltern eine wesentliche Zielgruppe des Projektes. 2013 wurden mehr Eltern als in den Vorjahren erreicht. Besonders
profitieren zentrumsferne Regionen von diesem Angebot. So
erreichte das Projekt z.B. im Havelland 133 Eltern, im Landkreis Oberhavel 141 Eltern und im Landkreis Elbe-Elster 120
Eltern. Kernstück der inhaltlichen Entwicklung waren Parcoursmaterialien für die Durchführung der Elternworkshops.
Die Landeskoordinierungsstelle „komm auf Tour“ für das
Land Brandenburg entwickelte im Auftrag der BZgA und in
Abstimmung mit dieser Elternkarten, die 2013 erstmalig sehr
erfolgreich eingesetzt wurden. Das dazu entwickelte Ak­
teurs­papier beschreibt die Potenziale der Arbeit mit den Eltern und soll diese Zielgruppe noch mehr in den Fokus der
Zusammenarbeit rücken.
Die Landeskoordinierungsstelle war auch in 2013 mit „komm
auf Tour“ auf Bildungsmessen vertreten. Hier brachte das
Angebot über ein „Stärkenquiz“ und ein Leitsystem Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zueinander. Des Weiteren
leitete die Koordinierungsstelle die interministerielle Zusammenarbeit zur Steuerung des Projektes und begleitete die
Aktivitäten in Brandenburg mit dem Ziel einer landesspezifischen Anpassung.

Jahresbericht 2013

Anhang

III Anhang

Vorstand und Verein
Am 28. November 2013 wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung der Vorstand neu gewählt. Wir möchten uns bei den
ausscheidenden Mitgliedern herzlich für ihr tatkräfitges Engagement bedanken. 
Berlin

Brandenburg

Neue Mitglieder des Vorstandes

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock
Vorsitzender Paritätischer
Gesamtverband,
Vorsitzender

Franz Josef Lünne
ehem. stv. Vorstandsvorsitzender 	
AOK Nordost	
Vorsitzender (bis 28.11.2013)

Claudia Korf
Landesgeschäftsführerin der Barmer
GEK Berlin-Brandenburg,	
Vorsitzende (seit 28.11.2013)

Prof. Dr. Ulrike Maschewsky-Schneider
ehem. Berlin School of Public Health
stellv. Vorsitzende (bis 28.11.2013)

Monika Gordes
Stellv. Geschäftsführerin Städte- und
Gemeindebund Brandenburg,	
stellv. Vorsitzende

Prof. Dr. Theda Borde
Alice Salomon Hochschule,	
stellv. Vorsitzende (seit 28.11.2013)

Hartmut Brocke
ehem. Vorstandsvorsitzender und
Direktor der Stiftung SPI, Sozialpädagogisches Institut Berlin – Walter May
Schriftführer (bis 28.11.2013)

Hendrik Karpinski
Geschäftsführer Klinikum Niederlausitz,	
Beisitzer

Dr.
 Birgit Hoppe
Direktorin Stiftung SPI,	
Beisitzerin (seit 28.11.2013)

Ingrid Papies-Winkler
Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg,
Planungs- und Koordinierungsstelle
Gesundheit
Schatzmeisterin (bis 28.11.2013)

Kathrin Feldmann
Stadtkontor Gesellschaft für behutsame
Stadterneuerung mbH,	
Schriftführerin

Sabine Schweele
Planungs- und Koordinierungs­stelle
Gesundheit, Bezirksamt FriedrichshainKreuzberg,	
Schatzmeisterin (seit 28.11.2013)

Ehrenvorsitz: Jürgen Hardt

Erweiterter Vorstand, Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitskreise
Arbeitskreis Altern und Gesundheit
Prof. Dr. Josefine Heusinger
(Institut für Gerontologische 	
Forschung e.V.),	
Dr. Barbara Weigl
(Ev. Hochschule Berlin)
Arbeitskreis Betriebliche
Gesundheitsförderung
Detlef Kuhn
(ZAGG Zentrum für angewandte  
Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaften GmbH),	
Dr. Gudrun Borchardt (Techniker
Krankenkasse Berlin-Brandenburg),	
Claudia Sommerschuh (DAK)

Arbeitskreis
Bewegung und Ernährung
Kerstin Moncorps
(Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von
Berlin, OE für Qualitätsentwicklung,
Planung und Koordination des
Öffentlichen Gesundheitsdienstes)

Arbeitskreis Migration, Integration
und Gesundheit
Ingrid Papies-Winkler
(Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg,
Planungs- und Koordinierungsstelle
Gesundheit), 	
Natascha Garay (Bayouma-Haus)

Karen Sass (Sport-Gesundheitspark
Berlin e.V.)

Arbeitskreis
Patientenfürsprecher/innen
Dr. Hildegard Rossi

Arbeitskreis Gesundheitspolitik
(derzeit ruhend)
Arbeitskreis Kind und Familie
Prof. Dr. Raimund Geene
(Hochschule Magdeburg-Stendal)	
Ulrike von Haldenwang

Arbeitskreis
Patientenfürsprecher/innen
Brandenburg
Birgit Kriese
(ehemals Patientenfürsprecherin im	
Luise-Henrietten-Stift Lehnin)
Arbeitskreis
Prävention von Kinderunfällen
Dr. Gudrun Borchardt (Techniker
Krankenkasse Berlin-Brandenburg)
(derzeit ruhend)

39

Anhang

Jahresbericht 2013

Gesundheit
Berlin-Brandenburg
e.V. – Eine Zeitreise
20
Jahre Gesundheit
Berlin-Brandenburg
1989

1990
1992
1993

Rot-grüne Koalitionsvereinbarung in West-Berlin („MomperSenat“) vereinbart die Gründung einer Berliner Hochschule
für Gesundheit und eine Berliner Mitgliedschaft im Gesunde
Städte-Netzwerk – beides scheitert später an Mauerfall und
Koalitionsbruch

1999
2000

Die Gesundheitsförderung findet Aufnahme als §20 des
neuen SGB V
In Berlin startet das Berliner Zentrum Public Health mit dem
1. Studiengang für Gesundheitswissenschaften
29.04. | Erste Planungssitzung zur Entwicklung einer
Berliner Koordinierungsstruktur für Gesundheitsförderung
in der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (AGS) –
dem späteren Sitz von Gesundheit Berlin in der Straßburger
Straße

40
1994
1995

1996

28. und 29.04. | Fachtagung „Gesundheitsförderung
in Berlin“, erste Präsentation des Vereins in der
Öffentlichkeit
08. und 09. 12. | 1. Kongress Armut und Gesundheit von
Gesundheit Berlin in Kooperation mit der Ärztekammer und
Studierenden von Public Health, mit 200 Teilnehmenden die
bislang größte Veranstaltung

2002

Gesundheit Berlin hat sein Gesicht grundsätzlich verändert:
durch die großen Projektbereiche Gesundheitsförderung,
Patienten und Migration und zahlreiche Kleinprojekte sind
mittlerweile 12 festangestellte und etwa 15 studentische
Mitarbeiter/innen in der Geschäftsstelle beschäftigt, die
inzwischen über knapp 300 m2 Bürofläche in der AGS verfügt.
Neben fünf „offiziellen“ Arbeitskreisen sind weitere
6 Arbeitskreise/-gruppen tätig. Inzwischen sind über
100 Mitglieder beigetreten.

2003

Gründung des Kooperationsverbundes
Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten,
Gesundheit Berlin übernimmt Geschäftsstellenfunktion
Jahreswechsel 2003/2004 | Umzug aus der Straßburger in
die Friedrichstraße 231

2004

26.11. | 1. Berliner Landesgesundheitskonferenz

2005

Bundestag beschließt Präventionsgesetz, doch wegen
vorgezogener Neuwahlen gibt es keine Zustimmung mehr
vom Bundesrat

2006

01.04. | Übergang der Geschäftsführung von Raimund Geene
auf Carola Gold

Abschaffung des § 20 aus dem SGB V

17.08. | Erstes Gespräch zur gemeinsamen
Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg zwischen der
Berliner Senatorin für Gesundheit, Heidi Knake-Werner,
und der Brandenburger Ministerin für Arbeit, Soziales,
Gesundheit und Familie (MASGF), Dagmar Ziegler

17.04. | Fachtagung „Berlin – Gesunde Stadt?“,
250 Teilnehmende

1997

Aufgabe der Geschäftsstelle, Geschäftsstelle auf
Honorarbasis von Martina Trauth-Koschnick in einem kleinen
Büro im Klinikum Westend (ZAGG) fortgeführt
05. und 06. 12. | Dennoch: der 3. Kongress Armut und
Gesundheit wird vom AK Gesundheitspolitik, hier
insbesondere von Studierenden und den Plan- und
Leitstellen (Johannes Spatz, Eva Luber, Ingrid PapiesWinkler) organisiert, Schwerpunkt: Arbeitslosigkeit

1998

01.01. | Raimund Geene wird Nachfolger von Martina
Trauth-Koschnick; die Geschäftsstelle zieht in das Haus der
Gesundheit nach Hohenschönhausen.
04. und 05. 12. | Durch den Eröffnungsbeitrag der neuen
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer sowie Regine
Hildebrandt und viele weitere hat der 4. Kongress Armut
und Gesundheit mit fast 400 Teilnehmenden eine neue
Größenordnung erreicht.

In Berlin werden Gesundheitsziele in einem
Steuerungsgremium unter Leitung von Prof. Kleiber
erarbeitet, prioritäre Zielgruppe: Kinder und Jugendliche.
Die Gesundheitsreform der Bundesregierung bringt die
Wiedereinführung der Gesundheitsförderung als „primäre
Prävention“.
01. und 02.12. | Der gerade im Haus der Kulturen der Welt
mit Ilona Kickbusch u.v.a. stattgefundene Armutskongress
hat den Sprung geschafft zum „größten Public HealthKongress in Deutschland“ und repräsentiert in über
30 Einzelveranstaltungen, mit 550 Teilnehmenden die
ganze Bandbreite von schwierigen Lebenslagen und
Gesundheitsförderungsstrategien.

04.11. | Gründungsversammlung, Wahl des Vorstandes
1. Vorsitzender: Roland BeRsdoRf
2. Vorsitzende: anke Buchholtz-GeRke
Schriftführerin. BiRGit dohlus
Schatzmeisterin: syBill aRa
09.12. | Erste Mitgliederversammlung in der Ärztekammer,
Flottenstraße
Beitragsordnung, Kooperationsvereinbarung mit MUT / BQG
der Ärztekammer, die zunächst die Geschäftsstelle sichert,
Räume in der Fehrbelliner Straße

17.03. | Tagung „Patienten – Versicherte – Verbraucher“ im
Rathaus Schöneberg, daraus entsteht die §65a-geförderte
Berliner Patienteninfo Berlin.

2008

01.07. | Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung
im Land Berlin nimmt ihre Arbeit auf

2009

26.05. | Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung
in der Landesvertretung Brandenburg wird im Beisein
der Brandenburger Ministerin Dagmar Ziegler die
Arbeitsgemeinschaft Gesundheit Berlin-Brandenburg
gegründet.
01.07. | Fachstelle Gesundheitsziele in Brandenburg nimmt
ihre Arbeit auf

2012

2013

27.04. | Die Geschäftsführerin Carola Gold verstirbt nach
kurzer schwerer Krankheit. Die neue Geschäftsführung
übernehmen Stefan Pospiech und als Stellvertreterin
Andrea Möllmann.
28.11. | Gesundheit Berlin-Brandenburg feiert sein
20-jähriges Jubiläum

Jahresbericht 2013

Anhang

Ordentliche Mitglieder von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
im Berichtszeitraum
(Ordentliche Mitglieder sind Organisationen.)
Arbeits- und Forschungsgemeinschaft
für Atempädagogik und 	
Atemtherapie e.V. (AFA)

Deutsche AngestelltenKrankenkasse, Landesgeschäftsstelle
Ost

Akademie für Psychotherapie
und Interventionsforschung an der
Universität Potsdam

Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit
im Gesundheitswesen (DVSG)

Landesamt für Gesundheit und
Soziales (LaGeSo)
Landesarbeitsgemeinschaft der
Familienverbände im Land
Brandenburg

Akarsu e.V. Gesundheitsetage

Deutscher Sportlehrerverband
Berlin e.V.

Albatros e.V.

Deutscher Verband für Physiotherapie

AOK Nordost
Apothekerkammer Berlin

Deutsches Netz
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser (DNGfK)

Arbeitskreis Neue Medien

Deutsches Rotes Kreuz

Landeskrankenhausgesellschaft
Brandenburg e.V.

Ärztegesellschaft für Naturheilkunde

Dr. Ebel Fachkliniken GmbH & Co

Landessportbund Berlin e.V.

Ärztekammer Berlin

ESTAruppin e.V.

Landessportbund Brandenburg e.V.

Arbeitsgemeinschaft der
Direktorinnen und Direktoren der
Berliner Volkshochschulen

Feministisches
Frauengesundheitszentrum FFGZ e.V.

Landesstelle Berlin
für Suchtfragen e. V.

Fixpunkt e.V.

BARMER GEK Berlin-Brandenburg

Forum Arbeit e. V.

Ministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz Brandenburg

Berliner Hebammenverband

FU-Institut für psychosoziale
Prävention und Gesundheitsforschung

Berliner Krebsgesellschaft
Berlin School of Public Health
Berliner Sportärztebund
Berufsverband der Kinder- und
Jugendpsychiater im Land
Brandenburg

Gemeinsam im Stadtteil e.V. c/o
Kommunales Forum Wedding
Gesellschaft für Inklusion und Soziale
Arbeit e.V. FaZIT
Gesundheit in der Stadtplanung GHS

BKK Landesverband Mitte

Hebammen Landesverband
Brandenburg e.V.

Bündnis für Familie Westhavelland

Hochschulen für Gesundheit e.V.

Bundesverband der Zahnärzte des
Öffentlichen Gesundheitsdienstes
e.V., Landesstelle Brandenburg

Humanistischer Verband Berlin e.V.

Bezirksamt CharlottenburgWilmersdorf

Institut für Gesundheit und
Sozialforschung (IGES)

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Bezirksamt Mitte
Bezirksamt Neukölln
Bezirksamt Spandau

IKK Brandenburg und Berlin

IPSO gGmbH
Katte e.V.
Klinikum Dahme-Spreewald GmbH
Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH
Klinikum Niederlausitz GmbH

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Knappschaft Verwaltungsstelle
Cottbus

BIG Gesundheit, Die
Direktkrankenkasse

Krankenhaus Hedwigshöhe

Caritasverband
für das Erzbistum Berlin
Carl Thiem Klinikum Cottbus

Krankenhaus Waldfriede, Zentrum für
Gesundheit und Physiotherapie
LAG Berlin zur Verhütung von
Zahnerkrankungen e.V.

Landesarbeitsgemeinschaft 	
für Selbsthilfeförderung 	
Brandenburg e.V.
Landesgruppe Berlin des Deutschen
Verbandes der Ergotherapeuten

NEUhland e.V.
Netzwerk Gesundheit und
Kommunikation e.V.
Schlosspark Klinik,
Gesundheitszentrum
Schwulenberatung Berlin
Sana Kliniken Berlin-Brandenburg
SEKIS, Selbsthilfe Kontakt- und
Informationsstelle
Selbstbestimmte Geburt
und Familie e.V.
Senatsverwaltung für Gesundheit
und Soziales
Seniorenbeirat im Landkreis
Oberhavel
Siemens Betriebskrankenkasse,
Regional Ost
Sport- und Gesundheitspark 	
Berlin e.V.
Stadtkontor GmbH
Städte- und Gemeindebund
Brandenburg
Stiftung SPI
Techniker Krankenkasse BerlinBrandenburg
Theodorus Hospiz gGmbH

41

Anhang

Jahresbericht 2013

Überregionale Arbeitsstelle
Frühförderung Brandenburg
Unfallkasse Berlin
Unfallkasse Brandenburg
Verein demokratischer
Pharmazeutinnen und Pharmazeuten
(VDPP)

Verein Hoffnungstal e.V.

Windpferd e.V.

Vielfalt e.V.

ZAGG Zentrum für angewandte
Gesundheits­förderung und
Gesundheits­wissenschaften gGmbH

Volkssolidarität Berlin e.V.
Volkssolidarität Landesverband
Brandenburg e.V.
Weg der Mitte e. V., 	
Zentrum für Ganzheitliche Gesundheit

Außerordentliche Mitglieder von
Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. im Berichtszeitraum
(Außerordentliche Mitglieder sind natürliche Personen.)
Prof. Dr. Birgit Babitsch,
Universität Osnabrück
Gabi Bartsch,
Deutsche Hauptstelle für 	
Suchtfragen (DHS)

42

Heinrich Bertram,
Psychotherapeutenkammer Berlin
Heinrich Beuscher,
Senatsverwaltung für Gesundheit und
Soziales
Prof. Dr. Theda Borde,
Alice Salomon Hochschule
Dr. Carlchristian von Braunmühl

Monika Gordes,
Städte- und Gemeindebund
Brandenburg
Annefried Hahn,
Hahn & Hahn Coaching
Jürgen Hardt
Evelyne Hohmann,
Theodor-Springmann-Stiftung
Elfi Jantzen,
Bezirksstadträtin CharlottenburgWilmersdorf
Hilla Josten,
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
Werner Kiewe

Birgit Braxator

Dr. Heidi Knake-Werner

Franziska Briest

Uwe Klein,
Krankenhaus Hedwigshöhe

Christian Denzin,
B.A.D. Gesundheitsvorsorge und
Sicherheitstechnik GmbH
Ben Eberle,
Arbeiterwohlfahrt

Andreas Kniesche, VdEK
Sabine Koch-Gensecke,
Landesamt für Gesundheit und
Soziales

Wolfram Eckert,
Praxis für Psychotherapie

Katja Lorenz,
Verein demokratischer
Pharmazeutinnen und Pharmazeuten

Fabian Engelmann,
Kassenärztliche Bundesvereinigung

Prof. Dr. Eva Luber

Dr. Ulrike Faber,
Verein demokratischer
Pharmazeutinnen und Pharmazeuten
Prof. Dr. Raimund Geene,
Hochschule Magdeburg/Stendal
Carola Goen,
Bezirksamt Pankow, Plan- und
Leitstelle Gesundheit

Ulrike Oppermann
Gerd Poerschke,
Schreibabyambulanz
Marlise Rief-Blomert
Dr. Gudrun Rojas
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock,
Vorsitzender des Paritätischen
Wohlfahrtsverbandes –
Gesamtverband e.V.
Andreas Schoppa,
Bundesministerium für Gesundheit,
Büro der Drogenbeauftragten
Olaf Schröter
Philipp K. Schunke
Ingeborg Simon,
Volkssolidarität Berlin
Carola Thumm,
Charité
Martina Trauth-Koschnick,
Gesundheitsamt Potsdam
Wolf-Dietrich Trenner,
Fördergemeinschaft Taubblinde e.V.

Ulrike Maschewsky-Schneider

Dr. Almut Veith

Margret Meyer

Sieglinde Wagner,
Humboldt Krankenhaus

Dr. Petra Müller
Elisabeth Müller-Heck,
Senatsverwaltung für Bildung,
Wissenschaft und Forschung

Stephanie Wetzel,
Ernährungswissenschaftliche
Beratung

Dr. Ulrich Niedermeyer,
Klinik für Psychiatrie

Britta Zander,
TU Berlin

Jahresbericht 2013

Anhang

Mitgliedschaften
von Gesundheit
Berlin-Brandenburg

Liste ausgewählter Publikationen
n	
Beschwerde- und Informationsstelle für Psychiatrie (Hrsg.), Handbuch für
Patientenfürsprecher/innen in den psychiatrischen Kliniken und den
psychiatrischen Stationen der Allgemeinkrankenhäuser in Berlin (PDF)

afgis e.V.
BAG Mehr Sicherheit für Kinder

n	
Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie Berlin, Jahresbericht 2012
(PDF)

Bündnis Gesund Älter werden

n	
Büro der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe, Jubiläumsbroschüre
„Gemeinsam für gesunde Kinderzähne“ (PDF)

Bundesvereinigung Prävention und
Gesundheitsförderung (BVPG)

n	
Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung Berlin (Hrsg.),
BERUFsLEBEN gesund gestalten. Dokumentation der Zehnten Öffentlichen Landesgesundheitskonferenz  (PDF)

Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im
Gesundheitswesen (DVSG)
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband,
Landesverband Berlin

n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg (Hrsg.), Dokumentation „Wo wir stehen
und was wir wollen – Zur Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung in Brandenburg“ (PDF)

Deutscher Verband für Gesundheitswissenschaften und
Public Health (DVGPH) e.V.

n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg (Hrsg.), Jahresbericht 2012 (PDF)
n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg/Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Hrsg.),
Fahrplan „Was ist wichtig in der Zeit rund um die Geburt?“ (PDF)

Deutsches Netzwerk gesundheitsfördernder
Krankenhäuser (DNGfK)
Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit
Landesarmutskonferenz Berlin

n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg/Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Hrsg.),
Kita-Fibel. Tipps und Anregungen für einen guten Kita-Start. (PDF)

Landesgesundheitskonferenz Berlin

n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg/Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Hrsg.),
Wie können Erziehungspartnerschaften in der Praxis gelingen? Eine
Handreichung. (PDF)

Nationale Armutskonferenz (nak)
Netzwerk Frauengesundheit

43

n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg/Netzwerk Gesunde Kita (Hrsg.), Hurtig
Kinder, kommt zu Tisch! Ernährung in Kita und Familie – gut und gesund.
Dokumentation der Fachtagung am 04. November 2011 (PDF)
n	
Gesundheit Berlin-Brandenburg/Regionaler Knoten Brandenburg (Hrsg.),
Es braucht ein ganzes Dorf… Kommunale Ansätze zur Stärkung von
Kindern und Jugendlichen – sektorenübergreifend und ressourcenbündelnd (PDF)
Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Berlin/Fachstelle
n	
für Prävention und Gesundheitsförderung (Hrsg.), Gesund aufwachsen in
Berlin – Ressourcen bündeln, Prozesse steuern und Strukturen aufbauen.
Dokumentation des Fachaustausches 14.02.2013 (PDF)
Gesundheit Berlin-Brandenburg/Zentrum für Bewegungsförderung Berlin
n	
(Hrsg.), Schritt für Schritt zu mehr Partizipation im Alter – Ein Leitfaden
zur Beteiligung älterer Menschen an der Gestaltung bewegungsfreundlicher Quartiere. (PDF)
n	
Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, Handreichung
„Vom Auftauen: Die Vorbereitung kommunaler Strategien“
(www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/service/handreichungen)
n	
Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, Handreichung
„Übergänge und Transitionen: Bedeutung, fachliche Konzepte und
Beispiele“ (www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/service/
handreichungen)
n	
Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, Jahresbroschüre „Von Anfang an gemeinsam – Startphase kommunaler Strategien für
ein gesundes Aufwachsen“ (www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/
von-anfang-an-gemeinsam)
n	
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes
Brandenburg/Gesundheit Berlin-Brandenburg (Hrsg.), Älter werden, aber
sicher – im Land Brandenburg. (PDF)
n	
Netzwerk Frauengesundheit (Hrsg.), Berlin – Gesunde Stadt für Frauen
(PDF)

Finanzen
		

Einnahmen 2013 (voraussichtlich)

	

1.	 Institutioneller Bereich 

	

2.	 Projektgebundene Einnahmen  1.959.607,00 Euro

		

Summe der Einnahmen 

49.210,00 Euro

2.008.817,00 Euro

Impressum
Herausgeber:
Gesundheit Berlin-Brandenburg
Friedrichstraße 231
10969 Berlin
Fon: 030 – 44 31 90 60
Fax: 030 – 44 31 90 63
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Web: www.gesundheitbb.de

Redaktion:
Stefan Pospiech (V.i.S.d.P.)
Marion Amler, Bettina Bels, Jennifer Dirks
Auflage:
500 Stück
Druckerei:
Schöne Drucksachen
Copyright:
Gesundheit Berlin-Brandenburg, September 2014
Bildnachweise:
Gesundheit Berlin-Brandenburg außer:	
S. 6, 11, 20, 22, 31, 32, 37 Ernst Fesseler
S. 4, 5, 15, 17, 28, 34 André Wagenzik
S. 24 Kathleen Friedrich
S. 28, 32, 39 privat	
S. 29 Joana Böhringer
S.39 privat, David von Becker, Stiftung SPI
        
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