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Full text: HELIOS-EinBlicke ... Issue 2015,4

HELIOS EinBlicke
Mitarbeiter 4/2015

Thema: Gesundheitsbericht II
Wie gesund sind unsere Mitarbeiter? Welche Altersstruktur weisen
die Belegschaften in unseren Regionen auf und mit welchen
Krankheitsbildern haben sie vorherrschend zu tun? Zum zweiten
Mal in Folge hat HELIOS die anonymisierten Krankenkassen-Daten
seiner Mitarbeiter ausgewertet.

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HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

HELIOS
GESUNDHEITSBERICHT 2014
Zum zweiten Mal in Folge hat HELIOS die anonymisierten Krankenkassen-Daten seiner Mitarbeiter
ausgewertet. Verwendet wurden die Daten von insgesamt 47.000 Mitarbeitern aus dem Jahr 2014 –
rund doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Auch die Daten der Mitarbeiter der ehemaligen RHÖN Kliniken
wurden in die Analyse aufgenommen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über das Krankheitsgeschehen bei HELIOS im Vergleich zum Wirtschaftszweig Krankenhaus (WZ), zeigen die vorherrschenden
Krankheitsbilder bei den Mitarbeitern im Unternehmen, legen regionale und lokale Unterschiede sowie
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr 2013 offen, die im ersten HELIOS Einblick Gesundheitsbericht
veröffentlicht worden waren ( www.helios-kliniken.de/einblicke).

Grundlage der Auswertung sind die anonymisierten Daten
aller bei Techniker Krankenkasse, Barmer GEK, AOK, und DAK
versicherten HELIOS Mitarbeiter. Der Datenpool umfasst zirka
25.000 HELIOS Mitarbeiter aus dem Pflege- und Funktionsdienst.
Pro HELIOS Region sind knapp 50 Prozent aller beschäftigten
Mitarbeiter abgebildet. Vergleichen lassen sich die HELIOS Daten
mit denen des bundesdeutschen Wirtschaftszweiges Krankenhaus
mit insgesamt 984.000 Arbeitnehmern*, so dass Abweichungen,
Übereinstimmungen und Besonderheiten der HELIOS Belegschaft
im Vergleich zur Gesamtbelegschaft im Wirtschaftszweig Krankenhaus sichtbar werden.

Krankenstand bei HELIOS und im Wirtschaftszweig (WZ)
HELIOS (27.110 Mitarbeiter)

2014

5,38%

WZ (577.913 Mitarbeiter)

2013

0,0%

5,27%

HELIOS (14.112 Mitarbeiter)

5,1%

WZ (554.597 Mitarbeiter)

5,07%

1,0%

2,0%

3,0%

4,0%

5,0%

6,0%

7,0%

Abgebildet ist hier der Krankenstand derjenigen HELIOS Mitarbeiter, die bei AOK und Techniker Krankenkasse versichert sind.
2013 waren dies rund 14.000 HELIOS Mitarbeiter, 2014 rund
27.000 HELIOS Mitarbeiter.
Zum Vergleich: Im Wirtschaftszweig Krankenhäuser sind 2013
rund 550.000 Mitarbeiter, 2014 rund 580.000 Mitarbeiter abgebildet. Auch diese Zahlen beziehen sich nur auf die Versicherten
von AOK und Techniker Krankenkasse.

* Nicht bei allen Berechnungen und Grafiken lassen sich sämtliche vier Krankenkassen sowie die oben genannte in die Analyse eingeflossene Gesamtzahl der Mitarbeiter bei HELIOS und des Wirtschaftszweiges darstellen. Grund dafür sind Datenschutzausfälle und unterschiedliche Krankenkassen-Datenformate, die gelegentlich zu einer „Unvergleichbarkeit“ führen. In diesen Fällen werden nur die wirklich vergleichbaren Kassen- und Wirtschaftszweig-Daten (und damit weniger als 47.000 HELIOS Mitarbeiter /984.000 Mitarbeiter Wirtschaftszweig) ausgewertet und abgebildet.

Impressum
Verleger: HELIOS Kliniken GmbH, Geschäftsführung Karin Gräppi, Friedrichstraße 136, 10117 Berlin, Tel.: 030-52 13 21-0
Verantwortlich für den Inhalt: Natalie Erdmann (V.i.S.d.P.), c/o HELIOS Kliniken GmbH
Redaktion: Constanze von der Schulenburg Gestaltung und Satz: Frank Schulze Foto: Thomas Oberländer Stand: November 2015

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HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Deutliche regionale Unterschiede in der Altersstruktur
Vergleicht man die HELIOS Regionen bezüglich der Altersstruktur ihrer Mitarbeiter untereinander, so ergeben sich nach 2013 auch für 2014 erhebliche Unterschiede. Die mit einigem
Abstand „älteste Region“ ist 2014 die Region Mitte-Nord: Hier sind nahezu 40 Prozent der
Mitarbeiter über 50 Jahre alt. Am anderen Ende der Skala befindet sich die Region Ost mit
der jüngsten Belegschaft, dicht gefolgt von der Region Süd. In der Region Ost sind nahezu
50 Prozent der Mitarbeiter unter 40 und nur 23 Prozent über 50 Jahre alt. Im weiteren Verlauf
der Datenanalyse kann aufgezeigt werden, inwieweit die Altersverteilung einen Effekt auf die
Arbeitsunfähigkeitszeiten der Mitarbeiter hat.

Altersstruktur bei HELIOS und in den HELIOS Regionen
100%

100%

31%

25%

28%

37%

26%

30%

23%
26%

21%

21%

32%

34%

25%

28%

26%

20%

17%

25%

alle

Mitte

17%

20%

23%

23%

23%

Nord-West

Ost

Rheinland

33%

27%

23%

18%

23%

24%

Mitte-West

Niedersachsen

20%
22%

23%

33%

25%
26%

19%

30%

22%

21%

27%

32%

24%

23%

20%

0%

0%

Alter ab 50

Alter 40-49

Mitte-Nord

Alter 30-39

Nord-Ost

Süd

West

Alter unter 30

Verteilung der vier Altersgruppen in den HELIOS Regionen. Aufgrund von Datenschutzbeschränkungen stehen für diese Regionsauswertung Daten von rund 33.000
Mitarbeitern zur Verfügung, die bei den vier Krankenkassen versichert waren.

Die meisten Krankheitstage entfielen 2014 auf ältere Mitarbeiter
Das Durchschnittalter der HELIOS Beschäftigten lag 2014 bei 42 Jahren. Betrachtet man die
Altersverteilung der Mitarbeiter bei HELIOS insgesamt, so zeigt sich, dass HELIOS mehr
Mitarbeiter in den Altersgruppen ab 40+ hat. So sind in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen
21 Prozent aller Mitarbeiter vertreten, während die
größte Gruppe bei HELIOS die über 50-Jährigen ausKrankheitstage nach Altersgruppe
machen – sie stellen 32 Prozent der Mitarbeiter. Mit
Alter
höherem Alter steigt auch die Zahl der Krankheitstage
ab 50
32%
26
(AU-Tage) je Mitarbeiter: So entfallen im Durchschnitt
40-49
26%
18
(über alle Mitarbeiter und pro Jahr) auf die jungen,
30-39
21%
14
unter 30-jährigen HELIOS Mitarbeiter zwölf Krank21%
unter 30
12
heitstage, auf die über 50-jährigen Mitarbeiter mehr als
0
5
10
15
20
25
30
insgesamt 46.878 Mitarbeiter
Krankheitstage pro Mitarbeiter und Jahr
das Doppelte, nämlich 26 Krankheitstage.

Anzahl
Tage/Jahr

4

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Insgesamt fielen bei HELIOS 2014 knapp 800.000 AU-Tage an, hiervon entfielen beinahe die Hälfte (47 Prozent) auf die über 50-Jährigen, zwölf Prozent und damit rund
97.000 Tage auf die jüngste Mitarbeitergruppe der unter 30-Jährigen.

Verteilung der Krankheitstage
auf die Altersgruppen
12%

47%

Bei HELIOS, ebenso wie im Wirtschaftszweig, ist die Summe aller 2014 genommenen
AU-Tage je ganzjährig Versichertem im Vergleich zum Vorjahr von 18,5 auf 19,6 Tage
(WZ von 18,5 auf 19,2 Tage) – in dem vergleichbaren Datensatz
der AOK und TK Mitarbeiter – gestiegen. Damit waren HELIOS
AU-Tage je Versichertenjahr
Mitarbeiter in unserer Analyse von 2014 im Schnitt einen Tag
mehr krank als 2013.
HELIOS (27.110 Mitarbeiter)
2014

Bezogen auf die Arbeitszeit sind HELIOS Vollkräfte etwas seltener,
Teilzeitkräfte hingegen etwas häufiger krank als im Wirtschaftszweig. Auch befristet beschäftigte Mitarbeiter zeigen im Vergleich
zum Wirtschaftszweig einen leicht erhöhten Krankenstand auf.

15%

800.000
AU Tage
26%

19,6

WZ (577.913 Mitarbeiter)

2013

0

19,2

HELIOS (14.112 Mitarbeiter)

18,5

WZ (554.597 Mitarbeiter)

18,5

5

10

unter 30
30-39
40-49
ab 50

15

20

25

* ein Versichertenjahr = ein ganzjährig Versicherter (berücksichtigt
unterjährige Ein- und Austritte der GKV-Mitglieder)

Regionale und altersbezogene Unterschiede
Betrachtet man den Krankenstand in den Regionen im
Vergleich, so weisen die Regionen West, Nord-West und
Mitte überdurchschnittlich hohe Krankenstände auf, wobei
der Durchschnitt über alle Regionen hinweg 2014 bei 5,38
Prozent liegt.
Der Blick auf den Krankenstand in den einzelnen Regionen
offenbart erhebliche Unterschiede. Diese sind sowohl von
der Altersstruktur, als auch von anderen Faktoren beeinflusst, wie etwa der Größe verschiedener Berufsgruppen
(mehr oder weniger Service-Mitarbeiter, Ärzte etc.) oder
der Geschlechterverteilung. Damit ergibt sich für jede
Region und jeden Standort eine ganz individuelle Konstellation, die das AU-Geschehen beeinflusst. Daraus resultiert
wiederum die Notwendigkeit einer differenzierten Herangehensweise, wenn es um die Ableitung von Maßnahmen
zur Verkürzung bzw. Vermeidung von Ausfallzeiten geht.

Krankenstand in den Regionen
5,38%
Mitte

5,51%

Mitte-Nord

5,38%

Mitte-West

4,87%

Niedersachsen

5,13%

Nord-Ost

5,25%

Nord-West

5,72%

Ost

5,28%

Rheinland

5,36%
5,04%

Süd
West
0,0%

6,06%
1,0%

2,0%

3,0%

4,0%

5,0%

6,0%

Krankenstand
Krankenstand Regionen gesamt (33.828 Mitarbeiter)

7,0%

5

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Krankenstand bei HELIOS Maximalversorgern
Betrachtet man die Altersverteilung der Mitarbeiter nur bei
den HELIOS Maximalversorgern, so ergeben sich teilweise
deutliche Verschiebungen in den Krankenständen, sobald
man den beobachteten „Echtwerten“ die „theoretischen
Werte“ nach einer Altersstandardisierung gegenüberstellt.

Beobachteter und nach Alter standardisierter
Krankenstand bei HELIOS Maximalversorgern
4,52

Krefeld

4,78
4,69

Wiesbaden

Dabei handelt es sich um Ergebnisse, die in der Klinik zu
beobachten wären, würden die Beschäftigten eine zum
Wirtschaftszweig Krankenhaus identische Altersstruktur
aufweisen. Altersstandardisierte Kennzahlen liefern so Anhaltspunkte für Abweichungen, die unabhängig von Altersunterschieden bestehen. Diese AU-Unterschiede durch die
spezielle Demographie einer Klinik sind bei der Bewertung
und bei Vergleichen immer zu berücksichtigen. Beispiel
Duisburg: Hier ist der beobachtete Krankenstand um 0,6
Prozentpunkte höher als der altersstandardisierte, weil die
Belegschaft der Klinik im Durchschnitt älter ist. Damit ist
schnell zu erkennen, dass „jüngere“ oder „ältere“ Belegschaften den Krankenstand erheblich mit beeinflussen.

4,90
4,97

Schwerin

4,98
5,11

Berlin-Buch

4,91
5,14

Wuppertal

5,33
5,37

Erfurt

5,80
6,17

Duisburg

5,59

0,0%

1,0%

2,0%

beobachtet

3,0%

4,0%

5,0%

6,0%

7,0%

altersstandardisiert

Die hier dargestellten rund 10.000 Mitarbeiter unserer sieben
Maximalversorger entsprechen einem Anteil von zwei Dritteln
der HELIOS Gesamtbelegschaft der Maximalversorger.

Vier Erkrankungsschwerpunkte
Wie schon im Vorjahr sind auch 2014 bei Krankmeldungen die drei wichtigsten Diagnosegruppen Erkrankungen des Muskel-Skelett Systems, psychische Erkrankungen und Erkrankungen der Atemwegsorgane. Diese drei Erkrankungsarten machen mehr als 50 Prozent der
Krankheitstage aus. Auch Verletzungen und Vergiftungen nehmen mit über zehn Prozent der
Krankheitstage 2014 wieder einen großen Block ein, der an vierter Stelle steht.

Die vier häufigsten Erkrankungen bei HELIOS im Vergleich zum Wirtschaftszweig
Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versichertenjahre*
348

Kh. des Muskel-Skelett-Systems

320
239

Psychische und Verhaltensstörungen

238
233

Kh. des Atmungssystems

212
170

Verletzungen, Vergiftungen

153
0

100

HELIOS (17.529 Mitarbeiter)

200

300

400

WZ (384.426 Mitarbeiter)

* ein Versichertenjahr = ein ganzjährig Versicherter (berücksichtigt unterjährige Ein- und Austritte der GKV-Mitglieder)

Abgebildet sind hier HELIOS Mitarbeiter und Mitarbeiter des Wirtschaftszweiges Krankenhaus, die bei DAK
und Techniker Krankenkasse versichert sind.

6

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Drei der vier Diagnosegruppen weisen bei HELIOS 2014 zum
Teil geringfügig mehr AU-Tage als im Wirtschaftszweig auf.
Bei den psychischen Erkrankungen liegt HELIOS gleichauf
mit der Branche, jedoch ist diese Diagnosegruppe im Vergleich
zum Vorjahr auf den zweiten Platz der wichtigsten Ursachen
für Krankschreibungen nach vorn gerückt (2013: dritter Platz).
Unabhängig von der Gesamtzahl der AU-Tage – diese entsteht
aus der Zahl der Fälle, multipliziert mit der Dauer – zeigt sich
aber auch, dass Fälle der ersten beiden Diagnosen (Bewegungsapparat und psychische Erkrankungen/Verhaltensstörungen) zwar häufiger auftreten, aber dafür mit einer kürzeren
Erkrankungsdauer verlaufen.

AU-Fälle je 100 Versichertenjahre*
20,34

HELIOS

Kh. des Muskel-Skelett-Systems

WZ

18,26

HELIOS

Psychische und Verhaltensstörungen

9,33

WZ

0

8,68
5

10

15

20

25

* ein Versichertenjahr = ein ganzjährig
Versicherter (berücksichtigt unterjährige
Ein- und Austritte der GKV-Mitglieder)

AU-Tage je Fall
17,10

HELIOS

Kh. des Muskel-Skelett-Systems

WZ

17,55
25,59

HELIOS

Psychische und Verhaltensstörungen

27,46

WZ
0

5

10

15

20

25

30

Regionale Erkrankungsschwerpunkte
Verteilung der häufigsten Diagnosen in den HELIOS Regionen nach AU-Tagen je 100 Versichertenjahre

Unterschiedliche Stichprobengrößen

414
Mitte

318

406

Mitte-Nord

Mitte

446

Mitte-West

Mitte-Nord

323
430

423

353

Süd

West

512
300

355

Rheinland

344

200

365

Ost
439

100

303

Nord-West

399

Rheinland

0

272

Nord-Ost

Nord-West
Ost

215

Niedersachsen

361

Süd

336

Mitte-West

Niedersachsen
Nord-Ost

332

400

500

310

West
600

325
0

Muskel-Skelett-System
Muskel-Skelett-System Regionen gesamt

100

200

300

400

211

254
Mitte

273

Mitte-Nord

335

100

150

200

242

250

270

West

254
50

164

Süd

203

Atmungssystem
Atmungssystem Regionen gesamt

263

Ost
Rheinland

216

0

168

Nord-West

189

Ost

Süd

247

Nord-Ost

289

West

202

Niedersachsen

239

Nord-Ost

Rheinland

181

Mitte-West

226

Nord-West

225

Mitte-Nord

264

Niedersachsen

600

Psychische und Verhältensstörungen
Psychische und Verhältensstörungen Regionen gesamt

Mitte

Mitte-West

500

300

350

218
0

50

100

150

200

250

300

Verletzungen und Vergiftungen
Verletzungen und Vergiftungen Regionen gesamt

350

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Betrachtet man die Erkrankungsschwerpunkte in den Regionen, so zeigt sich, dass in der Region West
im Vergleich zu den übrigen Regionen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems eine größere Bedeutung haben. Verletzungen und Vergiftungen treten am häufigsten in den Regionen Süd, Nord-West und
Niedersachsen auf; die Region Ost weist bei Atemwegserkrankungen die meisten Krankheitstage auf.
Die Zahlen des Gesundheitsberichtes zeigen in mehrfacher Hinsicht die Notwendigkeit von differenzierten Herangehensweisen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in unseren Kliniken und an
unseren Standorten. Es gibt einige Gemeinsamkeiten, aber vor allem viele individuelle Faktoren, die
wichtige Themen für das Management vor Ort aufzeigen.
Um diese differenzierte lokale Herangehensweise zu unterstützen, kann der Zentrale Dienst Mitarbeitergesundheit & Sicherheit mit Transparenz und Benchmarks unterstützen. Ein Beispiel dafür ist der
HELIOS Gesundheits- und Sicherheitsindikator (GSI).

HELIOS Gesundheits- und Sicherheitsindikator (GSI)
Der GSI ist ein von und für HELIOS entwickeltes Instrument, mit dessen Hilfe eine Klinik oder ein
Betrieb den aktuellen Status des Arbeits- und Gesundheitsschutz-Levels, also den besten Umgang mit
Gesetzen, Verordnungen und wichtigen Standards in diesem Bereich, messen kann. In einer ersten Pilotphase bis zum dritten Quartal 2015 haben 49 HELIOS Kliniken und andere Einheiten in einer freiwilligen
Selbstanalyse den GSI erhoben. Dabei zeigten sich die meisten Kliniken bereits sehr gut aufgestellt. Bei
zwei Kliniken, bei denen sich, etwa
durch arbeitsschutzorganisatoriGesundheits- und Sicherheitsindikator = GSI/5 Items 2015
sche Schwachstellen, dringender
Items
Inhalte
Handlungsbedarf fand, konnten die
1. Deutsche gesetzliche Unfallversicherung Vorschrift 2 (DGUV) Klare Ziele, Inhalte & Einsatzzeiten
für Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit
durch den GSI aufgezeigten DefiRichtige Erstellung, Anwendung und
2. Gefährdungsbeurteilung (GBU)
zite schnell und einfach verbessert
Überprüfung
Geplant, organisiert richtig angewendet
3. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
werden: hier wurde die Organisation in der Arbeitsschutzstruktur
Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit,
4. Praxis
Arbeitssicherheitsausschuss,
verändert. Dieses Instrument ist für
Begehung, Protokolle, Berichtswesen
Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit,
5. Analyse/“Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (BGM)
den Klinikbereich neu und einzigBetriebliche Gesundheitsförderung,
Analysen und Empfehlungen bei Aufartig und hilft, lokale und zentrale
fälligkeiten, Arbeitsunfähigkeit, Unfällen
Stärken und Schwächen schneller
Jedes Item wird mit 0 bis 2 Punkten bewertet.
2 Punkte
1 Punkt
Das Ergebnis der Analyse kann in Summe
zu erkennen und gegebenenfalls
kann als gute Praxis
noch akzeptabel,
zwischen minimal 0 und maximal 10 Punkten
fortgesetzt werden
aber zu verbessern
liegen und wird in einem Ampelsystem dargestellt.
einzugreifen.

Ergebnisse der ersten Pilotierung 2015
16

kann als gute Praxis
fortgesetzt werden

31

noch akzeptabel,
aber zu verbessern

2

stark verbesserungswürdig
sofort zu ändern

▶ Ergebnisse von 49 Einheiten
▶ ca. 30.400 Mitarbeiter eingeschlossen
~45% der HELIOS Mitarbeiter 2015

DGUV Vorschrift 2
Arbeitsschutzgesetz
DGUV Vorschrift 1
Arbeitsschutzgesetz
§ 84 Abs. 2
Sozialgesetzbuch IX
Arbeitssicherheitsgesetz
Arbeitsschutzgesetz
Arbeitssicherheitsgesetz
Arbeitsschutzgesetz

0 Punkte
stark verbesserungswürdig
sofort zu ändern

Beispielregion im Benchmark
2

DGUV V2
1,41

1

GBU

BEM

Praxis

Analyse

Summe 2015

1,13

HELIOS Gesamt
6,5 Punkte

1,65 1,75

1,63
1,27

1,13

1,16 1,25

1,00

Region Ost
6,9 Punkte

▶ Ergebnisse von insgesamt 2 bis 9 Punkte
▶ durchschnittlicher GSI von 6,5 (max. 10)

rechtliche Hintergründe

0

HELIOS Gesamt (49 Kliniken)

Region Ost (8 Kliniken)

7

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Fazit und Ausblick
Mit dem zweiten Gesundheitsbericht bestätigen sich wichtige Gesundheitsfakten für die HELIOS
Gruppe, neue aufschlussreiche Informationen über die Mitarbeitergesundheit sind hinzugekommen. Beim Vergleich von HELIOS mit der Branche zeigen sich einige, allerdings keine gravierenden
Unterschiede. Viel deutlicher ins Gewicht fallen teilweise erhebliche Abweichungen der einzelnen
Regionen untereinander.
Das HELIOS Gesundheitsmanagement kann durch diesen Bericht und die vorliegenden Klinikdaten die Hauptdiagnosen in Beziehung zu den Schwerpunkten in der Personalstruktur/Demografie
besser adressieren. Ein weiterer Fortschritt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) wird
möglich, wenn in Ergänzung zu den Gesundheitsdaten der Krankenkassen die Zusammenhänge
zu den Ergebnissen der nächsten HELIOS Mitarbeiterbefragung analysiert werden können. Zudem
werden wir durch die Untersuchung von Zusammenhängen – etwa zwischen Arbeitsunfähigkeit
und medizinischer Qualität, wirtschaftlichem Erfolg und Personalstärken – künftig geeignete Kennzahlen identifizieren und unsere Instrumente (z.B. GSI) weiter entwickeln, um möglichen strukturellen Fehlentwicklungen besser entgegen zu wirken.
Klar ist, dass etwa das Alter eines Mitarbeiters statistisch gesehen bedeutsam für die Arbeitsunfähigkeit ist. Die soziodemographische Struktur der Belegschaft bestimmt also auch das Krankheitsgeschehen wesentlich. Ebenso klar ist aber auch, dass andere Faktoren wie Ausbildung, Zufriedenheit
und Identifikation einen großen Einfluss auf Gesundheit und Leistung haben, also Faktoren, die wir
verstärkt adressieren können und wollen.

8
        
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