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Full text: HELIOS-EinBlicke ... Issue 2015,1

HELIOS EinBlicke
Mitarbeiter 1/2015

Thema: Gesundheitsbericht
Erstmals hat HELIOS 2014 die anonymisierten Krankenkassen-Daten
von rund 23.000 Mitarbeitern ausgewertet und so Altersstruktur,
den Gesundheitszustand und regionale Besonderheiten in der
Mitarbeiterstruktur analysiert.

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

HELIOS
GESUNDHEITSBERICHT
Sind HELIOS Mitarbeiter „kränker“ oder gesünder als ihre Kollegen im Wirtschaftszweig Krankenhaus
in Deutschland? Welche Krankheiten treten bei unseren Mitarbeitern am häufigsten auf? In welchen
Altersgruppen gibt es welche gesundheitlichen Probleme? Unterscheiden sich Alter, Mitarbeiterstruktur
und Krankenstand von Region zu Region? In welchen Bereichen ist Prävention und Vorsorge für unsere
Mitarbeiter am nötigsten und am wirkungsvollsten?

Diese und ähnliche Fragen standen im Fokus
bei der Auswertung der Krankenkassen-Daten
von rund 23.000 HELIOS Mitarbeitern aus 55
Kliniken*, die HELIOS 2014 durchgeführt hat.
Basis waren die anonymisierten Daten aller
bei Techniker Krankenkasse (TK), Barmer
GEK, AOK und DAK versicherten HELIOS
Mitarbeiter. Der Datenpool liefert unter
anderem Informationen über den Gesundheitszustand der Mitarbeiter, ihre Altersstruktur und ihre Fehltage im Job. Vergleichen
lassen sich die HELIOS Daten mit denen von
rund 965.000 Arbeitnehmern im deutschen
Wirtschaftszweig (WZ) Krankenhaus, so
dass Übereinstimmungen, aber auch Abweichungen und Besonderheiten der HELIOS
Belegschaft gegenüber der Gesamtbelegschaft
der Branche sichtbar werden.

Im HELIOS Gesundheitsbericht werden auch
regionale Gegebenheiten dargestellt. Zweck
des Berichtes ist es, die Ergebnisse für gezielte
Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu nutzen und Angebote zu
entwickeln, die der demographischen Struktur, den Bedürfnissen der unterschiedlichen
Berufsgruppen und den Anforderungen eines Gesundheitsunternehmens entsprechen.

*Anzahl der Kliniken, für die Krankenkassendaten geliefert worden waren. Voraussetzung für die Datenlieferung der Krankenkassen an HELIOS ist eine Mindestzahl von 50 Versicherten pro Kasse.

Impressum
Verleger: HELIOS Kliniken GmbH, Geschäftsführung Dr. Francesco De Meo, Friedrichstraße 136, 10117 Berlin, Tel.: 030-52 13 21-0
Verantwortlich für den Inhalt: Tobias Meixner (V.i.S.d.P.), c/o HELIOS Kliniken GmbH
Redaktion: Constanze von der Schulenburg Gestaltung und Satz: Frank Schulze Stand: März 2015

2

3

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Anonymisierte Krankenkassendaten von 23.000 HELIOS Mitarbeitern ausgewertet
Erfasst wurden alle HELIOS Mitarbeiter, die 2013 Mitglied bei der Techniker Krankenkasse,
Barmer GEK, AOK und DAK waren. Insgesamt waren dies 23.317 HELIOS Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen, was rund 54 Prozent der Gesamtbelegschaft von HELIOS und 61 Prozent
aller GKV Versicherten bei HELIOS entsprach. In den Daten sind zirka 15.000 Pflegekräfte
enthalten.

Demographie nach verschiedenen Quellen

Nahezu identische Altersstruktur wie im Wirtschaftszweig
In den vier Altersgruppen der HELIOS Mitarbeiter ergaben sich
beim Vergleich mit dem Wirtschaftszweig keine signifikanten
Abweichungen in der Altersstruktur. Das bestätigen auch die
Vergleiche mit den Daten aus dem HELIOS Personalcontrolling.
Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter bei HELIOS lag 2013 bei
42 Jahren.

Alter ab 50

31%
30%

Alter 40-49

28%
28%

Alter 30-39

21%
20%

Alter unter 30

19%
22%
0%

32%

27%

21%

Durchschnittsalter:

42 Jahre

20%

10%

20%

Männer – 41,7 Jahre
Frauen – 42,1 Jahre
(Personalcontrolling)

30%

Personalcontrolling (43.000 Mitarbeiter)
GKV-Daten = Krankenkassendaten (23.000 Mitarbeiter)
WZ 86.1 (965.251 Mitarbeiter)

Jede Region hat eine „eigene“ Altersstruktur
Betrachtet man die Altersstruktur in den unterschiedlichen Regionen, so variieren hier die
Altersverteilungen zum Teil erheblich. Beispielsweise liegt der Anteil der jüngeren Belegschaft
in der Region West deutlich höher als in den übrigen Regionen. Gleichzeitig ist der Anteil der
älteren Belegschaft in der Region Ost verglichen mit den anderen HELIOS Regionen in unserer
Stichprobe deutlich höher. Damit hat die HELIOS Region West die jüngste Belegschaft, die
Region Ost im Gesamtbild HELIOS die älteste Belegschaft.
Demographie - Wie sieht die Altersstruktur in den Regionen aus?*
100%

80%

100%

32%

30%

27%

28%

60%

32%

33%

27%

28%

29%

31%

31%

29%

37%

34%

28%

31%

25%

80%

60%

31%
40%

40%
21%

20%

20%

24%

17%

19%

17%

20%
20%

22%

20%

15%

19%

23%

22%

21%

15%

20%
19%

21%

Rheinland

West

0%

0%
WZ 86.1
HELIOS Gesamt
Krankenhäuser
Alter ab 50

Alter 40-49

Mitte
Alter 30-39

Mitte-Nord

Nord-Ost

Nord-West

Alter unter 30

*Basierend auf den Daten von Barmer GEK und TK. Für die Region Süd liegen keine Daten vor.

Ost

40%

4

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

HELIOS Mitarbeiter sind genauso gesund wie die Mitarbeiter anderer Kliniken
HELIOS hatte 2013 einen Gesamtkrankenstand von fünf Prozent, dies entspricht dem
Krankenstand des Wirtschaftszweiges
Krankenhaus.

Krankenstand

Anteil der im Auswertungszeitraum angefallenen Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage)
HELIOS Gesamt

5,0%
4,1%

Männer
Frauen

5,5%
3,1%

Krankenstand unter 30

Auch altersbezogen ergeben sich keine signifikanten Abweichungen zum Wirtschaftszweig,
ebenso war der Anteil der Mitarbeiter, die
2013 mindestens einmal krank gemeldet waren („AU-Quote“) mit 57 Prozent fast exakt so
hoch wie im Wirtschaftszweig (56 Prozent).

Krankenstand 30-39

5,2%

Krankenstand ab 50

8,2%

0,0%

1,0%

2,0%

3,0%

4,0%

5,0%

6,0%

7,0%

8,0%

9,0%

5,0%

WZ 86.1 Krankenhäuser
4,2%

Männer
Frauen

5,4%

Krankenstand unter 30

Die meisten Krankschreibungen und Tage pro
Vollkraft liegen erwartungsgemäß in der Altersgruppe über 50 Jahre, diese ist wiederum
nahezu identisch mit dem Wirtschaftszweig.
Mitarbeiter unter 30 Jahren sind bei HELIOS
im Schnitt öfter und länger krankgeschrieben
als die bis 39 Jährigen.
Durchschnittlich dauert ein „AU-Fall“ bei
HELIOS 13 Tage, jedoch unterscheidet sich
die Dauer je Fall stark in den Alters- und
Berufsgruppen. Betrachtet man die Dauer
der Arbeitsausfälle, so liegen die ServiceMitarbeiter an der Spitze, gefolgt von der
Berufsgruppe Pflege und Funktionsdienste.

3,4%

Krankenstand 40-49

3,0%

Krankenstand 30-39

3,3%

Krankenstand WZ 86.1 im Bezug
zum Alter (ohne DAK-WZ-Daten)

Krankenstand 40-49

5,1%

Krankenstand ab 50

7,9%

0,0%

1,0%

2,0%

3,0%

4,0%

5,0%

6,0%

7,0%

8,0%

9,0%

AU-Tage/Jahr je Vollkraft (VK)
WZ 86.1 Krankenhäuser

19,0
17,5

HELIOS Gesamt

19,4

Pflege & Funktionsdienst

26,5

Service
Ärzte

7,0
14,4

Männer

19,5

Frauen
16,9

Alter unter 30
12,8

Alter 30-39

20,1

Alter 40-49

29,7

Alter ab 50
0,0

10,0

20,0

30,0

40,0

Drei Erkrankungsschwerpunkte
Die drei wichtigsten Diagnosegruppen bei Krankmeldungen von HELIOS Mitarbeitern waren 2013:
·· Erkrankungen des Muskel- und Skelett-Systems
·· Erkrankungen der Atemwegsorgane
·· Psychische Erkrankungen
Betrachtet man, welcher Anteil Krankmeldungen bei
welchen Diagnosen auftrat, so zeigten sich teilweise deutAU-Tage je 100 VK

AU-Fälle je 100 VK

Kh. des Muskel-Skelett-Systems
und des Bindegewebes
*

413
376
310
329

Kh. des Muskel-Skelett-Systems
und des Bindegewebes

Psychische und
Verhaltensstörungen

310
315

Kh. des Verdauungssystems

0

100

200

HELIOS gesamt

300

400 500

*Kh.=Krankheiten

Tage je Fall
44
44

Kh. des Atmungssystems

Kh. des Atmungssystems

WZ 86.1 Krankenhäuser

liche Unterschiede zum Wirtschaftszweig. Insbesondere
bei den Muskel- und Skeletterkrankungen hat HELIOS
weniger Fehltage als der Wirtschaftszweig (3,8 zu 4,1 Tage
je VK). Auch hinsichtlich der durchschnittlichen Dauer
von Krankschreibungen gab es teilweise Unterschiede
zum Wirtschaftszweig: HELIOS hat deutlich weniger Tage
Arbeitsausfall bei Tumorerkrankungen.

20
20

10

20

33
33

Neubildungen

30

Endokrine, Ernährungs- und
Stoffwechselkrankheiten

13
15
0

Psychische und
Verhaltensstörungen

30

40

50

37

19

21

0

5

10

15

20

25

30

35

40

5

HELIOS EINBLICKE // MITARBEITER

Mitarbeiter in Mitte-Nord sind vergleichsweise wenig krank
Mit 55 Kliniken und 16.348
Mitarbeitern sind regionale
Vergleiche sinnvoll, auch,
wenn es hier aus statistischen
Gründen keinen direkten
Vergleich zum Wirtschaftszweig gibt.
Einige wichtige Kennzahlen
weichen von Region zu Region teilweise voneinander ab.

Diagnosen

Welche sind die Top 3 Krankheitsarten in den Regionen nach AU-Tagen?
Regionen gesamt

Kh. des Muskel-Skelett-Systems
und des Bindegewebes

356

Regionen gesamt

Kh. des Atmungssystems

Mitte-Nord

325

Regionen gesamt

Psychische und Verhaltensstörungen

367

Mitte-Nord
0

Kh. des Atmungssystems

523
409

Mitte-Nord

282
100

200

300

500

600

700

800

600

700

800

356

Regionen gesamt

375

Nord-Ost

Regionen gesamt
Psychische und Verhaltensstörungen Nord-Ost
Kh. des Muskel-Skelett-Systems

400

367
367

Regionen gesamt

523
294

und des Bindegewebes
Nord-Ost
Sowohl die Reihenfolge der
0
100
200
300
400
fünf wichtigsten Erkrankungsgruppen wie auch die Dauer
Regionen gesamt
Kh. des Muskel-Skelett-Systems
und des Bindegewebes
der Krankschreibung sind in
Rheinland
den Regionen sehr unterschiedRegionen gesamt
367
Psychische und Verhaltensstörungen
376
Rheinland
lich. In der Region Mitte-Nord
356
Regionen gesamt
entspricht die Verteilung der
Kh. des Atmungssystems
346
Rheinland
wichtigsten Erkrankungen
0
100
200
300
400
den Ergebnissen der gesamten
auf, zudem gibt es in dieser Region deutlich
HELIOS Belegschaft; bei der Dauer liegt
diese Region fast überall unter dem regionalen weniger Fehltage wegen Muskel- und SkelettSchnitt. Die Mitarbeiter der Region Mitte-Nord erkrankungen. Dagegen herrschen im
sind damit also vergleichsweise seltener krank Rheinland die Rückenerkrankungen in
AU-Tagen laut unserer Stichprobe deutlich vor,
als die Mitarbeiter der anderen Regionen.
gleichzeitig liegen die psychischen ErkranIn der Region Nord-Ost fällt eine andere Rei- kungen im Ranking noch vor den Atemhenfolge der häufigsten Erkrankungsgruppen wegserkrankungen bereits an zweiter Stelle.

500

523
750

500

600

700

Fazit
Der HELIOS Gesundheitsbericht zeigt, dass wir bei der Etablierung von Programmen zur Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter regional und lokal unterschiedliche Ansätze und Lösungen wählen müssen. Denn trotz
einiger grundsätzlicher Gemeinsamkeiten in den großen Erkrankungsgruppen zeigen sich regional und oft sogar
lokal individuelle Ergebnisse. Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement werden wir aufgrund der vorliegenden
Ergebnisse die drei wichtigsten Diagnosegruppen noch fokussierter als bisher präventiv angehen.
Durch die Etablierung des jährlichen HELIOS Gesundheitsberichtes, beginnend 2014 mit den Daten des Jahres 2013,
werden wir künftig in der Lage sein, Entwicklungen und Veränderungen sowie Effekte von Maßnahmen oder auch
von Klinikintegrationen abzulesen und zu analysieren. Darüber hinaus ist es unser Ziel, dem Vergleich mit dem
Wirtschaftszweig mindestens stand zu halten – und perspektivisch besser zu sein.

800
        
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