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Full text: Bausteine für den Klimaschutz - Frankfurt am Main

Bausteine für den Klimaschutz –
Frankfurt am Main
Projekte 2014/15 des Energiereferats
der Stadt Frankfurt am Main

Herausgeber
Energiereferat Stadt Frankfurt am Main
Adam-Riese-Straße 25
60327 Frankfurt am Main
Telefon: 069 212-39193
E-Mail: energiereferat@stadt-frankfurt.de
www.energiereferat.stadt-frankfurt.de

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Bausteine für den Klimaschutz Projekte 2014/15
des Energiereferats
der Stadt Frankfurt am Main

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Inhalt
Vorwort	5
Politik und Beschlüsse	
6
„Masterplan 100 % Klimaschutz” 	
6
Ergebnisse und Aktivitäten auf lokaler Ebene	
6
Machbarkeitsstudie zeigt: Die Ziele sind erreichbar	
6
Ergebnisse und Aktivitäten auf regionaler Ebene	
7
Beispiele für angestoßene Umsetzungsmaßnahmen und Bürgerideen	
7
Energiekonzepte auf Bebauungsplanebene	
8
Passivhausbeschluss	8
Energetische Optimierung der Dom Römer-Bebauung	
8
Passivhaus-Standard als Ziel	
9
Klimaschutz-Simulationsinstrument für den Wohngebäudebestand	
9
Quartierstypologisierung KfW	
10
Klimaschutzmaßnahmen 2014/15 für Unternehmen und Kulturbetriebe	
11
Ökoprofit	11
AGEEN e.V.	
12
LEEN		
12
Schaufensterkampagne - Gewerbekampagne	
13
Energieberatung für Theater	
13
Klimaschutzmaßnahmen 2014/15 für Haushalte und Gebäudeeigentümer	
14
Frankfurt spart Strom	
14
eClub – Energiesparen in Frankfurt am Main 	
14
Cariteam / Stromsparcheck / Energiesparservice	
15
Kooperationsprojekt Mieterberatung im Quartier	
16
Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V.	
16
BHKW-Check	17
Übersicht Energieberater und Handwerker	
17
Mainova Klima Partner Programm	
18
Klimaschutzaktionen und -informationen 2014/15	
19
Klimaschutzstadtplan	19
Klimasparbuch	19
Klimaschutzpädagogik	20
Klimagourmet	20
Ausstellungen	21
Leitfaden „Gründerzeitgebäude in Frankfurt am Main“	
21
Erfahrungsaustausch – Weitergabe von Wissen	
21
Luminale 2014 / Morgen ist jetzt	
22
Solarbundesliga	22
Carrotmob	23

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Europaweite Projekte für den Klimaschutz 2014/15 	
Climate-KIC Transition Cities	
Climate-KIC Promotionsprojekt	

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24
25

Datenbasis und Zeitrahmen	

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Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
die Metropole Frankfurt am Main verfolgt ehrgeizige Klimaschutzziele: Bis 2050 möchte die Stadt ihren Energieverbrauch halbieren – und komplett auf
erneuerbare Energien umsteigen. Im Zuge dessen
sollen die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990
um mindestens 95 % sinken. Dass dieser Weg in eine
klimaneutrale Gesellschaft möglich und finanzierbar
ist, hat Mitte 2015 eine Machbarkeitsstudie des Fraunhofer Instituts belegt: Demnach wird der Umstieg auf
erneuerbare Energien, basierend auf dem vom Bundesumweltministerium geförderten „Masterplan 100
% Klimaschutz“, sogar positive wirtschaftliche Effekte
für die Stadt und Region haben.
Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern sorgt das
Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main dafür, die
Vision von der Überwindung des fossilen Zeitalters
wahr werden zu lassen. Als kommunale Klimaschutzagentur geben wir Impulse auf vielen Ebenen: Das
Energiereferat legt Projekte und Programme für die
verschiedensten Zielgruppen auf. Wir beraten Unternehmer und Unentschlossene, Planer und Privathaushalte, Bürger und Bauherren. Wir unterstützen
jeden Interessierten dabei, in Sachen Klimaschutz
kompetent und verantwortungsbewusst zu handeln.
Was dieses Engagement im Einzelnen bedeutet, belegt diese Broschüre. Sie umfasst alle Projekte und
Maßnahmen rund um den Klimaschutz, die das Energiereferat von Anfang 2014 bis Mai 2015 vorangetrieben hat. Die Broschüre zeigt, dass Frankfurt am Main
bundesweit ein Vorreiter im Klimaschutz ist. Das verdanken wir den vielen Wegbegleitern, die an unsere
Vision glauben und auch mit kleinen Schritten große
Veränderungen anstoßen.

All unseren Partnern und Mitstreitern sowie den weiteren Akteuren danke ich ganz herzlich für die gute
Zusammenarbeit. Hierzu gehören auch die Frankfurter Stadtverordneten, die im Herbst 2015 mit großer
Mehrheit die Machbarkeitsstudie zum Masterplan
beschlossen haben. Auf dieser Basis können wir nun
gemeinsam mit Unternehmen und Institutionen, Bürgerinnen und Bürgern den Plan fortschreiben und
neue Klimaschutzmaßnahmen entwickeln.
Wir sind auf dem richtigen Weg, hinein in die energieneutrale Gesellschaft. Auf Basis unseres Klimaschutzkonzepts, das kontinuierlich fortgeschrieben wird,
gehen wir weiter voran – und falls Sie noch nicht dabei sind, würde ich mich freuen, wenn auch Sie uns
künftig begleiten. Möge diese Broschüre dafür eine
Anregung sein.
Mit freundlichen Grüßen

Rosemarie Heilig
Dezernentin für Umwelt und Gesundheit
der Stadt Frankfurt am Main

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN
Politik und Beschlüsse
„Masterplan 100 % Klimaschutz”
Die Stadt Frankfurt
am Main stellt ihre
Energieversorgung
bis zum Jahr 2050
vollständig auf erneuerbare Energien
um – und entwirft
hierfür einen „Masterplan 100 % Klimaschutz“.
Das hatte die Stadtverordnetenver-

sammlung im März 2012 einstimmig beschlossen.
Kurz darauf erhielt Frankfurt am Main gemeinsam mit
18 anderen Kommunen den Zuschlag für die Projektmittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Die Laufzeit des
Projekts wurde von Januar 2013 bis Dezember 2016
festgelegt – im März 2013 nahmen zwei Mitarbeiterinnen beim Energiereferat die Projektarbeit auf.
Während in Projektphase 1 die Erstellung der Machbarkeitsstudie im Fokus stand, konzentriert sich die
Arbeit in Phase 2 auf die Umsetzung.

Ergebnisse und Aktivitäten auf lokaler Ebene
Das Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ schreibt
das aktuelle Energie- und Klimaschutzkonzept fort.
Um den Plan zu erstellen, wurde ein interdisziplinärer Klimaschutzbeirat eingeführt. Diesem beratenden
Gremium gehören rund 30 hochkarätige Vertreter
aus allen relevanten Sektoren an. Bei zahlreichen Veranstaltungen brachten die Bürgerinnen und Bürger

der Stadt Frankfurt am Main ihre Ideen ein. Darüber
hinaus waren Fachämter und weitere Akteure (Initiativen, Ortsbeiräte, Unternehmen etc.) zielgruppenspezifisch einbezogen. Parallel dazu wurden
Netzwerke ausgebaut und die Kontakte zu weiteren
Experten und Bürgerinitiativen intensiviert.

Machbarkeitsstudie zeigt: Die Ziele sind erreichbar
In Projektphase 1 wurde eine Studie erstellt. Als politische Entscheidungsgrundlage diente eine Machbarkeitsstudie, die das Fraunhofer Institut für Bauphysik
(IBP) Mitte 2015 vorgelegt hat. Darin flossen auch
Simulationsergebnisse des Fraunhofer Instituts für
Solare Energiesysteme (ISE) mit ein. Die Wissenschaftler analysierten die drei Sektoren Strom, Wärme und
Mobilität. Auf Basis der energetischen Ausgangslage
zeigt die Studie Potenziale zu Energieeinsparung und

-effizienz sowie bei erneuerbaren Energieanlagen
auf. Außerdem stellt sie Finanzierungsmodelle vor
und entwickelt Szenarien.
Die Studie belegt: Das Ziel, Frankfurt am Main bis 2050
vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen,
lässt sich erreichen – wenn die Stadtgesellschaft die
historische Chance ergreift und die Maßnahmen
ambitioniert und konsequent umsetzt. Eine Zusammenarbeit mit der Region ist dafür unerlässlich.

Weitere Aktivitäten:
	• Erstellung einer Website „Masterplan 100 % Klimaschutz“: www.energiewende-frankfurt.de
	• Erstellen eines Videos „Masterplan 100 % Klimaschutz“: https://www.youtube.com/watch?v=Y1dTYW3Rvoo
	• 13 Frankfurter Foren inkl. Klimaschutzbeirat
	• 13 Stadtteilveranstaltungen für Bürgerbeteiligung
	• fünf stadtweite Veranstaltungen zum kommunalen Klimaschutz
	• fünf Vorträge vor externen Interessenten
	• Erstellung zahlreicher Informationsmaterialien

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Ergebnisse und Aktivitäten auf regionaler Ebene
Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss die Stadt
Frankfurt am Main mit der Region zusammenarbeiten, denn Frankfurt wird einen Energieimport aus
dem Umland benötigen. Im Frühjahr 2013 haben die
Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband
FrankfurtRheinMain ihre Zusammenarbeit zur Energiewende vereinbart. Beide Partner tragen die Kosten für das gemeinsame Vorhaben.
Im Zentrum steht die Erarbeitung eines gemeinsamen Regionalen Energiekonzepts. Hier ging es im
ersten Schritt 2013/14 vor allem darum, Daten zu
erfassen. Es entstanden 75 kommunale Energiesteck-

briefe sowie die Praxisleitfäden „Klimaneutrale Stadtplanung“ und „Wärmenetze“, die in den „Masterplan
100 % Klimaschutz“ einflossen. Bis November 2015
folgte der regionale Beteiligungsprozess: Ein moderiertes Verfahren erfasste die Visionen und Expertisen
der Akteure aus Stadt und Region. Die aus diesen
Schritten gewonnenen Erkenntnisse münden nun
2016 in ein finales Regionales Energiekonzept. Zudem erstellten die Verantwortlichen eine gemeinsame Website: www.energiewende-frm.de und organisierten vier gemeinsame Veranstaltungen, zu denen
je rund 140 Interessierte kamen.

Beispiele für angestoßene Umsetzungsmaßnahmen und Bürgerideen
In fünf Pilotstadtteilen (Bockenheim, Höchst, Nordend-West und -Ost sowie Unterliederbach) soll die
lokale Energiewende sichtbar werden und von da aus
auf andere Stadtgebiete ausstrahlen. Derzeit werden
hierfür geeignete „Masterplan 100 % Klimaschutz“Maßnahmen ausgewählt. Hinzu kommen Bürgerideen, die etappenweise in der Umsetzung unterstützt werden, darunter Projekte wie Stadtwandeln,
Neubürger-Informationspakete und Repair-Cafés.
Eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informiert fortlaufend über die Ziele und Aktivitäten des
Masterplans, was auch viele Veröffentlichungen in
verschiedenen Medien belegen.

Der „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ist eng mit den
einzelnen kommunalen Klimaschutzmaßnahmen
verzahnt, die im Folgenden beschrieben werden. Sie
helfen dabei, die ambitionierten Ziele bis 2050 zu erreichen.
Weitere Informationen unter:
www.masterplan100.de/
www.youtube.com/watch?v=Y1dTYW3Rvoo
www.energiewende-frankfurtrheinmain.de/

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Energiekonzepte auf Bebauungsplanebene
Das Energiereferat kümmert sich auch um die Umsetzung der Frankfurter Klimaschutzziele im Bereich
Planen und Bauen, was seit jeher einen wichtigen
Baustein der Klimaschutzpolitik in Frankfurt am Main
darstellt. Dies geschieht auf mehreren Ebenen.
	 • Gremienarbeit: Mitarbeit in städtischen Arbeits		 gruppen wie der Koordinationsgruppe Klima		wandel, Projektgruppe nachhaltige Gewerbe		 gebiete, Integriertes Stadtentwicklungskonzept
		 und Regionales Energiekonzept, Preisgerichte 		
		 bei Städtebaulichen Wettbewerben.
	 • Aus- und Weiterbildung/ Informationsweitergabe: 	
		Seminare zu Energie- und Klimaschutz für Frank		 furter Städtebaureferendare in der Ausbildung.

	 • Informationsveranstaltungen zum Thema Ener		giekonzepte für Mitarbeiterinnen und Mit		 arbeiter des Planungsamts sowie für in Frankfurt
		 am Main tätige Investoren und Bauträger.
	 • Initiativberatung potenzieller Bauträger:
		 Das Energiereferat ist in das Verfahren der Bau		 leitplanung eingebunden und weist mögliche
		Investoren in neuen Baugebieten auf seine
	 	 Dienstleistungen hin.
	 • Kommunale Satzungen:
		Aufgrund sich ändernder gesetzlicher Rahmen		 bedingungen sowie einer Änderung des Bebau		 ungsplans 803 „Am Riedberg“ wurde die beste		 hende Fernwärmesatzung im April 2014 novelliert.

Passivhausbeschluss
Um den Passivhausbeschluss der Stadt Frankfurt am
Main zum Verkauf oder der Verpachtung städtischer
Grundstücke umzusetzen, bietet das Energiereferat
fortlaufend Beratungen an. Zudem prüft es dahinge-

hend alle Gebäude, die auf städtischen Grundstücken
erbaut werden sollen. 2014/2015 hat das Energiereferat achtmal beraten und dreizehnmal überprüft.

Energetische Optimierung der Dom Römer-Bebauung
Das DomRömer-Quartier in der Innenstadt von
Frankfurt am Main umfasst eine Fläche von 7.000
Quadratmetern. Hier entstehen ein Stadthaus und
35 Altstadthäuser – darunter 15 Rekonstruktionen
und 20 Neubauten. Geplant
sind etwa 80 Wohnungen und
rund 30 Erdgeschossflächen
für Gastronomie, Gewerbe
und Handel.
In den zwei Untergeschossen befinden sich das Parkhaus Dom/Römer mit mehr
als 600 Stellplätzen auf rund
20.000 Quadratmetern sowie
die technische Versorgung
und Keller der Altstadthäuser. Das Projekt basiert auf
einem europaweiten Realisie8

rungswettbewerb von 2010. Ein Gestaltungsbeirat
begleitet das Vorhaben, das Ende 2017 abgeschlossen sein soll.
Die städtische DomRömer-Gesellschaft fungiert als
Gesamtauftraggeber, Investor und Bauherrin aller
Gebäude. Dritte Investoren und Käufer von Gebäuden oder Wohnungen müssen sich an die Gesamtkonzeption halten. So kann die Stadt den Auftragnehmern aus Planung, Architektur und Umsetzung
klare Vorgaben für die vertraglichen Grundlagen machen und damit verbindliche Rahmenbedingungen
für die Planung und Ausführung festlegen.

Passivhaus-Standard als Ziel
Der Rahmenplan nennt die bestmögliche energetische Ausführung als Ziel. Grundsätzlich wird ein Passivhaus-Standard angestrebt. Das 2011 konkretisierte
Energiekonzept sieht unter anderem vor, die Gebäude nach Passivhaus-Kriterien zu errichten, soweit keine Aspekte der Rekonstruktion dagegen sprechen.
Zahlreiche Planungsbeteiligte waren intensiv in die
Erarbeitung des Energiekonzepts eingebunden; für
Architekten und Fachingenieure fanden Workshops
statt.
Im Zuge der komplexen Planung wurde Mitte 2013
eine „Vereinbarung zum Passivhaus-Standard bei der
DomRömer-Bebauung“ getroffen, die auch die städtischen Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen berücksichtigt. Daraufhin überprüften die Verantwortlichen
ihre Planungen für alle Gebäude und deren Technik.
Die energetischen Anforderungen flossen auch in die
Ausschreibung 2014/2015 ein.

Nachdem deren Ergebnisse vorlagen, galt es, die
gestalterischen und energetischen Aspekte möglichst optimal zu verbinden. Dazu fanden zahlreiche
Gespräche und Workshops mit den Bauleitern statt,
auch die Bauleitungsteams für die Rekonstruktionsgebäude und die Gebäudetechnik wurden einbezogen.
Während der Bauphase gilt es nun, die geplanten
Standards umzusetzen und die Qualität zu sichern.
Geplant ist zudem ein effizientes Monitoring, das
etwaige Anfangsschwierigkeiten verdeutlicht und
zugleich die Datenschutzaspekte der Bewohner berücksichtigt. Eine Dokumentation belegt die Anforderungen der Planung und Ausführung. Sie bietet
auch die Chance, als kleine Bauausstellung im Herzen
von Frankfurt am Main öffentlich für eine energetisch
hochwertige Lösung zu werben, die mit einer hohen
städtebaulichen Qualität einhergeht.

Klimaschutz-Simulationsinstrument für den Wohngebäudebestand
Bei den Wohngebäuden in Frankfurt am Main (Bezugsjahr 1990) gilt es, bis 2050 rund 90 % der CO2
-Emissionen einzusparen, um das für den Klimaschutz notwendige Niveau von zwei Tonnen CO2 pro
Jahr und Person zu erreichen. Im Gebäudesektor sind
für die Erfüllung des Klimaschutzziels zwei Faktoren
entscheidend: der Sanierungsstandard und die Sanierungsquote. Nach den bisherigen Erneuerungszyklen wird höchstwahrscheinlich bis 2050 der Wohngebäudebestand einmal komplett durchsaniert.
Hieraus leitet sich eine der zentralen Fragen für die
Entwicklung des Tools ab: Welcher Sanierungs- bzw.
Neubaustandard muss unter Berücksichtigung der
zukünftigen Energieversorgung bereits heute gelten,
damit das Klimaschutzziel langfristig erreicht werden
kann?

Um das zu klären, entwickelte das Energiereferat ein
Instrument, das zunächst den heutigen Gebäudebestand und die vorhandene Struktur der Energieversorgung darstellt. Eine Simulation kann dann die
verschiedenen Zukunftsverläufe des notwendigen
Sanierungsstandards ermitteln. Diese Standards werden je nach Gebäudetyp erhoben, um den verschiedenen Einsparpotenzialen und spezifischen Anforderungen wie Denkmalschutz Rechnung zu tragen.
Zudem soll die zukünftige Energieversorgungsstruktur mit in die Ermittlung des Sanierungsstandards
einfließen.

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Quartierstypologisierung KfW
Die KfW-Bank bietet für Kommunen seit 2014 das
Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“.
Es bezuschusst integrierte Quartierskonzepte und
fördert die Umsetzung dieses Konzepts mit einem

Sanierungsmanager. Das Energiereferat hat 2014 in
Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und dem
Denkmalamt zwei Quartiere priorisiert, die mit Hilfe
der Programm-Mittel untersucht werden sollen. In
Westhausen, der denkmalgeschützten Ernst-May Bebauung aus den 1950er-Jahren, laufen Vorarbeiten
durch das Denkmalamt und die Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte. Im Gewerbegebiet
Fechenheim, verbunden mit der Wohnbebauung
Riederwald, prüft das Stadtplanungsamt, ob hier ein
nachhaltiges Gewerbegebiet realisierbar ist.
Für beide Quartiere werden 2016 je ein Förderantrag
bei der KfW gestellt. Das Konzept entsteht in enger
Abstimmung und Kooperation mit den lokalen Akteuren.

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Klimaschutzmaßnahmen 2014/15 für Unternehmen und Kulturbetriebe
Ökoprofit
Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen der
Stadt Frankfurt am Main und der örtlichen Wirtschaft,
vertreten durch die IHK Frankfurt und die Wirtschaftsförderung Frankfurt. Es unterstützt Betriebe und Institutionen beim Einstieg ins Umweltmanagement. Ziel
ist es, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig
die natürlichen Ressourcen zu schonen. Das Projekt
ist eine wichtige Säule, um die Frankfurter Klimaschutzpolitik im Unternehmensbereich umzusetzen.
Ökoprofit richtet seinen Fokus auf Maßnahmen rund

um Energie- und Wassermanagement, Abfallwirtschaft und nachhaltige Beschaffung.
Das Projekt vernetzt Akteure und Kommune, Experten und teilnehmende Unternehmen. Ökoprofit ist
damit nicht nur ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung,
sondern auch ein Netzwerkprogramm, das nachhaltig die Wirtschaft fördert. Pro Jahr sollen zehn weitere
Unternehmen für die Teilnahme an dem Projekt gewonnen werden.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1cOKWQb
Ergebnisse der Projektrunde 2014:
	• 111 Unternehmen/Institutionen bei der Einsteigerrunde
	• 16 Betriebe im Ökoprofit-Klub
	• 65 Betriebe haben das Programm bisher durchlaufen
Erzielte Einsparungen der teilnehmenden Betriebe:
	• Strom: 1.997.430 kWh
	• Fernwärme: 137.000 kWh
	• Kraftstoffe: 2.455.241 l
	 • Wasser/Abwasser: 688.500 l
	• Rohstoffe/Abfälle: 175.422 kg

CO2-Emissionen:

Kosteneinsparung:

2.171.391 kg

1.311.109 ,- E

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

AGEEN e.V.
Der gemeinnützige Verein AGEEN (Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz-Netzwerke Deutschland) wurde
gegründet, um Energieeffizienz-Netzwerke in Deutschland zu verbreiten. Die Stadt
Frankfurt am Main, vertreten
durch das Energiereferat, trat
im Juli 2014 dem Verein bei.
Er verfolgt das Ziel, energieeffiziente Lösungen durch
den
Erfahrungsaustausch
in entsprechenden Netzwerken wesentlich schneller
umzusetzen – in Unternehmen der mittelständischen
Wirtschaft, aber auch bei anderen Zielgruppen, etwa in
Kommunen oder Landkreisen. Das senkt die Energiekosten der Teilnehmer, und
zugleich leisten sie einen
weiteren Beitrag zum Klimaschutz. Die Grundidee dieser Netzwerke – gemein-

sam voneinander zu lernen und gleichzeitig an einer
Verbesserung der Energieeffizienz in den Betrieben
zu arbeiten – stammt aus der Schweiz. Dass sie funktioniert, belegte von 2009 bis 2014 das Projekt „30
Pilot-Netzwerke“, das das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
förderte: Die teilnehmenden Betriebe steigerten ihre
Energieeffizienz im Vergleich zum Rest der Industrie
doppelt so schnell.
Der Verein AGEEN möchte nun das Potenzial von
mehreren 100 lernenden Energieeffizienz-Netzwerken (LEEN) erschließen: in der Wirtschaft, mit zahlreichen Mari:e Netzwerken (mach’s richtig: energieeffizient!) in kleinen und mittleren Unternehmen sowie
weiteren kommunalen Netzwerken. Ziel ist auch,
Best- und Good-Practice-Beispiele in Unternehmen
zu verbreiten. Die 17 Gründungsmitglieder des Vereins sind namhafte Akteure im Bereich Energieeffizienz und an den derzeit 60 bestehenden Energieeffizienz-Netzwerken beteiligt.

Weitere Informationen unter: www.masterplan100.de/unternehmer/netzwerke/

LEEN
Das erste Netzwerk der Initiative „LEEN 100“ startete
im April 2015 in Frankfurt am Main: Der Autohersteller
Opel, der Industrieparkbetreiber Infraserv und weitere namhafte Unternehmen aus der Region schlossen
mit der Stadt einen Klimaschutzpakt. Bei einem Emp-

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fang im Kaisersaal verpflichteten sie sich, in einem
„Lernenden Energie Effizienz Netzwerk“ (LEEN) ihren
CO2 -Ausstoß bis 2019 zu senken. Ziel ist es, die Energie in den Unternehmen noch effizienter einzusetzen
und dadurch außer CO2 auch Geld einzusparen.

Bisherige Firmen im LEEN Netzwerk FrankfurtRheinMain:
	• Autohersteller Opel, Rüsselsheim
	• Industrieparkbetreiber Infraserv, Frankfurt-Höchst
	• Abbott, Arzneimittelhersteller aus Wiesbaden
	• WeylChem, Grundprodukte für die Agrarchemie aus Frankfurt-Griesheim	
	• Sirona, Dental-Produkte aus Bensheim
	• LSG Skychefs, Caterer und Dienstleister für die Lufthansa, Frankfurt Flughafen
	• Dow Corning, weltweit größter Silikonhersteller aus Wiesbaden
	• Dilas, Laserhersteller aus Mainz
	• Hassia, Mineralwasserhersteller aus Bad Vilbel
Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1EZoJ8P

Schaufensterkampagne - Gewerbekampagne
Die Schaufensterkampagne des Energiereferats richtet sich an den Einzelhandel in Frankfurt am Main
– und hier speziell an kleine Betriebe und Kleinstbetriebe (Mikrounternehmen). In Kooperation mit der
Wirtschaftsförderung fanden unter anderem Beratungen zum Thema „Beleuchtung der Schaufenster“
statt. Ziel der Aktion ist es, eine Energieberatung für
20 Frankfurter Unternehmen zu realisieren.

Danach wird ein qualifizierter Beratungsbericht
erstellt, der das betriebliche Einsparpotenzial einschätzt und hierfür konkrete Maßnahmen ermittelt.
Zu den beratenen Betrieben zählten beispielsweise
Restaurants, Reformhäuser und klassische Einzelhandelsgeschäfte. Die Zahl soll künftig auf 50 Betriebe
pro Jahr erhöht werden.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1HKVXNl

Energieberatung für Theater
Das Energiereferat hat eine Energieberatung für
Frankfurter Theater ins Leben gerufen. Hintergrund
ist, dass Theater bisher durch die Raster fallen, wenn
es um Beratung und Fördermittel für Energieeinsparungen geht. Bisher wurden folgende Theater in
Frankfurt am Main beraten:
	 • Gallus Theater
	• Mousonturm
	• Die fliegende Volksbühne
	• Papageno Theater

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN
Klimaschutzmaßnahmen 2014/15
für Haushalte und Gebäudeeigentümer
Frankfurt spart Strom
„Frankfurt spart Strom“ ist ein Programm des Energiereferats Frankfurt am Main, bei dem Privathaushalte
und Unternehmen durch Mitmachaktionen und Informationen Strom sparen können. Auch monetäre
Anreize tragen dazu bei, das Verhalten von Verbrauchern zu verändern: Eine Stromsparprämie ist zentraler Aspekt des Projektes. Zur Verbreitung der Idee
nutzt das Energiereferat die sozialen Medien:
Es produzierte und veröffentlichte zahlreiche Youtube-Videos für Verbraucherinnen und Verbraucher

und rief eine eigene Facebook-Seite ins Leben. Dazu
kommen Broschüren und Flyer, die jeweils über das
Förderprogramm für Haushalte, für Frankfurter Vereine und für Gewerbebetriebe informieren.

Weitere Informationen unter:
www.frankfurt-spart-strom.de/privathaushalte/
www.facebook.com/FrankfurtspartStrom

Ergebnisse „Frankfurt spart Strom“ – Stromsparprämie (bis Ende 2014):
	• Ausgezahlte Prämien: 4113
	• Nachgewiesene Stromeinsparung: 733.857 kWh
	• Durchschnittliche Stromeinsparung pro Haushalt: 698 kWh (24 %)
	• Durchschnittliche Auszahlung pro Haushalt: 60,- Euro
	• CO2 -Ersparnis gesamt: 577 Tonnen
	• CO2 -Kompensationsleistung: 22.080 Bäume oder 77 Fußballfelder

eClub – Energiesparen in Frankfurt am Main
Der eClub ist eine neue Maßnahme des Energiereferats, die aus den Erfahrungen von „Frankfurt spart
Strom“ entstanden ist. Dabei handelt es sich
um eine moderierte Stromsparplattform
im Internet für Frankfurter Haushalte, die
ihren Verbrauch aktiv und dauerhaft
senken wollen. Die Teilnahme geht
über ein ganzes Jahr, sie wird fachkundig begleitet und eignet sich besonders für Haushalte mit einem mittleren
bis hohen Stromverbrauch.
Im ersten Schritt wird bei einer individuellen Stromsparberatung zuhause der aktuelle Verbrauch ermittelt und ein persönliches Einsparprofil
erstellt, das in einen Aufgabenplan einfließt. In den
folgenden Monaten setzt der Teilnehmer bzw. die
Teilnehmerin diesen Plan um und dokumentiert
dies auf der Plattform in einem geschützten Bereich.
Für umgesetzte Aufgaben und erreichte Stromeinsparungen gibt es eine Prämie, bis maximal 100,- €
im Jahr. Damit können die Beteiligten während der

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Laufzeit energiesparende Materialien erwerben. Zudem bieten eClub-Partner Vergünstigungen bei Beratungen oder beim Kauf von Haushaltsgeräten
an. Zum Start des neuen eClubs wurde ein
Video produziert, das seit Mai 2014 auf
verschiedenen Plattformen zu sehen ist
(siehe Links).
An der ersten Runde des Clubs haben
96 Haushalte aus unterschiedlichen
Strukturen teilgenommen. Ziel ist es, eine
Stromeinsparung von mindestens 10 % für
jeden Haushalt zu erreichen. Künftig arbeiten die
beiden Projekte „Frankfurt spart Strom“ und eClub
noch enger zusammen.

Weitere Informationen unter:
http://bit.ly/1djmo2I
www.eclub-frankfurt.de/

Cariteam / Stromsparcheck / Energiesparservice
In Kooperation mit der Caritas in Frankfurt am Main
und anderen sozialen Trägern hat das Energiereferat
das Projekt „Cariteam“ ins Leben gerufen.
Die Aktion hat mehrere Ziele:
Zum einen möchte sie den Stromverbrauch in einkommensschwachen Haushalten verringern und
damit deren Kostenbelastung reduzieren. Zum anderen erhalten Langzeitarbeitslose die Chance auf
einen Wiedereinstieg ins Berufsleben, indem sie zu
Energiesparthemen geschult werden. Als Stromsparhelfer ermöglichen sie es dann anderen Menschen
mit geringem Einkommen, an den Energiesparprogrammen der Stadt Frankfurt am Main teilzunehmen.

Die Umstellung auf energiesparende Gebrauchsgegenstände für diese Zielgruppe wird durch ein
Soforthilfepaket gefördert.
Die Aktion leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, weshalb sie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert wird. 2014 wurde
außerdem die „Abwrackprämie für Ihren stromfressenden Kühlschrank“ eingeführt. Sie hilft einkommensschwachen Haushalten in Frankfurt am Main
finanziell beim Kauf eines neuen, energieeffizienten
Kühlgerätes.

Die Ergebnisse im Überblick:
	• 821 Vor-Ort-Beratungen
	• 20 Teilnehmerplätze
	• 32 Teilnehmer im Rahmen der Beschäftigungsförderung
Durchschnittliche Einsparungen pro Haushalt:
	• Stromeinsparungen durch ausgegebene Soforthilfen: 270 kWh
	• zusätzliche Einsparungen, wenn Kühlgerät ausgetauscht wurde: 466 kWh
	• nicht-elektrische Heizenergieeinsparung für Warmwasser durch den Einbau von Soforthilfen: 272 kWh

Gesamteinsparungen je Haushalt
ohne Kühlschranktausch:

Gesamteinsparungen je Haushalt
mit Kühlschranktausch:

124,- E

256,- E
Stand Mai 2015

Die beratenen Kunden mit Bezug staatlicher Transferleistungen (ALG II, Grundsicherung/Sozialhilfe)
können langfristig im Durchschnitt 403,- Euro sparen, bei Bezug von Wohngeld sogar 889,- Euro. Die
Stadt Frankfurt am Main spart pro Stromsparcheck

119,- Euro bei der Kostenerstattung für Wasser und
Heizenergie. Der Bund wiederum spart 155,- Euro
pro Check. Für die 821 Beratungen fließen damit
langfristig 97.600,- Euro zurück an die Kommune und
127.000,- Euro an den Bund.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1PuShpM

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Kooperationsprojekt Mieterberatung im Quartier
Dieses Projekt des Energiereferats findet im Rahmen
von „Frankfurt spart Strom“ und in Kooperation mit
der Caritas Frankfurt am Main sowie der Nassauischen
Heimstätte statt. Ziel ist es, eine kostenlose Energieberatung für die Mieterinnen und Mieter in einem

Wohnquartier einzurichten. Das Projekt startete im
Oktober 2014 in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Sindlingen. Im Laufe eines Jahres wurden rund 200 Haushalte im Quartier beraten.

Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V.
Der vom Energiereferat initiierte Verein Energiepunkt
FrankfurtRheinMain e.V. steht Bauherren, Modernisierern, Mietern und anderen Interessierten, aber
auch kleineren und mittleren Unternehmen in allen
Energiefragen zur Seite. Die Energieberatung ist unabhängig und kostenlos. Der Kunde erhält Basisinformationen zur effizienten
Energieversorgung, zu regenerativen Energien, Gebäudetechnik, Fördermöglichkeiten
und zu Energieeinsparungen
bei Sanierung und Neubau.
Planer, Berater und Handwerker haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich auszutauschen, zusammen
zu arbeiten und sich weiterzubilden. Langfristiges
Ziel ist es, die Qualität der Energieberatung zu verbessern.
Der Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, den das Energiereferat fördert
– auch vom Land Hessen gab es schon Unterstüt-

zung im Rahmen des Programms „EFRE - Europäische
Fonds für regionale Entwicklung“.
Er ist neutraler Ansprechpartner in allen Phasen eines Bauprojektes. Hier können sich die Bürgerinnen
und Bürger informieren und mit dem Thema vertraut
machen. Zielgruppen sind Bauherren und Modernisierer, Wohneigentümergemeinschaften, Mieterinnen
und Mieter, aber auch kleine
und mittlere Unternehmen
(KMU). Gemeinsam mit anderen Energieagenturen bietet
der Verein auch „Pakete“ zur Unterstützung von Informationsveranstaltungen an.
Der Energiepunkt hat im Berichtszeitraum mehrere
100 private wie professionelle Kunden beraten. An
Bürgerveranstaltungen nahm er ebenso teil wie am
Museumsuferfest oder am Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“.

Beratungsthemen (Auswahl):
	• Altbausanierung: Dämmstoffe, Dach, Keller, Außenwände,
	
Fenster etc.
	• Neubau: Passivhauskonstruktion, Gebäudetechnik, Material etc.
	• Heizung: Brennwerttechnik, Hydraulischer Abgleich,
	
Umwälzpumpe etc.
	• alternative Heizung: Pellet-Kessel, BHKW, Wärmepumpe etc.
	• regenerative Energien: Photovoltaikanlagen, Solarthermie,
	
Windkraft etc.
	• Baubiologie: Anti-Schimmelpilzkampagne, Licht etc.
	• Energiekonzepte für Altbau und Neubau
	• Hilfe bei Förderungen, Angeboten und Angebotserstellung
	• Hilfestellung zu EnEV (Energieeinsparverordnung) und EEWärmeG 	
	
(Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz)

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Angebote im Überblick:
	• Individuell zusammengestelltes Informationsmaterial durch Anbieter und Mitglieder
	• Ausstellung zu Projekten, Angebote und Modelle von Anbietern und Mitgliedern
	• Messgeräte zur Unterstützung
	• Produkte: Dämmmaterial, Heizsysteme, Konstruktionen, …
	• regionale Dienstleistungen, Produkte der Anbieter und Hersteller
	• Messgeräte zum Ausprobieren und Ausleihen für zu Hause, z.B. Lufttemperatur-, Luftfeuchtigkeits-,
	
Luftdruck- und Schallpegelmessgerät, Feuchtigkeitsmessung für Bauteile und vieles mehr
Weitere Informationen unter: www.energiepunkt-frankfurt.de

BHKW-Check
Die Stromproduktion in Kraft-Wärme-KopplungAnlagen ist eine der kosteneffizientesten Maßnahmen für den Klimaschutz. Umweltschonende Blockheizkraftwerke (BHKW) laufen mittlerweile in mehr
als 350 städtischen und privaten Liegenschaften in
Frankfurt am Main. Mit dem BHKW-Check bietet das
Energiereferat eine kostenlose Machbarkeitsberechnung für Gewerbe und Wohnungseigentümergesellschaften (WEG) an. Im Berichtszeitraum wurde dieses
Angebot, das seit dem Jahr 2000 besteht, vierzehnmal genutzt.

Rund um das Thema BHKW gibt es in Frankfurt am
Main eine Vielzahl von Aktivitäten – vom Erfahrungsaustausch über die BHKW-Akademie bis hin zu
Seminaren, Kongressen und Besichtigungen. Ende
2014 fand ein Workshop des B.KWK (Bundesverband
Kraft-Wärme-Kopplung e.V.) in Zusammenarbeit mit
dem Energiereferat statt. Das Thema „Dezentrale
Kraft-Wärme-Kopplung in der Wohnungswirtschaft“
lockte 50 Interessierte an.

Weitere Informationen unter: www.kwk-kampagne-frankfurt.de

Übersicht Energieberater und Handwerker
Das Energiereferat pflegt Kontaktlisten zu Energieberatern und Handwerksfirmen, die regelmäßig überprüft und ergänzt werden.

Die Listen bieten allen Interessierten eine aktuelle
Übersicht über Firmen, die im Bereich der Energieeinsparung tätig sind.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1IIXoyE

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Mainova Klima Partner Programm
Mit dem Klima Partner Programm setzt die Mainova
den Risiken der globalen Klimaveränderung gemeinsame lokale Anstrengungen entgegen. Damit unterstützt der regionale Energieversorger nicht nur finanziell die Klimaschutzziele der Bundesregierung und
der Stadt Frankfurt am Main: Mainova versteht das
Engagement auch als Beitrag, um die technische In-

novationskraft des Standorts Rhein-Main zu sichern.
Unterstützt werden ausschließlich Projekte, die im
Netzgebiet der Mainova liegen und bei Antragstellung noch nicht begonnen wurden. Einige Fördermaßnahmen setzen zudem einen Gesamtfinanzierungsplan sowie gegebenenfalls eine Berechnung
der Wirtschaftlichkeit voraus.

Zu den Förderschwerpunkten zählen:
	• Heizungsmodernisierung: Erdgas UmstellerPaket
	• Heizungsmodernisierung: solarthermische Kombianlagen
	• elektrische Wärmepumpen
	• Energieeffizienz für Geschäfts- und Gewerberäume
	• Passivhäuser – zukunftsweisende Baukonzepte
	• umweltfreundliche Mobilität: Erdgas- und Elektrofahrzeuge
	• Mikro- und Mini-Blockheizkraftwerke
	• Brennstoffzelle - ökologisch und ökonomisch
Das Programm bezuschusste 2014 rund 270 energetische Vorhaben von Privatkunden, Vereinen und Unternehmen. Seit 2015 werden auch der Einbau einer
sogenannten kontrollierten Wohnraumlüftung mit
Wärmerückgewinnung sowie die Anschaffung von EBikes und Pedelecs gefördert. Insgesamt 304 Tonnen
Kohlendioxid sparen diese Maßnahmen dauerhaft

ein. Das entspricht dem jährlichen CO2 -Ausstoß von
mehr als 150 Kleinwagen. Seit Beginn des MainovaFörderprogramms im Jahr 2003 flossen rund drei
Millionen Euro in den Klimaschutz in Frankfurt am
Main und der Rhein-Main-Region. Das Klima wurde
seitdem um mehr als 3.600 Tonnen CO2 entlastet.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1EWX2xn

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Klimaschutzaktionen und -informationen 2014/15
Klimaschutzstadtplan
Den Beschluss, einen Klimaschutzstadtplan für Frankfurt am Main zu erstellen, traf die Stadtverordnetenversammlung bereits 2007. Ziel des Vorhabens ist es,
einen Erfahrungsaustausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern anzuregen und sie zum Handeln
und Helfen bei der Realisierung neuer Projekte zu
motivieren. Zudem dokumentiert der Plan erstmals
umfassend die Klimaschutzprojekte sowie die energieeffizienten Anlagen und Gebäude in Frankfurt am
Main. Ob Solaranlage, Blockheizkraftwerk oder Passivhaus:

Hier gibt es einen Überblick inklusive Detailinformationen darüber, welche Klimaschutzaktivitäten
die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen, die
Stadtverwaltung und andere Akteure umsetzen.
Der Klimaschutzstadtplan wird regelmäßig aktualisiert.
Weitere Informationen unter:
http://klimaschutzstadtplan-frankfurt.de/
http://bit.ly/1Ht5kRC

Der Plan enthält (Stand Februar 2015)
	• 294 BHKWs (Blockheizkraftwerke)
	• 113 Biomasse-Projekte
	• 29 NEHs (Niedrigenergiehäuser)
	• 146 PHs (Passivhäuser), die mehr als 2.500 Wohneinheiten in Passivhaus-Bauweise repräsentieren
	• 1.051 Photovoltaikanlagen
	• 1.177 Solarthermieprojekte
	• 15 Energiekonzepte
	• 43 Ökoprofit-Teilnehmer
	• zwei Wasserkraftprojekte

Klimasparbuch
Das Klimasparbuch wird bereits seit 2010 vom Verein
für ökologische Kommunikation oekom e.V. und dem
Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main herausgegeben. Es möchte die Bürgerinnen und Bürger dabei
unterstützen, ihr ökologisches Bewusstsein in die
Tat umzusetzen, und gibt praktische Klimatipps, um
die Umwelt zu schützen. Das Klimasparbuch enthält

Ideen zum nachhaltigeren Leben
sowie zahlreiche Rabattangebote
und kleine Geschenke. Die Klimasparbücher 2014, 2015 und
2016 sind mit einer Auflage von
je 20.000 Stück erschienen.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1cRCfEM

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Klimaschutzpädagogik
Das Thema Klimaschutz nimmt im Bildungsplan
des „Schuljahrs für Nachhaltigkeit“, das der Verein
Umweltlernen e.V. an Schulen in Frankfurt am Main
anbietet, einen bedeutenden Stellenwert ein.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Umweltlernen setzen die Themenschwerpunkte zum Klimaschutz in altersgerechte Lernwerkstätten und
Bildungsmaterialien um; sie geben auch den Unterricht an den Schulen. Die Entwicklung der Umweltbildungsprojekte orientiert sich am Konzept der

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO.
Zu den Angeboten zählen unter anderem die Lernwerkstätten „Passivhaus“ und „Klimagourmet“, die
Projektwoche „Energie und Klima“, Einheiten zum
Pilotprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ und
Gruppenarbeit zum Energieverbrauch in den Stadtteilen. 2015 wurden zudem neue Projekte konzipiert,
wie ein Lernlabor mit den Schwerpunkten Energie
und Klima.

Weitere Informationen unter: www.umweltlernen-frankfurt.de

Klimagourmet
Bei der Aktionswoche „Klimagourmet“, die das Frankfurter Energiereferat mit dem Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen“ ins Leben gerufen hat, dreht sich alles
um klimafreundliche, regionale und saisonale sowie
fair gehandelte Lebensmittel und Bio-Lebensmittel.
Restaurants, Cafés und Kantinen können an der Aktion
teilnehmen, indem sie ein kreatives Klimagourmet-Special
anbieten. Die erste Klimagourmetwoche mit einer begleitenden Ausstellung fand im Herbst 2014 statt.
An einem Gourmet-Kochkurs mit Stefan Walch aus

Speyer nahmen 20 Interessierte teil. Broschüren und
eine eigene Online-Plattform informieren über das
Projekt. Zudem gab es einen Ideen-Pitch für die Klimagourmetwoche im September 2015 in Kooperation mit der Stauffenberg-Schule in Frankfurt am Main.
An der Klimagourmetwoche
2015 nahmen mehr als 2.500
Personen an rund 60 Aktionen
teil.

Weitere Informationen unter: www.klimagourmet.de

20

Ausstellungen
Das Energiereferat verfügt über eine Auswahl an
Ausstellungen, die anhaltend eine große Nachfrage
erleben.
So wurde beispielsweise die mehrfach von der
UNESCO ausgezeichnete Mitmach-Wanderausstellung „Klimagourmet – Tipps und Informationen zu
klimafreundlicher Ernährung“ im März 2015 auf der
Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz präsentiert.

Weitere Ausstellungen, die das Energiereferat konzipiert hat
und verwaltet, sind
„Green IT: weltverträglich kommunizieren“ und „Frankfurt
Light: Licht, Energie,
Zukunft“.

Leitfaden „Gründerzeitgebäude in Frankfurt am Main“
Das Energiereferat erarbeitete eine Neuauflage der
Broschüre „Gründerzeitgebäude in Frankfurt am
Main“. Auf rund 40 Seiten zeigt das Druckwerk im
DIN - A4-Format Möglichkeiten zur energetischen
Sanierung von Gründerzeitgebäuden auf. Auch
in Gebäuden mit schützenswerten Fassaden sind

Energieeinsparungen von 50 bis 70 % möglich.
Eine energetische Modernisierung fördert den Werterhalt und schützt zugleich vor weiter steigenden
Energiepreisen. Die Broschüre umfasst eine Auflage
von 500 Stück und ist seit Mitte 2015 erhältlich.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1QZGkG5

Erfahrungsaustausch – Weitergabe von Wissen
In puncto Klimaschutz gilt Frankfurt am Main national wie international als Vorreiter. So belegte die
Stadt im Nachhaltigkeits-Ranking Platz eins des
ARCADIS Sustainable Cities Index, was vor allem mit
den Bemühungen rund um den Klimaschutz und die
25-jährige Erfahrung begründet wurde.

Daher war das bereits 1990 gegründete Energiereferat auf Veranstaltungen und Empfängen von internationalen Delegationen auch in den Jahren 2014/2015
gefragt. Mitarbeiter des Referats besuchten acht
Delegationen und hielten dort 34 Vorträge.

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Luminale 2014 / Morgen ist jetzt
Das Lern- und Aktionsprojekt „Morgen ist jetzt“ veranstaltete das Energiereferat gemeinsam mit dem
Kinderbüro der Stadt Frankfurt am Main. Ziel war
es, die Energiewende des Einzelnen zu unterstützen
und eine lebenswerte Zukunft für alle zu schaffen.
Die Idee des Projekts: Ein Raumschiff landet zur
Luminale in Frankfurt am Main. Es kommt aus der
Zukunft und hat beobachtet, dass wir jetzt aktiv

werden müssen, um unser Leben morgen auf diesem
Planeten zu beeinflussen. Die interaktive Installation nahm kleine und große Futuristen mit auf eine
Reise durch virtuelle Welten.
Unterwegs sahen sie sich spielerisch mit Herausforderungen rund um Energie, Klima und der Zukunft
unseres Planeten konfrontiert. Auf ihrer Mission versorgten sie das Raumschiff mit Treibstoff und reisten
zu anderen Planeten.
Das zur Luminale beleuchtete Zelt der Aktion auf
dem Frankfurter Römerberg war ein Anziehungsmagnet für Alt und Jung. Umweltdezernentin
Rosemarie Heilig eröffnete die Aktion, an der vom
30. März bis 4. April 2014 rund 5.000 Besucher teilnahmen.

Weitere Informationen unter:
http://morgenistjetzt.de
http://bit.ly/1R2o1QF

Solarbundesliga
Die Solarbundesliga ist eine Rangliste der deutschen
Kommunen, die bei der Solarenergienutzung am
erfolgreichsten sind. Verglichen werden die Kollektorfläche pro Einwohner bei der Solarwärme und
die pro Kopf installierten Kilowatt beim Solarstrom.

Die Solarthemen-Redaktion veranstaltet die Liga in
Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe e.V.
Frankfurt am Main beteiligt sich an der Solarbundesliga, und das Energiereferat meldet regelmäßig Werte.

Weitere Informationen unter: http://www.solarbundesliga.de/

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Carrotmob
Buykott statt Boykott: Ein Carrotmob setzt positive
Anreize und belohnt Unternehmen, die bereit sind,
Verbesserungen im Sinne der Menschen umzusetzen. Carrotmob Frankfurt setzt sich vor allem für den
Klimaschutz ein und möchte die Klimabilanz von
Unternehmen verbessern.
Bei einem Carrotmob kommen möglichst viele Menschen zusammen, um im gleichen Zeitraum bei einem Unternehmen einkaufen, essen oder auch feiern

zu gehen. Damit belohnen sie es dafür, dass es zuvor
in einem Bieterwettbewerb den höchsten Umsatzanteil für klimafreundliche Maßnahmen geboten hat.
Eine professionelle Energieberatung sorgt für einen
sinnvollen Einsatz des Geldes, das durch die Konsumentinnen und Konsumenten zusammenkommt.
Das Energiereferat unterstützt die Carrotmobs, von
denen 2014 zwei in Frankfurt am Main stattfanden.

Weitere Informationen unter: http://carrotmobfrankfurt.de/

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN
Europaweite Projekte für den Klimaschutz 2014/15
Climate-KIC Transition Cities
Das Projekt Transition Cities wird gefördert durch das
europäische Public-Private-Partnership-Netzwerk
Climate-KIC (=Knowledge and Innovation Community).
Es zielt darauf ab, die vielfältigen Resultate der
europäischen Klimaprojekte besser mit der übergeordneten EU-Klimapolitik zu verbinden. Das Haupt-

augenmerk liegt dabei auf Aktivitäten zu Energie,
Gebäuden und Mobilität. Gerade in diesen Bereichen kann gezieltes Lernen den Wandel (transition)
beschleunigen, um die Emissionen in Städten signifikant zu senken.
Das Transition-Cities-Projekt initiiert Pilotprogramme
und Experimente in diesen Schlüsselbereichen, unterstützt Start-ups, gewinnt zusätzliche Gelder durch
andere EU-Fonds und hilft den Städten, neue institutionelle und unternehmerische Modelle zu testen.
Ziel ist es, mit diesen Maßnahmen die Emissionen so
weit wie möglich zu reduzieren. Zudem sollen die gewonnenen Erkenntnisse in europäischen Netzwerken
gestreut und verbreitet werden.
Das Projekt, das noch bis Ende 2016 läuft, hat eine
innovative Methodik geschaffen, um Entwicklungspotenziale („gaps“) auf Basis einer computergestützten Simulation zu erkennen. Dieses Produkt wird als
internetbasierte Applikation zur Verfügung stehen
und Kommunen helfen, Best-Practice-Beispiele aus
Europa zu identifizieren und lokale Wissenslücken zu
schließen.

Im Rahmen des Projekts wurden folgende Initiativen gefördert:
	• „Lust auf besser leben“, Frankfurt-Netzwerk zur Bildung und Unterstützung von Kleinstunternehmen
	• „Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus“ – eine Energiespar- und Energieeffizienzberatung für 	
	
kulturelle Institutionen. Daraus ging ein Stadtverordnetenbeschluss hervor zur Umsetzung von Klimaschutz	
maßnahmen in Frankfurter Theatern (siehe Seite 13).
	• Breslau, Europäische Kulturhauptstadt 2016, möchte das Modell aus Frankfurt am Main adaptieren
	• „bettervest“ – eine Crowdfunding-Plattform zur Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen für kleine und 	
	
mittelständische Unternehmen

Weitere Informationen unter: www.transition-cities.net/?lang=de

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Climate-KIC Promotionsprojekt
Das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main
hat sich erfolgreich um eine Doktorandenstelle
beworben, die durch Climate-KIC finanziert wird.
Das Projekt Climate-KIC (Knowledge and Innovation Community) stellt sich
den
Herausforderungen
des Klimawandels, zu deren Lösung neben technologischer Innovation auch
ökonomische und soziale
Änderungen notwendig sind. Die Doktorandin ist
an der Universität Kassel tätig und verfasst dort eine

Arbeit in Kooperation mit dem Energiereferat als
Praxispartner. Ihr Thema sind verhaltenspsychologische Interventionsmaßnahmen, die den Energieverbrauch der Privathaushalte in Großstädten reduzieren soll.
Das Projekt läuft seit Ende
2014 und ist auf drei Jahre
ausgelegt.

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BAUSTEINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ – PROJEK TE 2014/15
DES ENERGIEREFERATS DER STADT FRANKFURT AM MAIN

Datenbasis und Zeitrahmen
Die Broschüre basiert auf einem Bericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung vom
20. Juli 2015. Seit 2011 berichtet der Magistrat alle
zwei Jahre in dieser Form über Maßnahmen und
Erfolge rund um den Klimaschutz. Der aktuelle

Bericht enthält alle Klimaschutzprojekte, die das
Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main von
Anfang 2014 bis Mai 2015 vorangetrieben hat.
Manche Angaben wurden darüber hinaus aktualisiert.

Bildnachweise
Titelseite: Fotolia/Romolo Tavani, Seite 6: Fotolia/davis, Seite 8: Dom Römer GmbH, Seite 10: Rook Architekten
Seite 12: Fotolia/Leonardo Franko, Seite 13: Fotolia/Daddy Cool, Seite 16: Energiepunkt Frankfurt
Seite 18: Christian 0. Bruch Fotografie, Hamburg, Seite 21: Salome Rössler, Seite 22: Salome Rössler
Seite 24: Fotolia/vege
Grafik
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Tel. 06162 930220 | Fax 06162 930222 | E-Mail: prepress@lokay.de | Internet: www.lokay.de

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klimaneutral

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04/2016, 1. Auflage

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Adam-Riese-Straße 25, 60327 Frankfurt am Main
Telefon: 069 212-39193
E-Mail: energiereferat@stadt-frankfurt.de
www.energiereferat.stadt-frankfurt.de
        
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