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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Deutsch-Wilmersdorf Issue 1908/1909

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19. Botcnmeistrei 1 Botenmeister, Wie nebenstehend. 
12 Magistratsboten.
20. Feuerwehr 1 Brandinspektor, Wie nebenstehend.
1 Feldwebel.
21. Auskunftsbureaus
22. Öffentliche Rechtsauskunftsstelle")
Zur Erledigung der .Dienstgeschäfte reichte die Zahl der angestellten Beamten nicht aus. 
Es war daher neben den angestellten Beamten ständig eine größere Zahl von Bureau- 
und technischen Hilfsarbeitern tätig. Während die technischen Hilfsarbeiter zum größten Teil 
für bestimmte, nicht wiederkehrende Aufgaben engagiert waren und daher öfters wechselten, 
waren die Bureauhilfsarbeiter zur Befriedigung eines ständigen Bedürfnisses tätig. Es 
wurden daher entsprechend den durch den Etat bewilligten Mitteln zwölf von diesen Bureau­
hilfsarbeitern, die durch ihre dienstliche Tätigkeit und das Bestehen des Assistentenexamens 
ihre Befähigung zum Bureauassistenten dargetan hatten, noch im Rechnungsjahre 1908 als 
Bureauassistenten angestellt. Die Anstellung der übrigen Bureauhilfsarbeiter als Bureau- 
assistenten ist in Aussicht genommen, sobald sie die Bedingungen für das Aufrücken in die 
Assisteutenklassc erfüllt haben.
2. Dienstvorschriften, Anstellungs-, Wefokdungs- «nd H^enstonsverhältniste.
Neue Dienstvorschriften oder neue allgemeine Bestimmungen über die Regelung der An- 
stcllungs-, Besoldnngs- und Pensionsverhältnisse sind im Laufe des Berichtsjahres nicht erlassen 
worden. Die städtischen Körperschaften beschäftigten sich jedoch eingehend sowohl mit der 
Frage einer Revision der bestehenden Besoldungspläne als auch mit dem Erlaß neuer Orts­
statute anstelle der durch die Stadtwerdung Wilmersdorfs zum Teil obsolet gewordenen Statute 
über die Anstellung und das Ruhegehalt der Beamten.
Nachdem, die Stadtvcrordneten-Bersammlung in ihrer Sitzung vom 30. September 1908 
bereits früher aus ihrer Mitte gestellte Anträge, den städtischen Beamten und Lehrern eine 
Teuerungszulage zu gewähren, abgelehnt, aber beschlossen hatte, eine allgemeine Gehaltserhöhung 
vorzunehmen, sobald die Gehaltsrevisioneu in Reich und Staat erfolgt wären oder die Nachbar- 
städtc die Einkommcnsbezüge der Beamten und Lehrer anderweit festgesetzt haben würden, 
unterbreitete ihr der Magistrat noch im November gen. Jahres 4, wie folgt, bezeichnete Vorlagen:
A) Orsstatut über die Anstellung- der Beamten,
B) Gemeindebeschluß über die Neuregelung der Dienstpflichten und die Besoldung 
der Beamten und der sonst im städtischen Dienst beschäftigten Personen,
C) Ortsstatut über die Gewährung von Ruhegehalt,
ü  i Gemeindebeschluß über die Annahme, Ausbildung und Anstellung der Zivilanwärter.
Die Beratung dieser Vorlagen wurde seitens der städtischen Körperschaften so gefördert, 
daß die über die Anstellung und über das Ruhegehalt zu erlassenden neuen Statute bereits 
am 16. März 1909 dem Bezirksausschuß zur Genehmigung eingereicht werden konnten. Die 
Bestätigung dieser Ortsstatute ist jedoch erst am 20. April 1909 erfolgt.
4) (rin besonderes Bureau besteht nicht. Die Auskunsterteilung erfolgt vielmehr je nach der A rt der An­
tragen im Gcneralbureau tum. im Stadtverordnetenbureau durch den betr. Bureauvorstehcr lOberstadtsckretär).
5i (rin besonderes Bureau besteht nicht. Die Audkunfterteiluug erfolgt vielmehr außerhalb der Dienst- 
stunden in einem neben dein Stadtaudschußdureau belegenen Dienststmnier durch bei der Stadt informatorisch be­
schäftigte Assessoren.
        
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