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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Deutsch-Wilmersdorf Issue 1908/1909

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Die Einreichung der Lohnliste» über Negiebauarbeitcn erfolgte nach vorheriger dies- 
seitiger Aufforderung in 18 Fällen seitens der Unternehmer freiwillig. I n  15 Fällen mußte 
die Aufstellung der Lohnnachweisungen dagegen schätzungsweise von amtswegen durch das 
städtische Hochbauamt vorgenommen werden.
Hebcrollenauszügc über zu zahlende Baunnfall-Versicherungsprämien gingen 82 ein. 
Nach deren öffentlicher Auslegung bzw. nach besonderer Aufforderung haben in 13 Fällen 
die Bauherren die Prämien-Beiträge freiwillig gezahlt. Zn 14 Fällen fiel die Zwangsbei- 
trcibung fruchtlos aus. I n  5 Fällen wurde beim zuständigen Amtsgericht die Eintragung 
einer Sicherheitshypothek in die Wege geleitet.
C. Invalidenversicherung.
In  der Zeit vom 1. April 1908 bis 81. März 1909 sind bei dem Magistrat als der 
unteren Verwaltungsbehörde auf dem Gebiete der Invaliden- und Altersversicherung gestellt
worden:
a) Anträge auf Invalidenrente 117, davon 61 von männlichen Personen,
56 von weiblichen Personen;
b) Anträge auf Altersrente 9, davon 7 von männlichen Personen,
2 von weiblichen Personen.
Über den Erfolg der Anträge, wie ihre Verteilung nach dem Geschlechte der Antragsteller 
gibt folgende Zusammenstellung Aufschluß:
Anträge von
männlichen weiblichen
Personen Personen
zu a) 61 56
Es wurden gestellt 
zu b) 7 2
Es wurden genehmigt zu a) 53 461 zu b) 7 2
5 4
Es wurden abgelehnt zu a)
zu b) — —
Es wurden zurück­ ZU a) 3 5
genommen zu b) — —
Es waren am 31. III. 1909 f zZUu a ) — 1
noch unerledigt zu b) — —
Die Höhe der bewilligten Rente bewegte sich zwischen 127,20 und 249,60 Mark.
Die Kosten der zu den Rentenanträgen erforderlichen ärztlichen Gutachten beliefen sich 
auf insgesamt 582,43 Mark.
Mündliche Verhandlungen unter Hinzuziehung je eines Vertreters der Arbeitgeber und 
der Versicherten (gemäß §§ 59, 112 des Jnvalidenversichcrungsgesctzes bzw. gemäß der 
Ministerial-Anweisung für das Verfahren vor den unteren Verwaltungsbehörden vom 15. Novem­
ber 1909) haben 6 stattgefunden. Die Zahl der in diesen Terminen verhandelten Sachen 
beträgt 44. Die abgegebenen Gutachten sprachen sich in 34 Fällen für die Gewährung bzw. 
Weitergewährung der Rente, in 10 Fällen für die Entziehung bzw. Ablehnung der Rente aus.
Anträge auf Rückerstattung der Hälfte der geleisteten Beiträge wurden 346 gestellt, 
und zwar:
a) infolge Verheiratung tJVG. § 42) 322,
b) infolge Todesfalles (ZVG. § 44) 23,
c) wegen Bezuges einer Dauer-Unfallrente ZVG. § 43) 1.
        
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