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Periodical volume 17. Die städtische Sparkasse

Full text: Verwaltungsbericht und den Stand der Gemeinde-Angelegenheiten der Stadt Deutsch-Wilmersdorf Issue 1911

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17. Die städtische Sparkasse
hat für das Jahr 1911 trotz der Marokkokrisis einen erheblichen Zuwachs an Spareinlagen 
zu verzeichnen. Er bezifferte sich nämlich auf 1214 946/26 Mk., was gegen den Zuwachs 
des Jahres 1910 ein Mehr von 171938,31 Mk. bedeutet. Der Einlagenbestand betrug 
Ende 1911: 5 208 734,40 Mk. gegen: 3 993 788,14 Mk. zu Ende des Jahres 1910.
Die Einnahme aus den 2150 ausgegebenen Heimsparbüchsen bezifferte sich aus 
89 713,29 M t, was als ein neuer, außerordentlich günstiger Erfolg dieses 1908 bei der Kasse 
eingeführten Sparsystems angesehen werden darf. Durch die drei von der Kasse unterhaltenen 
Sparautomaten (in den Gemeindeschulen IV, V und VI) kamen 7815,50 Mk. ein.
Im  letzten Quartal des Jahres 1911 wurden drei weitere Sparkassen-Nebenstellen 
errichtet, und zwar je eine im Hause Konstanzer Straße 87, Nikolsburger Platz 4 und 
Güntzelstraße 44. Von ihnen und den bereits zu Beginn der Berichtszeit bestehenden 12 Neben­
stellen, insgesamt also 15 Nebenstellen, kamen rund 383 000 Mk. ein.
Die Gelder der städtischen Sparkasse sind angelegt in Hypotheken (2 264 000 M t), 
Jnhaberpapieren (zum Nennwert von 1 382 000 Mk.), Korporarionsdarlehen (895 410 Mk.) 
und Bankguthaben (rd.550000 M t). Der Umsatz auf dem Postscheckkonto betrug 188019,35 M t
Seit Januar 1911 ist bei der Sparkasse die kaufmännische Buchführung eingerichtet.
Nachdem der von den städtischen Körperschaften beschlossene Satznngsnachtrag, betreffend 
die Vermietung feuer- und diebessicherer Schrankfächer, am 22. Mai 1911 die Genehmigung 
des Herrn Oberpräsidenten erhalten hatte, wurde sofort mit der Einrichtung zunächst 300 solcher 
Fächer in der zu diesem Zweck in dem ehemaligen Feuerwachgebäude errichteten Stahlkammer 
begonnen. Von diesen Fächern, zu einem jährlichen Mietpreise von 3 Mark für das Fach, waren 
bis Ende Dezember 1911 176 vermietet; zumeist an Personen des Mittelstandes, jedoch auch 
an solche aus Arbeiterkreisen. Benutzt wurden die Fächer in 560 Fällen.
M it der Errichtung der Stahlkammer sind für den Geschäftsverkehr der Sparkasse im 
Erdgeschoß des genannten Gebäudes neue Räume erstellt und zugleich mit dieser Anfang 
Juli 1911 in Benutzung genommen worden.
        
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