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Periodical volume IX. Kassenverwaltung

Full text: Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Rixdorf Issue 1907

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IV.  J n h a b e r p a p i c r e .
Die Sparkaffe besaß Ende des Jahres 1906 an Jnhaberpapieren . . .  3 553 475,— M.
im Jahre 1907 wurden a n g e k a u f t ...............................................................  80 000,— ,
zusammen 3 633 475,— M.
veräußert-wurden (bezw. ausgelost)...............................................................  7 500,— „
sodaß sich der Bestand an Jnhaberpapieren am Schluffe des Rechnungs­
jahres 1907 belief a u f ........................................................................  3 625 975,— M.
V. S c h u l d s c h e i n e  a n  G e m e i n d e n  u n d  K o r p o r a t i o n e n .
waren Ende 1906^vorhanden im Gesammtbetrage v o n ............................. 1 589 335,67 M.
neu erworben sind im Laufe des Rechnungsjahres 1907 1 000 000,00 M.
dagegen zurückgezahlt........................................................ 67184,06 „
mithin m e h r ......................  932 815,94 „
mithin Bestand am Ende des Berichtsjahres v o n ....................................... 2 522 151,61 M.
VI. D a r l e h e n  a n  P r i v a t p e r s o n e n
wies die Rechnung für 1906 n a c h ........................................................................  40000,— M.
im Laufe des Rechnungsjahres 1907 wurden neu ausgegeben . . . . . 40 000,— „
zusammen 80 000,— M.
Im  Rechnungsjahr 1907 wurden zurückgezahlt........... ...................................   . 50 000,— „
Mithin Bestand Ende 1907 30 000,— M.
VII. R e s e r v e f o n d s .
Der Bestand des Reservefonds beträgt:
Jnhaberpapicre  125 000,— M.
Sparkassenbuch Nr. 13 667    . 4 982,87 „
zusammen 129 932,87 M.
D as Geschäftsjahr 1907 stand unter dem Druck der schon im Jahre 1906 ein­
getretenen ungünstigen Lage des Geldmarktes. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage 
sind einmal die Einlagen nicht in dem Maße wie in früheren Jahren gestiegen, dann hatte 
dieser Umstand sowie der während des ganzen Jahres vorherrschend gewesene, außergewöhnlich 
hohe Bankdiskont erhebliche Abhebungen zur Folge. Betrugen die Mehreinlagen im Jahre 1906 
2 095 000 Mark, so haben dieselben 1907 nur die Höhe von 1467 000 Mark erreicht. 
Auch der Zugang an neuen Sparern ist gegen das Vorjahr um 730 zurückgeblieben.
Um die Sparkasse gegen die Konkurrenz der Privatbankanstalten, die infolge der 
hohen Diskontsätze auch höhere Zinsen bei täglicher Zinsberechnung gewähren konnten, einiger­
maßen zu schützen, wurde am 1. Ju li 1907 die halbmonatliche Verzinmng eingeführt. Die 
Maßregel führte tatsächlich zu stärkeren Einzahlungen, sodaß das Kuratorium sich veranlaßt 
sah, den städtischen Körperschaften gegen Ende des Jahres die Einführung der täglichen 
Verzinsung vorzuschlagen. D a hierzu die Aenderung der Satzungen nötig ist, wurden neue 
Satzungen auf der Grundlage der vom Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg erlassenen 
Mustersatzung ausgearbeitet, in welchen ferner die Erhöhung der auf ein Sparbuch zulässigen 
Einlage von 5000 Mark aus 10 000 Mark, die Abänderung der BeleihnngSgrundsätze für 
Hypotheken, der Fortfall der Sparprämien und die Erhöhung der Zahl der Mitglieder des Vor­
standes von 5 auf 7 vorgeschlagen wurden. Die Genehmigung der neuen Satzung steht noch aus.
Infolge des schon angeführten hohen Geldstandes war die Nachfrage nach Hypo­
thekengeldern sehr groß. Der größte Teil der zur Verfügung stehenden Gelder — mehr als 
1 Million Mark — wurde denn auch in mündelsicheren Hypotheken angeleat. Der Zinssatz 
wurde allgemein für die beiden ersten Jahre der Beleihung auf 4 1/« % , für die folgenden 
Jahre aus 4 •/, festgesetzt. Zu denselben Zinsfüßen wurden auch diejenigen Hypotheken 
weiter belassen, bei welchen die für die Unkündbarkeit festgesetzte Frist von fünf Jahren ab­
gelaufen war.
        
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