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Periodical volume IV. Städtisches Bauwesen

Full text: Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Rixdorf Issue 1907

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Eichen usw. beschafft und auf dem unbenutzten Teil deß städtischen Friedhofs am  M ariendorfer Wege 
eingeschult wurden. Dieser Bestand wurde im Jah re  1 90 4  durch 3 00 0  Rüstern ergänzt. F ü r  die 
Einrichtung und die Unterhaltung der Baumschule find bisher verausgabt w orden:
Kaufpreis für 6 4 4 0  S tä m m e ..... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  6 6 0 0  M .,
für A nfuhr, Einschlagen und P f l a n z e n .... . . . . . . . . . . . . . . .  1 5 0  M .,
für die Unterhaltung von 1 90 2  b is einschließlich 1907  . . 1 1 3 5  M .
zusammen 7  8 85  M .
D a von den beschafften Bäumen im ganzen 1 120  eingegangen sind, so stellen sich die Kosten
fü r einen B aum  durchschnittlich auf — 1 ,48  M . Z u r Straßenbepflanzung siud bisher 4 20 0  B äum e
verwendet, für welche bei direktem Ankauf ein P re is  von durchschnittlich 4  M . für das Stück hätte 
gezahlt werden müssen. D a  das bisher benutzte Gelände jetzt für Beerdigungszwecke gebraucht 
wird, so soll die Baumschule nach einem anderen städtischen Grundstück verlegt bezw. dort neu 
eingerichtet werden.
C . S c h m u c k a n l a g e n .
Solange Rixdorf Landgemeinde w ar und m it so erheblichen finanziellen Schwierigkeiten 
zu kämpfen hatte, daß selbst bei den unumgänglich notwendigen kommunalen Einrichtungen die 
allergrößte Sparsamkeit geübt werden mußte, w ar die V erw altung genötigt, auf alle anderen zwar 
wünschenswerten aber nicht unbedingt erforderlichen Einrichtungen vollständig zu verzichten. S o  kam 
es. daß für die Anlage von Schmuckplätzen keine M itiel bereit gestellt werden konnten. E s  w ar 
i n d e s s e n  schon ein erfreuliches Zeichen der Besserung in der Leistungsfähigkeit der Gemeinde, daß 
im Jah re  1 898  beschloßen weroen konnte, auf dem alten Schulgrundstücke zwischen der Bergstraße 
und den beiden Zügen der M ühlenstraße den Hohenzollernplatz anzulegen. D er Anlage dieses 
ersten Schmuckplatzes folgte im Ja h re  1899  die Umgestaltung des mit einzelnen Bäumen bestandenen, 
aber sonst wüst liegenden Richardplatzes.
Die Durchlegung der Neuterstraße von der Weserstraße bis zur Pflügerstraße brachte im 
J a h re  1901 den A usbau des Reuterplatzes. A ls nach dem Abbruch der Stuhlmann'schen Mühle 
und der Einebnung der Lehmberge und Kiesgruben auf dem Gelände gegenüber dem R athaus 
die Boddinstiaße angelegt und die M ainzerstraße über das Grundstück der Vereinsbrauerei fort­
geführt wurde, ergab sich die Gelegenheit, an der Kreuzung derselben den Boddinplitz anzulegen.
D er B au  des Rixdorfer Schiffahrtskanals und der A usbau der Uferstraßen führte zur 
Anlage des Lohmühlenplatzes. des Weichselplatzes und des Wildenbruchplatzes, bei welchem sich an 
die ansteigende Rampe der Wildenbruchbrücke eine Grotte m it Felsenquelle anlehnt, vor welcher ein 
Wasserbecken m it Springbrunnen Platz fand.
D er Neubau der Genezarethkirche auf dem Herrfurthplatz gab der ©todtgemeinde die 
Veranlassung, die Umgebung dieser Kirche a ls  Schmuckplatz auszubilden, an welchen sich jetzt in 
nördlicher und südlicher Rich ung die Anlagen auf dem 2 0  m  breiten M ittelfteig der Schiller- 
promenade anschließen. Daneben entstanden im Laufe der Zeit kleinere Anlagen am B ahnhofs­
vorplatz an der Saalestraße, auf dem Platz vor der Magdalenenkirche, in der Bendastraße, in der 
Hermannstraße, an der Böhmisckenstraße usw., während der Kranoldplatz zwar m it Bäumen bepflanzt, 
wegen des dort stattfindenden Wocdenmarktes jedoch ohne weiteren Schmuck geblieben ist. D er 
kleine drei'ckige Platz am  Schnittpunkt der Richardstraße und der Cannerstraße m it der Schöneweider- 
straße wnrde zwar auch mit Rasenflächen und Strauchgruppen versehen, welche jedoch bei der wieder­
holten vollständigen Verwüstung durch Kinder usw. nicht erhalten werden konnten.
I m  Berichtsjahre wurde die M ittelpromcnade der Kaiser Friedrichstraße mit eingegitterten, 
festlichen Rasenstreifen und Rankengewächsen versehen, während die breiten Bürgersteige des Restes 
der Bcrlinerstraße neben der Bordkante eingegitterte Rasenstreifen erhielten.
D . S p i e l p l ä t z e .
Um den zahlreichen, noch nicht schulpflichtigen Kindern und ihren älteren Geschwistern 
Gelegenhest zu dem beliebten Spielen  im S ande  zu geben, find die Schmuckplätze zum größten 
Test mit besonderen Spielplätzen und Sandkästen versehen, während die östliche Spitze des städtischen 
Bauhofes in der Thomasstraße sowie ein T eil des gepachteten Grundstücks in der Lesfingstraße
        
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