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Periodical volume IV. Städtisches Bauwesen

Full text: Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Rixdorf Issue 1906

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3. R a t h a u s n e u b a u .
D er aufgestellte Entw urf für die Fortführung des R athausneubaues b is zur Donaustraße 
wurde zur A usführung durch die städtischen Körperschaften genehmigt, (f. unter 116.)
D er Bau wird in den gleichen Formen wie der bereits errichtete F lügel in der Schönstedt­
straße ausgeführt werden. An der Donaustraße ist ein besonderer E ingang m it einer Vorhalle geplant.
F ü r die Bebauung des ganzen Rathausgrundstücks, welches durch die B erliner-, Erk-, 
D onau- und Schönstedtstraße umgrenzt w ird, wurden Grundrißskizzen angefertigt.
4. B a d e a n s t a l t .
Durch Beschluß vom 22 . November 1 90 6  hat die S tadtverordnetenversam m lung  das 
städtische Grundstück Richardstraße 1 1 3 /1 1 4  auf G rund einer vorläufigen Bebauungsskizze zum B au ­
platz fü r eine städtische B adeanstalt bestimmt. F ü r  die Entw urfsbearbeitung wurden 8 0 0 0  M ark 
bewilligt und die Hochbaudeputation m it der A usarbeitung der Entw ürfe beauftragt.
Zwecks Aufstellung des Bauprogram m es hat die Hochbaudeputation einen Ausschuß eingesetzt, 
dem auch M itglieder Rixdorfer Schwimmvereine angehören.
A ußer diesen Entwürfen wurden Skizzen angefertigt:
F ü r die B ebauung eines Teiles der S traßenparzelle des Grundstückes Richardstraße 1 1 3 /1 1 4  
bezw. der Parzelle II I  des Grundstückes Berlinerstaße 7 /1 1  m it einem Dienstgebäude für den 
S teuerfiskus, zwecks Einleitung von Verhandlungen m it dem Steuerfiskus über den Austausch 
des Steuergebäudes am Hermannplatz gegen ein städtisches Grundstück.
F ü r die Ausgestaltung der Fassaden der auf den Parzellen I und I I  des früheren städtischen 
Grundstücks in der B erlinerstraße 7 /1 1  zu errichtenden Privatbauten .
[Um der a ls  Zugang zu der höheren Mädchenschule zu erbauenden P rivatstraße ein 
einheitliches Gesamtbild zu geben, waren die Käufer der städtischen Parzellen durch den Kaufvertrag 
verpflichtet worden, für die Ausgestaltung der Fafiaden die Genehmigung des M ag is tra ts  einzuholen.]
F ü r  die Errichtung von Trinkhallen und Feuermeldern.
Ferner wurden für zahlreiche zum Kauf angebotene Privatgrundstücke hinsichtlich deren 
B ebauung mit städtischen Gebäuden Skizzen und Vorprojekte entworfen.
B. Tiefbau.
Die Tiefbaudeputation tagte im Berichtsjahre einundzwanzigmal, daneben fanden 7 örtliche 
Besichtigungen und 6 Ausschußsitzungen statt. E s wurden 564  Beschlüsse gefaßt. Von diesen betrafen 
196 Angelegenheiten der Kanalisation und 368  Angelegenheiten aus dem übrigen Gebiete des Tiefbaues.
L Rixdorfer Lchiffahrtskanal.
Am 7. M a i 1896  beschloß die Gemeindevertretung die Anlage eines schiffbaren Stichkanals 
im Zuge der S traßen  59, 35  und 3 8 . D ie landespolizeiliche Genehmigung zu diesem Kanal, welcher 
vom Landwehrkanal bis zur Ringbahn geführt werden sollte, wurde am 21 . M ärz 1898  erteilt. F ür 
die in der Folgezeit beschlossene Abänderung, gemäß welcher der ursprünglich auf dem Platze V  geplante 
Hafen fortfallen mtb der Ausbau des Schiffahrtskanals nur bis zur S traße  8 8 , der jetzigen Teupitzer- 
straße, erfolgen sollte, wurde die landespolizeiliche Genehmigung unterm 24 . Jan u a r  1901 erteilt. 
Nach Abschluß der Verhandlungen mit den Anliegern über den Ausbau der beiden Uferstraßen wurden 
am 20 . Ja n u a r  1902  die Erdarbeiten im Eigenbetriebe der S ta d t in Angriff genommen und zwar 
um eine Gelegenheit zur Beschäftigung von Arbeitslosen zu schaffen. Die Arbeiten wurden mit Ablauf 
des W inters eingestellt, nach Ausarbeitung des Entwurfs an Unternehmer verdungen und von diesen 
am 19. August 1902  wieder aufgenommen. Die Fertigstellung des Kanals erfolgte im November 1904.
D er Kanal hat ähnliche Abmessungen wie der Landwehrkanal, jedoch sind die Ufer mit Aus­
nahme der Einmündung in den Landwehrkanal nicht mit gemauerten Bekleidungen versehen, sondern 
über Waffer in anderthalbfüßiger Anlage der Böschungen mit Rasen bekleidet und unter Niedrigwaffer 
in dreifüßiger Erdböschung ausgeführt. I m  Berichtsjahre ist jedoch damit begonnen worden, die unter 
Waffer befindlichen flachen Erdböschungen durch hölzerne Stülpwerke zu ersetzen, um den beladenen 
Kähnen zum Zwecke bequemeren Löschens der Ladung ein näheres Anlegen am Ufer zu ermöglichen,
        
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