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Periodical volume V. Erziehungs- und Bildungswesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

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Krankenhauses. Die Besucherzahl schwankte bei den einzelnen B ortragsabenden zwischen 
54 und 350. D er Zuschuß, den die S ta d t  zur V eranstaltung der volkstümlichen V orträge 
leistete, betrug 600 M .
D a s  V ortragsjahr 1909 brachte eine Reihe interessanter Abende. V on der Gesellschaft 
für Verbreitung von Volksbildung dozierten die H erren Fürstenberg, Meltzer und Lützen. 
Gelegentlich der Schillerfeier sprach Direktor Krüger vom hiesigen Kaiser - Friedrich - R eal­
gymnasium. Vortragende waren außerdem Kustos S tahlberg  vom In s t i tu t  für M eeres­
kunde, Dr. Hirschreib vom Verein zur Förderung der Kunst und Dr. m ed. Kn oll. D er 
V ortrag des H errn  Meltzer („Streifzüge durch die M ark B randenburg") fand eine W ieder­
holung, die notwendig geworden, da an dein betreffenden Abend die Aula des Kaiser- 
Friedrich-Realgymnasiums die Besucher nicht zu fassen vermochte. V on 120 (Knnstabend: 
„Klassische Tonmeister a ls Humoristen") stieg die Besucherzahl ans 600, die viermal erreicht wurde. 
F ü r  das V ortragsjahr 1909 gewährte die S ta d t  ebenfalls einen Zuschuß in  Höhe von 600 Mk.
Volkstümliche V orträge veranstaltete in der Berichtszeit auch die Zweigstätte Ripdorf 
der Humboldt-Akademie in der Aula des Kaiser-Friedrich-Realgymnasiums.
7. Statistische Stelle.
Auf eine Anregung ans Stadtvcrordiretenkreisen hin wurde mit dem 1. F ebruar 1909 
die S te lle  eines städtischen Statistikers eingerichtet. I n s  Amt tra t am gleichen Tage der 
bisherige wissenschaftliche Assistent am B erliner Statistischen Amte Dr. Büchner, dem 
zunächst neben der O rganisation der im Februar stattfindenden Arbeitslosenzählung und der 
Erledigung einiger angesammelter Arbeiten die Sichtung und P rü fu n g  des vorhandenen 
statistischen M ateria ls  oblag. Die Berichtigung und Neuordnung der Bevölkerungsfort­
schreibung machte noch V erlauf einiger Wochen die Einstellung einer Hilfskraft erforderlich. 
N unm ehr konnte man mit der Einrichtung fortlaufender A uszählungsarbeiten, zunächst ans 
dem Gebiete der Bevölkerungs-, danach, in freilich n u r  geringem Umfange, auch auf dem 
Gebiete der B erw altungs- und Wirtschaftsstatistik beginnen. D ie Ergebnisse dieser 
Erm ittelungen wurden den M agistratsm itgliedern zunächst in freier Folge, später regelmäßig 
in der Form  eines Hektographischen Vierteljahresberichts vorgelegt. Kleinere textliche 
Arbeiten bezogen sich aus die örtliche Bevölkerungsbewegung in Rixdorf, auf die Bevölkerungs­
entwicklung Ripdorfs in beruflicher und sozialer Hinsicht nach den Ergebnissen der letzten 
Volks- und Berufszählungen, auf die Grundstücksaufnahme von Ende Oktober 1905 und 
auf das W ohnungsangebot im Oktober 1909 im Vergleich m it den V orjahren. F ü r  die im 
Herbst 1909 stattgehabte Provinzialversam m lung des Brandenburgischen S täd te tages und 
die Versammlung des Provinzial-Lehrerverbandes w urden graphische D arstellungen über die 
Bevölkerungsentwicklung und den A ltersaufbau der Bevölkerung, sowie über die Entwicklung 
des Rixdorser Volksschulwesens geliefert. Neben den für die verschiedenen D ezernate auf­
zustellenden Berechnungen, Gutachten und Berichten wurde die Statistische S te lle  durch au s­
wärtige Requisitionen, insbesondere durch die Bearbeitung der Fragebogen für das Jahrbuch 
deutscher S täd te  und das In te rn a tio n a le  Statistische Jahrbuch der Großstädte, ferner durch 
Anfragen statistischer und allgemein - volkswirtschaftlicher A rt von Behörden und P riv a t­
personen in Anspruch genommen. D a s  Personal der Statistischen S te lle  mußte deshalb 
vermehrt werden: am Ende des E ta tsjah res 1909 waren außer dem leitenden S tatistiker ein 
Kanzlist und 2 H ülfsarbeiterinnen beschäftigt.
Die Redaktion des vorliegenden Verwaltungsberichts, zu dem die Statistische S telle  
eine Reihe von Abschnitten zu liefern hatte, wurde nach den Angaben des H errn  O ber­
bürgermeisters vom städtischen Statistiker besorgt.
VI. Verwaltung der Gemeindeliegenschaften.
D a s  gesinnte G rundeigentum  der Stadtgem einde Ripdorf umfaßte am Schlüsse 
des E ta tsjah res 1909 einen Flächenraum von 1079 ha  61 a 87 qm, d. s. 11 ha  81 a  81 qm 
mehr als am Ende des Kalenderjahres 1907. Die Tabelle auf S e ite  94 bis 97 weist den 
städtischen Grundbesitz in der Gliederung nach S tad tte ilen  pp. im einzelnen nach.
        
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