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Periodical volume I. Bevölkerung und Stadtgebiet

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

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bezw. 2.64 aufs Tausend der mittleren Bevölkerung; in den Ja h re n  1901 bis 1907 hatte die 
uneheliche Geburtenziffer 3.3, 3.0, 3.5, 3.6, 3.8, 3.5 und 3.2 betragen gegen 4.2, 4.1, 4.0, 
4.2, 4.3, 4.6 und 4.7 in  B erlin. D er Anteil der unehelich Geborenen dürfte in Rixdorf 
nu r deshalb geringer sein a ls in B erlin, weil in unserer S ta d t  die unverehelichte weibliche 
Bevölkerung viel schwächer vertreten ist.
Männlichen Geschlechts waren in den Berichtsjahren 3 367 bezw. 3 238, weiblichen 
Geschlechts 3 273 bezw. 3 224 Geborene. A ls Sexualverhältnis wurden für die Gesamtheit 
der Geburten auf 100 Mädchen 102.87 bezw. 100.43 Knaben berechnet, bei den ehelichen 
Geburten ergab sich die Zahl 103.12 bezw. 102.61, bei den unehelichen 100.62 bezw. 80.19.
An M ehrgebnrten wurden 58 bezw. 50 Fälle notiert, und zwar in 57 bezw. 49 Fällen 
Zwillinge und in 1 bezw. 1 Falle D rillinge. Bei den Zwillingsgeburten kamen zur Welt 
21 bezw. 11 mal n u r Knaben, 24 bezw. 24mal n u r Mädchen, 12 bezw. 14mal Knaben 
und Mädchen.
c) S t e r b e f ä l l e .
Die Zahl der Sterbefälle (ohne Totgeburten) betrug in den Berichtsjahren 1908 
und 1909: 2598 bezw. 2411 gegen 1801, 1404, 1809, 2083, 2476, 2472 und 2365 in 
den Ja h re n  1901 bis 1907. Bei Einschluß der Totgeborenen erhöht sich die Z ahl der 
Gestorbenen in den Ja h re n  1908 und 1909 auf 2821 bezw. 2587.
Die auf das Tausend der mittleren Jahresbevölkerung zurückgeführte Sterblichkeits- 
zificr (ohne Totgeburten) belief sich im Ja h re  1908 auf 13.0, im Ja h re  1909 auf 11.3, in 
den Ja h re n  1901 bis 1907 hatte sie 19.5, 14.4, 16.9, 16.8, 17.3, 15.1, 12.9 betragen. I n  
diesen Ja h re n  machte die B erliner Sterblichkeitsziffer (ausschl. Totgeborene) 18.05, 16.21, 
15.58, 17.04, 17.13, 15.81 und 15.43 aus.
Von den Gestorbenen der Berichtsjahre waren 1389 bezw. 1240 männlichen, 
1209 bezw. 1171 weiblichen Geschlechts. Die Sterbeziffer des männlichen Geschlechts belief 
sich ans 14.3 bezw. 12.0, die des weiblichen aus 11.9 bezw. 10.7 pro M ille der Bevölkerung.
Tabelle 1 gibt eine Uebersicht über die Sterblichkeit nach Kalendermonaten, Tabelle 2 
nach dem Alter und Familienstand der Gestorbenen. D er Jah reszeit nach schwankte die 
Z ahl der S terbefälle zwischen 5.7 bezw. 4.6 pro T ag im Septem ber bezw. Dezember und 
8.2 bezw. 7 .6 ' im August beider Ja h re . D er August pflegt überhaupt der M o n a t der 
größten Sterblichkeit zu sein, w as durch die Todesfälle der kleinen Kinder in diesem M onat 
veranlaßt wird. Bei den übrigen Altersklaffen kommen die meisten Sterbefälle im W inter 
und im Frühling vor.
1. Die Gestorbenen der Ja h re  1908 und 1909 nach Kalendermonaten.
Geschlecht Ja­
nuar
Fe­
bruar März April Mai
G e ft 
Juni
d i" 6 e 
Juli
n i m 
August Sep­tember
Ok­
tober
No­
vember zentberj
männlich . 121 97 119 123 125
1908
116 136 152 99 94 112 95 I 1389
weiblich. . 118 102 107 115 93 94 104 103 73 101 107 92 i 1209
zusammen 239 199 226 238 218 210 240 255 172 195 219 187 j 2598
männlich . 102 92 102 109 94
1909
100 105 124 119 108 104 81 1240
weiblich. . 109 103 112 102 98 91 84 113 103 101 92 63 1171
zusammen 211 195. . 214 211 192 191 189 237 222 209 196 144 j 2411
        
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