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Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

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Elcktro-K rcnikenm itom obil.
diesbezügl. A ntrag wurde aber von der Stadtverordneten-Versam m lung am 7. M ärz  1901 
abgelehnt. Nach den damaligen Verhältnissen boten die Abfuhrunternehmer noch hin­
reichende Gewähr für die ordnungsmäßige Beseitigung des H ansm ülls, auch w ar man der 
Ansicht, daß der Müllabladeplatz vorläufig noch auf viele Ja h re  hinaus den hervortretenden 
Bedürfnissen genügen würde.
Die rapide Bevvlkernngszunahme bewies das Gegenteil. Die Abfuhr wurde 
großer, und schon 1907 stellte es sich heraus, daß der verfügbare Platz nicht mehr au s­
reichte. Die Verhandlungen über eine anderweite Beseitigung des H ausm ülls wurde des­
halb schleunigst wieder aufgenommen. Die eingehende P rüfung  der verschiedenen M üll- 
bcseitigungsversahren und mehrere Besichtigungen von M üllverbrennungsanstalten führten 
indessen vorläufig zu keinem Ergebnis. D a eine dauernde Regelung der M üllbeseitigungs- 
srage in so kurzer Z eit nicht vorgenommen werden konnte, mußte zunächst für die Abfuhr- 
unternehmer eine weitere Abladestelle geschaffen werden. M it dem Landwirt P a u l Bredow 
au s Tempelhos wurde am 23. Dezember 1908 ein Abkommen getroffen, wonach sich dieser 
verpflichtete, vom 1. J a n u a r  1«09 ab die von Rixdorfer M üllabfuhrunternehm ern in der 
S ta d t Rixdors aus den Hausgrundstücken abgefahrenen Müllstoffe, Feuerungsabgänge und 
sonstigen Äbgangsstoffe in  seiner am Bahnhof „Teltow-Kanal" belegcnen Müllverladestelle 
zum Preise von 12 Psg. pro Z entner jederzeit abzunehmen. D er städtische Müllabladeplatz 
wurde nach Abschluß dieses V ertrages zwar nicht geschlossen, doch wurden die Gebühren 
von 7 1/, Psg. auf 15 Psg. pro Z entner erhöht, sodatz die M üllabsuhrunternehm er mittelbar 
veranlaßt wurde«, die billigere Abfuhrgelegenheit bei dem Landwirt Bredow wahrzunehmen.
D a das vorerwähnte Abkommen n u r  eine vorläufige Regelung der Müllbeseitigung 
darstellen konnte, so mußte aus Abstellung der K alam ität Bedacht genommen werden. E s  
wurden deshalb in den letzten anderthalb Ja h re n  von der D eputation für S tra ß e n ­
reinigung, M üllbeieitigung usw. die zur Beseitigung von H ausm üll angewendeten V er­
fahren einer besonders eingehenden P rüfung  unterzogen, die nun  folgende Resultate gezeitigt 
hat: „Von der M üllverwertungsindustrie Weinbergsweg 24 zu B erlin  (Reuter & Co.), die 
an  der C anner Chaussee eine Versuchsanstalt unterhielt, wurde ein Projekt vorgelegt, nach
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