Path:
Periodical volume XII. Versicherung des städtischen Vermögens und der städtischen Beamten

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

—  178 —
Krankenhaus, die Baulichkeiten und Feldfrüchte des Rieselgntes Boddinsfelde und die neuen 
Schulbauten pp., bei einem Konsortium zu versichern. An diesem Konsortium sind die Vater­
ländische Feuer-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft in Elberfeld mit 40% , die Städtefeuersozietät 
der Provinz Brandenburg mit 30%  und die Aachen- und Münchener Feuer-Versicherungs- 
Gesellschaft mit weiteren 30% beteiligt. Die Konsortialversichernng erstreckt sich ebenfalls 
vom 1. J u l i  1908 ab aus 5 Jahre. Die Prämiensätze und Vergünstigungen entsprechen den 
genannten Sätzen der Sonderversicherung.
Bisher sind beim Konsortium Immobilien im Werte von 5 728 689 M . und M o­
bilien im Werte von 408 097 M . versichert worden. An Prämien einschl. Stempelkosten sind 
bis jetzt durch die Bermittelung der Generalagentur der „Elberselder" 8 058.50 M . gezahlt.
Der Teltower Kreis-Verein gewährt der Stadtgemeinde von dem Artteile der Elber- 
selber Feuer-Versicherungs-Gesellschast an der Sonder- und Kollektivversicherung 5%  Rabatt 
von der gezahlten Nettoprümic. Die Rabattsumme betrug im Berichtsjahre 1908 1541.37 M . 
Dieser Betrag ist zur Verbesserung der hiesigen Feuer-Löscheinrichtungen bestimmt mit) für 
diese Zwecke verwendet worden.
M it Rücksicht darauf, daß das Rittergut Waßmannsdorf bepsandbrieft ist, hat nach 
den Satzungen des Reiten B r. Kredit-Instituts die Versicherung des gesamten Jm m obiliars 
und M obiliars einschl. der Feldfrüchtc, Mieten und Schober mit insgesamt 483 770 M . bei 
der Landseuersozietät der Provinz Brandenburg gegen Brandschaden zu erfolgen. Die Präm ie 
betrügt jährlich 653.82 M . Die Versicherung läuft noch bis zum 1. J u l i  1911.
D as Gesamtrisiko der Stadtgemeinde beträgt som it:
a) laut Sonderversicherung . . . . . . . .  12 627 523 M .
b) „ Kollektivversicherung ........................................  6 136 786 „
c) „ Versicherung W aß m an n sd o rf....................... 483 770 „
d) „ „ Grundstück Richardstr. 47 . 10 450 „
m i t h i n  z u s a m m e n :  19 258 529 M .
und erforderte bisher einen Präm ienaufw and:
a) in der Sonderversicherung.......................................  34 004.80 M .
b) „ „ Kollektivversicherung .................................. 8 058.50 „
c) „ „ Versicherung d. Rieselgutes Waßmannsdorf 653.82 „
d) „ „ Versicherung des Hauses Richardstr. 47 . 10.70 „
(Vom Borbesitzer übernommene Versicherungsprämie.)
m i t h i n  z u s a m m e n :  42 727.82 M .
Die Gründung einer eigenen Feuer-Sozietät für das Stadtgebiet, wie sie in einigen 
anderen Großstädten besteht, ist neuerdings in Erwägung gezogen worden. Anzunehmen 
ist, daß die von den Eigentümern gezahlten, sich jährlich auf 125— 180 000 M . belaufenden 
Prämienbeträge durch die Errichtung einer städtischen Feuervernchcrungsanslalt für I m ­
mobilien herabgemindert und später zum Teil zu Gunsten der S tad t verwendet werden 
können. Wenn auch mit der Einrichtung der Anstalt ein gewisses Risiko seitens der S tad t- 
gemeinde übernommen wird, so erscheint dies doch mit Rücksicht auf den baulichen Zustand 
aller in Rixdors vorhandenen Gehände und im Hinblick auf die mit den neuesten Feuer­
löschmitteln ausgerüstete hiesige Feuerwehr weniger bedenklich
Z u r Einführung einer Zwangsversicherung, wie sie auf Grund alter Privilegien in 
Berlin, B reslau und S tettin  beitcht, wird nach Lage der gegenwärtigen Gesetzgebung die 
Genehmigung der Staatsregierung nicht zu erlangen sein. Inwieweit der von den städtischen 
Körperschaften beschlossenen Selbstversicherung der s t ä d t i s c h e  n  Mobilien und Immobilien 
weitere Folge zu geben sein wird, wird von dem Ergebnis der mit der weiteren Beratung 
über die Errichtung der Versicherungsanstalt eingesetzten Kommission und den Entschließungen 
der städtischen Körperschaften abhängen. Zunächst ist zur Durchführung der Selbstversicherung 
ein Sammelsond gebildet worden, dem jährlich 5000 Mark zugeführt werden. Der anzu­
sammelnde Fond soll, wenn die Stadtgemeinde für sich oder in Verbindung mit anderen 
Städten zur gänzlichen oder anteiligen Selbstversicherung nach Ablauf der Sonder- und 
Kollektivversicherungsverträge übergehen sollte, den Grundstock hierfür bilden.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.