Path:
Periodical volume Gesundheitswesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

—  IM) —
Das Grundstück hat eine Grütze von 200 X  400 Metern und ist von allen Seiten 
von Straßen eingefaßt: an der Nordostseite liegt die Königswusterhausener Chaussee, an 
der Nordwestseite der Henkelweg, an der Südvstseite der Tristweg: die 4. Straße ist einst­
weilen nur projektiert.
Von der Königswusterhausener Chaussee ans gelangt man zunächst in das Ver­
waltungsgebäude. Dasselbe besteht ans drei Teilen. Der mittlere Teil enthält nur Erd­
geschoß und Dachgeschoß, während die beiden sich seitlich anschließenden Flügel ans Erd­
geschoß, 1, Obergeschoß und Dachgeschoß bestehen. Im  Mittelbau befinden sich die von 
den beiden Seitenteilen vollkommen getrennten Anfnahnieräume, im Dachgeschoß ein 
Unterrichtssaal. Der südöstliche Flügel enthält die Apotheke mit Nebenräumen, eine 
Selterswasserfabrik, Wohnung des dirigierenden Arztes der inneren Abteilung, außerdem 
Speise- und Kasinoräume für die Aerzte. Das Dachgeschoß enthält die Wohnungen fin­
den Verwaltungsdirektor und Apotheker. Fm Erdgeschoß des nordwestlichen Flügels sind 
die Berivaltungsräume, die Zimmer der dirigierenden Aerzte, Psörtnerziinmer, Bibliothek 
und Sitzungszimmer untergebracht. Das I. Obergeschoß und Dachgeschoß enthält außer 
der Wohnung für einen Oberarzt die Speise- und Wohnräume für die Schwestern, soweit 
sie nicht auf den einzelnen Stationen untergebracht sind, sowie die Wohnrärime für die 
Dienstmädchen. Rechts vom Verwaltungsgebäude gliedert sich die chirurgische Abteilung, 
links die Abteilung für die innerlich Kranken an. Die Krankenpavillons der inneren Ab­
teilung sind unter sich und mit dem Badehaus durch einen heizbaren Gang in Verbindung 
gebracht worden, um die Kranken nicht durch den sonst notigen Transport über das offene 
Krankenhansgrnndstistk den Unbilden der Witterung auszusetzen. Aus demselben Grunde 
sind die Pavillons der chirurgischen Abteilung unter sich und mit dem Operationshause 
verbunden. Durch Verrichtung von nach Süden gelegenen Liegehallen kann man einem 
großen Teil der Kranken die Wohltat der Lagerung im Freien während der warmen 
Sommermonate zukommen lassen. Es sind deshalb allen großen Krankensälen Liegehallen 
angegliedert worden, welche es gestatten, fast die Gesamtzahl der Kranken in ihren Betten 
direkt ins Freie zu fahren.
Die chirurgische und die medizinische Abteilung sind durch eine breite Gartenanlage 
getrennt. Der Zugang zum Garten vorn Verwaltungsgebäude her erfolgt durch zwei 
Durchfahrten, an welche sich je eine zweireihige Allee anschließt, die als Fußweg ausgebildet 
ist, während parallel rechts und links davon Fahrwege liegen, die hauptsächlich zur Be­
förderung der Wäsche und der Speisen nach den einzelnen Pavillons dienen. Die beiden 
Wege vereinigen sich hinter den Pavillons zu einer breiten Allee, welche die Wirtschafte- 
gebäude und den Gemüsegarten von den Isolierpavillons trennt Die Mitte der ganzen 
Anlage wird durch große Rasenfläche» eingenommen. Zwischen den Isolierpavillons ivic 
zwischen den Pavillons der medizinischen und chirurgischen Abteilung sind, bei letzterem im 
Anschluß an die Liegehallen, gärtnerische Anlagen vorgesehen, die den Kranken hauptsächlich 
zum Aufenthalt dienen solle». An die Wohnungen der leitenden Aerzte schließen sich kleine 
Hansgärten an.
Bon dem Verwaltungsgebäude gelangt man rechts durch einen Verbindungsgang 
in das Operatioushaus, welches im Erdgeschoß die beiden Operationssäle mit den erforder­
lichen Nedenräumen wie Perbandsstofffabrik, Porbereitungszinuner, Röntgenkabinett, Zimmer 
für photographische Ausnahmen und Turnsaal, Laboratorium, Gipszimmer usw. enthält, 
während das Obergeschoß zur Ausnahme der zahlenden Kranken und das ausgebaute Dach­
geschoß zu Wohnräümen für das Pflegepersonal bestimmt ist.
Den Mittelteil jedes Pavillons nimmt ein allgemeiner Krankensaal mit 24 bezw. 
20  Betten ein, dem mich Südwesten, wie schon oben erwähnt, eine Liegehalle vorgelagert 
ist. Au beide Seiten des Knnikenfaales schließen sich Kopfbauten an, von denen der süd­
östliche einen mit Tischen und Stühlen, Zeitungen und Zeitschriften usw. ausgestatteten 
Tageraum, Anrichte, Wärterzimmer, Bad und Abort enthält, während der nordwestliche 
Isolierräume nebst eigenem Bad und Abort sowie ein Untersuchungen bezw. Verbau ds- 
zunmer enthält Die Einteilung des Obergeschosses entspricht im allgemeinen der des Erd­
geschosses. Das Dachgeschoß enthält die Wohuräume für das in dem Pavillon beschäftigte 
Aerzte- und Wartepersonal. Der die Krankenhauspavillons verbindende Gang ist nur im
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.