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Periodical volume VII. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

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Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Leute betrug im Sommerhalbjahr 1908: 
51 Arbeiter, 17 Wächter, 1909: 114 Arbeiter, 17 Wächter, im Winterhalbjahr 1908: 
22 Arbeiter, 8 Wächter, 1909: 49 Arbeiter, 12 Wächter.
Die Gartendeputation besteht seit Ja n u a r 1909. Den Vorsitz übernahm Ober­
bürgermeister Kaiser, die Dezernatsgeschäste 'Ltadtrnt Mier. E s gehören der Deputation 
3 Magistratsmitglieder und 6 Stadtverordnete an.
VIII. Armen- und Waisenpflege.
1. Organisation der Armen- und Waisenverwaltung.
Die Armendeputation hielt in den Berichtsjahren (vom 1. April 1908 bis 31. M ärz 1910) 
15 Sitzungen ab, in denen 82 Beschlüsse gesagt wurden.
D as durch das Ausscheiden des S tad tra ts  Seydel frei gewordene Dezernat der 
Armen- und Waisenverwaltung wurde dein am 30. 4. 1908 in die hiesige Verwaltung neu 
eingetretenen S tad tra t Dr. M ann übertragen. Zum Mitderzernentcn wurde neben dem 
Magistratsassessor Dr. Litterscheidt der Gerichtsassessor, jetzige Magistratsassessor Dr. Maretzky 
bestellt, der seit dem Ausscheiden des ersteren aus der Verwaltung das Mitdezernat allein führt.
In d e r  Besetzung derEhrenbeamtenstellen traten in derZeit vom 1.4.1908bis3l. 3.1910 
folgende Aenderungen ein:
E s schieden a u s :
Bezirksvorsteher............................................—
Bezirksvorsteher-Stellvertreter . . .  7
A rm e n p f le g e r ............................................36
W a is e n r ä te ................................................... 4
W aisenrats-Stellvertreter............................. 7
E s traten ein:
Bezirksvorsteher ...................................... —
Bezirksvorsteher-Stellvertretcr . . .  7
Armenpfleger  ...................................... 88
W a is e n r ä te ....................................................4
W aisenrats-Stellvertreter..............................7
Am 1 .4 .1910  waren im ganzen 398 Ehrenbeamte tätig. Der Geschäftsführung der 
Armenkommissionen muß wiederum mit großer Anerkennung gedacht werden: viele Ehren­
beamte versehen ihr Amt mit unermüdlicher Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit, mit Verständnis 
und Umsicht. Dies gilt namentlich auch von den Bezirksvorstehern, die im allgemeinen 
den vielfach recht umfangreichen und verantwortungsvollen Aufgaben ihres wichtigen Amtes 
in durchaus sachgemäßer Weise gerecht geworden sind und die Interessen der S tad t in jeder 
Hinsicht eifrig vertreten haben.
Die Bestellung von Armen- und Waisenpflegerinnen hat weitere Fortschritte 
gemacht: die Zahl der Armenpflegerinnen beträgt jetzt 17, während die Zahl der Waisen­
pflegerinnen aus 30 gestiegen ist. 4 Damen sind zugleich Armen- und Waisenpflegerinnen. 
Durch Abhaltung von Armenkonferenzen, die eine Zeitlang infolge des häufigen Dezernat­
wechsels nicht regelmäßig stattfinden konnten, wurde in den Berichtsjahren von neuem 
versucht, die Wirksamkeit der Armenkommisfionen weiterhin zu fördern und möglichst einheitlich 
zu gestalten.
M it den Armenärzten wurden neue Verträge geschlossen, und die Geschäftsführung 
wurde in Verbindung hiermit durch Erlaß einer Geschäftsanweisung neu geordnet.
Durch Beschluß der städtischen Körperschaften wurde im Jahre 1909 das gesamte 
Stadtgebiet in 24 Stadtbezirke neu eingeteilt, die für sämtliche Bezirkseinteilungen in Steuer-, 
Armensachen «sw. künftig maßgebend sein sollen. Dementsprechend mußten auch die Grenzen 
der Armenkommissionsbezirke neu festgesetzt werden. D a sich aber die Geschäfte der einzelnen 
Armenkommissionen je nach der Lage des Bezirks ihrem Umfange nach verschieden gestalten, 
so war cs nötig, eine Teilung mehrerer Bezirke in Unterbezirke vorzunehmen. E s wurden 
6 Stadtbezirke geteilt und hierdurch folgende 13 Unterbezirke gebildet: 9a , 9b, 10a, 10b,
        
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