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Periodical volume VII. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Rixdorf Issue 1908/1909

— 102 — 4. E r w e i t e r u n g s b a u d e r R e a l s c h u l e i n d e r E m s e r S t r a ß e . Ende 1907 wurde von den städtischen Körperschaften der A usbau der Realschule zur O ber­ realschule beschlossen. Die vom Hochbauamt vorgelegten P läne wurden zur A usführung angenommen und die zum B au erforderlichen M ittel im B etrage von 100 000 M . bewilligt. D ie Erweiterung fügt sich dem H auptteil der Schule im rechten Winkel an und schliesst den Schickhos nach der Westseite ab. I n den drei Geschossen sind neun nach Osten gerichtete Räum e untergebracht. B on den neun R äum en sind die sechs in den beiden untersten Geschosten liegenden als Klassen eingerichtet, während die drei im 2. Obergeschoß liegenden Räum e zur E rw eiterung der im alten Schultest liegenden physikalischen und chemischen U nterrichtsräum e dienen. I m A n­ schluß an diese R äum e ist am südliche» Teil des Korridors eine kleine photographische Dunkelkammer vorgesehen. D ie Beheizung der Rärnne erfolgt durch eine Niederdruck-Warm­ wasserheizung im Anschluß an die im H auptteil vorhandene. D ie Aborte befinden sich in einem besonderen, im Anschluß an den H auptteil an der östlichen Hofseite aufgeführten G e­ bäude. Die technische und architektonische Durchbildung entspricht dem Hauptteil. F ü r die physikalischen und chemischen Unterrichtsräum e ist elektrisches Licht und elektrischer Krast- anschluß, für die übrigen Klassenräume und F lu re Gasglühlicht vorgesehen. Die Ansichten des Gebäudes sind in rauhem Kalk-Kiesputz hergestellt, das Dach ist mit natu rro ten Biberschwänzen a ls Kronendach ausgeführt worden. Die B auarbeiten wurden im April 1908 in Angriff genommen, am 25. Septem ber fand die Rohbauabnahme und am 19. A pril 1909 die Gebrauchsabnahme statt. Am 20. A pril 1909 wurde der E r ­ w eiterungsbau der Schulverw altung übergeben. 5. E r w e i t e r u n g s b a u d e r M ä d che u m i t t e l s c h u l e B e r l i n e r S t r a ß e 9. Die in der P rivatstraße an der B erliner S tra ß e neu erbaute höhere Mädchen- und Mädchenmittelschule wies schon ein J a h r nach der Fertigstellung einen so starken Besuch auf, daß vielen Gesuchen um Ausnahme nicht entsprochen werden konnte. Am 4. M ärz 1908 wurde daher vom M agistra t gemäß einem Vorschlage der D eputation für die höhere Mädchen­ schule Geschloffen, aus dem neben dem Direktorwvhnhaus befindlichen Gemcindegrundstück ein Klaffengebäude mit 16 Räum en fü r die Mittelschule zu errichten. Dieser E rw eiterungs­ bau ist so beschleunigt worden, daß die Uebergabe an die Schulverw altung am 1. Oktober 1909 erfolgte. I n dem E n tw urf für den Erw eiterungsbau sind die verlangten R äum e in einem Vordergebäude an der P rivatstraße und in einem anschließenden S e iten ­ flügel, welcher an dem Kirchhof der S t . Jncobi-Kirchengemeinde seinen Abschluß findet, untergebracht. 6. G e m e i n d c s ch u l e R ü t l i st r a ß e. D ie fortschreitende' Bebauung im Köllnischen S tad tte il führte dazu, auch in diesem Stadtteile eine leicht erreichbare Schule vorzusehen. A ls geeigneter Bauplatz wurde seitens der Schuldeputation das fü r S chu l­ zwecke angekaufte Grundstück R ütlistraße 41/42 vorgeschlagen und als B auprogram m 2 Schulsysteme zu je 20 Klaffen fü r Knaben und Mädchen nebst T urnhalle, Zeichensaal, Lehrer- und Amtszimmer, sowie den erforderlichen Nebenräum en einschließlich Schuldiener- wohnung festgestellt. D er hiernach ausgestellte E ntw urf zeigt eine, durch die Form des Grundstücks gegebene V erbindung eines zweibändigen M ittelbaues mit zwei einbündigen Seitenflügeln wie in der Schule Elbestraße, mit dem Unterschiede, daß hier die Flügelbauten nach der S tra ß e zu angeordnet sind. Die im G rundriß U förmige Anlage umschließt einen 700 qm großen, an der S tra ß e gelegenen T urnhof, während ein 1900 qm großer Haupthof hinter dem M ittelbau liegt. D a der gute B augrund ca. 7 m tief unter einer 3 m starken Moorschicht liegt, wurde für das Gebäude eine Pfahlrostfnndierung erforderlich, welche der hohen Kosten wegen Anlaß gab, die sonst auf dem Schulhof untergebrachte T urnhalle in das Gebäude zu verlegen. Projekt und Kostenanschlag wurden am 12. M ürz 1908 durch die Stadtverordneten-V ersam m lung genehmigt und fanden am 27. April 1908 die Zustim m ung der Königlichen Regierung in Potsdam . D er E n tw urf sieht im Erdgeschoß, in unm ittel­ barer Nahe der Eingänge der Flügelbauten, die A m tszim m er vor. H ieran schließen sich beiderseits 2 Klassenräume an. I m Sockelgeschoß des M ittelbaues ist die T urnhalle, welche beiderseits 2 geräumige Vorhallen erhalten hat, eingebaut. Ueber den V orhallen sind die Lehrer- und Lehrmittelzimmer gelagert. D ie oberen 3 Stockwerke enthalten je 12 Klaffen.
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