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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1919/1920

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Gegen die Entscheidung des Stadtausschusses An Unfallentschädigungen und V erw altungs­
wurde im K alenderjahr 1919 bezw. 1920 in 1 kosten hatten die Sektionsm itglieder aufzubrin­
bezw. 0 F ällen  B erufung  beim Bezirksausschuß gen 2537,02 M . bezw. 2472,48 M ., für die eine 
eingelegt. Dieser hat das Urteil des S ta d ta u s ­ Umlage der staatlich veran lag ten  und der ange­
schusses in jenem F alle aufgehoben. nom m enen Grundsteuersum m e der lan d w irt­
Die Z ah l der Beschlußsachen betrug 488 schaftlichen B etriebe in Höhe von 210% bezw. 
bezw. 564. Die Beschlußsachen betrafen A nträge 250% erforderlich w ar.
auf E rteilung  der E rlau b n is  zum B etriebe der 
Gastwirtschaft 1 bezw. 0, der Schankwirtschaft 
418 bezw. 407, des Spirituosenkleinhandels 6 F. Die staatliche Baugewerkschule 
bezw. 24, der V eranstaltung von Singspielen 15 Neukölln im Jahre 1919—1920.
bezw. 9, zum Handel m it G iften 18 bezw. 14, 
zur A nlegung von Dampfkesseln 7 bezw. 8 und Die staatliche Baugewerkschule in der Leine­
zum Psandleihgew erbe 1 bezw. 3; ferner A n ­ straße hat sich seit ih rer G ründung  im Ja h re  
träge in  Armensachen gem äß § 43 N r. 2 des 1913 außerordentlich günstig entwickelt. Noch 
Zuständigkeitsgesetzes 6 bezw. 13, A nträge ver­ w ährend des K rieges w ar der A ndrang  seitens 
schiedener A rt 8 bezw. 1 und A nträge aus § 16 der au s  dem Heeresdienst Entlassenen und der 
der G ew erbeordnung 8 bezw. 5. noch nicht k riegsverw endugsfäh igen  jungen 
A n G enehm igungen w urden erteilt zum B e­ Leute groß. Die Einstellung der Kämpfe im 
triebe der Gastwirtschaft 1 bezw. 0, der Schaut- Herbst 1918 lieh eine M enge K riegsteilnehm er 
wirtschaft 370 bezw. 383, des Spirituosenklein­ zu dem unterbrochenen oder hinausgeschobenen 
handels 6 bezw. 20, der V eranstaltung von S in g ­ fachlichen Schulbesuch zurückkehren. In fo lge  
spielen 9 bezw. 8, zum Handel m it G iften 17 R uhens der B autätigkeit suchten ferner zahlreiche 
bezw. 14, aus § 16 der G ew erbeordnung 8 bezw. Handwerker ihre praktische E rfah rung  durch die 
5, zur A nlegung von Dampfkesseln 7 bezw. 8 durch die A nstalt verm ittelten theoretischen K ennt­
und zum Betriebe des Pfandleihgew erbes 1 nisse zu erw eitern.
bezw. 3. D er wachsende Z u d ran g  zeigt sich deutlich in 
I n  9 bezw. 6 F ällen  erfolgte die E rteilung  der Z ah l der Besucher. Nachdem sich die Schüler­
der Genehm igung nach vorausgegangener m ünd­ zahl im  2. J a h re  (1914/15) auf 218 gestellt hatte, 
licher V erhandlung im V erw altungsstreitverfah­ verringerte sie sich vorübergehend in  den ersten 
ren, in den übrigen F ällen  im Beschlußoerfahren. beiden K riegsjahren. S ie  betrug 1915/16: 146, 
1916/17 sogar n u r 131, stieg a lsdann  wieder im 
J a h re  1917/18 auf 138, 1918/19 auf 251, um  im 
Geschäfte des Stadtausschusses a ls  V orstandes J a h re  1919/20 den Höhepunkt m it 561 zu er­
der Sektion 43 (S tad tk reis  Neukölln) der B ra n ­ reichen. Zw eifellos w ird ein langsam es A b­
denburgischen landwirtschaftlichen B eru fs­ flauen bis zu einer Durchschnittszahl von etwa 
genossenschaft. 400 Schülern eintreten, w enn die durch den Krieg 
erzeugte künstliche S ta u u n g  in der schulmäßigen 
I n  den K alenderjahren 1919 und 1920 fanden A usbildung von Technikern ausgeglichen sein 
nachstehend verzeichnete Sachen ihre E rledigung: w ird. E ine W iederbelebung der B autätigkeit 
Z u r  A nm eldung gelangten B etriebsunfälle 2 w ird auch einen großen Teil des Nachwuchses 
bezw. 3, es w urden Ansprüche auf Entschädi­ auf dem goldenen Boden des H andw erks zurück­
gung gestellt 1 bezw. 1, anerkannt w urden 1 halten.
bezw. 1, abgewiesen 0 bezw. 0, berufungsfähige I n  der verhältn ism äßig  stillen Kriegszeit 
Bescheide w urden erteilt 3 bezw. 5, davon be­ w urden m it dem stark zusammengeschmolzenen 
trafen  die erstm alige Rentenfestsetzung 1 bezw. Lehrkörper fü r kriegsbeschädigte B auhandw erker 
1, R entenablehnung 0 bezw. 0, M inderung  oder aller A rt Fortbildungskurse abgehalten. Durch 
Einstellung der R ente 2 bezw. 1, Festsetzung ihre Verletzung nicht m ehr imstande, ihr einst 
einer D auerrente 0 bezw. 1, A blehnung eines E r ­ gelerntes Handwerk auszuüben, sollten die T eil­
höhungsantrages 0 bezw. 1 und G ew ährung  nehm er durch den Besuch der „Kriegsbeschädig­
einer Rentenzulage 0 bezw. 1. ten-Kurse der staatlichen Baugewerkschule in 
I m  Genossenschaftskataster w aren  87 bezw. Neukölln" zu einem ähnlichen, gleichwertigen 
76 landwirtschaftliche Betriebe und Nebenbetriebe oder sogar gehobenen B eruf, a ls  Hilfskräfte auf 
eingetragen. der Baustelle (Poliere) oder auf dem B ü ro  (B au-
        
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