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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1919/1920

—  162
sundheitsschädigung und Tötung von Menschen F. Unfallversicherung.
sowie wegen Beschädigung fremden beweglichen 
und unbeweglichen Eigentums. Eingeschlossen 1. U n f a l l v e r s i c h e r u n g  d e r  F e u e r ­
ist auch die persönliche Haftpflicht der Beamten, w e h r .  Die Beamten der Neuköllner Berufs­
Angestellten und Arbeiter aus ihrer dienstlichen feuerwehr sind in Ausübung ihres Berufes bei 
Tätigkeit und die Haftpflicht der Stadt bei Tu­ der Brandenburgischen Feuerwehrunfallkasse bis 
multschäden. Die Prämie errechnet sich nach der zum Schluß der Berichtszeit gegen Unfallschaden 
Einwohnerzahl, sie beträgt 25 M. für je 1000 versichert. Die Versicherungsbeiträge hat die 
Einwohner. Tumultschäden sind bis zu 300 000 Städtefeuersozietät für die Provinz Branden­
Mark je Ereignis in die Versicherung einge­ burg übernommen, und zwar so lange, wie diese 
schlossen. an dem Konsortial-Feuerversicherungsvertrage 
Durch die bereits in dem Verwaltungs­ beteiligt wird.
bericht für 1914/18 erwähnten Tumultschäden 2. S c h ü l e r u n f a l l v e r s i c h e r u n g .  Die 
wurde die Versicherungsgesellschaft mit hohen bisher mit der „Germania", Lebensversicherungs- 
Geldsummen in Anspruch genommen. Sie  A.-G. zu Stettin, getätigte Schülerunfallversiche­
glaubte, gemäß Vertrag (der ihr nur ungünstig rung war am 1. April 1919 abgelaufen, weshalb 
erschien) zur Kündigung desselben zum 15. Ok­ eine solche von diesem Zeitpunkte ab mit der 
tober 1919 berechtigt zu sein. Die Kündigung Frankfurter Allgemeinen Bersicherungs - A. - G. 
erfolgte dann auch zu diesem Zeitpunkt, wurde abgeschlossen wurde. Während die Versicherung 
aber von der Stadt nicht anerkannt, die vielmehr zunächst nur die höheren und mittleren Schulen 
Feststellungsklage beim Landgericht dahin an­ umfaßte, wurden später auch die Gemeinde­
strengte, daß der Vertrag solange fortbestehe, schulen mit einbezogen. Bei einer gleichen 
bis er rechtmäßig gekündigt sei. Um jedoch für Jahresprämie wie bei der Germania von 1,50 M. 
die Dauer des Prozesses keinen für beide Teile gewährt die Frankfurter Versicherung bei Un­
vertraglosen Zustand zu schaffen, wurde ab fällen innerhalb des Schulgrundstücks, auf dem 
15. Oktober 1919 ein Zwischenvertrag geschlossen, Schulwege und gelegentlich von Ausflügen usw. 
nach welchem u. a. die Regelung von Tumult­ Ersatz der notwendigen Kosten für die Heil­
schäden ausgeschlossen wurde. An Jahres­ behandlung in voller Höhe, im Falle dauernder 
prämien waren zu zahlen: für 1919: 4754 M., voller Invalidität die Summe von 8000 M., bei 
für 1920: 5163 M. An Schäden waren zu regu­ teilweiser dauernder Invalidität einen ent­
lieren: im Jahre 1919: rd. 8000 M., im Jahre sprechenden Prozentsatz dieser Summe, je nach 
1920: rd. 54 000 M., in welcher Summe auch die dem Umfange der erlittenen Beschädigung, und 
regulierten Tumultschäden mit enthalten sind. im Todesfall Ersatz der ortsüblichen Begräbnis­
Der Prozeß mit der Versicherungsgesellschaft wird kosten einschließlich Aufstellung eines einfachen 
fortgeführt. Denkmals. Die in der Berichtszeit seitens der 
2. H a f t p f l i c h t v e r s i c h e r u n g  d eVr  ersicherungsgesellschaft gezahlten Entschädigun­
A n l i e g e r  a u s  d e r  R e i n i g u n g s  - u n d  gen betragen 700 M.
S t r e u p f l i c h t  d e r  B ü r g e r s t e i g e  be i  An Prämien wurden entrichtet im Jahre 1919 
S  ch n e e u n d E i s. Die auf Grund ortsstatu­ rund 4000 M., im Jahre 1920 rund 7000 M.
tarischer Verpflichtung von der Stadtgemeinde 3. U n f a l l v e r s i c h e r u n g  d e r  s t ädt .  
bei der Germania, Lebensoersicherungs-Akt.-Ges. E h r e n b e a m t e n .  Für die Versicherung der 
zu Stetin, am 2. Dezember 1919 abgeschlossene städtischen Ehrenbeamten wurden einem hierfür 
Haftpflichtversicherung der Grundstücksanlieger besonders gebildeten Sammelfonds jährlich 2000 
läuft noch bis zum 2. Dezember 1923. Die Mark zugeführt. Unfälle sind während der B e­
Prämie für die gesamte Versicherungsdauer ist richtszeit nicht zu regulieren gewesen.
mit 5625 M. im voraus bezahlt worden. Schäden 
waren in der Berichtszeit nur in geringem Um­ G. MaschinenbeschädigungS' 
fange zu regulieren. Versicherung.
3. H a f t p f l i c h t v e r s i c h e r u n g  d e s  
s t ä d t i s c h e n  A u t o m o b i l p a r k s .  Die Gegen Beschädigung an Maschinen sind ver­
städtischen Kraftfahrzeuge sind seit dem 19. N o­ sichert: a) das Elektrizitätswerk, b) das E is­
vember 1919 bei der „Vaterländischen" und werk. Die Versicherungen sind bei der Alliance, 
„Rhenania", Versicherungs-A.-G. zu Köln a. Rh., Versicherungs-A.-G., getätigt und laufen zu a) 
gegen Haftpflichtschäden versichert. Die Prämie noch bis 15. Dezember 1921, zu b) bis zum 
beträgt pro Jahr und Fahrzeug 45 M 1. September 1922. Neu hinzugekommen ist die
        
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