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Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1919/1920

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M it dem 1. A pril 1919 erfolgte eine erheb­ ersichtlich. Die Z ahlen gew ähren einen Einblick 
liche V erm ehrung des Schwesternpersonals, in die S te igerung  der A usgaben in den Rech­
weil für die Schwestern eine Verkürzung nungsjahren  1919 und 1920 gegenüber den Rech­
der A rbeitszeit eintreten m ußte. E s  gelangte n ungsjahren  1913 und 1914.
jedoch nicht — und zw ar im vollen E inver­ Die S te igerung  der A usgaben bedingte es, 
nehmen m it den Schwestern — der starre daß an eine E rhöhung der E innahm en gedacht 
Achtstundentag zur E inführung . Der Dienst der werden mußte. Infolgedessen w ar eine E r ­
Schwestern w urde wie folgt geregelt: T ag es­ höhung der K ur- und Verpflegungskosten nicht 
dienst von 7 Uhr früh bis 8 Uhr abends. I n  zu umgehen.
diese Z eit fallen 3 Freistunden zur E innahm e Aber trotz dieser E rhöhung blieb das E n d ­
der M ahlzeiten und E rholung, so daß ein reiner ergebnis eine starke S te igerung  des fü r das 
Dienst von 10 S tu n d en  verbleibt. Jede Schwester K rankenhaus zu leistenden Zuschusses. Dieser 
erhält \Y i freie T age in der Woche, durch die Zuschuß beträg t ein Bielfaches desjenigen 
16 A rbeitsstunden ausfallen; die wöchentliche B etrages, der im Frieden aus dem all­
A rbeitszeit fü r die einzelne Schwester beträgt gemeinen Steueraufkom m en gedeckt werden 
demnach 54 S tunden . mußte.
F ü r  das sonstige P ersonal des Krankenhauses I n  der Berichtszeit w urden die nachstehenden 
tra t eine Verkürzung der A rbeitszeit bereits mit Kur- und Verpflegungssätze gezahlt:
dem 2. Dezember 1918 in K raft. I n  der Berichts­
zeit erfolgte eine weitere R egelung, so daß jetzt 
für das gesamte P ersonal des Krankenhauses Ab 1.4. Ab 4. 6. Ab 18 .5 . 
(Schwestern ausgenom m en) der ungeteilte Acht­ Kreis der Patienten
stundentag und die 48-Stunden-W oche eingeführt 1918 1919 1920
ist. D ies hatte eine sehr erhebliche V erm ehrung 
des P ersonals zur Folge. M . M . M .
Auf ein belegtes B ett entfielen am Schluß 
der Berichtszeit bei der niedrigsten Belegung von Für alle in Neukölln 
666 B etten 0,94 und bei der höchsten Belegung wohnhaften Personen u. 
von 740 Betten 0,84 Kopf Personal. für alle Mitglieder von  
Krankenkassen, B erufs­
d) W i r t f c h a f t s b e t r i e b .
genossenschaften, Versiche­
Die auf allen Lebensgebieten einsetzende er­ rungsanstalten usw. 
hebliche V erteuerung hat auch die A usgaben für für Erwachsene. . . . 5 , - 6 , - 9 , -
das K rankenhaus ungem ein gesteigert. Die im 
für K in d e r ................. 4,— 6,—
E ta t ausgew orfenen M ittel reichten bei weitem 4,—
nicht aus und m ußten erheblich überschritten Für ausw ärts wohnende 
werden. Wie sich die E innahm en und die A u s­ Personen, soweit die Kur- 
gaben gestalten, ist au s der nachstehenden Tabelle für Kinder
kosten nicht von den 9 , -
oben angeführten Einrich­
flir ffr. 
Ausgaben für den Ausgaben (abzügl. tungen getragen werden, wachsen»
Kranken- der Verzinsung und für Erwachsene u. Kinder
6 ,— 7,— 4 5 -
Jahr
oerpflegungstag Amortisation) Für Patienten 2. Klaffe, 
die in Neukölln wohnen 1 0 , - 1 4 , - 30,—
M . M .
Für Patienten 2. Klaffe 
1913 5,23 962 154 von a u s w ä r t s ................. 1 3 , - 17,— 3 5 , -
1914 5,17 1 069 192 Für Patienten 1. Klaffe, 
1919 23,76 6 113 681 die in Neukölln wohnen 17,— 2 0 - 40 ,—
1920 51,97 6 221 630 Für Patienten 1. Klaffe 
( ' - J a h r ) für '/- Jahr von a u s w ä r t s .................. 2 0 , - 25,— 45,—
        
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