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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

—  476 —
An dem Steuereinziehungsverfahren ist auch in den letzten 5 Jahren nichts 
geändert worden, da sich das Steuerbringverfahren durchaus bewährt hat. Die Ein­
ziehung geschieht wie bisher vierteljährlich.
Der bargeldlose Verkehr wird auch bei der Steuerkasse tunlichst gefördert und 
die Ueberweisungen durch die Bank sowie die Anträge auf Einziehung der Steuern 
durch die Bank des Berliner Kassenvereins werden immer häufiger.
Die Zwangsvollstreckung gestaltete sich während des Krieges wesentlich 
schwieriger als in den vorangegangenen Friedensjahren. Aber dennoch ist ein Steigen 
der Ausfälle an Steuern im Verhältnis zum Steuersoll nicht eingetreten.
Die Mahn- und Pfändungsaufträge gingen während der Kriegsjahre erheblich 
zurück. Außer bei den Steuern machte sich dieser Rückgang bei der Beitreibung 
der Krankenkassen- und Innungsbeiträge sowie der UnfallVersicherungsbeiträge und 
Prämien bei den Berufsgenossenschaftsmitgliedern ganz besonders bemerkbar.
Seit Ende des Jahres 1918 sind die Aufträge wieder dauernd im Steigen 
begriffen.
Von den jetzt vorhandenen 42 Vollziehungsbeamten waren 25 Beamte zum Heere 
eingezogen. Zur Erledigung der Mahn- und Pfändungsaufträge wurden Hilfskräfte, 
die mit den Geschäften eines Vollziehungsbeamten beauftragt wurden, herangezogen.
:C ^S S 3:
        
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