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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

—  463 -
tretenen Nachtrages vom 26. Januar 1917 wurde die Steuer für Kinotheater mit 300 
bis 400 Plätzen um die Hälfte, mit mehr als 400 Plätzen dagegen auf das Doppelte erhöht.
Die Ist-Einnahme betrug
im Jahre 1912: 53 237.18 M. bei einem Etatssoll von 50 000 M. 
„ .  1913: 59 577.86 „ „ „ 70 000 „ 
„ „ 1914: 39 425.80 „ „ 70 000 „ 
„ „ 1915: 56 430.27 „ „ 70 000 „ 
„ „ 1916: 129 994.93 . „ 70 000 „ 
n „ 1917: 404 322.73 „ „ 150 000 „ 
„ 1918: 654 239.28 „ „ 300 000 „
Sie setzt sich wie folgt zusammen:
Steuer ms
Rech­ T anzbelustigungen, Schaustellungen, 
nungs­ Konzerten, Würfelbuden, 
Vorführungen Vorträgen
Vorträgen, Theater- Karussels, durch auf Summe
jahr Vorstellungen usw. Schaukeln usw. Kinematographen Orchestrions
M. M. M. M. M.
1912 7 623 8 492 36 758.18 364 53 237.18
1913 9 384 5 208 44 805.86 180 59 577.86
1914 3 237 2 936 33 162.80 90 39 425.80
1915 748 491 55 186.27 5 56 430.27
1916 4 959 4 850 120 185.93 — 129 994.93
1917 10 998 3 345 389 979.73 —  ' 404 322.73
1918 28 857 11 095 614 287.28 _ 654 239.28
Es waren vorhanden am Ende des Rechnungsjahres
1912 . . 19 Saalgeschäfte, 30 Kino-Theater,
1913 . - 20 22
1914 . • 17 27
1915 . . 17 25
1916 . - 17 24
1917 . . 19 24
1918 . .  18 23
Seit dem 1. März 1916 wurden — mit ganz geringen Ausnahmen — alle eine
Lustbarkeit darstellenden Veranstaltungen steuerlich erfaßt, ganz gleichgültig, ob sie 
„öffentlich“ sind oder nicht. Die Veranstaltungen rein häuslichen Charakters werden 
von der Steuer nicht betroffen.
c) B ie rs te u e r .
Seit dem 1. Juli 1911 ist die Biersteuer - Ordnung vom 6. April 1911 in Kraft. 
Nach dieser Ordnung beträgt die Steuer für das in Neukölln hergestellte und das 
von auswärts eingeführte Bier gleichmäßig 65 Pf. je Hektoliter, wenn der nach der 
Raummenge bemessene Alkoholgehalt l 8/* Proz. und darüber beträgt. Bier mit ge­
ringerem Alkoholgehalt wird mit 30 Pf. je Hektoliter besteuert. Durch den unterm 
28. Januar 1918 erlassenen Nachtrag zur Biersteuer-Ordnung ist festgelegt worden, 
daß die nach dem Reichsbrausteuer-Qesetze zulässigen bierähnlichen Getränke dem 
mit 30 Pf. je Hektoliter zu besteuernden geringwertigen Bier gleichgestellt werden. 
Eine Aenderung der Steuerordnung auf Grund des § 63 des Reichsbiersteuergesetzes 
vom 26. Juli 1918 wurde nicht für erforderlich angesehen.
Die infolge der Kriegszeit eingetretene erhebliche Einschränkung des Malz­
verbrauchs tritt in den nachstehenden Ziffern besonders deutlich hervor.
        
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