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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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3. Uneheliche Geburten und Totgeburten in den Jahren 1899 bis 1918.
Jah r bezw. Uneheliche unter je 100 Totgeburten unter je 100
Jahrfünft Lebend­ Tot­ Geborenen ehelich unehelich Geborenen
geborenen geborenen überhaupt Geborenen Geborenen überhaupt
1899— 1903 8.3 13.8 8.5 2.9 5.0 3.1
1904— 1908 9.3 16.1 9.5 3.0 5.4 3.2
1909— 1913 7.7 14.9 9.2 2.9 5.0 3.1
1914 10.1 14.5 10.2 2.8 4.2 3.0
1915 10.2 13.3 10.3 3.4 4.6 3.5
1916 9.4 20.9 9.9 2.9 7.1 3.4
1917 11.0 16.7 11.2 2.9 4.6 3.1
1918 20.3 30.4 20.7 3.0 5.1 3.4
1914— 1918 11.9 18.3 12.1 3.0 4.9 3.3
Ein anschauliches Bild der Entwicklung der Geburtenhäufigkeit nach Geschlecht 
und Fam ilienstand w ährend der Kriegsjahre gewinnt man, wenn man die Geburtenzahl 
des Jahres 1914 — 100 setzt und die entsprechenden Meßziffern für die nachfolgenden 
Jahre berechnet:
Lebendgeborene
Jah r Eheliche Uneheliche
männlich weiblich zusammen männlich weiblich zusammen
1914 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0
1915 76.7 73.3 75.0 78.5 73.1 75.9
1916 48.1 48.4 48.3 47.4 41.4 44.6
1917 42.6 42.9 42.7 47.8 47.0 47.4
1918 49.2 48.1 48.7 114.6 102.4 108.8
ohne Ortsfremde
1917 42.0 42.2 42.1 39.4 39.0 39.2
1918 46.6 46.0 46.3 63.1 63.1 63.1
Die Zahl der unehelichen Lebendgeburten hat sich im Jahre 1918 also auch unter 
den Einheim ischen stark vermehrt, was z. T. seinen Grund in der- Verlegung der 
Hebam menlehranstalt nach Neukölln hat, z. T. aber auch in einer tatsächlichen Zunahme 
der unehelichen Geburten als allgemeiner Zeiterscheinung. So stieg die Zahl der 
unehelich Lebendgeborenen in Berlin, wo sie von 8 473 im Jahre 1914 bis auf 4 061 
im Jahre 1917 gefallen war, im Jahre 1918 ebenfalls wieder auf 4 261 an.
M e h r l i n g s g e b u r t e n  sind, wie aus Uebersicht 4 ersichtlich, in Neukölln nicht 
sehr häufig und ihre Zahl ist während der neueren Zeit zurückgegangen, ln den 
Jahren 1899— 1903 kamen auf je 1000 Niederkünfte 12.1 M ehrlingsgeburen, 1909 bis
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