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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

—  431 —
21. Oktober 1918: Einbruch in die Säuglingsfürsorgestelle I Steinmetz­
straße 9 7 ............................................................................................................... 251.50 M.
30. Oktober 1918: Einbruch in die Säuglingsfürsorgestelle 11 Tellstr. 9 . 279.50 „ 
4. Dezem ber 1918: Einbruch in die Säuglingsfürsorgestelle II Tellstr. 9 140.00 „
16. Dezem ber 1919: Einbruch in die Säuglingsfürsorgestelle I Steinmetz­
straße 9 7 ............................................................................................................... 196.90 „
E. Haftpflichtversicherung.
1. A l l g e m e i n e  H a f t p f l i c h t v e r s i c h e r u n g  
d e r  S t a d t g e m e i n d e .
Die Stadtgem einde ist seit dem 15. Januar 1908 bei der Frankfurter Allgemeinen 
Versicherungs-A.-G. zu Frankfurt a. M. auf Grund des von dieser mit dem Branden­
burgischen Städtetage abgeschlossenen Em pfehlungsvertrages gegen Haftpflicht ver­
sichert gewesen. Der Vertrag deckt alle Ansprüche, welche auf Grund gesetzlicher 
Haftpflichtbestimmungen gegen die Stadt aus ihrem gesamten Eigentum  einschl. 
aller Betriebe geltend gem acht werden können wegen Körperverletzung, Gesundheits­
schädigung und Tötung von M enschen sowie wegen Beschädigung fremden bew eg­
lichen und unbeweglichen Eigentum s. Eingeschlossen ist auch die persönliche 
Haftpflicht der Beamten, Angestellten und Arbeiter aus ihrer dienstlichen Tätigkeit 
und die Haftung der Stadt für Tumultschäden auf Grund des Preuß. Tumult-Gesetzes 
vom 11. März 1850 bis zur Höhe von 200 000 M. Ausgeschlossen ist die Haftpflicht 
aus dem Besitz der A utom obil-Fahrzeuge. Die Prämie beträgt für je 1000 Einwohner 
4.50 M., auf je 1000 M. gezahlte Jahres-Lohnsum m e 1.20 M.
An Jahrespräm ien waren An Schäden waren in dieser Zeit 
zu zahlen zu regulieren 
für die Zeit v o m  M. Kalenderjahr j  M.
15. 1. 1914 bis 15. 1. 1915 2 929.80 1914 412.15
15. 1. 1915 „ 15. 1.1916 2 857.41 1915 4 678.03
15.1.1916 „ 15.1.1917 2 788.37 1916 5 911.30
15. 1. 1917 „ 15. 1. 1918 2 852.55 1917 2 666.15
15.1 .1918 „ 10 .3 .1918 913.85 1918 1 772.00
Einige größere Schäden blieben in der Schwebe.
Die angebahnten Verhandlungen mit der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs- 
Gesellschaft wegen Verlängerung des am 15. Januar 1918 endenden Vertrages scheiterten 
an der Höhe der Präm ienforderungen. Von den von uns eingeforderten Angeboten 
war das der Berliner Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Berlin, M arkgrafenstraße 11, 
am günstigsten. Es kam nach längerer Verhandlung ein für die Stadtgem einde vor­
teilhafter Vertrag auf 10 Jahre auf der ungefähren Grundlage des mit der „Frank­
furter“ geschlossenen Vertrages zustande. Die Präm ie berechnet sich nur nach der 
Einwohnerzahl, sie beträgt 25 M. je 1000 Einwohner. Tumultschäden sind bis zu 
300 000 M. je Ereignis in die Versicherung eingeschlossen. Der Vertrag trat am 
10. März 1918 in Kraft. Die Prämie für das 1. Versicherungsjahr betrug unter Berück­
sichtigung des V orauszahlungsrabattes 4443 M. Im 1. Versicherungsjahr hatte die 
„Berlinische“ für 2602 M. Schäden zu regulieren. Im Zusam m enhang mit den Groß- 
Berliner Unruhen kam es auch in Neukölln zu Zusammenstößen der Regierungstruppen 
mit Angehörigen der republikanischen Soldatenwehr und Zivilpersonen, wodurch rund 
450 Personen- und Sachschäden verursacht wurden. Die Sachschäden belaufen sich
        
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