Path:
Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

—  430  —
4. F r i e d h o f  G o t t l ie b - D u n k e l - S t r a ß e .  Im Jah re  1916 ist auf dem Grundstück 
des Friedhofs Gottlieb-Dunkel-Straße ein Gewächshaus erbaut worden, dessen Scheiben 
ebenfalls bei der vorgenannten Gesellschaft gegen Hagelschaden versichert wurden. 
V ersicherungsbestand:
Versicherungssum m e Prämie
Berichtsjahr
M. M.
1916 200.00 3.00
1917 600.00 8.25
1918 1 200.00 15.15
Der Präm iensatz bei den Versicherungen zu 2 —4 beträgt */» und 2 Proz., außer­
dem ist in allen Jahren  eine in ihrer Höhe veränderliche Dividende gew ährt worden, 
die von der Präm ie in Abzug gebracht wird. H agelschäden waren nicht zu regulieren, 
2 kleinere Schäden auf den Rieselgütern sind von uns nicht angem eldet worden, um 
die hohen Rabatte für schadensfreie Jah re  beizubehalten.
D. Versicherung gegen Einbruchsdiebstahl sowie der Beamten, 
Kassenboten usw. gegen Beraubung.
Am 1. April 1911 ist auf 10 Jah re  mit der Frankfurter Allgem. Versicherungs- 
Gesellschaft zu Frankfurt a. M. eine E inbruchsversicherung für sämtliche städtischen 
Kassen zum Präm iensatze von */, pro Tausend und eine Beraubungsversicherung für 
die städtischen Beamten und Kassenboten mit einer besonderen Staffelprämie ab­
geschlossen worden. Die Barbestände der Stadthauptkasse einschl. der Sparkasse und 
der H auptkassen der städtischen W erke sind mit 100 000 M. versichert, die im Laufe 
der Berichtszeit auf 300 000 M. und später auf 1 000 000 M. erhöht worden sind. Die 
Bestände der Steuerkassen, Erw erbslosenfürsorgestellen, Revierbüros der städtischen 
Werke, Sparkassen-Zweigstellen, Kassen des Krankenhauses Buckow, Gutskassen in 
W aßmannsdorf, Boddinsfelde und Bornsdorf und andere sind, abgesehen von wenigen 
Ausnahm en, mit 12 000 M. versichert. Die W erte befinden sich sämtlich in diebes­
sicheren Geldschränken, jedoch ist auch das während der Kassenstunden in den Zahl­
stellen befindliche Geld gegen Raub prämienfrei in die Versicherung eingeschlossen. 
(Thekenrisiko.) Prämienfrei eingeschlossen ist des weiteren die Beschädigung an den 
Gebäuden sowie an den E inrichtungsgegenständen und Gerätschaften. Am Schlüsse 
der Berichtszeit waren gegen B eraubung 140 Kassenboten mit Beträgen voif-2500 M., 
5000 M. und 10 000 M. versichert, die Hauptpräm ie war auf 10 Jahre im voraus 
bezahlt w orden, für Nachversicherungen sind rund 4000 M. Präm ien verausgabt 
worden. W ährend des Krieges wurden von der Stadtgem einde zahlreiche Lebens­
mittellager, Verkaufsstellen, Volksküchen usw. eingerichtet, die, soweit es erforderlich 
schien, ebenfalls gegen Einbruch versichert wurden. Namentlich die Volksküchen 
waren besonders häufig Einbrüchen ausgesetzt. Infolge der zunehm enden Unsicherheit 
stiegen die Präm iensätze für E inbruchsversicherungen erheblich in die Höhe, bei 
besonders gefährdeten Risiken m ußten am Schlüsse der Berichtszeit Präm iensätze bis 
zu 30 pro Tausend gezahlt werden. Es waren in der Berichtszeit folgende größeren 
Schäden zu verzeichnen:
6. Juni 1917: Einbruch in  die Kriegsnotstandsküche Knesebeckstr. 48/49 1 057.50 M. 
20.—24. November 1917: Einbruch in die Kriegsnotstandsküche Herm ann-
straße 214   356.40 „
2. Februar 1918: Einbruch in die Kriegsnotstandsküche Herm annstr. 214 100.00 „
25. Februar 1918: Einbruch in die Kriegsnotstandsküche W eserstr. 78 . 1 423.80 „
14. März 1918: Einbruch in die Kriegsnotstandsküche Bergstr. 136/137 . 665.45 „
8. F ebruar 1919: Einbruch in die K riegsnotstandsküche H ertzbergstr.23/24
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.