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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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Es wurden insgesam t ausgegeben im Rechnungsjahr
1916: 9750 g  Zucker und 250 g  Einmachezucker
1917: 9625 g  .  .. 1250 g .. *)
1918: 10250 g „ „ 1 5 0 0  g  _________
zus. 29625 g  Zucker und 3000 g Einmachezucker 
Die Zuckerpreise betrugen je Pfund
bis 1. November 1917 . . . .  0.30 M.
„ 16. November 1917 . . . .  0.38 „
1. Juni 1 9 1 8  0.40 „
„ 1. November 1918 . . . . 0 .42 „
seit November 1 9 1 8 ......................... 0.52 „
Da die verteilten Zuckermengen nur gering waren, wurde vom August 1916 ab 
S ü ß s t o f f  zur Abgabe an Haushaltungen und an gewerbliche Betriebe freigegeben. 
Wir erhielten zugeteilt:
G -Packungen H -Packungen
Jah r für für
gewerbl. Betriebe Haushaltungen
1916 19 270 848 700
1917 26 485 955 355
1918 20 975 680 005
zusammen 66 730 2 484 060
Verteilt wurden 1916: 17 Briefchen Süßstoff je Haushalt, 1917: 6 Briefchen Süß­
stoff, 1918: 9 Briefchen Süßstoff je Haushalt, insgesam t 32 Briefchen Süßstoff je 
Haushalt.
Der Preis während der Berichtszeit betrug 0.25 M. für H-Packungen und 1.85 M. 
für G-Packungen.
Der W ert der für die Stadtgem einde Neukölln überwiesenen Zucker- und Süß­
stoffmengen betrug 1916: 1 555 147.53 M., 1917: 2 431 235.84 M., 1918: 2882 270.70 M., 
zusamm en 6 868 554.07 M.
h) E i e r v e r s o r g u n g .
Bis zum 18. April 1916 fehlte jegliche gesetzliche Vorschrift über den Verbrauch 
von Eiern. Erst am genannten Tage erließ der stellvertretende Reichskanzler eine 
Bekanntm achung über die Einfuhr von Eiern, nach der Eier, die aus dem Ausland 
eingeführt wurden, an die Zentral-Einkaufs-Gesellschaft m. b. H., Berlin, zu liefern 
waren. Um eine gleichm äßigere Verteilung von Eiern an die Bevölkerung herbei­
zuführen, beschloß unsere Kriegsnotstandskommission am 18. April 1916, in den 
städtischen Verkaufsstellen nur noch Eier auf das Mittelstück der Brotkarte auszugeben. 
Es konnten',dam als immerhin noch 2 Eier pro W oche entnommen werden.
Die Stadt Berlin richtete ebenfalls eine Eierverteilungsstelle ein, der sich auch 
bald fast sämtliche größeren Vororte anschlossen. Auch Neukölln trat im Juni 1916 
dieser Eierverteilungsstelle Groß-Berlin bei, erhoffte die Stadtgem einde doch, dadurch 
besser mit Eiern beliefert zu werden. Diese von Berlin bezogenen Eier wurden 
wiederum* in den städtischen Verkaufsstellen gehandelt Es stellte sich jedoch bald 
heraus, daß die Verteilung durch die Eierverteilungsstelle Groß-Berlin nicht hinreichend 
war, so daß bereits am 29. August 1916 der Austritt erfolgte.
Inzwischen erließ am 12. August 1916 der stellvertretende Reichskanzler eine 
Verordnung, die in der Hauptsache den Verkehr und den Verbrauch mit Eiern regelte. 
Die Kommunalverbände hatten anzuordnen, daß Eier an Verbraucher nur gegen Eier-
*) Anstelle von 1000 g Einm achezucker konnten 1500 g Kunsthonig entnommen werden.
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