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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

—  314  —
Die Ausgaben entfallen in der Hauptsache auf:
1914 1915 1916 1917 1918
M. M. M. M. M.
Krankenbehandlung und Geburtshilfe durch 
approbierte Aerzte . .................................. 8407 9142 10135 12931 20451
Krankenbehandlung durch approbierte 
Z a h n ä rz te ........................................................ 760 1083 1353 791 1708
Krankenbehandlung und Geburtshilfe durch 
andere Heilpersonen, Hebammen usw. . 1059 1134 1758 1605 1427
Arznei und sonstige Heilmittel aus Apo­
theken ............................................................. 4872 4069 6353 8690 15240
Sonstige Arznei und Heilmittel . . . . 3293 3144 3010 4272 7630
Krankenhauspflege............................................. 8580 10473 14739 28350 31452
Krankengeld .................................................. 30905 32340 41643 72705 151702
W o ch en g e ld ........................................................ 566 1045 617 1 160 2425
H a u s g e ld ............................................................. 1223 1559 2145 2050 3930
S t e r b e g e l d ........................................................ 2365 2640 3895 5156 11064
Der Verm ögensbestand stellte sich am Schlüsse des Jahres 1918 auf 124 470.08 M. 
und zwar in W ertpapieren 84056 M. und in bar 40414.08 M. Die Kasse wurde 
seitens des Versicherungsam ts Neukölln außerordentlich revidiert am 27. Mai 1914, 
am 15. März 1917 und am 10. Juli 1918.
3. U n f a l l v e r s i c h e r u n g  d e r  i m E i g e n b a u b e t r i e b e  u n d  i n  
d e r  F a h r z e u g h a l t u n g  b e s c h ä f t i g t e n  P e r s o n e n .
Die Rechnungsergebnisse für die Eigenunfallversicherung sind vom M agistrat als 
Ausführungsbehörde für das Kalenderjahr aufzustellen. Die Angaben beziehen sich 
daher im folgenden auf Kalenderjahre.
Aus den Vorjahren wurden ins Jah r 1914 insgesam t 10 entschädigungspflichtige 
Unfälle übernommen. Beschäftigt waren in den der Eigenunfallversicherung unter­
liegenden Betrieben durchschnittlich 733 Arbeiter. Gemeldet wurden von den Be­
trieben insgesam t 34 Unfälle, von denen einer zur Festsetzung einer Rente geführt 
hat. An Kosten sind 4 472.01 M. entstanden. Der Kriegsausbruch beeinflußte die 
Eigenunfallversicherung nicht wesentlich. Tätig waren in den Betrieben im Jahre 1915: 
703 Arbeiter, 1916: 689 Arbeiter, auf die 15 und 11 Betriebsunfälle entfielen. Im 
Jahre 1915 wurden neue Entschädigungen nicht festgesetzt, 1916 mußten zwei Per­
sonen Renten bewilligt werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2 957.95 M. und 
3141.84 M. Gelegentlich des Erlasses neuer Ausführungsvorschriften im Jahre 1916 
wurde es zweifelhaft, ob die Gartenverwaltung infolge Vergrößerung ihres Betriebes 
noch als Nebenbetrieb des Baubetriebes gelten könne. Nach einer Entscheidung des 
Reichsversicherungsamtes wird nämlich die Pflege von Straßenbäum en den Straßen­
unterhaltungsarbeiten hinzugerechnet und als Bauarbeit anerkannt. Die für Garten­
betriebe in Frage kommende Gärtnerei - Berufsgenossenschaft beanspruchte die 
Nachversicherung der Gartenverwaltung vom 1. Januar 1913 ab. Vom Reichs­
versicherungsamte, das von uns angerufen wurde, wurde im W ege des Vergleiches 
vorgeschlagen, daß die Versicherung der Gartenverwaltung vom 1. Januar 1915 ab 
auf die Gärtnerei-Berufsgenossenschaft übergehen sollte. Dem Vergleich wurde zu­
gestimmt. Mit dem Ausscheiden der Gartenverwaltung aus der Eigenunfallversicherung 
verringerte sich die Zahl der Arbeiter. 1917 waren nur 306 Arbeiter in unserer
        
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