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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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Von den in 
Zahl der Von den in Spalte 2 angeführten EinsprüchenSpalte 2 be­ ' wurden nicht verhandelt, 
Ein­ nannten 
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sachen nehm. nicht z. Sache nicht Dauerrenten begründet unbegründet gezogen erschienen geäußert
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1914 399 55 103 62 27 11 196
1915 269 54 57 38 3 18 153
1916 261 58 80 62 13 18 88
1917 252 46 62 67 24 23 76
1918 284 53 80 52 28 22 102
Aus der Aufstellung geht hervor, daß in der Regel nur der vierte Teil der Ein­
sprüche begründet ist, denn in denjenigen Fällen, in denen sich das Versicherungsamt 
nicht geäußert hat, waren die von den Berechtigten hervorgebrachten Klagen und 
Behauptungen so wenig beweiskräftig und meistens schon durch das ärztliche Gut­
achten widerlegt, daß mit einer Ablehnung der Ansprüche gerechnet werden mußte.
Im allgemeinen wurden die Verhandlungen ohne Besonderheiten geführt, wenn 
es auch zuweilen vorgekommen ist, daß von den Berechtigten unwahre, auf Täuschung 
berechnete Angaben gemacht worden sind. In zahlreichen Fällen machten die Be­
rechtigten von der Wahl eines eigenen Gutachters Gebrauch. Die Einschränkung der 
Betriebe infolge des Krieges spiegelt sich auch in den Unfallsachen wider. Die 
Verminderung von Unfällen durch Einstellung oder Einschränkung von Betrieben 
wurde z. T. wieder ausgeglichen durch die erhöhte Unfallgefahr in den Rüstungs­
betrieben. Hieran waren hauptsächlich die Norddeutsche Metallberufsgenossenschaft 
und die Nordöstliche Eisen- und Stahl-Berufsgenossenschaft beteiligt.
Wie in den Vorjahren, so erforderten die Lohnnachweisungen von Eigenbau­
unternehmern und Privatfahrzeug- und Reittierhaltern, die nur selten eingereicht wurden, 
wieder erhebliche Mehrarbeit. Meist mußten die Nachweisungen nach amtlicher 
Schätzung der Löhne aufgestellt und den zuständigen Berufsgenossenschaften über­
sandt werden. Der Ausbruch des Krieges zwang die Eigenbau-Unternehmer, ihre 
Bauten stillzulegen. Auch wurden die Reittier- und Fahrzeughaltungen fast ganz 
eingeschränkt. Da in den Jahren 1915 bis 1918 eine Belebung der Bautätigkeit nicht 
eintrat, so waren Lohnnachweisungen amtlich nur in einigen Fällen aufzustellen. Das 
gleiche gilt auch für die Privatfahrzeug- und Reittierhaltungen. Für Betriebsunfälle 
bei Bauarbeiten, zu deren Ausführung weniger als 6 Tage erforderlich sind, hatte die 
Stadtgemeinde an die Nordöstliche Baugewerks-Berufsgenossenschaft anteilmäßig zu 
zu zahlen im Jahre
1914: 259.39 M.; 2 Einwohner Neuköllns erhielten an Renten: 523.35 M. 
1915: 619.81 „ 2 .  „ 403.15 „
1916: 472.23 „ 1 „ erhielt .  . 229.20 „
1917: 457.44 „ 1 .  .  229.20 „
1918: 430.40 1 229.20
c) In va l idenvers icherungsangelegenheiten .
Es wurden in den Jahren 1914 bis 1918 folgende Anträge gestellt:
Art der Anträge 1914 1915 1916 1917 1918
Invalidenrenten. . . 692 527 1205 881 812
Altersrenten . . . . 26 17 288 130 142
Hinterbliebenenrenten 400 1453 1171 1139 1200
        
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