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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

—  303  —
An M ilitärpersonen in Uniform w urden 1914 und 1915: 10536 bezw. 18403 
Schw im m -, W annen- und B rausebäder, in den drei folgenden Jah ren  15 232 bezw. 
12570 bezw . 15101 B rausebäder unentgeltlich abgegeben . Den N euköllner V ereinen 
und Sportvere in igungen  w urden  in den fünf Jah ren  an 170, 275, 337, 362 und 
370 A benden die M änner- bezw. F rauenhalle  gegen  eine Pauschalsum m e zur Ver­
fü g u n g  gestellt.
3. E innahm en  und A usgaben  des S tadtbades.
Keine Betriebsausgaben Gesamtausgaben (einschl. R ech­ Gesa m teinnahm en
1 Verzinsung u. Amortisat.)n u n g s­ D u rehsehn ittl.i D urchschn. Ta- . 1 D u,ürer hsehnittl , , , I D urehsehnittl.jahr überhaupt fü r 1 Bad geseinnahtr.e überhaupt , Bad überhaupt lür , Bad 
M. Pf. M. M. 1 Pf. M. ! • Pf.
1914 89 128.98 26.1 260 90 293.74 26.5 203 492.85 59.7
1915 128 295.02 26.8 334 108 004.15 22.6 208 939.15 43.7
1916 147 589.29 31.6 396 118 777.33 25.4 220 8 37 .— 47.2
1917 257 629.62 41.4 705 145 575 51 23.4 279 607.62 44.9
1918 375 022.19 54.8 1077 322 362.98 47.1 426 112.98 62.3
5. J u g e n d -  u n d  F e r i e n s p i e l e
W ie in vielen O rten G roß-Berlins, so ist auch in N eukölln die Pflege der J u g e n d ­
s p i e l e  w ährend  der K riegszeit stark  vernachlässig t w orden. Vor dem Kriege w aren an 
den N euköllner Schulen Spielnachm ittage eingeführt, die zum  großen Teil auf den S chul­
höfen stattfanden. Bei B eginn des K rieges hörten  diese Spiele auf. E rst im Jah re  1918 
w urden  in der Zeit vom  26. A u g u st—27. S eptem ber auf V eranlassung des M agistrats 
auf der A btei-Insel w ieder Jugen d sp ie le  veranstaltet, die an allen W ochentagen von 
4 —6 U hr nachm ittags stattfanden. Je d e r G em eindeschule w ar bei diesen Spielen ein 
W ochentag  eingeräum t w orden, so daß an jedem  T age 6 - 8  Schulen auf dem be­
g renzten  P latze spielen m ußten. D er Besuch an den einzelnen T agen  schw ankte 
zw ischen 50 und 800 K indern. Die n iedrigste  B esuchszahl w urde an verregneten  
T agen  festgestellt. Der durchschnittliche T agesbesuch  betrug  112.
Seit Jah ren  veransta lte te  die A rbeiterschaft N euköllns w ährend der Som m erferien 
für ihre Ju g en d  mit gutem  Erfolge F e r i e n s p i e l e .  Die S tadt selbst m achte im 
S om m er 1916 zum ersten  M ale den V ersuch, für die gesam te Ju g en d  N euköllns w äh­
rend der großen Ferien  Feriensp iele  einzurichten. Die städtischen K örperschaften 
g ingen  hierbei von der A nnahm e aus, daß die A rbeiterschaft N euköllns nunm ehr auf 
die eigene V eranstaltung  der Feriensp iele  verzichten w ürde, da durch die von der 
S tad t gep lan ten  Spiele die gesam te Ju g en d  unserer S tadt erfaßt w erden sollte. Indes 
ist d ies im Jah re  1916 nicht gelungen , da die A rbeiterschaft N euköllns neben den 
städ tischen  Feriensp ielen  auch w eiterhin ihre eigenen  Spiele durchführte. Beide V er­
ansta ltungen  haben h ierun ter gelitten . Bei den von der S tad t durchgeführten  F erien ­
spielen beteilig ten  sich an 30 Spieltagen 32 063 Kinder, im D urchschnitt also täglich 
1069 Kinder. Die Spiele fanden an allen W ochentagen  nachm ittags von 5 —7 U hr 
auf fo lgenden P lätzen  sta tt:
1. S täd tischer Sportp latz an  der G renzallee, 3. Tem pelhofer Feld an der H asenheide,
2. T em pelhofer Feld in der G egend des 4. Spielplatz Bouch6- Ecke H arzer Straße, 
Schafstalles, 5. H ertzbergplatz.
Je d e  Schule bildete eine eigene Spiel-G ruppe unter L eitung  eines L ehrers, e iner L ehrerin  
o der e iner anderen  spielkundigen Person. Ihren A bschluß fanden die Spiele in einem  für 
säm tliche Spielklubs gem einsam en Spielfest auf dem  städtischen Sportp latz .
In den Jah ren  1917 und 1918 w urden städtischerseits keine Feriensp ie le  veranstaltet.
        
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