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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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1915: 56400 M., 1916: 60 300 M ., 1917: 61 100 M . und 1918: 70 300 M . Die Zahl 
der in den Berichtsjahren ausgeführten Desinfektionen und die sie veranlassenden 
Krankheitsgründe gehen aus der nachstehenden Uebersicht hervor. Die entsprechenden 
Angaben für die einzelnen Kalendermonate sind in den Halbjahresberichten des 
Statistischen Amtes veröffentlicht.
Zahl der Grund der ausgeführten Desinfektionen
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1914 2286 226 2512 1219 726 30 18 15 11 370 11 73 38 1
1915 2257 209 2466 1364 457 13 5 22 11 423 11 58 92 4 3
1916 2027 234 2261 1184 437 14 18 19 5 393 13 64 96 15
1917 1937 316 2253 954 237 8 5 34 4 532 8 93 196 48 131
1918 1814 1075 2889 861 212 2 7 46 10 605 10 150 882 4 76
4. R e t t u n g s w e s e n .
Die im Feuerwehrgebäude Kirchhofstraße Ecke Emser Straße untergebrachte 
Rettungswache wurde auch in den Berichtsjahren von dem Aerzteverein des Berliner 
Rettungswesens betrieben. Die Stadt trug die Kosten für die Räume, das niedere 
Heilpersonal und die Verbandsstoffe und zahlte dem Aerzteverein für die ärztliche 
Versorgung und Leitung jährlich einen Zuschuß von 3500 M . Bis zum Mai 1918 
war die Wache nur des Nachts geöffnet. Die Inanspruchnahme der Wache war in 
dieser Zeit sehr schwach. Sie betrug monatlich nur 15 bis höchstens 40 Hilfe­
leistungen.
Nach Schließung der Unfallstation in der Steinmetzstraße wurde im Mai 1918 in 
der Rettungswache auch ein ärztlicher Tagesdienst eingerichtet und dem Aerzteverein 
des Berliner Rettungswesens gegen einen jährlichen Zuschuß von 10000 M . über­
tragen. Die Rettungswache ist seit dieser Zeit ununterbrochen Tag und Nacht ge­
öffnet. Seitdem ist die Inanspruchnahme der Wache sehr gestiegen.
Sie betrug im Monat Mai 1918
Juni . 257
Juli . 281 w
August . 260 n
September „ . 232 n
Oktober . 560 9
November , . 276
Dezember „ . 266 n
Januar 1919 . 185
Februar , . 141 n
März . 175 »
Zwecks Aufrechterhaltung des Betriebes der Unfallstation Steinmetzstraße 6 wurde 
das Kuratorium der Unfallstationen und Verbandsstätten vom Roten Kreuz in den 
Jahren 1914/1917 mit jährlich 5500 M. unterstützt. Der stete Rückgang der Inanspruch­
nahme dieser Unfallstation, die dauernd wachsenden Kosten und insbesondere der durch 
die Einberufungen entstandene Aerztemangel, der schließlich dazu führte, daß nicht 
mehr ständig ein Arzt in der Unfallstation anwesend sein konnte, zwangen das 
Kuratorium dazu, die Unfallstation in der Steinmetzstraße im April 1918 zu schließen.
        
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