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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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gestellt und die Nagelung durch Veranstaltung volkstümlicher Spiele und Wettkämpfe 
auf dem Platz eingeleitet. Da der Platz indes vom Verkehr weniger berührt wird, 
w urde die F igur später nach dem Hohenzollernplatz gebracht und dort zwischen zwei 
der Stadt überwiesenen erbeuteten Geschützen aufgestellt.
K ö rn e rp a rk . Im Körnerpark wurden 1913 und 1916 nach Fertigstellung der 
baulichen Arbeiten und der umfangreichen Erdarbeiten die Anpflanzungen nach dem 
inzwischen aufgestellten Kompromißentwurfe durchgeführt.
Nachträglich angekauft und in die Anlage einbezogen wurde 1916 das Diem’sche 
Grundstück. Die Orangerie mußte durch Einbau einer Glaswand in zwei Räume 
getrennt werden, um neben den Kalthauspflanzen auch die Palmenbestände hier 
vorläufig während der W intermonate unterzubringen. Im Zusammenhang damit wurde 
in der W arm hausabteilung die Heizfläche vergrößert und eine Ventilationsanlage ein­
gebaut. Von der Herstellung der projektierten Beleuchtungsanlage und der schmiede­
eisernen Tore an den Eingängen zum Park mußte vorläufig abgesehen werden; 
anstelle der projektierten Parkbänke werden von der Verwaltung vorläufig einfache 
Holzbänke ohne Lehne aufgestellt. Das Körnermuseum fand in den Berichtsjahren 
in dem nördlichen Flügel der Orangerie vorläufig Aufstellung. 1916 wurde ein Raum 
der O rangerie dem Tambourkorps der Jugendkom pagnie zu Uebungszwecken überlassen.
T e m p e lh o fe r  F eld . Auf dem Tempelhofer Felde wurde auf Grund eines 
Vertrages mit dem Militärfiskus in einer Länge von 1 km parallel zur Oderstraße ein 
80 m breiter Gehölzstreifen zum Schutz gegen den Flugsand angelegt, gleichzeitig in 
der Absicht, die vollständig ruhende Bautätigkeit in diesem Ortsteil zu beleben. Die 
Arbeiten wurden bis zum Herbst 1914 fertiggestellt.
A b te i. Auf dem Abteigrundstück wurde unter Schonung des wertvollen Baum­
bestandes im nördlichen Teil ein Kinderspielplatz für Ferienspiele und Schulausflüge 
geschaffen. Der nach Treptow zu gelegene Teil erhielt Rasenanlagen und Blumen­
beete, ebenso der Platz mit der Springbrunnenanlage vor dem Hauptgebäude. Die 
vorhandenen Heckenpflanzungen usw. im Restaurationsgarten wurden ergänzt, den 
Pächtern wie auch dem Ruderklub wurden fortlaufend die im Restaurant erforderlichen 
Balkon- und Dekorationspflanzen gegen Entgelt aus der Stadtgärtnerei geliefert.
N e u e s  W o h n v ie r te l .  Im Dezember 1914 beschloß der Magistrat, die Pflanzen­
arbeiten auf Platz XII im Neuen Wohnviertel („von der Schulenburg-Park“) sofort in 
Angriff zu nehmen. Trotz den unzulänglichen Arbeitskräften und den schwierigen 
Bodenverhältnissen wurden diese Arbeiten bis zum Frühjahr 1916 in den Hauptzügen 
durchgeführt. Die Entwicklung der Anpflanzungen ist durch den ungünstigen hohen 
Grundwasserstand nur wenig beeinträchtigt worden.
K ra n k e n h a u s  B u ck o w . Vor dem Krankenhaus in Buckow wurde ein Grünstreifen 
angelegt und mit Silberlinden bepflanzt.
K le in e re  A n la g e n . Kleinere Anpflanzungen wurden in dem Berichtsjahr aus­
geführt beim: Schulneubau Donaustraße, Hauptfeuerwache Emser Straße, Neubau 
Baugewerkschule, Prinz-Handjery-Straße 75/77 (drei Hofgärten), Gärten beim Alters­
heim, ein provisorischer Grünstreifen vor den Häusern des Beamtenvereins in der 
Donaustraße 76/77, auf dem Pumpwerk Südost, im Rathaushof (Erweiterungsbau), 
Präparandenanstalt (Schulgarten), im städtischen Schwimmbad (Sonnenbad, Arkadenhof, 
Hofgarten). Letzterem wurden ferner die erforderlichen Dekorations- und Balkon­
pflanzen aus der Stadtgärtnerei regelmäßig geliefert. Provisorisch reguliert und mit 
Rasen ausgesät wurde der Platz an der Geygerstraße. Am Mittelweg wurde längs 
der Stützm auer eine Vorpflanzung aus Blütensträuchern hergestellt, in der Straße 202 
ein Grünstreifen angelegt und mit Platanen bepflanzt, desgleichen in der Schierke-, 
der Privat- und der Ilsestraße. Anpflanzungen wurden weiter hergestellt in der 
Kinderkrippe, Steinmetzstr. 26. Die M eldungen über Anlagebeschädigungen nahmen 
von Jah r zu Jah r zu, ohne daß es immer möglich war, die Täter zum Schadenersatz 
heranzuziehen. W ährend 1912 nur 75, 1913 nur 92 Meldungen einliefen, waren es 
1916 bereits 182 Fälle und in den beiden letzten Berichtsjahren fanden täglich grobe
        
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