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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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Der Viehbestand setzte sich zusammen aus: 33 Pferden, 13 Zugochsen, 4 Stiereri, 
5 Bullen, 68 Kühen und 51 Stück Jungvieh. Der Bestand an Milchvieh wurde durch 
eigene Nachzucht auf gleicher Höhe wie im Vorjahre gehalten. Die durchschnittliche 
M ilchmenge betrug während der Grasfütterung täglich rund 480 Liter, während der 
W interfütterung täglich rund 300 Liter.
Der W irtschaftsüberschuß betug 90 000 M.
S c h w e in e m a s t .  In den Jahren 1914 und 1915 wurden die Schweinemast­
versuche fortgesetzt. Für die 5. Schweinehaltung wurden am 17. Dezember 1913 
28 M agerschweine zum Preise von 2551.36 M. gekauft und nach 124 Fütterungstagen 
für 3229.63 M. abgegeben. Es w ar ein Zuschuß von 713.17 M. erforderlich.
Am 24. April 1914 wurden wieder 32 Schweine für 2181.30 M. erworben, die beim 
Verkauf nach 137 Fütterungstagen eine Einnahme von 3378.84 M. brachten, so daß 
auch hier ein Zuschuß von 686.76 M. notwendig war. Für die siebente Schweine­
haltung wurden am 13. Septem ber 1914 32 Läuferschweine für 1625.40 M. gekauft, 
die nach 149 Fütterungstagen am 9. Februar 1915 für 5993.10 M. verkauft wurden 
und einen Ueberschuß von 1646.12 M. brachten.
Mit Rücksicht auf die ungewöhnliche Höhe und Rationierung der Futterpreise 
und der Preise für M agerschweine sowie infolge des unregelmäßigen Eingangs der 
vom Krankenhause Buckow gelieferten Speisereste wegen der dortigen Vergrößerung 
der Schw einehaltung mußte von der W eiterführung der Schweinemast Abstand ge­
nommen werden.
D ie E r t r ä g e  d e r  R ie s e lg ü te r .  Obwohl die Güter — wie fast jeder wirtschaft­
liche Betrieb — unter den Maßnahmen des Krieges und seinen Folgeerscheinungen, 
wie E inziehung von Gutsarbeitern zum Heeresdienst (Leutemangel), Ausm usterung 
des besten Pferdematerials (Knappheit an Zugvieh), öffentlicher Bewirtschaftung fast 
sämtlicher Lebens- und Futtermittel (Unterernährung von Menschen und Vieh und 
hierdurch Rückgang der Leistungsfähigkeit und der Milcherträge), ferner unter der 
V erteuerung der Düngemittel, Geräte, Maschinen und Baustoffe sehr zu leiden hatten, 
ist es den Gutsverwaltungen trotz der schwierigen Verhältnisse gelungen, die Erträge 
fortlaufend zu steigern.
Die nachfolgende Zusammenstellung zeigt die erzielten W irtschaftsüberschüsse 
der letzten zehn Jahre von 1909 bis 1918. •
W irtschaftsüberschuß Wirtschaft »Überschuß
Jahr Jahr
W aßmannsdorf Boddinsfelde Waßmannsdorf Boddinsfelde
1909 61 500 1 333 1914 87 000 65 000
1910 55 000 41 047 1915 75 300 51 300
1911 33 700 31 263 1916 150 000 75 200
1912 62 068 50 571 1917 122 500 110 000
1913 52 800 32 000 1918 146 000 90 000
I ■ :
E. Städtische Polizei Verwaltung.
Auf Grund der Verwaltungsordnung des Ministers des Innern vom 28. Februar 1907 
wurden vom Polizei-Präsidium zur Prüfung und Begutachtung übersandt im Berichts­
jahr 1914: 320, 1915: 121, 1916: 141, 1917: 105 und 1918: 159 Baugesuche. Von 
diesen betrafen im Berichtsjahr 1914: 29, 1915: 11, 1916: 11, 1917: 3 und 1918: 
7 großstädtische Wohn- und Geschäftshäuser, während die übrigen Baugesuche die 
Herstellung von Umbauten, Anbauten, Ladenausbauten, Stallungen, Schuppen, Buden 
und von anderen kleinen baulichen Anlagen betrafen.
32
        
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