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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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c) Bürgersteigbefestigungen:
1. Mosaikpflaster aus Bernburger Mosaiksteinen . . . .  520956 qm
2. „ „ B a s a l t s te in e n .......................................... 6 707 „
3. Gehbahnen aus G r a n i tp la t t e n .................................  2 554 „
4. „ „ Kunstgranitplatten   25 428 „
5. Gußasphalt, Zementplatten und andere Baustoffe . . 1 053 „
6. P ro m e n a d e n b e fe s tig u n g ............................................  . . 78 045 „
zusammen 634 743 qm
2. S t a d t e n t w ä s s e r u n g .
Das Neuköllner Stadtgebiet wird durch zwei Radialsysteme entwässert. Das 
ältere der beiden, das westlich der Ringbahn gelegen ist (Radialsystem Nordwest), 
entwässert nach dem Mischsystem, während das neuere, östlich der Ringbahn gelegene 
(Radialsystem Südost) im Trennsystem ausgebaut wird.
a) E n tw ä s s e r u n g s g e b ie t  N o rd w e s t.
Die Entw ässerungsanlagen des Radialsystems Nordwest sind in den Jahren 
1891,93 erbaut, am 20. Dezember 1893 in Betrieb genommen und dem Anwachsen 
der Stadt entsprechend im Laufe der Zeit erweitert worden. Wie bereits im letzten 
Verwaltungsbericht für die Jahre 1912 1913 (S. 161) dargelegt wurde, erwies sich die 
ursprünglich zugrunde gelegte Abflußmenge mit fortschreitender Bebauung als zu 
niedrig und eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes als unerläßlich. 
Unter Berücksichtigung des in den vorhandenen Leitungen nach der örtlichen Lage 
zulässigen Staues wurde die Aufgabe zunächst streng wissenschaftlich gelöst und 
auf Grund der Untersuchungsergebnisse ein Verstärkungsentwurf für das gesamte 
Radialsystem Nordwest aufgestellt. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Behandlung 
der Aufgabe war, daß auch bei einer Verdoppelung der Abflußziffer die^Leistungs- 
fähigkeit der weitaus meisten Zweigkanäle unter Beachtung des zulässigen Staues 
ausreichte und nur die Hauptsammler zu verstärken waren. Der Entwurf fand die 
Genehm igung der Aufsichtsbehörde und ist teilweise bereits zur Durchführung ge­
bracht. Umfangreiche Umbauten der Hauptsammler wurden zum Teil dadurch ver­
mieden, daß der südlich der Ringbahn gelegene Stadtteil vom Entwässerungsgebiet 
Nordwest abgetrennt und dem Entw ässerungsgebiet Südost zugewiesen wurde. Zur 
vollständigen Durchführung der E rhöhung der Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes sind 
noch verschiedene Entlastungsleitungen auszuführen.
Die Anregung zur planmäßigen Verstärkung ist vom Stadtbaurat Hahn gegeben 
worden, dem auch die wissenschaftliche Bearbeitung der Aufgabe und die Aufstellung 
des Entwurfs übertragen wurde.
Die Aufrechterhaltung des Dieselmotorbetriebes der beiden Pumpwerke Nordwest 
und Südost bot während der Kriegsjahre nicht geringe Schwierigkeiten, weil die zum 
Betriebe der Dieselmotore erforderlichen Oele (Gasöl, Teeröl, Schmieröl usw.) von 
der M arineverwaltung beschlagnahmt waren und von Fall zu Fall deren Freigabe 
erwirkt werden mußte. Hierzu kamen Unzuverlässigkeiten der Lieferanten, W agen­
mangel usw. Um beim Ausbleiben der Oele nach Aufzehrung der Vorräte eine 
Ersatzantriebskraft zu haben und andererseits die stets knappen Oelvorräte zu schonen, 
wurde im Pumpwerk Nordwest einer der vorhandenen 250 PS Dieselmotore außer Be­
trieb gesetzt und als Antrieb für die zugehörige Pumpe ein Elektromotor aufgestellt.
Die Länge der Straßenleitungen betrug am 31. März 1914 im Radialsystem 
Nordwest 130833 m und ist bis zum 30. März 1919 angewachsen auf 142093 m.
Am 31. März 1919 waren in Nordwest 2870 Grundstücke und 19 öffentliche 
Bedürfnisanstalten angeschlossen.
Zur Spülung und Reinigung der Leitungen, die
1914 von 3 Spül- und 2 Reinigungskolonnen,
1915 „ 3 „ „ 1  Reinigungskolonne,
1916/18 „ 2 „ „ 1
        
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