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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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erwiesen sich als überaus gut besucht, sie mußten jedesmal wiederholt werden, 
und so waren die dabei erzielten Geldüberschüsse stets recht bedeutend. Sie wurden 
zu Zwecken der Kriegswohlfahrtspflege verwandt und kamen zumeist den in den 
Neuköllner Lazaretten liegenden Verwundeten zugute. Auch sonst beteiligte sich 
die Anstalt fleißig an den verschiedensten Kriegssammlungen (Altmetall, Bücher, 
Nagelungen u. ä.).
Spiel, Sport und W anderfahrten wurden reichlich gepflegt Auf mehrtägigen 
Turnfahrten wurden von einzelnen Klassen die Mark, die Sächsische Schweiz, der 
T hüringer Wald, der Harz, das W esergebirge und Rügen besucht.
Einige weitere Angaben über die Anstalt bietet die nachfolgende Uebersicht.
Neu­ Aufge­ Besucherzalil in len Klassen Zahl der Prüflinge,
Zeit: anmel­ die
dungen nommen 
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Ge­
für 3 kursus 2 k ursus 1 i ku isus samt­ bestanden nichtKl 111 Kl. III KI. 3 Kl. 2 Kl. I zahl bestanden
1914 62 52 42 28 — 29 99 28 2
1915 49 43 43 — 34 — 30 107 24 —
1916 76 67 38 37 33 — 33 141 25 3
1917 61 43 46 — 31 28 36 — 141 30 —
1918 84 71 37 37 34 27 25 S 160 28 3
1919 60 53 35 34 30 31 37 — 167 44 3
1920 Keine Keine 32 30 25 28 115 30 4  '
209 15
Das Schulgeld wurde während des Krieges für Auswärtige erhöht von 150 M. 
auf 180 M., für Einheimische herabgesetzt von 150 M auf 140 M.
2. S t ä d t i s c h e  F o r t b i l d u n g s -  u n d  F a c h s c h u l e n .
Die Fortbildungsschule gliedert sich in 3 Abteilungen und zwar eine gewerbliche 
für Lehrlinge, eine für ungelernte Berufe (Arbeitsburschen) und eine für kaufmännische 
Lehrlinge.
F ür die gewerblichen Lehrlinge sind besondere Berufsklassen eingerichtet; es 
bestanden 1914 10 Klassen für das M etallgewerbe, 2 Klassen für Mechaniker und 
Elektrotechniker, 4 Klassen für Bäcker, 3 Klassen für das Holzgewerbe, 2 Klassen für 
Tapezierer, Dekorateure und verwandte Berufe, je 1 Klasse für das Baugewerbe, für 
Schneider, Friseure und Maler, außerdem bestand noch 1 Klasse für die übrigen Berufe. 
Lehrlinge, die aus der 3. Klasse der Volksschule entlassen worden sind, waren in 2 
Klassen untergebracht. Die Abteilung für ungelernte Berufe umfaßt 12 Klassen. Auch 
hier besuchen Schüler aus der 3. Volksschulklasse besondere Klassen. Für geistig minder- 
begabte Schüler bestanden 1914 2 Hilfsklassen. Die kaufmännische Abteilung hatte 
4 aufsteigende Klassen.
W ährend des Krieges wurde die Zahl der Klassen von Jah r zu Jah r geringer. 
Hauptsächlich waren es die Lehrlinge des M etallgewerbes und der ungelernten Berufe, 
die zur Herstellung von Kriegsmaterial anstelle der eingezogenen Gesellen und Arbeiter 
Kriegsarbeit leisteten. In den anderen Berufen wurde Schulbefreiung nachgesucht, 
weil die Meister eingezogen wurden und das Geschäft von der Frau und den Lehr­
lingen weitergeführt wurde. Viele Klassen wiesen nur die Hälfte des Friedensbestandes 
auf. Dazu kam die Einberufung von 3 hauptamtlichen Lehrern, so daß für den Vor-
        
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