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Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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Druck herstellen. Zw ischendurch erfolgte die D rucklegung der D enkschriften und 
V orlagen für die S tad tverordnetenversam m lung . Seit dem  Ja h re  1917 w ird in der 
S tädtischen D ruckerei auch der H aushaltsvo ransch lag  für die V erw altung  laufend g e ­
druckt und die D ruck legung  von aufk lärenden  B roschüren ü b er die A u sleg u n g  der 
neuen G esetze und V erordnungen (W ohnungsno trech t usw.) besorgt. G egen  E nde der 
B erichtszeit w urde auch der D ruck der H alb jahresberich te  des S tatistischen  A m tes 
w ieder aufgenom m en. Noch w ährend  des K rieges w urden die R äum e der D ruckerei 
aberm als verg rößert und die E in rich tung  durch A ufstellung von M aschinen für Satz und 
D ruck und von H ilfsm aschinen erw eitert. Die Zahl der ständ ig  B eschäftigten b e trug  23. 
M ilitärisch eingezogen  w aren sechs. Gefallen sind die Setzer L am pert und Blau.
D as mit dem  16. N ovem ber 1912 in städ tische V erw altung übergeführte  ö f f e n t ­
l i c h e  A n s c h l a g w e s e n  erlitt m it K riegsausbruch einen em pfindlichen Rückfall, und 
die von der G eschäftsw elt freundlich aufgenom m ene E in rich tung  der L ichtreklam e an 
den A nschlagsäulen w urde polizeilich verboten , so daß die E innahm en ausb lieben . 
Die S äulenreklam e g erie t n u r v o rübergehend  ins S tocken. Schon 1915 nahm en  die 
A ufträge w ieder zu. ln den fo lgenden  Ja h re n  stieg  der aus dem  A nschlagw esen  e r­
zielte G ew inn erheblich  und übertraf den G eberschuß der V orkriegsjahre. Als besonders 
lohnend erw iesen sich die A ufträge des R eichsbankdirektorium s (A nleihen) und des 
R eichspresseam ts (Aufrufe und B ekanntm achungen). S tark  beanspruch t w urden  
D ruckerei und A nschlagw esen  infolge d e r politischen U m w älzung N ovem ber 1918. 
Die ersten  K undgebungen  der veränderten  Zeit g e lang ten  in schneller F o lge  durch 
die S täd tische D ruckerei zu r allgem einen K enntnis.
B eschäftigt w urden  im A nschlagw esen w ährend  der K riegszeit fünf s tänd ige  und 
A ushilfskleber.
6. F e r n s p r e c h z e n t r a l e .
Zu B eginn der B erichtszeit bestanden  auf dem  im Ja h re  1913 durch die Reichs­
postverw altung  e ingebau ten  G lüh lam penschrank  16 H aupt- und 135 N ebenansch lüsse; 
außerdem  besaßen die F eu erw eh r 1 H aupt- und 28 N ebenanschlüsse , das K rankenhaus 
in B uckow  4 H aupt- und 78 N ebenanschlüsse  sow ie die städtischen W erke 6 H aupt- *  
und 59 N ebenanschlüsse. Im Laufe der K riegsjahre stellte sich alsdann die Not­
w endigkeit w eiterer A nschlußverb indungen  speziell für die kriegsw irtschaftlichen E in ­
rich tungen  heraus, so daß eine erhebliche V erm ehrung  der A nschlüssse am E nde der 
B erichtszeit, also E nde M ärz 1919, zu konsta tieren  w ar. E s bestanden  zu  diesem  
Z eitpunkt im R athause 26 H aupt- und 245 N ebenanschlüsse , für die F euerw ehr 4 H aupt- 
und 39 N ebenanschlüsse , für das K rankenhaus in B uckow  5 H aupt- und 56 N eben­
anschlüsse sow ie für die städ tischen  W erke 6 H aupt- und 59 N ebenanschlüsse.
III. Reichs-, Staats- und Provinzialangelegenheiten.
A. Vertretung der Stadt im Reichstag (Nationalversammlung), Landtag 
(Landesversammlung), Provinziallandtag und Verband Groß-Berlin.
1. R e i c h s t a g  — V e r f a s s u n g g e b e n d e  d e u t s c h e  
N a t i o n a l v e r s a m m l u n g .
ln den G eschäftsjahren 1914/17 haben  W ahlen zum  R eichstage n icht sta ttgefunden . 
D er W ahlkreis 10 des R egierungsbezirks P otsdam , w elchem  N eukölln angehörte , w urde 
bis zur U m w älzung durch den am 12. J a n u a r  1912 gew ählten  A bgeordneten  E xpedien ten  
Fritz  Zubeil (Soz.) vertre ten . D urch die R evolution vom  9. N ovem ber 1918 sind die 
g ese tzgebenden  K örperschaften des Reichs beiseite  geschoben  w orden , w odurch der 
V erfassungsbau  des D eutschen Reichs zusam m engebrochen  ist. Dem B edürfnis des 
deutschen  Volkes nach alsbaldigem  W iederaufbau se iner V erfassung  m ußte die neue 
R eg ierung  sch leun igst R echnung tragen . So erfolgte zunächst die A usschre ibung  der
        
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