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Periodical volume

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1914/1918

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2. D er A nteil der leerstehenden  an den überhaup t vorhandenen  W ohnungen  nach 
G rößenklassen im ganzen S tad tgebiet 1907 bis 1916.
Von je 100 überhaup t vorhandenen  W ohnungen  
W ohnungen  nach der G röße der nebenstehenden  G rößenklassen standen leer 
im Jah re
1907 1908 1909 1910 1911 1912 1913 1916
E in z im m e rw o h n u n g e n ............................. 9.3 10.9 11.2 10.2 10.5 8.1 6.0 4.8
Z w e iz im m e rw o h n u n g e n ....................... 9.4 10.0 10.8 9.0 7.7 5.2 3.0 2.9
K leinw ohnungen (von 1 u. 2 Zim m ern) 9.4 10.4 11.0 9.6 9.0 6.6 4.5 3.8
D r e i z im m e r w o h n u n g e n ....................... 9.8 8.0 8.8 9.3 8.8 6.2 4.5 5.2
V ie r z im m e r w o h n u n g e n ....................... 8.4 4.3 6.9 8.2 8.0 6.5 5.7 6.8
Mittl. W ohnungen  (von 3 u. 4 Zim m ern) 9.5 7.3 8.5 9.1 8.7 6 3 4.7 5.5
F ü n f z im m e r w o h n u n g e n ....................... 7.7 3.1 5.9 6.9 6.2 5.8 5.8 7.3
W ohnungen  von 6 und m ehr Zim m ern 6.1 2.3 3.8 0.4 3.6 5.9 2.9 5.7
G r.W ohnungen  (von 5 u. m ehrZ im m ern) 7.1 2.8 5.2 4.4 5.3 5.9 4.7 6.7
W ohnungen  überhaupt 9.4 10.0 10.6 9 5 9.0 6.5 4.5 4.0
U ebersich t 1 g ib t die Zahl der vorhandenen  und die der leerstehenden W ohnungen 
in den e inzelnen  S tad tte ilen  am 15. Mai 1916 w ieder und im A nschluß daran die 
G esam tzah l in N eukölln nach dem  E rg eb n is  der vorhergehenden  E rhebungen  bis 
1907 zurück . Die Zahl der überhaup t vo rhandenen  W ohnungen  hat sich, w ie e r­
sichtlich, bei solchen mit n u r 1 Z im m er seit 1913 beträchtlich verm indert, und zw ar 
um 552, w äh ren d  die der 2 -Z im m erw ohnungen  um 344, die der 3-Z im m erw ohnungen 
um  365 und  die der W ohnungen  m it 4 und m ehr Zim m ern um 98 zugenom m en hat. 
N ach der S tatistik  der B autätigkeit belief sich a llerd ings der Z ugang an neuen 
W ohnungen  w ährend  d ieser Zeit auf 863. D er w eit geringere  R einzugang von nur 
305 W ohnungen  erk lärt sich vor allem dadurch, daß zahlreiche E inzim m erw ohnungen 
in der Zw ischenzeit zu größeren  W ohnungen  verein ig t w orden  sind, wie ja  auch 
deren  Zahl abgenom m en hat. Auf dem  W ohnungsm ark t w aren 2-Z im m erw ohnungen 
am  stärksten  begehrt, w ie aus den U ebersichten 1 b und 2 hervorgeh t; für sie stellte 
sich die L eerw ohnungsziffer auf n u r 2.9 v. H. Von den vorhandenen  E inzim m er­
w ohnungen  standen  4.8 v. H. leer, von den W ohnungen  m it 3 bezw. 4 Zim m ern 5.2 
bezw. 6.8 v. H. und von 5-Z im m erw ohnungen  so g ar 7.3 v. H. Die N achfrage nach  
g roßen  W ohnungen  w ar also zu jener Zeit rech t gering , wobei allerd ings die ver­
gleichsw eise n u r seh r kleine Zahl g ro ß er W ohnungen  in unserer S tad t zu beachten 
ist. D ie V erm inderung der E inkünfte m ag m anche H aushaltung  veran laß t haben, 
ihre g roße  W ohnung  mit e iner k leineren  zu  vertauschen . Die L eerw ohnungsziffer 
überh au p t w ar nur von 4.5 v. H. im H erbst 1913 auf 4.05 v. H. im F rü h jah r 1916 
gesunken . Noch g ü n stiger stellte sich 1916 die Leerw ohnungsziffer in anderen  großen 
B erliner V ororten, so in C harlo ttenburg  auf 4.5 v. H., in S chöneberg  auf 4.4 v. H., 
in W ilm ersdorf auf 4.1 v. H., in L ich tenberg  auf 4.3 v. H. und in der S tad t Berlin 
so g ar auf 6.6 v. H. D agegen  nahm en in e in igen  k leineren  G em einden G roß-Berlins 
die V erhältn isse auf dem  W ohnungsm ark t bereits bedenkliche F orm en  an.
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