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Periodical volume XVI. Steuerverwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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Anlage- und Betriebskapital bis zu 150 000 M. zu verwenden. Der eingegangene 
Betrag ermöglichte in den angegebenen Klassen eine Erm äßigung der Zuschläge für 
1912 um 20 Prozent, für 1913 um 162/s Prozent.
6. Wanderlagersteuer.
An W anderlagersteuer wurden veranlagt:
1912: . . . .  450 M. (Voranschlag 200 M.)
1913: . . . . .  250 M. (Voranschlag 200 M )
Die zum Soll gestellten Beträge sind sämtlich eingegangen.
b. Indirekte Steuern.
1. Umsatzsteuer.
Die Umsatzsteuer wird auf Grund der Um satzsteuer-O rdnung vom 26. Juni 1909 
erhoben. Die Steuer beträgt 1 Prozent bei bebauten und 2 Prozent bei unbebauten 
Grundstücken.
Ueber die Zahl der umgesetzten Grundstücke und über die Höhe der Einnahmen 
aus der Umsatzsteuer gibt die nachstehende Tabelle Auskunft:
Bezeich­ Freihändige Verkäufe Zwangsversteigerungen Grundstücksumsatz Przsatz d. 
nung ob 6  überhaupt Umsatz­
bebaute steuer
Jah r oder Zahl Wert Zahl | Wert Zahl Wert -u Ju«   I U  joi
un­
der Steuer der Steuer der Steuer -d 2  ; = 2bebaute 5 -o -S-o
Grund­ Grundstücke Grundstücke Grundstücke j j  § |  ■§ §
stücke I M. M. M. M. M. M. O 3 o
1912. bebaut 76 14 852 299 159 165 132 19 526 502 288 660 jl 208 34 378 801 447 825 unbebaut 57 4 921 068 109 867 22 976 875 27 154 79 5 897 943 137 021
19131 bebaut 44 7 025 598 72 994 70 12 352 770 149174 114 19 378 368 222 168 unbebaut 63 12 225 736 178 333 29 1 486 021 41 950 92 13 711 757 220 283
Die Isteinnahme an Umsatzsteuer betrug 1912: 549022 M., 1913: 443 642 M. 
Erhoben wurde die Umsatzsteuer 1912 in 287 Fällen, 1913 in 206 Fällen.
Hiervon entfielen auf: 1912 1913
1. freiwillige Veräußerungen unbebauter Grundstücke 57 63
2. freiwillige Veräußerungen bebauter Grundstücke . 76 . 44
3. Zw angsversteigerungen unbebauter Grundstücke . 22 29
4. Zw angsversteigerungen bebauter Grundstücke . . 132 70
2. Lustbarkeitssteuer.
Die Lustbarkeitssteuer w urde bis zum Schlüsse des Monats Juni 1912 nach 
der S teuerordnung vom 21. Februar 1903 erhoben. Seit dem 1. Juli 1912 ist die 
Steuerordnung vom I. April 1912 in Kraft, welche insbesondere die Besteuerung der 
K inem atographen - Theater regelt und ferner die Veranstaltungen in den großen Ver­
gnügungs-Etablissem ents in gerechterer W eise als bisher steuerlich erfaßt.
Die Erhebung der Steuer erfolgt nach einem besonderen Tarif Die Istein­
nahm e betrug:
im Rechnungsjahre 1912: 53 237.18 M. bei einem Etatssoll von 50 000 M. 
im Rechnungsjahre 1913: 59 577.86 M. bei einem Etatssoll von 70 000 M.
        
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