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Periodical volume XIII. Städtische Werke, Wasserversorgung

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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A u s g a b e n :  
Gebäudeunterhaltung, Reinigung, Feuerversicherung usv, 2 279.50 M. 
Zinsen ................................................................................... 44 000.— „ 
Gehälter, Löhne, einschl. Versicherungs-Beiträge 32 667.56 „ 
An die Vorschüsse für Kohlen- und Eisvorräte 12 000 .—  .. 
Feuerung (Kohlen) ....................................................... 28 750.— „
Kessel,Maschinen, Leitungen, W erkzeuge, Eiszellen usw 6 911.08 „
Produkte zur Kunsteisgewinnung ........................... 2 312.73 „ 
F u h r w e r k ............................................................................. 461.89 „ 
Gewinnung und Abdeckung des Natureises . . . 525.25 „
R ese rv e fo n d s........................................................................ 11 000 .—  ..
Verschiedenes (Schadenversicherung, Fernsprechge­
bühren, Bureauunkosten. Formulare, Gewerbe­
steuer u s w . ) .................................................................. 981.04 
Zur Deckung des Verlustes im W interhalbjahr 1912/13 26 797.59 168 686.64 M.
Zuschuß : 47 606.57 M.
Doch darf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens nicht nach dieser ersten 
Jahresabrechnung beurteilt werden, da, wie bemerkt, im Jahre 1913 verschiedene 
Umstände zusammentrafen, die das Geschäftsergebnis ungünstig beeinflußten.
E. Wasserversorgung.
Mit W asser wird Neukölln von den Charlottenburger Wasserwerken seit dem 
Jahre 1888 versorgt. Durch Nachtrags vertrag vom 1910 übernahm die Gesell­
schaft von neuem die Lieferungsverpflichtung; sie erhielt gleichzeitig das Recht der 
entgeltlichen V ersorgung bis zum 1. Oktober 1997 garantiert. Besondere der Stadt 
seitens der Charlottenburger W asserwerke gewährte Vergünstigungen sind die un­
entgeltliche Lieferung von W asser zu Feuerlöschzwecken, die kostenfreie Abgabe von 
250 000 cbm W asser für eine erste und später auch für eine zweite städtische Volks­
badeanstalt, die kostenlose Speisung städtischer Zierbrunnen bis zu einer W asserm enge 
von jährlich 5 000 cbm, die unentgeltliche Hergabe von Sprengwasser für 4 km
Straßenlänge bis 1913, von diesem Zeitpunkte ab für eine Straßenstrecke von 6 km,
die Lieferung von W asser zur Spülung der Kanäle, zur Besprengung der Straßen, 
zum Gasanstaltsbetriebe usw. zum verminderten Preise von 6 Pf. für jedes Kubikmeter. 
Ferner hat die Gesellschaft der Stadt gegenüber die Verpflichtung der Abgabe von 
5 Pz. der in Neukölln erzielten Nettoeinnahme für 1910/1915, steigend um 1/a Pz.
in jedem weiteren Jahrfünft bis 1960, von da ab bis zum Ablauf des Vertrages 10 Pz.
Das W asser kommt aus Tiefbrunnen in Johannisthal, von wo es nach dem 
Stadtgebiete weitergeleitet wird. Die Gesamtlänge des Neuköllner Rohrnetzes, die 
Zahl der Hausanschlüsse, die abgegebene W asserm enge sowie die Summe der ver­
traglich an die Stadtgemeinde abzuführenden Abgabe für die Rechnungsjahre 1912 
und 1913 sind in nachfolgender Uebersicht angegeben.
Gesamtlänge j Zahl der ari­ Gesamtwa sserabgabe
des geschlossenen Betrag der 
Rohrnetzes | Grundstücke pro Tag vertraglichen 
Etatsjahr auf den Kopf 
in Neukölln am 1. Oktober absolut der mittleren Abgabe an die 
jedes Rechnungsjahres Bevölkerung Stadtgem einde 
Meter cbm Liter M.
1912 141 555.51 3 150 5 207 666 54.96 41 328.— 
1913 142 150.76 3 197 5 548 591 56.79 40 669.—
        
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