Path:
Periodical volume XII. Versicherung des städtischen Vermögens und der städtischen Beamten

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

273  —
Anspruch aus einem schweren Unfall, ebenfalls durch den Krankenwagen hervorgerufen. 
Im Prozeßwege ist die Stadtgemeinde bereits dem Grunde nach endgültig verurteilt 
worden; es wird jedenfalls eine einmalige höhere Entschädigung und außerdem eine 
laufende Rente gezahlt werden müssen.
d) R e c h t s a u s k u n f t s t e l l e .  Die städtische Rechtsauskunftstelle ist 
auf Grund des vom Verband der Deutschen gemeinnützigen und unparteiischen Rechts­
auskunftstellen mit der Schweizerischen Unfallversicherungs-A.-G. in Winterthur 
abgeschlossenen Empfehlungsvertrages gegen Haftpflicht bis zur Höhe von 10 000 M 
für ein Ereignis versichert. Die Versicherung läuft von April zu April auf je ein Jahr. 
Die Jahresprämie beträgt 45 M.
Schäden waren nicht zu regulieren.
F. Unfallversicherung.
a) U n f a l l v e r s i c h e r u n g  d e r  F e u e r w e h r .  Die Mitglieder der 
Berufsfeuerwehr sind bei der Brandenburgischen Feuerwehrunfallkasse gegen Unfälle 
in Ausübung ihrer Tätigkeit versichert. Die Versicherungsbeiträge hat die Städte­
feuersozietät für die Provinz Brandenburg übernommen, solange die Stadtgemeinde einen 
angemessenen Versicherungsbestand bei ihr unterhält.
Da die Sozietät mit 15 Prozent an der Konsortialversicherung beteiligt ist, bleibt 
diese Vergünstigung vorläufig bis zum Ablauf dieses Vertrages, am 1. Juli 1923, bestehen.
b) S c h ü l e r u n f a l l v e r s i c h e r u n g .  Mit der Germania Lebensvers -A.-G. 
zu Stettin ist am l .  4. 1911 für die hiesigen höheren und Mittelschulen eine Kollektiv­
schülerversicherung abgeschlossen worden. Die Gesellschaft gewährt gegen eine 
Jahresprämie von 1.50 M. bei Unfällen innerhalb des Schulgrundstückes sowie außerhalb 
des Schulgrundstückes bei den von der Schule veranstalteten Ausflügen, Spielen, 
Besichtigungen, Wettspielen usw. und bei Unfällen auf dem Schulwege den verunglückten 
Schülern und Schülerinnen, solange sie nicht am Unterricht teilnehmen können, eine 
Tagesentschädigung von 3 M., bei dauernder Invalidität ein Kapital bis zu 6 000 M. 
und im Todesfälle den Hinterbliebenen einen Betrag von 3 000 M. Gegen Zuschläge 
zur Prämie können sich die Mitglieder des Lehrerkollegiums und die Schuldiener an 
der Versicherung beteiligen.
Im Versicherungsjahre 1912 hatte die Gesellschaft in 45 Fällen l  200 M. und 
im Jahre 1913 in 33 Fällen l  900 M. Entschädigung zu zahlen. Die Unfälle sind 
fast ausschließlich beim Turnen oder Spielen entstanden.
Die Prämieneinnahme betrug 1912 rd. 2 550 M. und im Jahre 1913 rd. 2900 M.; 
sie wurde von den Eltern der versicherten Kinder bezw. von den versicherten Lehrern 
und Schuldienern aufgebracht.
G. Maschinenbeschädigungsversicherung.
a) E l e k t r i z i t ä t s w e r k .  Seit dem 15. Dezember 1911 sind die Maschinen 
des städtischen Elektrizitätswerkes wegen der erheblichen Beschädigungsgefahr gegen 
Schäden auf 5 Jahre mit jährlicher Prämienzahlung bei der Versicherungs-Gesellschaft 
Allianz zu Berlin versichert.
Die Prämie beträgt 1.2 pro Mille der Versicherungssumme. Die Maschinen 
und maschinellen Einrichtungen hatten am 31. 3. 1914 einen Wert von 1 051 740 M. 
Die Jahresprämie beträgt 1 135.85 M. Die Versicherung besteht als sogenannte 
Großschadenversicherung, d. h. für Schäden bis zum Betrage von 1 000 M. tritt die
18
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.