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Periodical volume XI. Verkehrswesen, Märkte, Preise

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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Angesichts solcher anhaltender Steigerung der Fleischpreise gew innt die V er­
sorgung der Bevölkerung mit lebenden Fischen erhöhte Bedeutung Die folgende 
Uebersicht 4 bringt daher einige Angaben über den Absatz und die Preise von See­
fischen in. den kälteren Monaten des Jahres 1913 beim städtischen Seefischverkauf, 
dessen Einrichtung, wie im letzten Verwaltungsbericht auf Seite 206-7 ausgeführt wurde, 
von der im September 1911 eingesetzten Kommission für M aßnahmen zur Bekämpfung 
der Teuerung beschlossen worden war. W eiteres über die Tätigkeit dieser Kommission zur 
Bekämpfung der Lebensmittelteuerung wird im folgenden Abschnitt D ausgeführt werden.
Uebersicht 4. Absatz und Preise beim städtischen Seefischverkauf im Jahre 1913
Schellfisch Rotzunge Kabliau Seelachs Goldbars Schollen Ver­ Un­
kauf­ ver­
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Jan u a r 1 081 31 243 29 1 445 31 914 28 100 26 735 25 14 518 620
Februar 502 30 557 29 1 637 27 769 27 53 21 564 28 4 082 238
März 647 30 172 23 1 581 24 567 24 155 27 536 28 3 658 505
April 600 29 521 20 1061 22 667 19 357 21 532 23 3 738 348
Oktober 327 30 91 27 563 28 231 24 52 24 225 25 1 489 —
N ovember 541 30 319 26 1001 27 576 25 188 23 698 22 3 323 22
Dezember 195 31 268 29 770 29 287 26 56 24 246 27 I 822 —
D. Bekämpfung der Lebensmittelteuerung.
Infolge der besonders in den Jahren 1911 und 1912 herrschenden Teuerung 
fast aller Lebensrnittel brachten sämtliche Fraktionen der Stadtverordnetenversam m lung 
am 19.-20. Septem ber 1911 den Antrag bei der S tadtverordnetenversam m lung ein, eine 
gem ischte Kommission einzusetzen, welche über die zu ergreifenden Abwehrm aßregeln 
beraten sollte. Die städtischen Körperschaften erkannten dann auch am 27.-28. Sep­
tem ber 1911 den Antrag als begründet an und wählten eine gem ischte Kommission, 
bestehend aus 5 M agistratsm itgliedern und 10 Stadtverordneten. Nicht nur unsere Stadt 
hatte unter der Teuerung zu leiden, andere Gemeinden hatten unter dem Drucke der 
Teuerung bereits den M agistrat in Berlin gebeten, zur B eratung von M aßnahmen
gegen die Teuerung der Lebensrnittel eine Besprechung von Vertretern der Städte roß-Berlins zusammenzuberufen. Diesem W unsche leistete dann auch Berlin Folge 
und lud sämtliche Vorortgemeinden zu einer Sitzung am 4. Oktober 1911 ein. Bei 
allen beteiligten Gemeinden herrschte Einverständnis darüber, daß ein g e m e in s a m e r  
Einkauf von S e e f is c h e n  für Berlin und Vororte zu erstreben sei, ferner daß eine 
Petition an die S taatsregierung auf Erleichterung der Einfuhr von lebendem Vieh und
gefrorenem und gekühltem Fleisch aus den Nachbarländern eingereicht werden solle, ie neugewählte Teuerungskom m ission schloß sich in ihrer Sitzung vom 9. Oktober 1911 
den in Berlin gefaßten Beschlüssen an und wählte zur näheren Vorbereitung der hier­
zu nötigen Schritte eine Unterkommission. Diese beschloß dann auch in der Sitzung 
vom 12. Oktober 1911 einen städtischen Seefischverkauf unter der Bezeichnung
Verkauft
Gewich
Verkaufst
Gewich
Verkauft
Gewich
Verkauft
Gewich
Verkauft
Gewich
Verkaufst
Gewicht
        
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