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Periodical volume X. Soziale Fürsorge, Wohlfahrtspflege

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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Von den ausw ärtigen  Innungen erstrecken sich die nachstehenden über den 
Bezirk der S tadtgem einde Neukölln: a. Z w a n g s i n n u n g e n :  die B ildhauer- und 
Stukkateur-Innung, die Feilenhauer-Innung, die G laser-Innung, die K orbm acher-Innung, 
die Kupferschmiede-Innung, die vereinigte Sattler-, Riemer- und T äschner-Innung , die 
P h o to g rap h en -Innung, die T aschenuhrgehäusem acher-Innung ,  die Tapezierer-Innung, 
die V ergolder-Innung, die Schornsteinfeger-Innung, die Steinse tzer-Zw angs-lnnung, die 
W agenbauer-  und Stellm acher-Zwangs-Innung, die Töpfer- und Ofensetzer-Innung, die 
U h rm a c h e r -Z w a n g s- In n u n g ,  b. F r e i e  I n n u n g e n :  die B uchb inder-Innung , die 
B ru nnenbauer- Innung ,  die B ürs tenm acher-Innung , die D achdecker-Innung, die Fuhr-  
herren-lnnung, die Gas-, W asserle itungs- und H eizungsfachm änner-Innung, die Gelb-, 
Kunst- und Metallgießer-Innung, die Köche-lnnung, die Kürschner-Innung, die Lackierer- 
Innung die Nadler- und Siebm acher-lnnung, die Perückenm acher- und Friseur-Innung, 
die P e r s o n e n -  und Lohnfuhrwerks-Innung, die Schlosser-Innung und die Zahnkünst- 
ler-Innung.
An den von den Innungen veranstalteten G esellen-Prüfungen beteiligt sich der 
M agistrat rege lm äßig  durch einen Beauftragten.
Die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen ist auf Grund  des Gesetzes vom 
30. 5. 1908 bis zum 1. April 1914 in 1339 Fällen erteilt worden.
Der Innungsausschuß  der vereinigten H andw erker-Innungen  ist Ende 1912 auf­
gelöst worden.
C. Gewerbe- und Kaufmannsgericht.
a . Allgemeines.
In den Berichtsjahren sind in der Besetzung der Stellen der Vorsitzenden 
folgende A enderungen eingetreten: Die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden M a­
gis tra tsassessor Dr. T he lem ann  und G erichtsassessor Dr. Casdorf legten mit ihrem 
A usscheiden aus  dem städtischen Dienst am  2. 9. bezw, am 1. 7. 1913 auch ihr Amt 
als stellvertretende Vorsitzende beider Gerichte nieder. Für  G erichtsassessor Dr. Casdorf 
w urde der M agis tra tsassessor Lindner vom M agistra t gewählt. Seine  W ahl w urde  
vom Regierungspräsidenten am 12. 8. 1913 bestätigt. Die Stelle des M agistra tsassessors  
Dr. T he lem ann  ist b isher nicht besetzt worden.
Der Vorsitz des Gerichts setzt sich zurzeit w ie folgt zusam m en: V orsitzender: 
M agistra tsassessor Dr. Scheffler, 1. stellvertretender V orsitzender: Ju s tiz ra t A braham , 
2 stellvertretender Vorsitzender: M agistra tsassessor Lindner.
Die erste V erhand lung  fand bei beiden Gerichten stets vor dem Vorsitzenden 
allein statt, die erforderlichen weiteren V erhandlungen  in der Regel vor dem mit 
4 Beisitzern (2 Arbeitgebern und 2 Arbeitnehm ern oder 2 Kaufleuten und 2 H and lungs­
gehilfen) besetzten Spruchgericht. Zur besseren Aufklärung verwickelter Tatbestände, 
insbesondere von Punktensachen. w urden im E inverständnis mit den Parte ien  w ieder­
holt Streitsachen ein weiteres Mal vor dem Vorsitzenden allein verhandelt. Die Sitzungen 
w urden  nach Bedarf festgesetzt, in der Regel wöchentlich drei Sitzungen o h n e  Beisitzer 
und beim G ew erbegericht in Abständen von 2 bis 3 W ochen , beim K aufm annsgericht 
monatlich eine Sitzung m i t  Beisitzern. Die H eranz iehung  der Beisitzer zu den Sitzungen 
erfolgte, abgesehen  von besonderen Fällen, in der gem äß  § 25 bezw. 26 des betreffenden 
O rtssta tu ts  festgesetzten Reihenfolge.
Die Beisitzer des G ew erbegerichts erhalten  für jede S itzung, zu der sie geladen  
und erschienen sind , als E n tschäd igung  für Z eitversäum nis 6.—  M. Die Beisitzer 
des K aufm annsgerich ts erhalten  eine E n tschäd igung  von 2.—  M.
        
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