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Periodical volume X. Soziale Fürsorge, Wohlfahrtspflege

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

— 218 d. Invalidenversicherung. Durch das H inzutreten der H in terb liebenenversicherung ist, wie zu erw arten w ar, dem V ersicherungsam t beträchtliche M ehrarbeit erw achsen ; die Zahl der R enten­ an träge hat erheblich zugenom m en. Es w aren zu bearbeiten: 1) Invalidenren tenan träge im Jah re 1912: 599, 1913: 720. 2) A ltersren tenan träge 1912: 26, 1913: 22. 3) A nträge auf H interbliebenenfürsorge 1912: 200, 1913; 229. M ündliche V erhandlungen un ter H inzuziehung der V ersicherungsvertre te r fanden 1912: 17 m al, 1913: 21 m al statt. Es w urde in 33 bzw. 18 Fällen für und in 92 bzw. 146 Fällen gegen B ew illigung der Invalidenrente gestim m t, 40 bzw. 49 R enten­ em pfänger w urden w ieder fü r e rw erbsfäh ig erachtet, in 4 bzw. 0 Fällen w urde den A nträgen der V ersicherungsanstalt auf E ntziehung der Rente w idersprochen. Bei den A nträgen auf H in terb liebenenfürsorge w urde das G utachten in 15 Fällen bzw. in 1 Falle für und in 30 bzw. 24 Fällen gegen B ew illigung der Rente abgegeben . ln der B esetzung der Stellen der V ertrauensärzte der L and esv ersich eru n g san ­ stalt B randenburg ist eine A enderung nicht eingetreten . Auch der U m fang der A usstellung und A ufrechnung von Q u ittungskarten hat zugenom m en. Es w urden aufgerechnet 1912: 812, 1913: 1181 Q u ittungskarten und ausgestellt 1912: 836, 1913: 1275 Q u ittungskarten . B erichtigungen von Q u ittu n g s­ karten fanden w iederum in erheblichem U m fange statt. Durch das Inkrafttreten des II. B uches der R eichsversicherungsordnung sind w eitere Kreise von invalidenversiche­ rungspflich tigen Personen der K rankenversicherung unterw orfen w orden F ü r diese P e r­ sonengruppen hat sich durch die Z ugehörigkeit zur K rankenkasse vielfach die Lohnklasse der Invalidenversicherung geändert. Um den A rbeitgebern die B erechnung der Invaliden­ versicherungsbe iträge zu erle ich tern , sind von der A llgem einen O rtsk rankenkasse , w elcher der bei weitem größte Teil der hier versicherungspflich tig beschäftig ten Personen angehört, die Löhne für die einzelnen L ohnstufen so festgesetzt w orden , daß die L ohnstufen 1— 5 mit den L ohnklassen 1— 5 der Invalidenversicherung ü b er­ e instim m en. Die M itglieder der Lohnstufen 6 und 7 der O rtsk rankenkasse , d. h. die V ersicherten m it höheren Löhnen gehören der 5. L ohnklasse der Invalidenversicherung an. F ür diejenigen invalidenversicherungspflichtigen Personen , die e iner K ranken­ kasse nicht angehören , sow ie für unständ ig B eschäftigte kom m t d er O rtslohn zu r Be­ rech n u n g der L ohnklasse zur Invalidenversicherung in A nw endung. Es sind fü r m ännliche P ersonen im Alter von 16 bis 21 Ja h re B eitrags­ m arken IV. Lohnklasse zu 40 Pfg., für m ännliche Personen über 21 Ja h re M arken V. L ohnklasse zu 48 Pfg., fü r w eibliche Personen über 16 Ja h re B eitragsm arken III. L ohnklasse zu 32 Pfg. zu verw enden. e. Angestelltenversicherung. Am 1. J a n u a r 1913 tra t das V ersicherungsgesetz für A ngestellte vom 20. D e­ zem ber 1911 in Kraft. Nach dem E rlaß des H errn M inisters fü r H andel und G ew erbe vom 18. Juli 1912 erfo lgt die A usstellung von V ersicherungskarten in G em einden mit s taa tlich er Polize iverw altung durch die G em eindevorstände (A usgabestellen). Der V orschrift en tsp rechend w urde eine A usgabestelle im R athause e ingerichtet und im A ugust 1912 m it der A usgabe der V ersicherungskarten begonnen . Es w urden ausgeste llt 1912: 2436, 1913: 602 V ersicherungskarten . Die V ordrucke h a t die Reichs- V ersich eru n g san sta lt für A ngestellte kostenlos zu liefern. F ü r jede V ersicherungs­ karte e rh ä lt die A usgabestelle eine V ergü tung von 3 Pfg.
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