Path:
Periodical volume VII. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

—  154  —
12. S c h u l e  a m  M a r i e n d o r f e r  W e g  — E r w e i t e r u n g s b a u  — . 
Infolge Anwachsens der Bevölkerung hat sich die Notwendigkeit der Anlage weiterer 
Gem eindeschulklassen im südwestlichen Stadtteil e rgeben. Die Schu lverw altung  hat 
deshalb die E rr ich tung  eines Fliigelbaues am Schu lgebäude M ariendorfer W eg  v o r ­
geschlagen
Vom H ochbauam t w urde der Entwurf auf G rund  des von der Schu lverw altung  
gegebenen  P ro g ram m es  ausgearbeitet. Die G enehm igung  des Projektes erfolgte durch 
die R egierung am 29. Septem ber 1913 und durch die städtischen Körperschaften am 
20. N ovem ber 1913. Am I. Dezember 1913 w urde mit den A usschach tungsarbe iten  
begonnen. Da die R ohbauabnahm e am 14. Mai 1914 erfolgte, wird der E rw e ite ru n g s­
bau mit Beginn des W interhalbjahres in Benutzung gen o m m en  w erden können.
Die E rw eiterung erfolgt als F lügelbau an der Südostecke des vo rhandenen  
Schulgebäudes. Zur V ergrößerung  des nach der E rw eiterung  nicht m ehr  ausreichenden 
Schulhofes wird von dem freien städtischen G rundstück  des S iechenhauses  eine 
Fläche von 2 500 qm abgetrennt, die mit dem jetzigen Schulhofe in V erb indung  steht.
Der Entwurf sieht außer 18 Klassen, die in 4 Geschossen un te rgebrach t sind, 
im Erdgeschoß Rektor-, Lehrer- und Lehrmittelzimmer vor. Die A bortanlagen sind 
innerhalb des G ebäudes angeordnet.
Das Gebäude wird in bezug auf äußere  G esta ltung  und inneren Ausbau dem 
vorhandenen  Gebäude angepaßt. Die E rw ärm u n g  der U nterrichtsräum e erfolgt durch 
die E rw eiterung  der bestehenden  W arm w asserheizung .
13. B a u  g e  w e r k s c h u l e  a n  d e r  L e i n e s t  r .  3 7 - 4 5 .  Durch V ertrag  
mit der S taa ts reg ie rung  vom 23. Septem ber 1912 verpflichtete sich die Stadt Neukölln, 
eine fünfzehnklassige B augew erkschule  mit D ienstw ohnung für den Direktor. Schul- 
diener und Heizer zu errichten.
Auf G rund  der vom H ochbauam t hergestellten Skizzen w urde  durch M agistra ts­
beschluß vom 20. Juni 1912 ein unbebautes G rundstück an der Leinestraße (in der 
Achse der Schillerprom enade) zur E rrich tung  der Anlage auserwählt.
Der durch das H ochbauam t endgültig  ausgearbeitete  Entwurf w urde  von den
städtischen Körperschaften am 21. bezw. 29. Mai 1913 zur A usführung  genehm igt.
Am 1. Septem ber 1913 w urde  mit den Bauarbeiten begonnen, am 29. April 1914
fandb ereits die R ohbauabnahm e statt und schon am I. O ktober 1914 wird die Schule
ihrer B estim m ung übergeben  werden.
Nach dem zur A usführung bestimmten Bauentwurf wird auf dem G rundstück 
ein fünfgeschossiges Schu lgebäude mit kleinen, seitlich liegenden W ohngebäuden  
errichtet. Die W o h n h äu se r  sind durch überdeckte G änge  mit dem Schulgebäude 
verbunden.
Im Schulgebäude, 1.— III. Stock, sind 16 Klassen, ferner im 1. Stock eine P hysik ­
klasse mit reichlichem Vorbereitungs- und S am m lu n g srau m  sowie eine D unkelkam m er 
vorgesehen. Im Erdgeschoß  ist ein g roßer  Zeichen- bezw. P rüfungssaal.  Konferenz­
saal. ein Lehrerzim m er, Bücherei, D irektorzimmer. Kasse, Sekretaria t und ein Raum 
für den Schuldiener un tergebracht. Das Sockelgeschoß umfaßt die H eizungsanlage, 
drei Modellierklassen, eine W erkstatt, eine Kantine, einen Fah rrad -  und einen 
M aterialienraum. Im D achgeschoß ist noch ein g ro ß e r  9 m hoher A usstellungsraum  
vorhanden. Von hier aus  ge lang t m an  über eine Holz-W endeltreppe nach dem 
geräu m ig en  Dachplateau. Außer der im Mittelbau durch 2 E tagen  gehenden  E in g an g s ­
halle sind noch ge räum ige  Ausstellungshallen für Mudelle etc vorhanden.
Korridore und Hallen sind mit allen Arten geputz ter  und gefugter  Gewölbe 
überdeckt, die gleichzeitig als A nschauungsunterrich t für die Schüler dienen sollen.
Die beiden W ohnhäuse r  erhalten je eine 8 Z im m erw ohnung  im I. und II Stock 
mit W aschküche, M ädchenkam m er und Trockenboden im Dachgeschoß, ferner eine 
3 Z im m erw ohnung  im Sockelgeschoß für den Schuld iener bezw. Heizer.
Sämtliche Räum e werden mittels einer Zentra lhe izungsanlage  erwärm t. Auch 
ist eine Lüftungsanlage im Schulgebäude vorgesehen.
Die Außenfronten sind in rotem Backstein-Handstrich-M aterial ausgeführt,  der 
Sockel in Basaltlava; die A usschm ückung bilden glasierte Terrakotten
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.