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Periodical volume VI. Verwaltung der Gemeindeliegenschaften

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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w u rd e  nach  d e r  S t ra la u e r  Seite  d e r  Insel zu eine rd. 2 M o rgen  g ro ß e  F läche  a ls  
J u g e n d s p ie l p l a t z  e inger ich te t  und  mit e inem  U nter tr i t t raum , M ilchausschank ,  T u r n ­
g e r ä te n  usw . a u sg es ta t te t .  D er P latz  w ird  w ä h re n d  d e r  Schulzeit  von  den  S ch ü le rn  
k la s se n w e ise  u n te r  F ü h r u n g  der  L e h re r  besuch t ;  w ä h re n d  der  S o m m erfe r ien  w erd en  
au f  ih m  F e r ie n sp ie le  veranstal tet .
Die g a n z e  östliche Hälfte d e r  Insel m it den R es tau ra tions-  und  W ir t sc h a f ts ­
g e b ä u d e n  w u rd e  von  den  G e b ä u d en  d es  R u d e rk lu b s  durch  eine breite  A n lag e  g e t re n n t ,  
die in fo lge  d e r  R asenflächen  und  g ä r tn e r i s c h e n  A u ssc h m ü c k u n g  beim  B etreten  der  
Insel v o n  d e r  L a n d u n g ss te l le  d e r  F ä h r e  a u s  e inen  e in ladenden ,  freund lichen  Anblick 
bietet. —  N ach  vie lfachen V e rh a n d lu n g e n  mit den  B ew erbern  fü r  d as  R e s ta u ra t io n s ­
u n te rn e h m e n  e rk lä r ten  sich die In h ab e r  d es  B erl iner  K o n ze r th au se s  Clou, die H e r re n  
H o ffm a n n  und  R e tsch lag ,  zu r  U e b e rn a h m e  d es  A b te i re s tau ran ts ,  d as  w ä h re n d  der 
W in te rm o n a te  1913 -1914  e in e r  g rü n d l ic h e n  In s ta n d s e tz u n g  u n te rz o g e n  w o rd e n  w ar ,  
bere it .  N ac h  A bsch luß  d es  P ach tv e r t rag e s ,  d e r  eine m e h r jä h r ig e  P a c h td a u e r  vorsieht ,  
e rw e i te r te n  die P ä c h te r  die v o rh a n d e n e n  B aulichkeiten  du rch  E in r ich tu n g  gesch ü tz te r  
H allen ,  so d a ß  die R ä u m e  n u n m e h r  für  T a u se n d e  von  B esuchern  ausre ichen .  Leider 
w u r d e n  die G e b ä u d e  k u rz  vo r  dem  fes tgese tz ten  E rö f fn u n g s ta g e  von  e inem  B rande  
h e im g e s u c h t ,  d essen  U rsach e  sich  n ich t au fk lä ren  ließ. E r  blieb g lück licherw eise  auf 
e in ige  S ä le  b e s c h rä n k t  u n d  ließ in sb e so n d e re  den  her r l ichen  B a u m b e s tan d  der  Insel 
u n v e rse h r t .  E s  ließ sich erm ö g l ich e n ,  die durch  d a s  F e u e r  beschäd ig ten  R ä u m e  in 
k ü rz e s te r  Zeit  w ied e rh erzu s te l le n ,  so d a ß  die E rö ffn u n g  des  R e s ta u ra n ts  n u r  u m  8 T a g e  
v e r sc h o b e n  zu  w e rd e n  b rauch te .  D er  S c h a d e n  w a r  d u rch  V e rs ic h e ru n g  vo l ls tänd ig  gedeckt.
A m  T a g e  v o r  d e r  offiziellen E rö ffn u n g  des  R e s ta u ra n ts  am  24. Mai 1914 fand 
d a s e lb s t  an läß lich  d e r  E in w e ih u n g  d es  n e u e n  S ch if fa h r tsk an a ls  und  des  N eukö llne r  
H afen s  e ine  F e ie r  d e r  s täd tischen  B e h ö rd e n  s ta tt,  bei d e r  d e r  H e r r  M inister  der  
ö ffentlichen A rbe iten  Exz. vo n  B re i tenbach ,  d e r  H e r r  H a n d e lsm in is te r  Exz. von  S y d o w  
sow ie  d e r  H e r r  O b e rp rä s id e n t  d e r  P ro v in z  B r a n d e n b u r g  Exz. von d e r  S c h u le n b u rg  
a n w e se n d  w a re n  u n d  sich bei d ieser  G e le g e n h e i t  auch  ü b e r  die von d e r  S tad t  auf  der  
Abtei g escha ffenen  E in r ic h tu n g e n  a n e rk e n n e n d  ä u ß e r ten  Ließ d e r  B esuch  des  R es tau ran ts  
sc h o n  w ä h r e n d  d es  E rö f fn u n g s ja h re s  1914 nichts  zu w ü n s c h e n  übr ig ,  so  w ird  ein 
w e i te re r  A u fs c h w u n g  d es  U n te rn e h m e n s  zu  e rw a r te n  sein. w e n n  die p ro jek t ier te  Brücke, 
die n ac h  d em  V e r t r a g e  mit den  P ä c h te rn  von  der  S ta d tg e m e in d e  zu er r ich ten  ist. 
z u m  F r ü h ja h r  1915 fer t igges te l l t  se in  w ird ;  auch  die Rentab ili tä t  d e r  Insel w ird  dann  
g e s ic h e r t  sein.
C. M/et- und Pachtangelegenheiten.
W ie  in den  V o r ja h re n  ha t  au c h  in den  B erich ts jah ren  der  M a g is tra t  e s  sich 
a n g e le g e n  se in  la ssen ,  die von  den  B ü r g e r n  d a n k b a r  e m p fu n d e n e  un d  s ta rk  in A n sp ru ch  
g e n o m m e n e  E in r ic h tu n g  s t ä d t i s c h e r  L a u b e n k o l o n i e n  d a d u rc h  zu erw eitern ,  
d aß  e r  au f  den  u n b e b a u te n  s tä d t isc h en  G ru n d s tü ck e n ,  die n o ch  keinen  bes tim m ten  
V e rw e n d u n g s z w e c k  h a b e n  o d e r  sp ä te re r  V e rw e n d u n g  vo rbeha l ten  b leiben, S c h re b e r ­
g ä r te n  e in r ich te te  o d e r  be re i ts  b es te h e n d e  L au b e n k o lo n ie n  auf  a n g e k a u f te n  G ru n d ­
s tü c k en  in s tä d t isc h e  V e rw a l tu n g  ü b e rn a h m ,  um  den  B ü rg e rn  inne rha lb  o d e r  in 
u n m i t te lb a re r  N äh e  d e r  S tad t  b ill ige E rh o lu n g s s tä t te n  zu schaffen.
B e s t im m e n d  fü r  d iesen  E n tsc h lu ß  d e r  S ta d tg e m e in d e  w a re n  die d u rch  G e n e ra l ­
p ä c h te r  au f  P r iv a tg ru n d s tü c k e n  e rz eu g te n  M ißstände. D urch  die E in r ic h tu n g  s täd tischer  
L au b e n k o lo n ie n  sollen die P ä c h te r  in sb e so n d e re  v o r  den  U ebe rvo r te i lungen  durch  die 
G en e ra lp äc h te r ,  nam en tl ich  v o r  d e r  N ö t ig u n g  zur  A b n a h m e  g e is t ig e r  G e tr ä n k e  geschü tz t  
w erd en .  D em zufo lge  ist in den  s täd tischen  L au b e n k o lo n ie n  jeg l icher  S ch an k b e tr ieb  
u n te rs a g t  un d  die V e r p a c h tu n g  von  P arze llen  an  S c h an k w ir te  g ru n d sä tz l ic h  au sgesch lo ssen .  
Die V e r p a c h tu n g  d e r  e inze lnen  P arze llen  erfo lg t d irek t  an  die Kolonisten  zu dem  m ä ß ig en  
P ach tp re ise  von 4-5 Pfg. p ro  qm  und  Ja h r .  Von w eite ren  A b gaben  mit A u sn ah m e  
des  e tw a zu z a h le n d en  W a sse rz in se s  und  von  irg en d w e lch en  so n s t ig en  V erpfl ich tungen
        
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