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Periodical volume VI. Verwaltung der Gemeindeliegenschaften

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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D urch R egulierung  der W ffhelm -B usch-Straße w urde das von W inkelm ann erw orbene 
G rundstück  zusam m en mit dem seit a ltersher im städtischen Besitz befindlichen 
B öhm ischen-Schulzen-A cker zu t einem  w ertvollen Eckgrundstück Der A bschluß eines 
K aufvertrages über die vorm als M achol'sche B aum aske D onaustr. 92 m achte die 
T eilregu lierung  der verbreiterten D onaustraße vor diesem G rundstück erforderlich, 
w ährend  die A usgestaltung der p latzartigen V erbreiterung  der D onaustraße vor dem 
S tad tbadgebäude späterer Zeit vorbehalten  w erden m ußte Zu den S traßenan lagekosten  
der Kaiser-Fi iedrich-Straße jenseits der R ingbahn bis zur Z iegrastraße sind die anteiligen 
B eträge an die H aup tverw altung  gezahlt worden.
F ür die G rundstücke im inneren S tadtgebiet, die zum Teil seit längerer Zeit 
zum V erkauf gestellt w aren, sowie für die Eckbaustellen des vorm als L azarus 'schen  
G rundstücks H erm annstr. 121-122 fanden sich bei der schlechten Lage des G ru n d ­
stücksm ark tes auch in den Berichtsjahren keine Käufer, trotzdem  H ypotheken- und 
B augeldbew illigung durch die städtische H ypothekenanstalt in Aussicht gestellt w urde. 
Auch die nach dem Erfolge heim V erkauf der Baustellen an der B ürknerstraße 
berechtig te Hoffnung, die Bauparzellen beiderseits der G eygerstraße ebenso schnell zu 
veräußern , erfüllte sich nicht. N ur die Eckbaustelle G eygerstraße Ecke K aiser-Friedrich- 
S traße 67-69 w urde an einen P rivatm ann verkauft, der die Parzelle mit einem m odernen 
großstäd tischen  W ohnhause  bebaute. Die übrigen Parzellen erreg ten  zw ar lebhaftes 
In teresse bei verschiedenen U nternehm ern, jedoch w urden entw eder so niedrige Kauf­
preise gebo ten , daß dem V erkauf nicht nähergetreten  w erden konnte, oder aber die 
Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit der K auflustigen bot keine h inreichende Gewähr. 
Auch der V erkaufsvertrag  über die B aum aske D onaustr. 92. der mit einem  bekannten 
B erliner B auunternehm er abgeschlossen w ar, kam nicht zur A usführung, da inzwischen 
der finanzielle Z usam m enbruch des U nternehm ers erfolgte
G rößeren Erfolg hatten w ir mit den Baustellen, (sie aus dem vorm als B arta 'schen  
G rundstück  und den durch A ustausch hinzuerw orbenen G rundstücken am neu 
geschaffenen R ingbahnhof K aiser-Friedrich-S traße in g ü n stig e r L age entstanden waren 
H ier w urden zunächst die Eckbaustellen B rusendorfer Str. 11-12 Ecke Schw arzastr. 1 
und S aalestr. 38 Ecke Schw arzastr. 9, ferner die F rontbaustellen  Schw arzastr. 7-8 und 
S aalestr. 37 un ter günstigen  B edingungen an P rivatbauun ternehm er veräußert, die auf 
den Parzellen  m oderne W ohnhäuser errichteten. D am it ist die M ehrzahl dieser 
G rundstücke ih rer Zw eckbestim m ung zugeführt w orden
Die nach E rrich tung  des S tad tbad- und R eichsbankgebäudes an der G anghofer­
straße  verbliebene Eckbaustelle an der R ichardstraße w urde an den Architekten Vogdt 
veräußert und von diesem  mit einem  W ohnhause bebaut, nachdem  von uns ein 
A pothekenprivileg für dieses G rundstück erw irkt w orden w ar
Auch im neu geschaffenen Industriegebiet w aren, wie bereits oben erw ähnt, 
m ehrere  V erkäufe zu verzeichnen. Die G ebrüder Großkopf erw arben von der S tadt 
ein F abrikgrundstück  am O berhafen und richteten es sofort für ih r M ühlenunternehm en 
ein. Ferner kauften sie ein angrenzendes W ohnhauseckgrundstück  an der Grenzallee, 
zu dessen B ebauung  innerhalb  2 Ja h re  sie sich verpflichteten Eine an d as  M ühlen­
unternehm en der G ebrüder G roßkopf anstoßende Parzelle  am  O berhafen w urde von 
H errn  K om m erzienrat Schw arz zur E rrich tung  seiner „N euköllner V ollkornm ühle“ 
käuflich erw orben. Mit den N orddeutschen K abelw erken standen  w ir am Schlüsse 
der Berichtszeit in aussich tsreichen  V erhand lungen  w egen V erkaufs eines größeren  
K om plexes am O berhafen Eine 920 qm große Fläche an der L ahnstraße und am 
O berhafen w urde zunächst m ietw eise vom  F abrikan ten  W edig  zur E rrich tung  eines 
M arm orsägew erks m it M arm orfabrikation  übernom m en und dem  M ieter ein V orkaufs­
recht für die M ietfläche eingeräum t. Ein Eckgrundstück am  M ittelbuschw eg w urde 
zur E rrich tung  des N eubaues der städtischen D esinfektionsanstalt in A ussicht genom m en.
Von w eiteren G rundstücksübere ignungen  sind zu erw ähnen die in E rfü llung  
des U m gem eindungsvertrages vom 29. 12. 1909 und des T auschvertrages vom 24 .4 . 1912 
an  die G em einde Berlin-Britz erfolgte A uflassung u nseres G rundstücks an der R ungius- 
straße in Britz, ferner die unentgeltliche U ebereignung einer 1% ha g roßen  Fläche 
des vorm als L azarus’schen G rundstücks an der Südseite des M ariendorfer W eges an
        
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