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Periodical volume V. Erziehungs- und Bildungswesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

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G. Volkstümliche Vorträge.
Die seit dem  Jah re  1908 eingerichteten  volkstüm lichen V orträge hatten  sich 
auch in der Berichtszeit eines gu ten  Besuches zu erfreuen und sind zu einer beliebten 
ständ igen  E inrich tung  unserer S tadt gew orden  Der Kreis der V eranstaltung  volks­
tüm licher V orträge w urde im Ja h re  J  910 durch die A ufnahm e von V olkssym phonie­
konzerten  und im  Jah re  19 • 1 durch die A ufnahm e von K am m erm usikabenden in das 
P ro g ram m  bedeutend erw eitert Erm öglicht w urde dies durch die E rhöhung  zur 
V erfügung  geste llter Mittel auf 900 M. im Jah re  1910, 1500 M. im Ja h re  1911, 4800 M. 
im Ja h re  19i2 und 5000 M im Ja h re  1913 D as Ziel, E inführung  g u te r M usik 
zu volkstüm lichen Preisen (60 und 30 Pf.), ist vollkom m en erreicht worden. Die 
K onzerte und K am m erm usikabende, ausgeführt vom B lü thner-O rchester und der 
B erliner T rio -V erein igung (Professoren G rünfeldt, M ayer-M ahr und D essau), fanden 
eine äu ß erst günstige  A ufnahm e und erm utigen  zu w eiterem  V orgehen. Es fanden 
sta tt im B erichtsjahre 1912: 16 volkstüm liche V orträge, 4 Konzerte, im Berichtsjahre 
1913: 20 volkstüm liche V orträge, 3 V olkssym phoniekonzerle, 3 K am m erm usikabende
Die T hem en und P ro g ram m e säm tlicher volkstüm lichen V orträge w urden in 
einem  ged ruck ten  P ro g ram m k alen d er verein ig t, der an  die Interessenten unentgeltlich 
abgegeben  w urde.
VI, Verwaltung der Gemeindeliegenschaften.
A. Umfang, Gliederung und Veränderung des städtischen Grundbesitzes.
D as gesam te  G rundeigen tum  der S tadt N eukölln um faßte am Schlüsse des 
R echnungsjahres 1913 einen F lächenraum  von 1332.3 ha. Es ist som it gegen  den 
B estand am  Schlüsse  des R echnungsjahres 1911 ein Zuw achs von 123.5 ha zu 
verzeichnen Die U ebersicht auf Seite 126 bis Seite 135 w eist den städtischen G rundbesitz 
in der G liederung  nach S tad tteilen  und nach bebautem  und unbebautem  G rundbesitz 
im einzelnen nach.
Die seit e iner Reihe von Jah ren  von der S tad tgem einde betriebene G rund­
stückspolitik . die eine p lanm äßige V erg rößerung  des städtischen G rundbesitzes bezweckt, 
ist auch  in den B erichtsjahren 1912 und 1913 w eiter verfolgt w orden W ährend  bei 
G rü n d u n g  des G rundstücks-E rw erbsfonds am  1. April 1907 der städtische unbebaute 
G rundbesitz  n u r 4 .4 %  und zu B eginn der Berichtszeit 1 0 4 ° 0 des gesam ten  zum 
N euköllner S tad tgeb iet g ehö rigen  B aulandes betrug, ist d ieser Anteil bis zum Schluß 
des R echnungsjahres 1913 auf 1 9%  gestiegen . Es kann  w ohl keinem  Zweifel unter­
liegen. daß für unsere  bis zum  K riegsausbruch  in s ta rk e r E ntw ickelung begriffen 
gew esene S tad t die rechtzeitige V erso rgung  mit B auplätzen eine N otw endigkeit war, 
um  die spätere  E rfüllung der m annigfaltigen A ufgaben sozialer und hygienischer N atur
nicht in F rag e  zu stellen
Die im Bericht für 1910-11 erw ähnte E rrich tung  der B augew erkschule auf 
einem  zu diesem  Zwecke erw orbenen G rundstück  an der Leinestraße ist inzwischen 
erfo lg t und das G ebäude seiner B estim m ung zugeführt Ebenso ist das S tad tbad , das 
auch die städ tische V olksbibliothek beherbergt, auf dem  städtischen G rundstück an der 
G anghoferstraße geg en ü b er der p latzartigen E rw eiterung  der D onaustraße fertiggestellt
        
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