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Periodical volume I. Bevölkerungsverhältnisse

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1912/1913

I. Bevölkerungsverhältnisse.
A. Ergebnisse der Volkszählung vom I. D ezem ber 1910 (Schluß).
a. Die Selbsttätigen nach dem Beruf mit Unterscheidung der am Ort 
und der auswärts Beschäftigten.
(Auszählungen des Statistischen Landesamtes.)
Ueber die Berufszugehörigkeit der B evölkerung  unterrichten zuverlässig  und in g enaueste r  W eise die e twa alle 12 Ja h re  in V erb indung  mit der Z äh lung  der landwirtschaftlichen und gewerblichen Betriebe w iederholten  B erufszäh lungen1). 
Die E rgebnisse  der letzten dieser A ufnahm en vom J a h re  1907 sind bereits im Ver­
w altungsberich t für die J a h re  1908/09 auf SS. 12 ff dargestellt.
Neben dieser eigentlichen Berufsstatistik sind in G roß -B erl in  wiederholt auch 
gelegentlich der V olkszählungen Festste llungen über die berufliche Zugehörigkeit  der 
Bevölkerung  vo rgenom m en  worden. F ü r  die Berliner Vororte  sind hierauf bezügliche 
Z ah lenangaben  e rs tm alig  vom Statistischen Amt der Stadt Berlin in dessen Volks­
zählungsbericht vom Ja h re  1900 veröffentlich w orden (S. 38. u. ff.). Dort ist die G liederung 
der g esam ten  Bevölkerung  in Selbsttätige'2) —  mit besonderer  Unterscheidung  der  
Verheirateten — nach ihrem eigenen Beruf und in berufslose Fam ilienangehörige  nach 
dem Beruf des Fam ilienhauptes  nachgewiesen. Bei der Bearbei u n g  der V olkszählung  
vom 1. Dezem ber 1905 w urden  w egen  der H öhe der Kosten und auch im Hinblick 
auf die für Mitte 1907 in Aussicht g enom m ene  allgemeine Berufs- und B etriebszählung 
die A uszählungen  auf die über 15 J a h re  alten Selbsttätigen beschränkt;  keine Be­
arbe itung  erfuhren also  die un ter  15 Ja h re  alten jugendlichen Selbsttätigen sow ie die 
berufslosen Fam ilienangehörigen . Gelegentlich der V olkszählung  im Jah re  1910 endlich 
w urde  vom Königlichen Statistischen L andesam t eine Bearbeitung  nu r  der Zahl der 
Selbsttätigen, also nicht der A ngehörigen  vo rgenom m en .
O bschon nach alledem ein Vergleich mit den Ergebnissen  früherer  Zäh lungen  
nur innerhalb  gew isse r  G renzen statthaft erscheint und die Berufszählung des J a h re s  1907 
ein vo llkom m eneres  und zutreffenderes Bild der beruflichen und sozialen Z u sa m m e n ­
se tzung  der Bevölkerung  unserer  S tadt bietet, so sollen nachstehend  doch die H aup t­
ergebn isse  de r  B erufsauszählungen  nach der V olkszählung  des J a h re s  1910 kurz a n ­
geführt  werden, zum al sie die letzten A ngaben  für die Zeit vor dem Kriege darstellen
Bei einer Bevölkerung  von
115676 m ännlichen i
und 121613 weiblichen Personen  w urden
zus. 237 289 m ännlichen und weiblichen I 
78600 m ännliche i —  67,95 v. H. der männl. B evö lkerung
30361 weibliche ; selbsttätige —  24,97 v. H. de r  weibl. B evölkerung
   ■ -......-.. . .. j P ersonen  ■
108961 männl. und weibl. I " =  45,92 v. H der G esam tbevö lkerung
gezählt.
0  S o lch e fanden statt in den Jahren 1882, 1895 und 1907; sodann eine K riegszählung auf zum  
T eil abw eichender G rundlage im Jahre 1917.
2) A ls  S elb sttä tige sind P ersonen  gezäh lt, die se lbst in selbständiger oder abhängiger S te llu n g  in 
irgend einem  Beruf oder G ew erbe tätig sind, so w ie  berufslose Fam ilienhäupter oder außerhalb ihrer 
Fam ilie lebende Kinder und Studierende.
Berlin
        
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